Drachenläufer

von Khaled Hosseini 
4,5 Sterne bei1,829 Bewertungen
Drachenläufer
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engineerwifes avatar

Gerne würde ich noch ein paar Sternchen mehr vergeben. Eine berührende Geschichte zweier Jungen in Afghanistan ... feinfühlig erzählt!

M

Berührende Geschichte, zwischendrin etwas langatmig.

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Inhaltsangabe zu "Drachenläufer"

Afghanistan 1975: In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der mit Hilfe seines Freundes Hassan unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater, doch trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft. Am Ende des erfolgreichen Wettkampfs wird diese Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen. Der Leser wird Zeuge der dramatischen Schicksale der beiden Jungen, ihrer Väter und Freunde, und erlebt ihre Liebe und ihre Lügen, ihre Trennung und Wiedergutmachung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833308116
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:386 Seiten
Verlag:Berliner Taschenbuch Verlag BVT
Erscheinungsdatum:07.01.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.02.2010 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    kleinebuecherweltvor 3 Monaten
    Eine bewegende Geschichte über Freundschaft

    Khaled Hosseini weiß wie man Geschichten erzählt und seine Leser in den Bann zieht. In "Drachenläufer" zeigt er genauso wie in seinen anderen Werken sein Talent und konnte mich begeistern.
    Das Buch erzählt die Geschichte eine tiefen Freundschaft und macht das auf realistische Weise. Das Erzählte wirkt so echt, dass man glaubt, es sei wirklich passiert. Der Autor erzählt mit einer Ruhe aus Amirs Sicht und schafft es dennoch für so große Spannung zu sorgen, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
    Der größte Teil der Geschichte spielt in Afghanistan und mit viel Liebe wird das Land beschrieben, so, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Vor allem, wenn von der Kindheit der beiden Jungen erzählt wird.
    An Gefühlen fehlt es dem Buch auch nicht. Es ist sehr emotional und man fühlt auf jeder Seite mit. So sehr, dass ich stellenweise vor den Tränen stand. 
    In diesem Roman steht zwar die Themen Freundschaft und Familie im Mittelpunkt, aber dennoch baut der Autor politische Aspekte mit ein und schafft es auf bedrückende Art die Unterschiede des Afghanistans aus Amirs Kindheit und dem, aus dem er aufgrund der Taliban fliehen musste und als Erwachsener zurückkehrt, zu beschreiben.
    Die Handlung gefällt mir sehr gut. Man vermutet während dem Leser nur in welche Richtung das Erzählte gehen könnte und wird dennoch überrascht.
    Das Ende ist kein typisches Happy-End, aber dafür sehr realistisch und trifft den Leser mitten ins Herz. 
    Letztendlich habe ich mich in dem Buch so wohl gefühlt, dass mir der Abschied von der Geschichte schwer fiel und ich gerne noch weiter gelesen hätte.

    Fazit: Mit viel Herz und Liebe für sein Heimatland erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte einer Freundschaft, die nicht mehr loslässt.

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    daydreamins avatar
    daydreaminvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Über eine Freundschaft, Schuld und Wiedergutmachung, aber auch über Krieg, Zerstörung und Flucht. Ein sehr berührender Roman!
    Ein sehr berührender Roman

    Unterschiedlicher könnten die Wurzeln von Amir und Hassan eigentlich kaum sein: Während Amirs Vater ein sehr wohlhabender und einflussreicher Mann ist, ist Hassans Vater ein angesteller Diener und muss für jedes Geschenk an seinen Sohn lange sparen. Trotzdem sind Amir und Hassan beste Freunde und erleben gemeinsam viele Abenteuer im Kabul der 1970er Jahre, zumindest solange, bis ein folgenschweres Ereignis das Band zwischen den beiden Jungs zertrennt. Jahre vergehen bis sich die Wege der beiden erneut kreuzen. Khaled Hosseini erzählt von den Lebenswegen, die Amir und Hassan einschlagen, von Schuld und Vergebung, aber auch von Krieg, Zerstörung und Flucht.

    Die Ereignisse im Roman werden aus Sicht von Amir erzählt und das auf eine sehr ehrliche Art und Weise. Diese Tatsache hat es nicht immer einfach gemacht, den Protagonisten durchgehend zu mögen, denn Amir begeht natürlicherweise den ein oder anderen Fehler. Die schonungslose Wiedergabe fand ich jedoch bewundernswert, nicht nur im Bezug auf Amirs Gefühle und Entscheidungen, sondern auch bei den Ausführungen zur Entwicklung Afghanistans. Zwischen dem Kabul aus der Kindheit von Amir und Hassan und dem Kabul des frühen 21. Jahrhunderts liegen Welten. Der starke Kontrast hat mich sehr berührt und bedrückt.

    Nicht nur die ehrliche Berichterstattung macht diesen Roman so eindrücklich, sondern auch der bildliche Schreibstil und die Vergleiche, die Khaled Hosseini wählt. Insgesamt hat mich der Drachenläufer sehr beeindruckt und die Kombination der persönlichen Schicksale von Amir und Hassan mit der Verwandlung eines Landes und seiner Kultur durch den Krieg ist Khaled Hosseini sehr gut gelungen. 

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    la_vies avatar
    la_vievor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine berührende Geschichte
    Eine berührende Geschichte

    „Drachenläufer“ erzählt die Geschichte eines afghanischen Jungen, der im Kabul der 1970er Jahre aufwächst. Es geht um Freundschaft, Verrat, Vergebung und Wiedergutmachung, aber auch um eine Vater-Sohn-Beziehung. Starke Leistung von Khaled Hosseini!
    Amir, ein Paschtune aus reichen Verhältnissen, ist mit Hassan, dem Sohn des Dieners der Familie befreundet. Hassan ist ein Hazara und gehört damit einem diskriminierten Volk an. Nach einem der berühmten Drachenwettkämpfe kommt es zu einem tragischen Zwischenfall mit einem älteren Jungen, was die Freundschaft der beiden Jungen schwer belastet. Amir und Hassan verlieren sich irgendwann aus den Augen. Nachdem die Sowjets in Afghanistan einfallen, fliehen Amir und sein Vater nach Amerika, wo Amir Soraya kennenlernt, die er später heiratet. 2001 wird Amir von einem alten Freund aus Afghanistan angerufen, der ihn bitte, nach Afghanistan zurückzukehren, um dort eine alte Schuld zu begleichen.
    Die Geschichte um Amir hat mich sehr berührt. Sie wird absolut schonungslos und ehrlich erzählt und gibt einem einen Einblick in Afghanistans Geschichte des späten 20. Jahrhunderts. Es ist eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Jungen. Es geht vor allem darum, mit seinen eigenen Fehlern zu leben und einen Weg zu finden, diese wieder gut zu machen. Aber auch die Beziehung zwischen Amir und seinem Vater wird thematisiert, die nicht immer leicht war. Ich habe das Buch verschlungen und kann jedem empfehlen, dieses Buch mal zu lesen. Fünf Sterne von mir.

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    britsbookworlds avatar
    britsbookworldvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich tolles Buch. Fesselnd geschrieben mit einer Geschichte, die man so schnell nicht wieder vergisst
    Ein Buch, das einen nicht mehr los lässt - eine Geschichte die gelesen werden sollte

    Hallo ihr Lieben :)

    Es ist mal wieder an der Zeit für eine #rezension für euch :) Ich habe gestern das Buch "Drachenläufer" von Khaled Hosseini beendet und was soll ich sagen?
    WOW!!!! Das trifft es wohl am ehesten und ich kann dem Buch nur 5 Sterne geben. Könnte ich mehr geben, würde ich es machen.

    "Drachenläufer" erschien das erste Mal im Jahr 2003 und machte Khaled Hosseini zu einem der bekanntesten Autoren, wenn es um die Welt Afghanistans geht - neben seinen anderen Büchern, ist dieses hier wohl das Buch, dass jeder kennen SOLLTE ;)

    Worum geht es? (Ohne Spoiler natürlich)

    In dem Buch spannt Hosseini einen Bogen der privaten Leben, zweier Freunde, Hassan und Amir - und einen gesamten Abriss der Geschichte Afghanistans von den 60er Jahren bis hin in die frühen 2000er und schildert dem Leser, wie das Land, das heute nur noch für Krieg, Armut, Verbrechen und Schlimmeren steht einst gewesen ist.

    Amir und Hassan wachsen zusammen in einem guten Viertel Kabuls auf, doch ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Amir als Sohn eines reichen Mannes aufwächst - ist Hassan der Sohn des Dieners von Amirs Vater und wird so automatisch zu dem Diener von Amir. Hassan kann weder Lesen noch Schreiben, aber das stört ihn nicht. Er ist ein fröhlicher kleiner Junge, und sieht in Amir seinen besten Freund. Auch Amir weiß, dass Hassan ein ganz besonderer Freund ist. Jedoch zwingen ihn die Lebensumstände, die Gesellschaft in der er groß wird, sich als etwas Besseres anzusehen, Hassan vor anderen Freunden zu verleugnen und ihn manchmal unfair zu behandeln. Amirs Vater jedoch behandelt seinen eigenen Sohn genauso wie Hassan. Er nimmt beide Jungen mit ins Kino, er kauft ihnen, wenn sie unterwegs sind, die selben Sachen und er zeigt Amir, dass obwohl Hassans Vater sein Diener ist, er ihn schon seit Kindertagen kennt und Ali und Hassan für ihn zur Familie gehören .

    Amir, der vom Elend nichts mitbekommt, lebt ein wunderbares Leben in Kabul, ein wahrlich unbeschwertes Leben - bis es eines Tages zu einem schlimmen Vorfall kommt und Hassan und sein Vater Ali die Familie verlassen und wegziehen und Amir mit seinen 12 Jahren nicht weiß, was mit ihnen geschehen wird. Genau zu dieser Zeit entwickelt sich politisch der erste schlimme Krieg in Afghanistan und Amir und sein Vater sind zur Flucht gezwungen. Flucht aus ihrer geliebten Heimat, Flucht vor den Feinden, die sie einst als Freunde kannten und so wandern sie aus nach Amerika. In die USA und dort, viele Jahre später soll Amir als erwachsener Mann einen Brief erhalten, der ihn genau dahin zurückführt, wo er nie wieder hin wollte - zurück nach Afghanistan. Zurück in seine Vergangenheit, die er immer versucht hat zu vergessen. Denn neben dem Krieg, neben Morden, Vergewaltigungen, Steinigungen und Unterdrückung, erschreckt Amir nicht nur die aktuelle Gegenwart, sondern auch eine jahrelange Schuld, die er auf sich geladen hatte und die nun droht an die Oberfläche zu kommen....

    Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wirklich bewegt und auch nachdenklich gestimmt. Hosseini, der selbst als Junge mit seinen Eltern nach Amerika kam und es erst mit 38 Jahren das nächste Mal wiedersehen sollte, schildert hier zwar die Geschichte von Amir, doch ein Teil seiner selbst steckt auch in diesem Buch. Er wollte nicht nur das Bild Kabuls zeigen, das heute in den Medien besteht, sondern auch die Zeit wie es vor dem Krieg war. Dies hat er wundervoll geschafft. Das Buch ist keine leichte Kost. Nicht wegen des Stils sondern wegen der Thematiken. Es sind viele brutale Dinge, die den Leuten passieren und wer sehr zart besaitet sein sollte, wird hin und wieder wirklich schlucken müssen.... Das Buch lässt einen nicht los, man will einfach wissen, was genau mit Hassan und Amir als sie 12 Jahre alt waren geschah. Man will wissen wie es weitergeht und vor allem hat mich beeindruckt, wie sehr sich der Autor auch heute noch für sein Geburtsland einsetzt. Denn er hat eine Foundation gegründet, die gerade den vielen obdachlosen Kindern Kabuls hilft, wieder ein Leben leben zu können, dass sie hoffentlich irgendwann die Geschehnisse, die ihnen widerfahren sind, vergessen lassen.

    Ein Buch, das ich nur empfehlen kann, das sich zu lesen lohnt!

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Dem Autor ist es gut gelungen die Vergangenheit und Gegenwart zu verschmelzen und als Einheit zu betrachten.
    Blut, Freundschaft und Machtverhältnisse

    Amir ist der Sohn eines wohlhabenden Paschtunen und wächst in den 70iger Jahren mit Hassan in Afghanistan auf. Hassans Vater ist der Diener der Familie und gehört zu den Hazara, einer unterdrückten Volksgruppe.

    Dennoch verbindet die beiden Jungs eine enge Freundschaft. Gemeinsam genießen sie ihre Kindheit bis zu einem verhängnisvollen Tag. Es war der Tag der Drachenkämpfe in Kabul. Die Kinder in lassen Drachensteigen und kämpfen darum, welcher Drache am längsten in der Luft bleibt und wer errennt die Drachen, die vom Himmel fallen. An dem Tag als Amir den Drachenkampf gewinnt und Hassan ihm den bekämpften gegnerischen Drachen holt, kommt es zu einem stillen Bruch in der engen Verbindung der Jungs.

    Schon bald trennen sich die Wege der Jungs. Hassan verlässt mir seinem Vater die Familie und Amir flieht einige Jahre später mit seinem Vater nach Amerika. Aber die Schuld wird er nie ganz los. Jahre später ruft ein Freund der Familie an und Amir geht zurück nach Afghanistan.


    Wenn man sich an das fremde Land und deren Sitten gewöhnt hat, dann nimmt einen „Drachenläufer“ von Khaled Hosseini schnell gefangen. Die Geschichte ist sehr emotional und gefüllt mit Themen über Freundschaft, Tradition und Ehre, Fremde, Schuld und Vergebung und psychische und physische Gewalt.

    An manchen Stellen war das Buch erschütternd, gnadenlos hart. Afghanistan kennen viele Menschen als das Land, in dem Krieg ist und die Talibanen herrschten. Daher wollte der Autor bewusst das Land vor dem Machtumbruch dem Leser näher bringen.

    Aber es ist nicht nur der Krieg und die Gewalt an Kindern, sondern auch die Menschen und ihre Schicksale, die einen auf vielfältige Weise erschüttern und berühren. Zartbesaitete sollten sich dem bewusst sein, wenn sie das Buch zur Hand nehmen.

    Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten Amir erzählt. Amir sehnt sich danach von seinem Vater geliebt zu werden. Baba ist enttäuscht von einem Jungen, der so anders ist als er ihn sich wünscht. Trotzdem bleiben die beiden auch nach ihrer Flucht nach Amerika zusammen.

    Die familiäre Entwicklung ist realistisch gestaltet. Auch die weiteren Charaktere sind wie aus dem Leben gegriffen. Da ist Rahim Khan, der gute Freund der Familie, der so manche Entscheidung mit lenkt oder Assef, ein älterer Junge, der Amir und Hasssan in Angst und Schrecken versetzt und mit dem Amir am Ende eine offene Rechnung begleicht.

    Dem Autor ist es gut gelungen die Vergangenheit und Gegenwart zu verschmelzen und als Einheit zu betrachten.

    „Drachenläufer“ von Kahled Hosseini ist absolut lesenswert.

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    Miiis avatar
    Miiivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Selten hat mich ein Buch so berührt, wie dieses hier! Große Klasse!
    Emotionale Achterbahnfahrt

    Ich kann mich noch daran erinnern, den Film vor Jahren in der Schule geschaut zu haben. Dieser hatte mich bereits so unglaublich berührt, dass ich umso erfreuter war, als ich gesehen habe, dass es auch ein Buch dazu gibt.

    Der Film wurde ziemlich nahe an der Buchhandlung gehalten, was ich toll fand. Es ist eine so berührende Geschichte und ich hätte es schade gefunden, wenn etwas daraus verlorengegangen wäre.

    Amir wächst im Kabul auf, zusammen mit seinem Freund Hassan. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater, aber trotz dieser Unterschiede verbindet die beiden eine innige Freundschaft, die aber am Tage eines Wettbewerbs im Drachensteigen schwer auf die Probe gestellt wird und einen tiefen Riss erhält. Jahre später erhält Amir die Möglichkeit, seinen Fehler wiedergutzumachen und erfährt Dinge, die alles in ein neues Licht rücken.

     

    Wenn man mich fragen würde, was das Thema dieses Buches ist, könnte ich es nicht benennen. Soviele Dinge werden hier behandelt. Freundschaft, Familie, Verrat, Versprechen, Flucht, Entwurzelung, Missbrauch, Traditionen und und und… Wie gesagt, dieses Buch hat mich einfach unglaublich berührt.

    Es war faszinierend zu beobachten, wie Amir sich nach der Aufmerksamkeit und Liebe seines Vaters gesehnt hat, aber dabei gar nicht die kleinen Anzeichen bemerkt hat, die gezeigt habe, wie tief und innig die Liebe seines Vaters ist. Genauso war es frustrierend und zugleich tieftraurig zu sehen, wie sehr er von seinem Umfeld geprägt wurde, dass er Angst hatte, zu seiner Freundschaft mit Hassan zu stehen.

    Und gleichzeitig ist nebenbei die unerschütterliche Treue von Hassan, sein tiefgeprägtes Verständnis und die Liebe die er seinem Freund entgegen bringt.

     

    Ich würde gerne seitenlang von diesem Buch schwärmen, aber ich möchte niemandem bezüglich des Inhalts etwas vorweg nehmen.

    Es war eine wundervolle Geschichte und ich finde, dass sie definitiv empfehlenswert ist!

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    SandysBunteBuecherwelts avatar
    SandysBunteBuecherweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, welches beeindruckt und einen zu Tränen rührt.
    Ein Buch welches Herzen berührt...

    Das Buch hatte mich emotional voll im Griff!!! Ich habe geweint und das passiert mir nicht bei vielen Büchern und es hat mich Stark gemacht.
    Gerade in der heutigen Zeit, politisch und religiös schwierig, ein Buch welches gelesen werden muss.

    Ich habe den Schreibstil des Autors sehr gemocht und mittlerweile alle seine Bücher gelesen.

    Die Buchgstaltung finde ich absolut treffend für ein solches Buch, es zeigt den Inhalt und ist schlicht gehalten, genau angemessen für dieses Thema.

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    makamas avatar
    makamavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Geschichte einer Freundschaft, von Verrat und Wiedergutmachung in Afghanistan
    Amir und Hassan

    Amir und Hassan wachsen in Afghanistan auf. Es ist das Jahr 1975.... noch ist es ruhig.
    Trotz unterschiedlicher Herkunft sind beiden etwa 12 jährigen Jungen gute Freunde.
    Amir ist aus reichem Haus und gehört der Volksgruppe der Paschtunen an.
    Hassans Vater ist der Diener Familie, sie gehören zu den unterdrückten und verachteten Hazara.....
    Beide Jungen lieben die Drachenkämpfe..... welcher Drache bleibt am längsten am Himmel und wer ergattert den lezten geschlagenen Drachen......
    Am Ende eines sochen Wettkampftages wird diese Freundschaft von Amir verraten......
    Auch in Afghanistan eskalieren die Eriegnisse und Amir und seiner Familie gelingt es in die USA zu fliehen.
    Viele Jahre später kehrt Amir als erwachsener Mann nach Afghanistan  zurück. Er trägt schwer an seiner Schuld.......
    Fazit:
    Khaled Hossein hat ein schönes Buch geschrieben über Freundschaft, Verrat und Wiedergutmachung, gleichzeitig erfährt der Leser viel über die Ereignisse in Afgahnistan, von 1974 bis 2001.
    Mir seine Sprache gut gefallen und von mir gibt es 4 Sterne für dieses Buch.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor einem Jahr
    "Für dich - tausendmal."


    Handlung: 


    Wenn mich jemand fragen würde: »Worum geht es in diesem Buch?«, dann würde ich sagen: Es ist eine wunderbare Geschichte von der bedingungslosen Freundschaft und Loyalität zwischen Amir und Hassan, zwei kleinen Jungen, die 1975 in Afghanistan leben. Amir ist ein Paschtun aus reichem Hause, Hassan ist Sohn eines Dieners und gehört den Hazara an, einer diskriminierten Minderheit. 


    Es ist aber auch eine Geschichte von großer Tragik, denn Amir verrät diese Freundschaft und verleugnet dann noch seine eigene Schuld, die ihn aber gerade deswegen die nächsten Jahrzehnte verfolgen und bis ins Mark erschüttern wird. 


    Nicht zuletzt ist "Drachenläufer" ein Drama vom Krieg, der sich wie ein Krebsgeschwür ins Land frisst und Lebensfreude und  Menschlichkeit seiner Bewohner vergiftet. 


    Meine Meinung:


    ACHTUNG: Triggerwarnung! Das Buch thematisiert unter anderem körperliche und sexuelle Gewalt, auch gegenüber Kindern. 


    Beim Lesen habe ich mich oft gefragt: Was weißt du eigentlich über Afghanistan, das über die endlosen Schlagzeilen von Krieg, Krieg und wieder Krieg hinausgeht? Was weißt du über die Menschen, die Kultur, das Lebensgefühl? Bestürzt wurde mir klar, dass mir tatsächlich als erstes Wörter wie "Luftangriff", "Terrormiliz" und "Taliban" durch den Kopf gehen. 


    Zwar spielt auch in "Drachenläufer" der Krieg immer wieder eine zentrale Rolle, aber hier sieht man den Krieg nicht als Schlagzeile, sondern als menschliches Schicksal. Man kann nicht einfach geflissentlich-traurig den Kopf schütteln und das Ende der Nachrichten abwarten oder die nächste Seite der Zeitung aufschlagen. Hosseini lädt den Leser ein, mitzufühlen, auch wenn es manchmal wehtut. Obwohl alle Charaktere frei erfunden sind, bleibt einem doch immer im Hinterkopf, dass es Menschen wie sie in der Realität zu Hunderten und Tausenden gibt. 


    Dass das Buch einem auch Einblicke gewährt in die Pracht und den Zauber eines Afghanistans, wie es einst war und vielleicht nie wieder sein kann, macht den Niedergang des Landes umso bitterer und verstörender. Es gibt viel Schmerz und keine einfachen Lösungen. Ich habe mehr als einmal Tränen vergossen, und dennoch bereue ich nicht, "Drachenläufer" gelesen zu haben. 


    Es liest sich mal beinahe wie ein orientalisches Märchen, dann bietet es wieder eine erbarmungslos realistische Sicht auf das wahre Leben von Menschen, die im Krieg leben oder vom Krieg entwurzelt wurden. Originell fand ich die Geschichte so oder so, und sie entfaltete auf mich eine ungeheure Sogwirkung, Ich musste einfach wissen, ob es Amir gelingen wird, seine Schuld wiedergutzumachen, und so klappte ich das Buch dann auch erst in den frühen Morgenstunden zu... 


    Die Charaktere fand ich großartig, aber auch die "Guten" machen es einem nicht immer einfach. Viele davon laden Schuld auf sich, dafür zeigen aber auch einige eine Selbstlosigkeit und einen Mut, der vielleicht nur in Zeiten größter Not erwacht. Die "Bösen" dagegen zeigen eindringlich, dass der Krieg auch das Schlechteste aus einem Menschen hervorholen kann. 


    Amir erscheint zunächst sehr selbstsüchtig. Er wird zwar von Schuld über seinen Verrat zerfressen, kann aber damit nicht umgehen, lässt ausgerechnet Hassan dafür büßen - und begeht damit einen vielleicht noch größeren Verrat. Am Anfang empfand ich daher sogar ein wenig Widerwillen dagegen, eine Geschichte zu lesen, die sich hauptsächlich um Amir dreht! Aber man muss ihm zugestehen, dass er als Kind in eine Situation geriet, mit der er grundlegend überfordert war, und er macht im Laufe des Buches auch noch eine große Entwicklung durch. 


    Der Schreibstil verzichtet auf Pathos und erzählt zwar detailliert und lebendig, dabei aber auch einfach und direkt. Hosseini lässt dem Leser viel Freiraum für eigene Gedanken und Kopfkino!


    Fazit:
    "Drachenläufer" hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht, und ganz nebenher hat habe ich auch viel über das Leben der Menschen in Afghanistan gelernt. Gerade jetzt, wo Flüchtlingen so viel Unverständnis oder sogar Hass entgegenschlägt, ist dieses Buch aus dem Jahr 2004 wieder aktuell, denn mehrere der Charaktere werden vom Krieg aus ihrer Heimat vertrieben - und die, die bleiben, sind bei weitem nicht alle einverstanden mit den Methoden der Taliban.

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    Maeusekinds avatar
    Maeusekindvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein unglaublich bewegendes Buch!
    Für dich - tausendmal


    "Drachenläufer" ist die unglaublich berührende Geschichte zweier Jungen eines längst vergessenen Afghanistan der frühen 70er Jahre. Der Roman erzählt von Freundschaft und Loyalität, Kindern ohne Kindheit und die Verletzlichkeit einer Seele sowie von Vergebung
    Die Geschichte wird durch die Augen Amirs erzählt, einem wohlhabenden Jungen aus Kabul, der gemeinsam mit Hassen, dem Sohn des Dienstboten, aufwächst. Obwohl Hassan der ethnischen Minderheit der Hazara angehört und von der übrigen Bevölkerung wegen seiner Herkunft verachtet wird, wachsen die beiden wie Brüder auf. Die Jungen verbindet eine tiefe Freundschaft und Hassan bringt Amir eine aufrichtige Loyalität entgegen, die dieser kaum zu erwidern weiß. Bei einem Turnier im Drachensteigen riskiert Hassan für seinen Freund Kopf und Kragen und gerät in Schwierigkeiten, die die Situation für immer verändern. Als wenige Jahre später die Monarchie gestürzt wird, flieht Amir an der Seite seines Vaters nach Amerika. 25 Jahre später erreicht ihn ein Anruf, der Amir in seine Heimat zurückkehren lässt, um sich von den Dämonen zu befreien, die ihn seit 1975 quälen.
    Die Gefühlswelt und die Gedanken des jungen Amirs sind so intensiv und vielschichtig, dass sie kaum mit den Empfindungen des erwachsenen Mannes mithalten können, zu dem er heranwächst. Man fühlt mit ihm mit, hasst ihn, bedauert ihn und hofft mit ihm, dass sich letztendlich doch alles zum Guten wendet. Die Tatsache, dass Amir mit 9 Jahren Dinge sieht und erlebt, die kein Mensch je zu Gesicht bekommen sollte, intensiviert das Leseerlebnis enorm. Man erlebt mit ihm, wie es sich anfühlt, sein Leben lang von Gewissensbissen geplagt nach einer Möglichkeit zu suchen, die Vergangenheit zu ändern, in dem Bewusstsein darüber, das man etwas ganz besonderes für immer verloren hat. 
    Der Roman hat mich unglaublich berührt und mir Kapitel für Kapitel den Atem geraubt. Es ist definitiv kein fröhliches Buch und nichts für zart besaitete. Oft lässt es den Leser nachdenklich zurück und zeigt, wie grausam die Welt und die Menschen sind, die auf ihr leben. Der Roman schreit völlig zu Recht nach Aufmerksamkeit und blickt der Wahrheit unerschrocken entgegen. Er öffnet wahrscheinlich ganzen Generationen die Augen und zeigt ein längst vergessenes, florierendes und friedliches Afghanistan, welches der Krieg bis zur Unkenntlichkeit veränderte und thematisiert gesellschaftskritisch den Umgang mit ethnischen Minderheiten.
    Ein tolles Buch, welches das Attribut des "Weltbestsellers" zu Recht trägt. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hikaris avatar
    Hallo liebe Lovelybooks-Mitglieder.

    Im Rahmen der SuB-Abbau-Challenge von Ajana wollen wir "Drachenläufer" von Khaled Hosseini lesen.

    Wer möchte kann sich uns gern anschließen. Ob mit eBook, Bücherei-Buch oder Original/Übersetzung ist dabei egal.  Es gibt hier also kein Buch zu gewinnen, aber wir freuen uns über jeden Mitleser!!

    Leserundenstart ist der 01. April 2014. Späteres Einsteigen ist dabei aber auf jeden Fall möglich =)
    Prinzessins avatar
    Letzter Beitrag von  Prinzessinvor 4 Jahren
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