Khaled Hosseini Tausend strahlende Sonnen

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Inhaltsangabe zu „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini

Das bewegende Schicksal zweier afghanischer Frauen inmitten von Krieg und Zerstörung In seinem neuen Roman erzählt Khaled Hosseini wieder eine zutiefst bewegende Geschichte aus seinem Heimatland: vom Leid und der Ohnmacht, aber auch vom außergewöhnlichen Mut zweier afghanischer Frauen. Die unehelich geborene Mariam wird mit fünfzehn ins ferne Kabul geschickt, wo sie mit dem dreißig Jahre älteren Witwer Rashid verheiratet wird. Zwanzig Jahre später erlebt Leila, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, ein ähnliches Schicksal. Auch ihr bleibt keine Wahl: Nachdem ihre Familie bei einem Bombenangriff getötet wurde und sie erfährt, dass auch ihr Jugendfreund Tarik, den sie seit gemeinsamen Kindertagen liebt, angeblich ums Leben gekommen ist, wird sie Rashids Zweitfrau. In dem bis dahin kinderlos gebliebenen Haushalt bringt Leila nacheinander eine Tochter und einen Sohn zur Welt. Während der Taliban-Herrschaft machen Bombardierungen, Hunger und physische Gewalt das Leben der Familie zur Qual. Die Not lässt die an sich so unterschiedlichen Frauen zu engen Freundinnen werden und ihre Stärke schließlich ins Übermenschliche wachsen. Khaled Hosseini gelingt es wie beim Drachenläufer auf unvergleichliche Weise, seine Figuren so lebendig und authentisch werden zu lassen, dass der Leser sie lange nicht vergisst.

Ein modernes afghanisches Märchen in bester Bollywood-Tradition

— haberland86

Ein sehr bewegendes Buch über den Islam und deren Umgang mit Frauen!

— Pusteblume85

Ob ein Hörbuch gefällt, hat viel mit der Stimme zu tun, die das Buch zum Leben erweckt. Gut gelungen!

— Elfenblume

Was für ein bewegendes Buch.

— Fay1279

Wunderbar gelesen. Sehr traurig und bewegend.

— black_horse

Gefühlvoll und traurig. Ein Buch das unter die Haut geht. Wundervoll gelesen.

— Felidae65

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  • Ein modernes afghanisches Märchen in bester Bollywood-Tradition

    Tausend strahlende Sonnen

    haberland86

    14. September 2017 um 19:03

    Bereits mit seinem Debütroman “Drachenläufer” sorgte der amerikanisch-afghanische Schriftsteller Khaled Hosseini für Furore. Mehr als acht Millionen Mal verkaufte sich der 2003 erschienene Erstling, den Hollywood 2007 erfolgreich verfilmte. So ganz verstand ich den Hype um “Drachenläufer” damals nicht; das Buch war zwar gut, schaffte es aber leider nicht, mich zu begeistern.Letztes Jahr las ich Hosseinis 2013 erschienenen dritten Roman “Traumsammler“, der mir so gut gefiel, dass nach dessen Lektüre auch sein zweites Buch “Tausend strahlende Sonnen” auf meiner Wunschliste landete.In diesem Jahr litt ich unter einer schlimmen Leseflaute. Irgendwie brauchte ich für die Lektüre eines Buchs mehrere Wochen, obwohl das eine oder andere richtig gut war. An der Auswahl meiner Lektüre konnte es also nicht liegen. In den sozialen Medien sah ich mit einem Mal immer mehr Bilder und Rezensionen von Hörbüchern und ich fragte mich, ob das vielleicht etwas für mich sein konnte.Bis dato hatte ich Hörbücher strikt abgelehnt, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mir irgendjemand ein hunderte Seiten umfassendes Buch vorlas – womöglich noch in einem ganz anderen Lesetempo und Leserhythmus, als dem meinen.Ich wusste, dass in meiner Deezer-Flatrate das eine oder andere Hörbuch dabei ist, sodass ich mich dort umschaute und – zu meinem Erstaunen – einige Titel fand, die auf meinem Wunschzettel standen. Darunter auch dieses.Der Einstieg war zunächst genauso holprig, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schon nach 5 Minuten war ich mir sicher, dass ich das Experiment Hörbuch noch am ersten Tag aufgeben würde. Da ich kein anderes Buch dabei hatte und meine Zugfahrt zur Arbeit eine halbe Stunde betrug, ließ ich mich weiter berieseln; freute mich insgeheim aber bereits darüber, mir für den nächsten Tag ein “richtiges” Buch von meinem SuB auszusuchen.Auf dem Nachhauseweg geschah etwas Seltsames: ich stieg aus dem Zug aus, setzte mich in den Bus und fand es mit einem Mal schade, dass ich bald zu Hause sein und Mariams Geschichte nicht weiterhören konnte.Sicherlich trug auch die Sprecherin Andrea Hörnke-Trieß, die bei “Tausend strahlende Sonnen” einen fantastischen Job macht (!), dazu bei, dass ich mittlerweile komplett in die interessanten Schilderungen aus dem Kabul der 1960er Jahre eingetaucht war.Wie in allen Büchern von Khaled Hosseini, geht es auch in “Tausend strahlende Sonnen” um das Leben junger Menschen in Afghanistan, das er uns auf spannende und faszinierende Weise näherzubringen versucht.Mit seinen Schilderungen dieser fremden Kultur und ihren interessanten Bräuchen, kommt der Roman zunächst wie ein modernes Märchen daher, bis Stück für Stück die leidvolle und wechselhafte Geschichte der Figuren und ihres Heimatlandes in den Fokus rückt.Hierfür hat der Autor seinen Roman in 4 Teile gegliedert.Im ersten Teil tauchen wir in Mariams Welt ein, die als uneheliches Kind, den miesen Launen ihrer depressiven Mutter ausgeliefert ist. Wirklich glücklich scheint sie nur, wenn ihr Vater zu Besuch ist. Eines Tages begibt sie sich auf die Reise in die westafghanische Großstadt Herat, um ihn dort zu besuchen.Was dort geschieht, wird ihr Leben komplett aus den Fugen heben und es für immer verändern. Sie wird ihr Dorf verlassen und nach Kabul ziehen, mit einem Mann zwangsverheiratet werden, den sie überhaupt nicht kennt und trotzdem versuchen, sich ihrem Unglück still zu fügen.Der zweite Teil beschreibt die Kindheit von Laila, die Jahre später die zweite Ehefrau von Mariams Mann Rashid werden soll.Doch zunächst verlebt sie eine glückliche Kindheit im Afghanistan der 1970er und 1980er Jahre, das sich im Umbruch befindet. Nach dem Ende des afghanischen Königreichs, versucht der Präsident der Republik Afghanistan sein Land zu modernisieren, was zur Erstarkung des Kommunismus und der Gründung der Demokratische Republik Afghanistan  führt. Mit Hilfe von Russland wird die Landbevölkerung alphabetisiert und man gesteht Frauen mehr Rechte zu.Doch schon bald wird sich auch Lailas Leben radikal verändern. In einer sich immer schneller drehenden Abwärtsspirale gefangen, scheint sie bald ganz alleine auf der Welt zu sein, ehe Rashid sich ihrer annimmt und sich um sie kümmert. Im dritten Teil wird das Zusammenleben von Rashid und seinen beiden Frauen näher beschrieben. Laila wird Mutter und bekommt allmählich eine Ahnung davon, in welchen Teufelskreis sie durch die Hochzeit geraten ist.Auch politisch geht es bergab. Nach dem Abzug der Sowjets aus Afghanistan, müssen die Frauen im Land sich sukzessive von ihren Rechten verabschieden.Als die Taliban Mitte der 1990er Jahre an die Macht kommen, dürfen Frauen ohne ihren Mann oder einen anderen männlichen Begleiter, so gut wie gar nichts mehr.Als Laila zum zweiten Mal schwanger wird, muss sie ihren lange ersehnten Sohn sogar in einer heruntergekommenen Klinik zur Welt bringen, in der es weder Strom noch fließendes Wasser, geschweige denn Schmerzmittel, gibt. Viel mehr möchte ich nicht verraten, außer, dass Khaled Hosseini seinen Lesern immer wieder spannende Wendepunkte beschert, und sowohl ihnen, als auch seinen Figuren, im Verlauf des Buches einiges zumutet.Zum Ende hin keimen sogar zarte Funken der Hoffnung im Leser auf. Nicht nur für Mariam und Laila, sondern auch für Afghanistan und die vielen dort lebenden Ethnien.Tatsächlich könnte man “Tausend strahlende Sonnen” also zunächst in die Schublade der modernen Märchen ablegen, doch vermutlich würde es diesem vielschichtigen Roman, der sicherlich noch lange nachhallen wird, darin schnell zu eng werden.Eine Veränderung jedenfalls haben die vielen Stunden, die ich mit dieser Geschichte verbracht habe, bereits bewirkt – Hörbüchern gegenüber stehe ich nun ein wenig aufgeschlossener gegenüber. Und auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, ein Fan dieses Formats zu sein, kann ich mir doch vorstellen, auch in Zukunft das eine oder andere Buch mit den Ohren, anstatt mit den Augen zu lesen.Die vollständige Rezension findet sich auf meinem Blog.

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  • Rezension zu "Tausend strahlende Sonnen" von Khaleb Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    Bellami

    Das Buch hat mich sehr bewegt. Am Anfang war ich etwas skeptisch, es zog sich in die Länge und ich hatte sogar den Eindruck, dass es langweilig wird. Nichts was man nicht schon kannte aus Dokumentationen über das Leben der armen Landbevölkerung in den Ländern des nahen Osten. Es wird die Geschichte eines 1969 unehelich geborenen Mädchens , Miriam, erzählt, die zwar arm aber nicht so unglücklich mit ihrer Mutter abseits in den Bergen aufwächst. Ihr Vater besucht sie und es kommt ein Lehrer aus dem benachbarten Ort und unterrichtet sie, allerdings auch nur den Koran. Als ihre Mutter stirbt wird sie zwangsverheiratet und sie muss mit ihrem Ehemann nach Kabul gehen. Als ihre Ehe kinderlos bleibt wird sie ab sofort von ihrem Ehemann gedemütigt und geschlagen . Rashid ist ein sehr strenggläubiger Mann und Miriam muss sich an die Regeln halten die der Koran für Frauen vorschreibt. Burka, außerhalb des Hauses nur in Begleitung ihres Mannes usw., für kleinste Vergehen oder je nach Laune ihres Mannes wird sie bestraft. Dann bricht diese Geschichte ab und es wird von der zwölfjährigen Laila und ihrer Freundschaft zu dem einbeinigen Jungen Tharik erzählt. Irgendwann verbinden sich diese beiden Geschichten und man hat jetzt einen roten Faden. Das Schicksal der beiden Frauen, als Beispiel für alle Frauen in Afghanistan, wird schonungslos erzählt. Laila modern erzogen schöpft Hoffnung als die Sowjetunion ihre Fühler nach Afghanistan austreckt und das Land dann durch Krieg in ein neues Zeitalter führen will. Als die Taliban wieder die Macht ergreifen werden die alten Zustände, in erster Linie der Gehorsam und die Unterdrückung der Frauen , besonders hart durchgesetzt. Es ist schlimm, unbegreiflich das zu lesen, was Miriam und Laila durchmachen. Ohne Rechte, ohne Hilfe . Für uns emanzipierte Frauen eine schwerverdauliche Kost. Man möchte schreien über so viel Ungerechtigkeit. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zwar weiß, wie die Frauen unter den strengen Regeln des Islam leiden, der Willkür ihrer Männer ausgesetzt sind, aber Afghanistan ist für mich weit weg . Und es geht ja nicht nur um die Frauen. Auch die kleinen Kinder, insbesondere die Mädchen haben unter dem Regime ein so hoffnungsloses Leben. Es ist schlimm als Mutter so was zu lesen. Und all das erzählt dieser Roman, knallt einem die Wahrheit an den Kopf . Ganz so nebenbei gibt es noch einen Einblick in die neuere Geschichte dieses Islamstaates ( wer war wann an der Macht). Ein Buch, das seine 5 Sterne wert ist. Es hat meine Vorstellungskraft über das was Frauen ertragen müssen und können bei weitem gesprengt und mir die immer halb verschlossenen Augen zu diesem Thema wieder weit geöffnet.

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  • Rezension zu "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

    AllesSchwarz

    19. April 2010 um 11:46

    Ich habe sowohl "Drachenläufer" als auch "1000 strahlende Sonnen" als Hörbuch gehabt. Mir haben die Sonnen um einiges besser gefallen als der Vorgänger. Ich fand die Stimme der Sprecherin sehr angenehm und mir kamen besonders gegen Ende öfters die Tränen. Sehr einfühlsam gelesen und gut transportiert!! Eine Wahnsinnsgeschichte, die man sich für sich selber gar nicht vorstellen mag!! Teilweise bedrückende Schilderungen!!

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