Kevin Wilson

 2.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autorenbild von Kevin Wilson (© Leigh Anne Couch)

Lebenslauf von Kevin Wilson

Kevin Wilson erhielt entscheidende Inspirationen zu seinem Debütroman während seines ersten herausfordernden Jahres als junger Vater. "Was denkt diese seltsame Kreatur eigentlich wirklich von mir?" Vor dem Überraschungserfolg von "Die gesammelten Peinlichkeiten ..." hat er einen vielgelobten Erzählband geschrieben. Er lebt mit seiner Familie in Sewanee, Tennessee, wo er an der Universität Schreiben lehrt.

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Das Beste, was Izzy Poole passieren konnte

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Neu erschienen am 12.08.2019 als Taschenbuch bei btb.

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Rezension zu "Das Beste, was Izzy Poole passieren konnte" von Kevin Wilson

Leben und leben lassen – Kevin Wilson – Das Beste, was Izzy Pole passieren konnte
thursdaynextvor 2 Monaten

Wenn John Irving ein Buch empfiehlt gibt es für mich kein Halten mehr. Über dieses meinte er, es wäre eine gut erzählte Geschichte, die man lesen müsse, weil man unbedingt erfahren möchte wie sie ausgeht und damit hat er recht.

„Das Beste, was Izzy Pole passieren konnte“ ist eine außergewöhnliche  Erzählung, die quasi aus der scheußlichen Kindheit des Sohnes eines Psychologen – Ehepaars entstand, das ihn als Testobjekt für seine Erziehungstheorie zur Resilienz missbrauchte.

Allein dieser Part ist herzzerreißend. Hauptperson der Story ist aber die junge Isabelle Pole. Hochintelligent, versucht sie, nach Abschluss der Highschool aus ihrem bis dahin deprimierenden Leben etwas zu machen. Freude, Liebe zu (er)leben. Bisher kann sie bei Tests gut abschneiden, hervorragendes Barbecue herstellen und hat einen Freund, ihren ältereren Kunstlehrer, der jedoch seine eigenen Probleme hat. Es ist eine leichtfüßig und sehr gut verknüpfte Geschichte über Resilienz, Mut Lust zu und am Leben und besonders über Familie(n).

Leben bedeutet Entscheidungen zu treffen, permanent, mehr oder weniger wichtige oder weichenstellende. Wilson beschreibt diese Entsdchedungen und wie sie getroffen wurden. Er beleuchtet Hintergründe, stellt Ratio und Bauchgefühl einander gegenüber, lässt an der Entstehung der Überlegungen der Protagonisten teilhaben und so bleibt es nicht aus, dass die Leserinnen (Männer mitgemeint, thanks Alex *G*) urteilen, den Kopf schütteln, ins Grübeln kommen. Es stimmt, man möchte unbedingt wissen, wie Izzys Leben sich entwickelt. Wie sie sich ihrem Leben stellt und wie das soziale Experiment des unglücklichen Professors ausgeht.

Stilistisch und besonders sprachlich ist, verglichen mit John Irving, natürlich noch Luft nach oben. Aber „Das Beste, was Izzy Pole passieren konnte“ lässt die Leserinnen (Männer: s. o. ) nicht los. Es ist ein kluger, spannender, kontrovers zu lesender Roman über Menschen und die beste Art sie auf ein erfülltes Leben vorzubereiten. Wilson arbeitet deutlich heraus, worauf es wirklich ankommt, um glücklich zu leben. Das ist nicht neu, aber immer wieder wichtig zu erinnern.

Von Kevin Wilsons gleichnamigem Buch „Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung“ gibt es eine Verfilmung. Nett, ab und an witzig, eigentlich tieftraurig, sicher kein Mainstream, aber ebenfalls eine gute, solide erzählte Geschichte zum Thema Familienleben. Kann man gut sehen.

Das Coming of Age der Isabelle Pole ist nicht nur tiefgründig, skurril, und charmant beobachtet, es ist auch ein großes, spannendes Experiment zum mitfiebern und, was ich besonders schätze, es hebt sich wohltuend aus der oft gleichförmigen Masse anderer Geschichten vom Erwachsenwerden heraus. Leseempfehlung.

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Rezension zu "Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung" von Kevin Wilson

Es gibt auch Dinge aus den USA, die ich nicht mag...
Queenelyzavor 4 Jahren

Das hat ja längst mal wieder passieren müssen - nämlich, dass ich in die US-Literaturfalle tappe. Mit Literatur aus Nordamerika stehe ich nämlich öfter mal auf Kriegsfuß, bin ich doch äußerst allergisch gegen blasse Protagonisten, deren uninteressante und belanglose Schicksale von den Autoren gerne mal zu "ergreifenden", "unvergesslichen" und "bewegenden" Geschichten aufgeblasen werden. Bei derartig vollmundigen Werbestrategien sowie den dazugehörigen Büchern bewegt sich bei mir nur eines: und zwar der Magen. Richtung oben.

Gepaart werden solch weltbewegende Schicksale, ohne die die Menschheit kaum leben kann, immer mal mit ein wenig psychischen Defekten und Freak-Show Elementen, sodass man das Gefühl hat, mitten in einer Folge von Twin Peaks oder American Horror Story zu stecken. Und hatte ich schon erwähnt, dass ich auch diesen Serien nichts abgewinnen kann?

Leider, leider verketteten sich diese ungünstigen Umstände nun auch bei meiner letzten Lektüre. "Herrlich verrückt", "Überraschungserfolg" und "eines der aufregendsten Debuts des Jahres" sind nur einige Lorbeeren, die dieses Buch bekommen hat. Dafür bekommt der Leser Menschen knapp am Rande der Einweisung in die geschlossene Abteilung, destruktive Familienstrukturen, Freaks und nochmals Freaks, die nichts weiter können außer verdreht zu sein. Das finde ich weder charmant noch interessant noch sonst irgendwie stimulierend. Aber leider oftmals bezeichnend für US-amerikanische, hoch gefeierte Literatur. 

Allerdings muss ich dem Verlag ein Kompliment für den äußerst geschickt gewählten Titel machen - hätte das Buch schlicht und einfach wörtlich übersetzt "Familie Fang" geheißen, wäre ich nie und nimmer darauf aufmerksam geworden. Aber ich hätte mir auch die Enttäuschung erspart, auf einen originellen, witzigen und bewegenden Roman zu hoffen. Denn dieses Buch ist alles andere, sondern nur eine Aneinanderreihung von skurrilen Situationen ohne jede Struktur, die mich ratlos und peinlich berührt zurück ließen. 

Fans von John Irving und Siri Hustvedt könnten an diesem Buch vielleicht Gefallen finden. Und hatte ich schon erwähnt - ja, hatte ich. Ein wenig weiter oben. Gilt aber für dieses Buch genau so. Schnell weg damit!

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Rezension zu "Die gesammelten Peinlichkeiten unserer Eltern in der Reihenfolge ihrer Erstaufführung" von Kevin Wilson

Unusual parents/children conflict
jrr510vor 5 Jahren

Really enjoyed reading this book. The story differs from the usual parent/children conflicts. The book depicts Camille and Caleb Fang, who consider that only crazy, embarrassing and spontaneous performances in public to be 'real' art.

Really enjoyed reading this book. The story differs from the usual parent/children conflicts.

The book depicts Camille and Caleb Fang, who consider that only crazy, embarrassing and spontaneous performances in public to be 'real' art.
They include their children A (Annie) and B (Buster) unwillingly into these happenings for many years until Annie moves out first and Buster a few years later.
When Annie and Buster encounter severe problems they have to return home to their parents not feeling too happy about the fact that they have no choice to live with their parents again. They fear that they will unwillingly be included in new performances again.
Suddenly the parents disappear, maybe were murdered...or was it only another cruel/mad performance?
In the end, will Camille and Caleb decide for the children or for moving the way of 'art' into an even more absurd level?
Touching book whose chapters switch between the main plot and flashbacks that outline the happenings.

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