Khaled Hosseini Tausend strahlende Sonnen

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Inhaltsangabe zu „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini

Der Weltbestseller vom Autor von ›Drachenläufer‹ und ›Traumsammler‹

Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht…

Ein ergreifender Roman über das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, wie ihn nur einer schreiben kann: der große Geschichtenerzähler Khaled Hosseini.

Politischer und kultureller Hintergrund waren interessant. Die Handlung an sich aber kam leider erst ab der Hälfte des Buch in Fahrt.

— Tine_Tren

Gesellschaftskritik ganz anders

— Lesenodernicht

Traurig schönes Buch...

— jockel12

Roman, Afghanistan 2007

— ellaemma

Khaled Hosseini schreibt die schönsten und zugleich traurigsten Geschichten - für mich ein Ausnahmeautor!

— shazam

Eine so schöne Freundschaft, die alles auf sich nimmt, um dem gewaltsamen und brutalen Ehemann zu entkommen!

— Edaaa

Eine Freundchaft die alles überwindet!

— SandysBunteBuecherwelt

Ein Meisterwerk; Viele Tränen sind geflossen und mein Herz schmerzt immer noch. Todtraurig, wunderschön und trotzdem einzigartig!

— alinars

Schöne Geschichte!

— Ophiuchus

Eine sehr bewegende Geschichte sehr schön erzählt. Das ist K. Hosseini. Ich habe alle seine Bücher gelesen. Sein Schreibstil ist wunderbar.

— Rego

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4,5 Sterne// Ein Buch mit der spannenden Geschichte zweier Frauen und einem Gemälde. Ich konnte es kaum aus der Hand legen!

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lenisvea

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  • Aufgebrochene Vorurteile, persönliche Einblicke

    Tausend strahlende Sonnen

    Lesenodernicht

    10. May 2018 um 23:48

    Gesellschaftskritik ganz anders: Hosseini gelingt es den Leser an die Menschen und die Geschichten heranzuführen und ermöglicht ihm sich ihnen nah und verbunden zu fühlen. So wird deren Verhalten nachvollziehbar und er durchbricht damit Vorurteile und gesellschaftliche Klischées. Hosseini regt zum Denken an und verbleibt dabei recht wertfrei. Er beschreibt, er beurteilt nicht.Auch in dieser Geschichte geht es um afghanische Schicksale. Protagonisten sind in diesem Buch aber zwei Frauen, die eine ungewöhnliche Freundschaft verbindet. Hosseini beschreibt sehr beeindruckend das Schicksal der jungen Mariam, die mit einem Fremden, 30 Jahre älteren Mann verheiratet wird. Mariam muss Gewalt, Unterdrückung, Leid, Hilflosigkeit und Herabwürdigungen erleiden. Ihr Leben verändert sich als ihr Ehemann sich eine zweite Frau nimmt. Die Erlebnisse von den beiden Frauen sind mit den geschichtlichen Ereingnissen wie dem Sturz des Kommunismus, den Bürgerkriegen und der Taliban-Herrschaft verwoben. Dadurch gelingt dem Leser sich in die Zeit und das Leben der Figuren hineinzuversetzen. Auch gelingt es ihm herausragend, zwischen den grausamen Erlebnissen eine Liebeserzählung aufblühen zu lassen, die den Leser hoffnungsvoller aus dem Roman gehen lässt. http://www.lesenodernicht.de/2018/04/13/aufgebrochene-vorurteile-persoenliche-einblicke/

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  • Ergreifend

    Tausend strahlende Sonnen

    kleinebuecherwelt

    05. May 2018 um 19:00

    Dieses Buch wurde mir von jemanden empfohlen, den das Buch sehr mitgenommen hat. Wir haben lange über den Inhalt geredet, so, dass ich letztendlich entschieden selbst das Buch zu lesen, da es mich von der Idee her sehr ansprach. Meine hohen Erwartungen wurden mehr als erfüllt, denn "Tausend Strahlende Sonnen" entpuppte sich als hoch emotionales und mitreißendes Meisterwerk, das einen nicht mehr loslässt. Gleichzeitig möchte ich jedoch nicht die Ernsthaftigkeit des Buches leugnen, denn es gibt vieles zu schlucken beim Lesen, was es einem trotz enormer Spannung unmöglich macht das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Oft brauchte ich eine Pause um die Schwere des gerade Gelesenen zu verarbeiten. Doch genau diese großen Emotionen machen das Buch so besonders und lassen einen komplett in der Welt untergehen, die so real wirkt. In seinem zweiten Roman beschreibt Khaled Hosseini das Schicksal zweier jungen Frauen in seiner Heimat Afghanistan und nähert sich während dem Erzählen Themen wie Krieg und Unterdrückung auf sensible Weise an.  Schon von der ersten Seite an, schafft es der Autor durch seinen flüssigen Schreibstil den Leser in den Bann zu ziehen. Er schafft es auf einmalige Weise seinen Figuren eine Stimme zu geben, so, dass man sich problemlos in sie hineinversetzen kann. Detailliert beschreibt er deren Innenleben und gleichzeitig auch deren Lebensraum. Er beschreibt Kabul so gut, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Genauso wie die ganze Atmosphäre. Damit transportiert er ein großes Stück seiner Heimat an den Leser. Die Charaktere werden alle wie bereits erwähnt sehr gut beschrieben und man leidet mehr als mit mit Mariam und Laila mit, die machtlos gegen ihren Ehemann sind. Ich möchte hier gar nicht genau auf den Inhalt eingehen, da es das Beste das Buch zu lesen ohne Genaueres darüber zu wissen, aber fest steht, dass der Autor seine Ideen perfekt umgesetzt hat. Vieles das passiert kann man gar nicht glauben und brutale Szenen schmerzen selbst den Leser beim Lesen. Es gibt gar keine Worte dafür um zu beschreiben was dieses Buch in meinem Inneren ausgelöst hat und mit mir anstellte.  Khaled Hosseini ist ein wirklich begabter Autor, von dem ich sicher noch mehr lesen werde. "Tausend Strahlende Sonnen" ist ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der gefühlvolle und bewegende Geschichten liebt und eins der besten Bücher, die ich gelesen habe.  Fazit: Eine ergreifende Geschichte, die zutiefst berührt und den Leser nicht mehr loslässt. Khaled Hosseini hat ein gefühlvolles Meisterwerk erschaffen.

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  • Erschütternd

    Tausend strahlende Sonnen

    Jisbon

    19. March 2018 um 18:39

    "Tausend strahlende Sonnen" erzählt eine Geschichte, die in vielerlei Hinsicht einfach unfair ist. Der Autor zeigt die Entwicklung Afghanistans anhand des Schicksals von Mariam und Laila, zwei Frauen, die von verschiedenen historischen Ereignissen beeinflusst wurden und mit den Umständen zu kämpfen hatten. Es war beklemmend zu sehen, wie sich ihr Leben immer mehr einengte und verschlechterte. Die Einblicke in die afghanische Geschichte und Kultur fand ich sehr interessant, obwohl sie oft erschütternd waren. Das hat es manchmal etwas schwer gemacht, weiterzulesen, und "Tausend strahlende Sonnen" ist definitiv keine leichte Kost, sondern aufwühlend, in vielerlei Hinsicht tragisch und ergreifend.Zugleich war das Buch unglaublich fesselnd und ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, was noch passieren würde, gerade in Bezug auf die Protagonistinnen. Beide haben schon früh Verluste erlitten, mussten dann jahrelang unter ihrem Ehemann leiden... kurz gesagt, die beiden hatten es nicht leicht. Ich habe mit ihnen mitgelitten und gehofft, dass sie der Lage irgendwie entkommen würden, egal, wie unwahrscheinlich das zu sein schien. Gerade am Ende gab es dann Szenen, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben; Hosseini erzählt eindringlich und sehr realistisch, was fast schon grausam ist, da die Charaktere etwas besseres verdient hatten, das nicht bekommen konnten und stattdessen Opfer bringen mussten. Das Schicksal der Figuren konnte mich wirklich berühren und ich fand es bewundernswert, dass sie trotz allem nicht aufgegeben haben.

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  • Wenn alles gegen dich spricht...

    Tausend strahlende Sonnen

    dominona

    18. March 2018 um 11:41

    Als Frau in Afghanistan kann man auf verschiedene Arten aufwachsen und die meisten sind nicht gerade positiv. Trotzdem kann man gestärkt aus der schlimmsten Situation hervorgehen und das zeigt dieses Buch. Ein Verfilmung wäre nichts für seichte Gemüter und ich musste einige Male schlucken, weil mir nie wohl dabei ist, wenn jemand so gemein, widerwärtig und unfair behandelt wird, weil das sich angeblich für Frauen so gehört.Ein kleiner Kritikpunkt waren manche Wiederholungen, aber das ist stilistisch gewollt.Der Autor kann Schicksale eindrücklich schildern und ich fand den Einblick in eine mir sehr fremde Kultur interessant. Ich werde wohl noch eine Weile über dieses Buch nachdenken.

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  • Tausend strahlende Sonnen - ein beeindruckender Kampf zweier Frauen gegen die Unterdrückung

    Tausend strahlende Sonnen

    Steffi_vlk

    16. January 2018 um 12:31

    Allgemeine Infos:Titel: "Tausend strahlende Sonnen"Autorin: Khaled HosseiniVerlag: FischerSeitenzahl: 400Klappentext:Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht…Ein ergreifender Roman über das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, wie ihn nur einer schreiben kann: der große Geschichtenerzähler Khaled Hosseini.Buch:Das Cover ist passend zum Thema des Buches: im Zentrum steht eine von einem Gewand verhüllte Frau. Die Farben sind alle in gelb/orange/braun-Tönen gehalten und man sieht nur die Silhouette der Umgebung. Ich halte das Cover leider für etwas schlicht, mir fehlt hier ein bisschen das Besondere.Die Geschichte an sich ist in vier Teile unterteilt. Jeder dieser Teile setzt sich noch aus einigen Kapiteln zusammen, so dass man immer eine geeignete Stelle findet, um das Lesen zu unterbrechen. Dies gefällt mir persönlich immer sehr gut.Schreibstil:Meist hat es Khaled Hosseinis Art zu Schreiben ermöglicht, dass man die Geschichte relativ flüssig lesen kann. Allerdings waren für meinen Geschmack zu viele Begriffe auf Farsi eingebaut, die teilweise auch nicht übersetzt wurden. Meist hat man aus dem Zusammenhang erkannt, um was es geht, teilweise hat dies trotzdem meinen Lesefluss gestört. Auf der anderen Seite spricht dieser Aspekt natürlich für die Authentizität der Geschichte. Khaled Hosseini ist es gelungen, die Handlung seines Buches mit vielen detaillierten Beschreibungen zu Orten/Stimmungen/Handlungen zu versehen. So hat er es geschafft die Ängste und Leiden aufgrund von uns fremden Sitten und Krieg gut herauszuarbeiten.Handlung:Im wesentlichen gibt es zwei Handlungsstränge, die schließlich zu einem zusammenführen. Auf der einen Seite geht es um Mariam, ein unehelich geborenes Mädchen, das zusammen mit ihrer mürrischen Mutter abgelegen in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Als ihre Mutter stirbt, wird sie mit 15 Jahren gezwungen, den deutlich älteren Raschid aus Kabul zu heiraten. Dieser hat klare Vorstellungen zur Rolle der Frau: Haushalt, Burka, Ausgangsverbot und Gewalt gehören von nun an zu Mariams Alltag. Da es ihr verwehrt bleibt, Rashid den gewünschen Sohn zu gebähren, verschlechtert sich Mariams Ehe mit der Zeit.Auf der anderen Seite geht es um die erheblich jüngere Laila. Sie wächst in Kabul in behüteten Verhältnissen auf, in denen auch die Frau geachtet wird. Besonders Lailas Vater unterstützt seine Tochter, vor allem im Hinblick auf deren Bildung, wo er nur kann. Zusammen mit dem Nachbarsjungen Tarik lebt sie eine glückliche Kindheit. Bis schließlich der Krieg in Afghanistan ausbricht und sich Lailas Leben vom einen auf den anderen Tag wendet. Die Umstände lassen ihr als einzige Möglichkeit die Ehe mit Raschid als dessen zweite Frau. Zunächst wird Laila von ihrem Mann umsorgt und verwöhnt, als sie jedoch auch nicht seinen sehnlichsten Wunsch eines Sohnes erfüllt, erwartet sie das gleiche von Gewalt und Trauer geprägte Leben wie Mariam.Da beide Frauen die gleichen Qualen erleiden müssen, verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Können sie daraus Kraft schöpfen und ihre Rolle als Frau in der Ehe stärken? Meinung:Die Handlung der Geschichte finde ich persönlich sehr interessant, da mich andere Kulturen und deren Eigenheiten interessieren. Auch die Folgen des Krieges in Afghanistan haben mir sehr als Aspekt der Geschichte gefallen. Allerdings hat es der Autor leider nicht geschafft, dass ich mit Mariam und Laila richtig mitfühlen konnte. So musste ich mich teilweise dazu zwingen, wieder weiterzulesen. Ein paar mehr Beschreibungen zu den Hauptcharakteren an sich und was diese ausmacht wären vielleicht hilfreich gewesen. Aus diesen Gründen gebe ich "Tausend strahlende Sonnen" 3 von 5 Sternen. Auch, wenn es mich das Buch nicht fesseln konnte, möchte ich es dennoch allen empfehlen, die ein Interesse an dem Kulturkreis des Islams haben.

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  • Ein Autor, der Worten Taten folgen ließ

    Tausend strahlende Sonnen

    Wortmagie

    05. December 2017 um 10:08

    Khaled Hosseini wurde 1965 in Kabul als Sohn eines Diplomaten geboren und wuchs als Asylant in Kalifornien auf, da seine Familie nach einigen Jahren in Paris aufgrund der politischen Lage nicht nach Afghanistan zurückkehren konnte. 2001 begann er, „Drachenläufer“ zu schreiben, das 2003 veröffentlicht wurde und die weltweiten Bestsellerlisten im Sturm eroberte. 2007 folgte sein ebenso erfolgreiches zweites Werk „Tausend Strahlende Sonnen“. Hosseini schreibt über die Menschen Afghanistans, öffnet den Blick der Welt für ihr unfassbares Leid. Seine Stiftung The Khaled Hosseini Foundation unterstützt afghanische Frauen, Kinder und Flüchtlinge mit Bildung und Wohnungsbau. Kaum zu glauben, dass ich „Tausend Strahlende Sonnen“ auf der Straße fand. Mariams Welt zerbricht 1974, als sie 15 wird. Gezwungen, den 30 Jahre älteren Raschid zu heiraten und in die afghanische Hauptstadt Kabul umzuziehen, beginnt für sie ein Leben voller Leid und Schmerz. Raschid betrachtet sie als sein Eigentum. Er schlägt sie, demütigt sie bei jeder Gelegenheit. Die Zeit vergeht für Mariam hinter dem Schleier einer Burka, ungesehen und stumm. Die politischen Erschütterungen in Afghanistan – blutige, furchtbare Kriege – haben wenig Einfluss auf ihre persönliche Hölle. Erst nach 18 Jahren einer lieblosen, gewalttätigen Ehe tritt Laila in ihr Leben. Lailas gesamte Familie wurde bei einem Bombenanschlag ausgelöscht. Sie hat keine andere Wahl, als Raschids Ehefrau zu werden. Anfangs betrachtet Mariam Laila als unerwünschten Eindringling. Doch schon bald erkennt sie, dass das junge Mädchen ebenso eine Gefangene ist wie sie. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Gemeinsam trotzen sie allen Grausamkeiten, die ihnen ihr Ehemann und der Krieg entgegenschleudern. Ich kann nicht verstehen, wie jemand ein wundervolles Buch wie „Tausend Strahlende Sonnen“ auf der Straße aussetzen konnte. Hat dieser Mensch denn kein Herz? Ich bin sehr froh, dass ich Khaled Hosseinis zweiten Roman retten und ihm ein neues Zuhause geben konnte, weil mich die Lektüre wirklich berührte. Das Buch ist ein feinfühliges, ehrliches, liebevolles Portrait eines kriegsversehrten Landes und seines Volkes. In Afghanistan herrscht seit 40 Jahren Krieg. 40 Jahre. Europäer_innen können sich vermutlich gar nicht vorstellen, was das bedeutet. Ich kann es nicht. Aber dank Khaled Hosseini, der sich überzeugend in seine weiblichen Protagonistinnen hineinversetzt, sie glaubwürdig charakterisiert und Mariams und Lailas Schicksal fest mit der Geschichte des Landes verschweißt, habe ich zumindest eine Ahnung davon, wie sehr die Bevölkerung seit Jahrzehnten leidet, speziell Frauen und Kinder. Teile der politischen Historie Afghanistans waren mir bereits bekannt; ich wusste von der sowjetischen Besatzung und den Bemühungen, den Kommunismus zu etablieren. Ich wusste jedoch nicht, dass mit dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 erst recht Chaos ausbrach. Rivalisierende Mudschaheddin-Gruppen bekämpften sich bis aufs Blut, natürlich auf dem Rücken des Volkes. Die Situation wurde so schlimm, dass die Taliban, die Kabul 1996 eroberten, als größte Hoffnung auf Frieden verstanden wurden. Es ist traurig, wie schnell sich diese Hoffnung ins Gegenteil verkehrte. Die radikal-islamischen Taliban erließen Gesetze, die jegliche Kreativität unterdrückten, strenge religiöse Vorschriften diktierten und die Rechte der Frauen massiv beschnitten. Hosseini zeigt diese hässliche Seite des Islams, die aus westlicher Sicht oft paradox, ungerecht und schlicht grausam ist, authentisch und eindringlich. Es ist schwer zu begreifen, wie viel Elend Mariam und Laila aushalten, ohne zu zerbrechen. Weder ihr Ehemann, noch die Mudschaheddin, noch die Taliban vermögen, ihre Stärke, die sich aus ihrer kostbaren, tiefen Beziehung zueinander nährt, zu verkümmern. Bevor sie sich kennenlernen, werden beide Frauen ausführlich vorgestellt, sodass die Leser_innen nachvollziehen können, dass sie sich aufgrund ihrer Unterschiede ergänzen. Mariam, die ältere der beiden, wurde als uneheliches Kind geboren. Ihr wurde stets vermittelt, wertlos zu sein, weshalb sie sich zu einer stillen, introvertierten und unsicheren Frau entwickelte. Es erschütterte mich, dass sie trotz all der Jahre unter Raschids Misshandlungen, der den Albtraum eines muslimischen Ehemanns verkörpert, keinen Funken Bitterkeit in sich trägt. Ihre sanfte Persönlichkeit steht in krassem Kontrast zu Lailas mutigem Selbstbewusstsein, die aus einem liebenden, progressiven Elternhaus stammt und fortwährend gefördert wurde. Sie besitzt ein Feuer, das nicht einmal Raschid ersticken kann. Ich fand es nicht überraschend, dass Laila am Ende des Buches eine von einer Million Afghanen ist, die 2003 den Wiederaufbau ihrer Heimat vorantrieben. Es brach mir das Herz, zu wissen, dass all das Leid und die Gewalt bis heute kein Ende gefunden haben. „Tausend Strahlende Sonnen“ ist ein ergreifendes, bestürzendes Buch, das die tiefe Liebe des Autors Khaled Hosseini zu seinem Geburtsland intensiv abbildet. Tragischerweise ist die fiktive Geschichte von Mariam und Laila vermutlich kein außergewöhnliches Schicksal. Zwangsehen, brutale häusliche Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung von Frauen sind noch immer Realität in Afghanistan. Umso wichtiger ist es, dass sich Menschen wie Khaled Hosseini für Aufklärung und humanitäre Hilfe einsetzen. Es ist bewundernswert, dass er seinen Worten Taten folgen ließ und seine Stiftung gründete. Tatsächlich beeindruckt mich seine Konsequenz sogar ein wenig mehr als „Tausend Strahlende Sonnen“, dem meinem Empfinden nach das gewisse Etwas zu einer 5-Sterne-Bewertung fehlt. Es ist zweifellos aufwühlend, doch es brachte mich widererwartend nicht zum Weinen. Trotz dessen kann ich euch das Buch wärmstens empfehlen. Das Leid des afghanischen Volkes muss gehört und gesehen werden.

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  • Must read!

    Tausend strahlende Sonnen

    Edaaa

    11. November 2017 um 10:55

    Khaled Hosseini hat die Kunst seine Leser durch seinen Schreibstil in seinen Bann zu ziehen. Ich habe das Buch angefangen zu lesen und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Auch, wenn es eine sehr traurige Geschichte ist, muss man das Buch lesen, da ich glaube, dass es vielen Frauen in Afghanistan und auf der ganzen Welt, genauso geht wie Mariam und Leila. Zwangsverheiratungen, Vergewaltigungen und Terrorismus stehen hier auf dem Tagesablauf, was die Geschichte mit beeinflusst.Direkt danach habe ich ,,Traumsammler" gelesen und mir ,,Drachenläufer" bestellt. Ein richtig, richtig toller Roman!

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  • Ein unglaubliches Buch, über tiefe Freundchaft und der Ungerechtigkeit gegenüber Frauen

    Tausend strahlende Sonnen

    SandysBunteBuecherwelt

    26. October 2017 um 20:33

    Dieses Buch von meinem Lieblingsautor Khaled Hosseini spielt in Afghanistan und zeigt das Leben zweier Frauen in diesem Land. Er erzählt die Geschichte dieses Landes in Südasien, zeigt die Welt der Frauen, die Behandlung von Männern in all Ihrer Ungerechtigkeit! Zwei Frauen, verheiratet mit dem selben Mann, leben in einer Familie und müssen sich arrangieren, daraus entsteht eine so tiefe und berührende Freundschaft, die alles überwinden kann. Aus diesem Buch lernt man als Leser so viel, man wird an die wahre Freundschaft erinnerten daran was wirklich wichtig ist im Leben. Es zeigt das Land mit seiner Hauptstadt Kabul in all Ihren Facetten, in der Grausamkeit und Brutalität die Männer gegenüber Frauen haben. FAZIT Dieses Buch muss man einfach lesen, auch wenn es einen zu Tränen rührt, zeigt es was im Leben wirklich wichtig ist.

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  • Jeder sollte dieses Buch gelesen haben!

    Tausend strahlende Sonnen

    Hunderttausendbuecher

    26. August 2017 um 20:24

    Woher/Warum ich dieses Buch habe: Ich habe dieses Buch von meiner Mutter zum Geburtstag bekommen, da ihr „Drachenläufer“ (ein anderer Roman des Autors) so gut gefallen hat. Selbst hätte ich mir das Buch wohl nie gekauft, weswegen ich umso froher bin, dass dieses fantastische Buch seinen Weg zu mir gefunden hat. Kurzbeschreibung: Mariam ist fünfzehn, als sie aus der Provinz nach Kabul geschickt und mit dem dreißig Jahre älteren Schuhmacher Raschid verheiratet wird. Jahre später erlebt Laila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Als ihre Familie bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nach anfänglichem Misstrauen werden Mariam und Laila zu engen Freundinnen. Gemeinsam wehren sie sich gegen Raschids Brutalität und planen die Flucht… Ein ergreifender Roman über das Schicksal zweier Frauen in Afghanistan, wie ihn nur einer schreiben kann: der große Geschichtenerzähler Khaled Hosseini. (Source: Amazon.de) Eigene Meinung: Der Schreibstil dieses Buches hat mir unglaublich gut gefallen. Obwohl ich in diesem Roman eine Welt betreten habe, die ich bisher überhaupt nicht gekannt habe, konnte ich mir dank der zahlreichen Beschreibungen immer vorstellen, wo sich die Hauptpersonen gerade befinden. Der Autor hat wirklich ein herausragendes Talent dafür, Geschichten zu erzählen. Schon nach wenigen Seiten hat mich die Handlung mitgerissen und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Charaktere in dieser Geschichte sind etwas ganz besonderes. Die erste Hälfte des Buches erzählt die Geschichte aus Mariams Sicht und ich habe sie von Seite eins an in mein Herz geschlossen. In der zweiten Hälfte des Buches kommt dann auch Lailas Sicht hinzu, die mich auch von Anfang an überzeugen konnte. Das Schicksal der beiden war manchmal so schrecklich und herzzerreißend, dass ich mich wirklich um sie gesorgt habe. Der Autor hat es durchgehend geschafft mich emotional stark an die Geschichte und Charaktere zu binden, wie ich es nicht von vielen anderen Büchern kenne.  Bevor ich dieses Buch gelesen habe, hat mir das Land Afghanistan eigentlich nicht viel gesagt. Ich bin zu jung, dass ich den Krieg mitbekommen hätte und habe auch sonst nie weiteres über die Geschichte dieses Landes erfahren. Das hat sich mit der Lektüre dieses Buches gewaltig geändert. Denn die Hauptcharaktere erzählen nicht nur ihre persönliche tragische Geschichte, sondern bringen dem Leser auch noch die Geschehnisse der letzten zwei Jahrzehnte in Afghanistan näher. Und das nicht nur auf politischer Ebene sondern hautnah, sodass man gar nicht anders kann als sich mit den Angelegenheiten nach dem Lesen auseinanderzusetzen. Dieses Buch wäre normalerweise nicht in meine Lesescharte gefallen, doch es hat mir außergewöhnlich gut gefallen, weswegen ich sicher bin, dass es jedem Leser, egal was er normalerweise liest, gefallen wird. Fazit:  „Tausend strahlende Sonnen“ ist ein herausragendes Buch über zwei Frauen, denen immer wieder Steine in den Weg gelegt werden. Dazu erlebt man mit den Hauptpersonen hautnah die Geschichte Afghanistans mit. Definitiv ein Buch, das jeder gelesen haben sollte.

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  • Wunderbar

    Tausend strahlende Sonnen

    j125

    30. May 2017 um 08:41

    Inhalt:Afghanistan in den 70er Jahren. Die 15-jährige Mariam wird mit dem dreißig Jahre älteren Raschid verheiratet. Für sie beginnt eine furchtbare Zeit, denn Raschid ist ganz sicher kein Traummann. Viele Jahre später wird die junge und schöne Laila Raschids Zweitfrau. Zunächst können Mariam und Laila wenig miteinander anfangen, doch schon bald schließen sie Freundschaft und wagen sogar die Flucht. Meine Meinung:Ich kenne bereits „Drachenläufer“, welches ich toll, aber auch sehr hart fand. Ich war also gleichermaßen neugierig wie auch ängstlich, aber dennoch bin ich mir sicher, dass ich alles von Hosseini lesen will.Die Geschichte beginnt mit der 15-jährigen Mariam, die mit ihrer Mutter in einer Hütte im Wald wohnt. Der Leser erfährt viel über ihr Leben dort, über ihre Eltern und deren Ansichten. Ich mochte sie sofort. Die Ungerechtigkeit die sie erfährt, hat mich als Leser sehr wütend gemacht und ich habe immer wieder versucht mir vorzustellen wie sie sich fühlt. Was sie alles durchgemacht hat, als sie so alt gewesen ist wie ich jetzt bin… und wie würde es mir gehen, wäre ich jetzt bereits seit acht Jahren verheiratet? Später wechselt die Perspektive und wir begleiten Laila über viele Jahre. Dadurch ist mir Mariam ein bisschen fremd geworden, aber es ist auch realistisch, dass die junge Mariam nicht mehr viel mit der Mariam zu tun hat, die wir erleben als Laila Raschids Zweitfrau wird.Lailas Schicksal war für mich noch schlimmer als Mariams. Sie ist sehr klug und sympathisch und eine starke Persönlichkeit. Man ahnt schon früh was sie so durchmachen wird und es hat mich stellenweise so traurig gemacht. Man lernt in Hosseinis Büchern sehr viel über die Geschichte Afghanistans und das Leben der Menschen dort. Manchmal ist es vielleicht ein bisschen zu politisch, vor allem für jüngere Leser die sich zum Beispiel an die Sowjetunion nur noch aus Geschichtsbücher erinnern, aber im Großen und Ganzen hatte ich selten das Gefühl zu sehr mit Fakten zugeballert zu werden.Ich hätte mir ein Glossar gewünscht, da sich nicht alle Ausdrücke (ich weiß leider nicht ob sie Paschto oder Dari oder vielleicht etwas anderes sind) aus dem Kontext erschließen. Ich finde es aber wunderbar, dass überhaupt so viele Begriffe verwendet werden, da es die Geschichte viel authentischer macht. Außerdem hätte der Titel für mich deutlicher werden können. In einem Nachwort erwähnt der Autor woher der Titel stammt, aber ich erinnere mich nicht, dass es im Buch vorkam. Das finde ich schade. Fazit:Ich empfehle das Buch jedem, der Interesse an einer vielseitigen Geschichte hat. Einer Geschichte, die hoffen lässt und traurig macht. Eine Geschichte die in einer anderen Kultur spielt. Eine Geschichte die gleichermaßen historisch und aktuell ist.

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  • Afghanistan von seiner schlimmsten Seite beschrieben...

    Tausend strahlende Sonnen

    Mimabano

    18. April 2017 um 13:53

    Das Buch lässt mich traurig und schockiert zurück!Weniger schlimm wäre es für mich,wenn man sagen könnte das diese Dinge früher passiert sind und wir heutzutage moderner und vorallem klüger geworden sind!Warum man Frauen wie Tiere,schlimmer als Tiere,behandelt , kann ich wirklich nicht verstehen.Dieser Hass auf die Frauen,die einem nichts getan haben,die doch nur wie wir alle,ein schönes Leben führen wollen und Hobbys haben wollen,geliebt werden wollen.Im Buch wird beschrieben wie Raschid,Marjam's Mann,schlecht über Männer spricht,die ihre Frauen nicht verhüllen,die ihre Frauen respektieren.Er meint sie wären die letzten Waschlappen.Ein selbstsicherer Mann braucht aber meiner Meinung nach seine Frau nicht hinter einer Burka zu verstecken.Im Gegenteil : Er kann stolz sein ,und zeigen dass er eine tolle Frau hat und sie kann selbstbewusst sagen , dass sie einen modernen , guten Mann hat.Das Buch ist gut geschrieben und ich empfehle es gerne weiter, auch wenn es einen vielleicht etwas niedergeschlagen zurücklässt.Klappentext : 📖 Die atemberaubende und ergreifende Geschichte zweier Frauen in Afghanistan,deren Freundschaft alle Not und Unterdrückung überwindet.

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    • 2
  • Berührend, beeindruckend, schockierend.

    Tausend strahlende Sonnen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2017 um 01:27

    Mein Fazit:Dieses Buch erhält von mir ganz klar 5 von 5 Sterne und gehört damit zu meinen Favoriten.Es war wirklich alles stimmig, der Autor hat mich damit von vorn bis hinten beeindruckt und sprachlos zurückgelassen.Mein Bedürfnis ist es nun, den Roman möglichst vielen Menschen weiterzuempfehlen, um ihnen das gleiche Erlebnis und die gleichen Einblicke zu gewähren. Daher: Lest dieses Buch! Ganz egal, wie alt ihr seid und welches Genre ihr sonst bevorzugt, lasst euch von Khaled Hosseini ein wenig über Afghanistan und das Schicksal der Einwohner erzählen. Ihr werdet es nicht bereuen.Gesamte Rezension: https://maike-is-reading.tumblr.com/post/159694668325/buchempfehlung-tausend-strahlende-sonnen-von

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  • Leserunde zu "Exit West" von Mohsin Hamid

    Exit West

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Lovelybooks-Leser, Einige von euch kennen vielleicht The Reluctant Fundamentalist von Mohsin Hamid. Sein neuer Titel Exit West ist auf jeden Fall eine Leserunde wert. Mohsin Hamids Fiktion mit dem Hintergrund aktueller Ereignisse zieht den Leser förmlich in den Bann und hinterlässt selbst nach der Lektüre Raum zum Reflektieren. Book Description In a city swollen by refugees but still mostly at peace, or at least not yet openly at war, Saeed and Nadia share a cup of coffee, and he makes her smile. A few days later they go for dinner, and over time they share many more meals. They try not to notice the sound of bombs getting closer every night, the radio announcing new laws, the public executions. Eventually the problem is too big to ignore: it's not safe for Nadia to live alone, she must move in with Saeed's family, even though they are not married and that too is a problem. Meanwhile, rumours are spreading of strange black doors in secret places across the city, doors that lead to London or San Francisco, Greece or Dubai. One day soon, when the streets are no longer usable, the time will come for Nadia and Saeed to seek out one such door, joining the great outpouring of those fleeing a collapsing city, hoping against hope, looking for their place in the world. Author Mohsin Hamid writes regularly for The New York Times, the Guardian and the New York Review of Books, and is the author of The Reluctant Fundamentalist, Moth Smoke, How to Get Filthy Rich in Rising Asia and Discontent and its Civilisations. Born and mostly raised in Lahore, he has since lived between Lahore, London and New York. His next novel, Exit West, will be published by Hamish Hamilton in spring 2017. Bewerbt euch einfach auf eines unserer Leseexemplare und der Lostopf wird entscheiden.  Liebe Grüße aus London,Ulrike @ PRH UK

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    • 174
  • eBook Kommentar zu Tausend strahlende Sonnen von Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    Gaby hagen

    via eBook 'Tausend strahlende Sonnen'

    Ein Buch das unter die Haut geht, sehr guter Schreibstil, ein Buch dasan weiter empfehlen muss!

    • 14
  • Ehefrauen - der Besitz des Mannes

    Tausend strahlende Sonnen

    Waschbaerin

    19. March 2017 um 00:03

    Dass Khaled Hosseini in seinen Schriften ein genaues Bild des Lebens in Afghanistan vermitteln kann, bewies er schon in "Drachenläufer".Auch in diesem Buch "Tausen strahlende Sonnen", wird der Leser mit der uns fremden Kultur Afghanistans konfroniert. Männer dürfen nahezu alles: Mehrere Frauen haben, daneben noch ein uneheliches Kind zeugen zu dem sich zu bekennen der Mumm fehlt, alles bestimmen. Dagegen haben Frauen zu ertragen, was Mann ihnen zuteilt - selbst wenn es eine Tracht Prügel ist.Das Buch empört und fasziniert zugleich.Es ist ein geschundenes Land, dieses Afghanistan, in dem seit vielen Jahren die unterschiedlichsten politischen Kräfte die Macht und ihren Vorteil wollen. Der König wurde abgesetzt und schon begann das Land im Chaos zu versinken, wurde zum wechselnden Spielball. Mit klaren Worten geht der Autor darauf ein, erklärt, was im Grunde für eine westliche Weltanschauung nicht richtig zu erklären ist. Als Leser reibt man sich verwundert die Augen, wie wenig wir in der ferneren Vergangenheit von den Menschen, dem Leben und den Ereignissen in diesem Teil der Welt  wussten.  Gleichberechtigung - ein Fremdwort für die dortigen Frauen. Das lernen die beiden Protagonistinnen Mariam und Laila schon in frühen Jahren. Die eine wird als uneheliche Tochter geboren und bekommt von Kindesbeinen an eingetrichtert, dass sie eine Schande sei und keine Ansprüche zu stellen habe. Laila wird als Kind eines fortschrittlich denkenden Vaters geboren, dessen Ziel es war, seiner Tochter Bildung zu vermitteln. Doch die politischen Wirren bereiten diesen Bemühungen ein jähes Ende. Zuerst wird Mariam gegen ihren Willen mit einem viel älteren Mann verheiratet und dadurch zu seinem Eigentum. Als sie ihm keine Kinder schenken kann, nimmt er sich die junge Laila als Zweitfrau ins Haus. Hier kreuzen sich die Wege der beiden Frauen. Erst als sie einander vertrauen, Freundinnen werden und sich zusammenschließen, werden ihr Alltag und die Prügel des gewalttätigen Ehemannes für sie erträglicher. Seine Demütigungen können sie von nun an nicht mehr verletzen, obwohl er seine Ehefrauen noch immer als sein Besitz ansieht, mit dem er tun und lassen kann, wie und was ihm beliebt. Nicht mal ein schlechtes Gewissen braucht er zu haben, ist er doch der Ehemann.Wie gesagt, unsere heutige, westliche Gesellschaft, die an Freiheit im Denken und Handeln gewöhnt ist wird durch diese Lektüre mit einem Weltbild konfrontiert, das uns fremd ist, ja geradezu abstößt. Und trotzdem ist es faszinierend dieses Buch zu lesen und den Blick über den Tellerrand gleiten zu lassen. Zur Ehre der Männer muss gesagt werden, dass nicht alle männlichen Personen in diesem Roman die Ansicht und Überzeugung des Ehemannes von Mariam und Laila vertreten. Ich liebe es, wenn Schriftsteller in der Lage sind in klaren und trotzdem blumigen Worten zu schreiben, dass man als Leser die geschilderten Bilder vor Augen hat und begierig ist, jeden Satz in sich aufzusaugen. "Tausend strahlende Sonnen" ist ein Leseerlebnis und ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen.

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