Kiera Brennan Die Herren der Grünen Insel

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 15 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(2)
(4)
(9)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Herren der Grünen Insel“ von Kiera Brennan

Vier Familien. Sechs Jahre Krieg. Und eine einzige Krone.

Irland 1166: Das Land ist zersplittert, selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Kampf der Könige hineingezogen. Zugleich droht Henry Plantagenet, der englische König, die Insel zu annektieren. Werden sich die Herren der Grünen Insel gegen ihn verbünden? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?

Gelesen von Reinhard Kuhnert - der deutschen Stimme von Das Lied von Eis und Feuer

(3 mp3-CDs, Laufzeit: 22h 30)

Historien-Roman in epischem Ausmaß, der auf eine trockene, aber schwer zu umschreibende Art hochspannend ist und tagelang fesselt

— Tintensport

Das Buch ist sehr gut recherchiert, das merkt man natürlich sofort beim Hören. Das führt zwar auch zu den Längen im Buch.

— Tamilein

Besser als erwartet, mit einer interessanten Heransgehensweise an die Nebencharaktere!

— Kaisu

Ganz gut eingesprochen. Für ein Hörbuch aber zu viele Charaktere und zu viele Handlungsstränge.

— tootsy3000

Eigentlich ein schönes Buch, aber als Hörbuch schwer verdaulich. Zu viele Menschen mit komplizierten Namen. man schwimmt die halbe Zeit.

— sursulapitschi

Auf der einen Seite interessant und informativ, auf der anderen einfach zuviel Handlung und zu viele Protagonisten die mich schnell überford

— Engel1974

Stöbern in Romane

Was man von hier aus sehen kann

Einfach ein geniales Buch. Gehört ab sofort zu meinen Lieblingsbüchern.

Maggie409

Und es schmilzt

Direkt, unverblümt und schonungslos

BookfantasyXY

Der Weihnachtswald

Ein herzerwärmender, berührender Roman zur Weihnachtszeit

Hexchen123

Die Kieferninseln

abgebrochen

meravigliosomondodeilibri

Der verbotene Liebesbrief

Sehr mitreißende Geschichte, die etwas von einem Krimi hat. Ich habe das Buch verschlungen :-)

snekiiic

Die Perlenschwester

Eine wunderschöne Geschichte, die einen in verschiedene Länder reisen lässt. Freu mich auf das nächste Buch :-)

snekiiic

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Irland-Epos beginnt

    Die Herren der Grünen Insel

    NiWa

    28. April 2017 um 18:50

    Irland 1166. Von einem irischen Reich kann nicht die Rede sein, denn die Gebiete der Insel sind vieler Herren untertan. Langjährige Kriege, blutige Fehden und grausame Machtkämpfe prägen die Geschichtsschreibung bis sich die Herren der Grünen Insel einem neuen Feind gegenübersehen: Henry Plantagenet strebt die alleinige Herrschaft über Irland an. Werden sich die irischen Herren vereinen und gemeinsam diesem Feind entgegen treten?Kiera Brennan hat mit „Die Herren der Grünen Insel“ einen beeindruckenden Epos und Reihenauftakt begonnen. Die Autorin beleuchtet die Zustände in Irland, geht auf familiäre und politische Verstrickungen ein und zeigt, dass das Spiel um Macht und Ehre Geschichte geschrieben hat.Irlands Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, dabei nimmt man als Leser bzw. Hörer die Sicht der unterschiedlichen Familien und ihren Vertretern ein. Ascall, der gefürchtete Krieger, Caitlín, die Königstochter, die er entführt, der verschlagene Händler Pól, der die Insel mit Waffen versorgt, seine Tochter Róisín, die im Kloster einen geistlichen Weg anstrebt, Aoife, die von Königin Eleanore lernt, Riacán, der seine Schwester Caitlín von Ascall zurückholen will, und noch einige mehr, die ein überforderndes Gesamtbild ergeben.Meinem Geschmack nach waren es zu viele Personen und zu viele Perspektiven, die nicht nur den Leser sondern auch die Autorin etwas überfordern. Kapitelweise geht man mit den Figuren ihren Weg, was allerdings bei mir nur dazu geführt hat, dass ihre Erzählstränge wie kurze Blitzlichter im Gesamtbild untergehen.Parallelen zu George R.R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ liegen für mich auf der Hand. Mir scheint, die Autorin hat versucht, der irischen Geschichte eine ähnliche Sogwirkung zu verleihen, was meiner Ansicht nach leider nicht funktioniert hat.Es ist nicht nur, dass die vielen Figuren eher verwirrend sind, sondern, dass ich die einzelnen Passagen als ziellos empfunden habe. Es hat mir am Spannungsbogen gefehlt und ich hatte das Gefühl, dass die Handlung vor sich hin tröpfelt.Die Ziellosigkeit ist mein größter Kritikpunkt, weil sich für mich kein roter Faden ergeben hat. Die Erlebnisse der Figuren wirken eher chronologisch aneinandergereiht anstatt ineinanderzugreifen und während des gesamten Hörvergnügens war für mich nicht erkennbar, wohin die Reise gehen soll.Trotz dieser Kritik wurde ich vom Hörbuch auf die grüne Insel entführt und habe es doch recht interessant gefunden. Man ist mitten im Kampf um deren Vorherrschaft, erfährt, von welchen Motiven die Personen geleitet werden, warum manche Figur so grausam ist oder wie rasch die verletzte Ehre eines Hochwohlgeborenen in einer blutigen Schlacht enden kann.Besonderes bemerkenswert ist der historische Flair, den die Autorin in ihrem Werk geschaffen hat. Sie lädt auf die Grüne Insel im Mittelalter ein und man merkt jeder einzelnen Szene die fundierte Recherche an.Sprecher Reinhard Kuhnert hat angenehm vorgetragen, auch wenn er dem gleichförmigen Verlauf der Geschichte keine zusätzliche Dynamik geben konnte. Auf jeden Perspektivenwechsel wird durch die Nennung des Namens hingewiesen, sodass man gut die Orientierung behält.Insgesamt sehe ich in „Die Herren der Grünen Insel“ einen beeindruckenden Epos, der meinen Respekt verdient hat. Allerdings konnte mich weder das Schicksal Irlands noch der Werdegang der viel zu vielen Figuren fesseln, mir hat es dafür am großen Plan und der zugehörigen Spannung gefehlt.

    Mehr
    • 8
  • Eine Reise ins mittelalterliche Irland

    Die Herren der Grünen Insel

    Tamilein

    04. September 2016 um 20:18

     Die Story Irland 1166: Das Land ist zersplittert, selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Kampf der Könige hineingezogen. Zugleich droht Henry Plantagenet, der englische König, die Insel zu annektieren. Werden sich die Herren der Grünen Insel gegen ihn verbünden? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?   Das Cover Das Hörbuch kommt in einem klappbaren Pappcover. Das Cover des Hörbuchs enthält ein Wappen, das unter dem Pseudonym der Autorin. Ein Drittel des Covers wird von einer Berglandschaft eingenommen. Es gefällt mir sehr gut, verleiht dem ganzen tatsächlich einen irischen Touch. Auf der Rückseite, sowie auf der linken Innenseite findet man eine ausgiebige Inhaltsangabe. Auf der rechten Seite stehen Infos über die Autorin Kiera Brennan, sowie über den Sprecher Reinhard Kuhnert. Klappt man beide Seiten erneut auf, findet man im Inneren noch einmal das Wappen von der Vorderseite, sowie drei mp3-CDs, mit dem Hörbuch. Ich bin ein Fan von mp3-CDs, da man sie nicht so oft wechseln muss, da mehr Titel auf eine CD passen. Zum Glück verfügen heute sehr viele Geräte über die Möglichkeit mp3-CDs abzuspielen, sodass man sich keine Sorgen machen muss, dass man sie nicht hören kann.   Meine Meinung Die deutsche Autorin hat sich für dieses Buch ein irisch klingendes Pseudonym zugelegt, welches mich zuerst überzeugt hat. Ich war zuerst davon ausgegangen, dass es sich hierbei nicht um ein Pseudonym handelt. Aber hey, mich kann man wohl schnell veräppeln. Dass die Autorin eine Liebe zu Irland verbindet findet man im Laufe des Hörbuchs schnell heraus. Alles ist sehr gut recherchiert, was das ganze leider etwas langatmig werden lässt. Wenn man ein neues Buch beginnt, lernt man auf fast jeder Seite neue Protagonisten kennen. Doch bei diesem Buch wird man praktisch vor lauter neuen Charakteren erschlagen. Ich behalte gerne den Überblick, verliebe mich schnell in die Charaktere. Doch bei diesem Buch fiel mir das nicht nur schwer, ich mochte einige von ihnen überhaupt nicht. Teilweise waren sie mir so unsympathisch. Aber was soll man da machen? Manchmal tut man sich einfach schwer in eine Geschichte zu kommen, oder man tut sich mit den Charakteren schwer. Auch verfolgte ein Drama das nächste und manchmal überschlugen sich die Ereignisse - leider im Negativen. Für mich überwiegten die negativen Geschehnisse in der Geschichte, was mich teilweise sehr traurig stimmte. Ich muss sagen, dass es mich nicht so sehr überzeugt hat. Doch ich will hier nicht nur das Negative niederschreiben. Das Buch ist sehr gut recherchiert, das merkt man natürlich sofort beim Hören. Das führt zwar auch zu den Längen im Buch, doch ich mag es, wenn etwas gut überprüft wurde. Die Autorin hat einen tollen und flüssigen Schreibstil, der es einem möglich macht, dem Buch gut folgen zu können. Auch gefällt mir die Sprache sehr gut. Sie lässt einen nicht vergessen in welchem Zeitalter die Geschichte spielt. Die Geschichte besticht durch Lügen, Intrigen und interessante Haupt- und Nebengeschichten. Wer außerdem auch gerne blutige Gewaltszenen liest/hört, der wird sie hier finden.   Der Sprecher Reinhard Kuhnert ist die deutsche Stimme von George R.R. Martins Eis und Feuer. Ich mag seine Stimme sehr gerne und er liest in einer angenehmen Geschwindigkeit. Ich mag es, wie er einem die Geschichte vorliest. Er hat irgendwie etwas Besonderes an seiner Stimme, die es mir fast unmöglich gemacht hat, das Hörbuch zu beenden. Auch wenn ich mit dem Buch bzw. der Geschichte nicht warm geworden bin, so hat das nichts mit dem Sprecher zu tun. Reinhard Kuhnert kann einen durch seinen Vorlesestil und seine Stimme in eine andere Welt entführen - ins mittelalterliche Irland.

    Mehr
  • Wenn mehrere sich streiten, freut sich ein König

    Die Herren der Grünen Insel

    Gwhynwhyfar

    19. August 2016 um 14:52

    »Töte, was du liebst.“Gehen wir zurück in die irische Geschichte, um 1150. Die Könige Dermot MacMurrough und Tiernan O’Rourke kämpfen um das Amt des Hochkönigs. MacMurrough verliert und muss fliehen. Zunächst bittet er um Hilfe in England. Hier ist man zurückhaltend, verweist auf die Normannen, die dabei behilflich sein könnten. In Frankreich sagt Heinrich II (damals König von England) seine Unterstützung schriftlich zu, mit dem Hintergedanken selbst König von Irland zu werden. Mit diesem Schreiben macht sich MacMurrough nach Wales auf und überzeugt die Cambro-Normannen und einige Flamen, für ihn in den Krieg zu ziehen. Richard Fitz Gilbert, genannt Strongbow führt das Heer an. Die Normannen, wesentlich wirksamer ausgerüstet als die Iren, taktisch besser ausgebildet, erobern die Insel. 1171 wird Heinrich II in Irland zum König gekrönt. Das hatte sich Dermot MacMurrough anders gedacht, denn nun wird das Land an die normannischen Barone aufgeteilt. So viel zu den historischen Eckdaten, um die den Roman »Die Herren der grünen Insel«.Mittelpunkt der Geschichte sind vier Familien und jede Menge Akteure. Man darf dabei nicht den Überblick verlieren, muss aufmerksam sein.Riacán O’Bjolan, junger Anführer eines Clans, hat viel vor, folgt dem neuen König von Irland. Eines Tages fällt der brutale Ascall von Toora in seine Burg ein, entführt seine Schwester Caitlín aus Rache. Als Riacáns Vater noch lebte, hatte Ascall offiziell um die Hand von Caitlín geworben, war aber mit einem Lachen davongejagt worden, weil er ein Habenichts war. In der Zwischenzeit ist aus Ascall ein starker Krieger geworden, mit einem großen Heer im Hintergrund, das für Riacán unschlagbar ist. Trotzdem will er Caitlín befreien. Caitlín, gefangen, ergibt sich nicht ihrem Schicksal als Sklavin in Ascalls Haushalt zu verweilen. Sie wird seine zweite Ehefrau, was natürlich der Erstfrau nicht passt. Aus dieser Gruppe sticht auch Ascalls Bruder heraus, Ailillán, er spielt eine wichtige Rolle.König Diarmai (Dermot) lebt in einer Höhle, mit Frau und Tochter Aoife. Der feiste Händler Pól, offiziell ein Kaufmann, doch in Wirklichkeit ein trickreicher Waffenhändler, verhilft dem König zur Flucht. Sie fahren in einem Boot nach England, Póls wilde Tochter Róisín befindet sich mit an Bord. Sie wird im weiteren Verlauf eine Rolle spielen. Aoife ist ein verhuschtes Häschen. Ihr geliebtes Haustier, ein Hermelin, wird getötet. Sie beschließt, fortan einen Hermelin als Kragen zu tragen, den kann man nicht mehr ermorden. Jedoch mit Hermelinen dürfen sich nur Könige schmücken. Also muss sie Königin werden. Sie spinnt Intrigen. Pól, der Händler, steckt überall seine Finger hinein, natürlich zum eigenen Vorteil, versucht, die Mächtigen auszutricksen, zu lenken. Hinzu kommen einige bedeutsame Ritter, einer davon ist Strongbow. Der entmachtete König Diarmai greift nach der Macht der Insel, die er zurückerobern will. Er lässt sich mit den Normannen ein. Auf der Insel selbst kämpfen Könige untereinander um Macht und Ehre. Ein Gemetzel gibt das nächste. Ruari OConnor, der Diarmai besiegte, nun der Hochkönig von Irland ist, gibt selbstverständlich seine Krone nicht freiwillig heraus.Henry Plantagenet (Heinrich II) schaut zunächst aus der Ferne zu und verfolgt eigene Pläne. Ich hoffe, ich habe in der Kurzinhaltsangabe nicht mit Namen überfordert, denn das waren nur die wichtigsten Personen.Immer wieder wird dieser Roman in einem Atemzug mit »Game of Thrones« verglichen. In der Grundstruktur mag das richtig sein, denn die damaligen Kriege und Feldzüge hatten gleiche Absichten: Macht, koste es, was es wolle. Allerdings ist die Erzählweise völlig anders. Die Story lebt von ständigem Wechsel zu den einzelnen Protagonisten und den Cliffhangern. Ebenso fließen die Gedanken der einzelnen Personen ein. Die Frauen stehen im Mittelpunkt. Sie haben Zielvorstellungen im Kopf, versuchen diese zu verwirklichen. Keira Brennan beschreibt sehr anschaulich das einstige Leben in Irland. Harte Arbeit bestimmte den Tag auf dem Land. In Dublin herrschet viel Reichtum für die damalige Zeit bei Großgrundbesitzern und Kaufleuten. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet und die Autorin versteht es durch ihre vielen Beschreibungen von Leben und Landschaft, Atmosphäre für die vergangene Zeit zu schaffen. König Diarmais Tochter Aoife hat mir ein wenig Kopfschmerzen bereitet. Eine Mischung aus psychisch krank und narzisstischer Persönlichkeit, von der Königin als Puppe benutzt, erschien sie mir für diese Zeit ein wenig überzogen im Ränkespiel. Aber wer weiß, vielleicht war es möglich.Neben einer filigranen Sprache in ihren Schilderungen billigt die Autorin ihre Figuren zu, derb zu fluchen und die Dinge beim Namen zu nennen. Männer kämpfen mit Schwert und Bogen, Frauen ziehen andere Waffen, doch das Ziel ist gleich. Ritter sind Krieger und Krieger nicht unbedingt ritterlich. Intrigen gehören zu Politik und Macht. Die Normannen waren zurzeit von Heinrich II waffentechnisch wirksamer ausgestattet, auch das beschreibt die Autorin anschaulich. Die Geschichte hangelt sich sehr genau an den historischen Ereignissen entlang und Keira Brennan versetzt den Leser bildhaft in diese Zeit, lässt geschichtsträchtige Personen einfließen. Krieg ist keine Romanze, gleichwohl neben dem Krieg läuft das Leben weiter und Liebesbeziehungen fließen ein, mache nur zum Zweck. Aus unserer friedlichen Sicht der Welt, erscheint manchem Leser die ein oder andere Szene brutal. Krieg ist brutal und hat etwas mit Macht und Überlebenswillen zu tun. In heutigen Krisengebieten geht es nicht besser zu. Von daher sind entsprechende Beschreibungen authentisch. Keira Brennan hat für mich mit diesem Roman eine Zeit betreten, zu der es wenig Literatur gibt. Geschickt webt sie eine Story in die historischen Begebenheiten ein, klar und unverblümt. Hier wird nichts beschönigt, alles detailliert beschrieben. So ähnlich könnte es gewesen sein.

    Mehr
  • Grausam, aber gelungen

    Die Herren der Grünen Insel

    Isbel

    12. July 2016 um 17:40

    Im Mai habe ich begonnen dieses Hörbuch zu hören, was mir freundlicherweise von Random House Audio zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür! Über 20 Stunden Hörvergnügen, darauf hatte ich mich gefreut und jetzt hat es über einen Monat gedauert, bis ich es beendet habe. Ich hatte mich gefreut mal wieder einem historischem Roman zu lauschen und da ich Irland und Geschichten über das englische Königshaus liebe, war dieser Roman die perfekte Mischung.  Der Zugang zur Geschichte fiel mir allerdings schwer. So viele Namen, die teilweise sehr ähnlich klangen, mussten erstmal gemerkt werden. Irgendwann wusste ich auch nicht mehr, welche Nebenpersonen mit welcher Familie verbündet sind, wer wen aus welchem Haus heiratet- ein großes Kuddelmuddel. Aber die wichtigsten Personen konnte ich immer zuordnen. Des Weiteren zieht sich die Geschichte über Jahre und obwohl die Jahreszahlen genannt wurden, bin ich irgendwann nicht mehr mitgekommen, wie viele Jahre nun vergangen sind. Da es sehr viele Personen gibt, haben sich im Laufe des Hörens Lieblinge rausgebildet. Das waren Ascall, Caitlin, Aoife und Roisin. Deren Geschichte habe ich am liebsten gelauscht, auch wenn ich über die Dummheit einiger Personen oft den Kopf schütteln musste. Richtige Sympathien haben sich aber bei mir für keine der Personen entwickelt. Spannend war die Geschichte allemal. Ständig wurden Intrigen gesponnen (besonders von Pol) und Schlachten geschlagen, deren Ausgänge ungewiss waren. Einige Personen konnte ich einschätzen, andere überraschten mich immer wieder aufs Neue. Der Erzählstil ist sehr detailliert. Der Umgang untereinander, aber vor allem mit Gefangenen und Frauen ist grausam. Da wird ermordet, vergewaltigt, geblendet, etc. - auch die eigene Familie wird nicht geschont. Die Sprache ist ziemlich vulgär. Wenn die Umgangsformen wirklich so waren, dann tun mir alle Menschen leid, die zu der Zeit gelebt haben. Da konnte man ja nicht mal der eigenen Familie trauen. Während die Kriege und Intrigen seht gut beschrieben werden, hapert es für mich an der Darstellung der zwischenmenschlichen Gefühle. Die Entwicklungen von Gefühlen konnte ich nicht nachvollziehen. Und es fiel mir schwer eine Bindung zu den Personen aufzubauen, sodass ich zwar gerne zugehört habe, aber nicht wirklich mitleiden konnte. Ein Hörbuch wird neben der Geschichte selbst viel von dem Erzähler getragen. Und Reinhard Kuhnert hat seine Aufgabe sehr gut umgesetzt. Die Stimme empfand ich als sehr angenehm. Die wichtigsten Personen konnte ich schnell durch die geänderte Stimmlage erkennen und ich fand diese sehr passend zu den einzelnen Personen.

    Mehr
  • Keine Lust auf XXL-Buch? Dann ran ans Hörbuch!

    Die Herren der Grünen Insel

    Kaisu

    11. July 2016 um 17:41

    Inhalt: "Irland 1166: Das Land ist zersplittert, selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Kampf der Könige hineingezogen. Zugleich droht Henry Plantagenet, der englische König, die Insel zu annektieren. Werden sich die Herren der Grünen Insel gegen ihn verbünden? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?" Meine Meinung:  Ich habe dieses Buch bei vielen anderen bereits gesehen. Allerdings im Buchformat. Eine Version, die mit bald 1000 Seiten nicht ohne ist. Denn eine Geschichte von dieser Länge muss auf jeden Fall überzeugen, damit man sie nicht beiseite legt. Somit habe ich recht lange überlegt, ob ich die Ereignisse aus Irland auch zur Hand nehmen möchte. Vor allem deswegen, da viele "Längen" kritisierten. Also habe ich mich auf einem Kompromiss eingelassen und zum Hörbuch gegriffen. Es ist eine gekürzte Version - zu "Längen" kann ich entsprechend nichts sagen - die knapp 21 Stunden geht. Gelesen wird das Buch von Reinhard Kuhnert, welcher auch "Game of Thrones" vertonen durfte. Seine Stimme fand ich sehr angenehm. Er hat es geschafft, dafür zu sorgen, dass man sich Namen (und hier nicht über die Aussprache grübeln muss, das wird einem schließlich abgenommen) und Gesichter merkt, auch wenn man durch das Geflecht an fiesen Machenschaften Anfang noch gar nicht so recht durchblicken kann. Kuhnert hat immer genau die Stimmlage getroffen, die zu dem Gesagten passte und die Charaktere vor dem inneren Auge wunderbar zum leben erweckt. Ich bin inzwischen so weit, dass ich mir die Geschichten von "Game of Thrones" auch als Hörbuch hole. Doch genug den Sprecher gelobt, die Autorin ist schließlich der Ursprung der Geschichte! Kiera Brennan schafft es, das Mittelalter in all seinen Facetten aufleben zu lassen, ohne es langweilig wirken zu lassen. Sie lässt den Leser in eine Zeit eintauchen, wo Männer das Sagen haben, Frauen nur Mittel zum Zweck sind und eine falsche Entscheidung mit einem raschen Schwerthieb zu spät bereut wurde. So führen hier zwei mächtige Könige seit Ewigkeiten Krieg miteinander (König Diarmait von Leinster und König Tigernán von Breifne) und letztlich kann nur einer als Sieger dabei hervorgehen. Diese Wende sorgt für einige Veränderungen in Irland. Denn nun kommen die zum Zug, die bisher an zweiter Stelle standen.  Verbündete, Töchter, Ehefrauen, Brüder, sie alle kommen hier zu Wort und zeigen ihre Ansicht der Dinge. Alle - wirklich alle - machen im Laufe der Zeit eine deutliche Entwicklung durch. Ob nun zum Guten oder Schlechten sei dahin gestellt. Ich fand es spannend zu hören, welche neuen Dinge sie lernen und welche Erfahrungen sie zwangläufig machen müssen, um sich noch eine Schritt weiter von der einheitlichen Masse zu entfernen. Ein wichtiger Leitsatz, den man immer wieder hört, ist dabei, dass man das was man liebt, töten soll. Warum? Ganz einfach: Es kann gegen dich benutzt werden, als Druckmittel oder um dich zu brechen. Ein grausamer Gedanke, der auch einige das Leben kostet. Fazit: Für mich war und ist "Die Herren der grünen Insel" ein spannendes Hörerlebnis. Es ist mir leicht gefallen in diese alte Welt hineinzutauchen. Sehr angetan hat es mir eine der Töchter, die in einem Kloster leben muss. In dem Zusammenhang fand ich die Heilmethoden recht interessant und informativ. Da merkt man, dass die Autorin nicht nur ihre beschriebenen Schauplätze besucht, sondern auch so Kleinigkeiten genau recherchiert. Mein einziges Manko ist die zu spät aufkommende Spannung. Auf der ersten CD werden einem alle wichtigen Personen vorgestellt. Man bekommt quasi das Grundgerüst präsentiert. Auf der zweiten verknüpfen sich dann viele Stränge, was nicht immer sonderlich spannend war und auf der dritten CD geht es dann richtig zur Sache. Hier hatte ich das Gefühl am schnellsten alle Kapitel gehört zu haben, obwohl sie sich von der Zeit unwesentlich von den anderen beiden unterscheidet. Tipp: Wer mit dicken XXL-Schmöckern nicht zurecht kommt, sollte hier definitiv zum Hörbuch greifen! Die Story ist es einfach wert!

    Mehr
  • Leider sehr lang und nicht immer spannend

    Die Herren der Grünen Insel

    funne

    15. June 2016 um 14:40

    Eine Rezension hierzu zu schreiben ist für mich sehr schwierig, denn dem Buch zu folgen war ebenfalls schwierig. Es gab so viele Familien bzw. Herrscher und ich habe nicht ganz mitbekommen wer wie viel Macht und Einfluss hat. Auch wer sich im Laufe des Buches, das sich über viele Jahre erstreckt, mit wem und gegen wen verbündet und welche Rolle kleine Menschen wie Caitlín und Pol in dem großen Ganzen hatten, war mir nicht klar. Es gab so viele Verschwörungen und Ränkespiele und so viele verschiedene Sichtweisen von Leuten, die sich unendlich weit voneinander entfernt befanden, dass ich ehrlich gesagt mit der Geschichte überfordert war.Vor allem, da es eine gekürzte Fassung war. Ich gehe einfach mal davon aus, dass bei solchen politischen Verzwicktereien besser ist, jedes Detail mitzubekommen.  Na gut, nicht, dass mir das irgendwie geholfen hätte... mir haben viel mehr die Geschichten der "kleinen" Leute gefallen bzw. die der Adligen die fliehen mussten und wie kleine Leute leben mussten. Mir haben dieLiebesdramen und Familiendramen und Überlebensdramen um einiges mehr gefallen als der politische Rest.Die Charaktere jedoch waren großteils sehr gut und sehr authentisch. Es gab einige strohdumme und machthungrige aber ungeschickte kleine Mädchen, eine Menge Fehleinschätzungen was Risiken und Machterhaltung angeht und eine Menge Sex. Der jedoch nicht gerade erotisch war – im Gegenteil. Frauen wurden als Vieh angesehen und hauptsächlich benutzt. Eine Frau musste mit ihrem Mann liegen, wenn sie verheiratet waren. Und wenn dem Mädchen beim Sex etwas nicht passt spielt es fast keine Rolle, Liebe hin oder her. Das Buch hat die grausame Realität der damaligen Zeit widergespiegelt, und das hat mich froh werden lassen, heute zu leben und nicht damals.Aber kommen wir zum zweiten wichtigsten Punkt: Dem Vorleser. Unabhängig von der Geschichte, bei der ich ja selbst schuld bin wenn meine Gedanken abschweifen, oder die Autorin schuld ist wenn sie es zu kompliziert geschrieben hat, hat der Vorleser bei einem Hörbuch natürlich die wichtigste Aufgabe. Und die hat er ziemlich gut erfüllt. Reinhard Kuhnert hat eine sehr angenehme Stimme mit vor allem sehr viel Variabilität. Mir hat sehr gefallen, wie er die höhnische Stimme einer "alten Vettel" nachgeahmt hat oder die eines naiven Mädchens oder die eines raubeinigen Soldaten. Ihm zuzuhören war sehr angenehm, auch wenn aufgrund der oft langweiligen (wenn es rein politisch war) Story meine Gedanken oft abgeschweift sind.Was den historischen Aspekt angeht... mit der Geschichte Irlands habe ich mich zuvor nie beschäftigt. Deswegen kann ich ehrlich gesagt wenig einschätzen, wie wichtig die Handlung dieses Buches überhaupt für die ganze Geschichte Irlands war. Von König Henry habe ich natürlich gehört, aber nur im Zusammenhang mit England. Irland spielte dabei nie eine Rolle, auch wenn natürlich bekannt ist dass Irland und Großbritannien ab und zu Beef hatten.Fazit:Ein Buch mit Stärken und Schwächen. Die Charaktere waren toll und die nicht-politischen Erzählungen haben mir sehr gut gefallen. Auch der Vorleser war klasse. Allerdings fand ich die politischen Teile und wer sich mit wem gegen wen und warum verbündet und was das für eine größere Auswirkung hat, sehr schwer mitzuverfolgen. Vielleicht ginge das in Printversion besser, damit man alles nochmal nachlesen kann. Vielleicht ist es aber auch nur was für geschichts- und politik-Interessierte.My Life: [Rezension] Kiera Brennan – Die Herren der grünen Insel

    Mehr
  • [Rezension Hörbuch] Die Herren der Grünen Insel

    Die Herren der Grünen Insel

    Mone80

    06. June 2016 um 07:09

    Über 20 Stunden Hörbuchvergnügen, da habe ich mich richtig drauf gefreut. Ich höre sehr gerne Hörbücher und ich war sogar am Anfang ein wenig wehmütig, dass diese Geschichte gekürzt ist. Trotz der 20 Stunden Länge. Irland im Jahre 1166: Eine Insel die zersplittert ist, wo sich vier Familien seit längerer Zeit einen erbitterten Kampf liefern. König Diarmait ist geschlagen. Mit Hilfe des Händlers Pól holt er die Normannen ins Land, darunter auch König Henry, der die Insel für sich beanspruchen möchte. Die Iren stehen einem Gegner gegenüber, der sich in allem von ihnen unterscheidet. Wie oben schon gesagt, habe ich mich sehr auf das Hörbuch gefreut. Die Geschichte ist eigentlich nach meinem Geschmack und ich hatte richtig Lust auf einen schönen historischen Schmöker. Am Anfang hatte ich einige Probleme gehabt, die Personen richtig einzuordnen. Leider fehlt dem Hörbuch ein Booklet, wo die Protagonisten aufgeführt werden, damit man es leichter hat, sich zu orientieren. Doch nach einiger Zeit, fiel es mir immer leichter. Nicht zu letzt deswegen, dass der Sprecher auch die verschiedenen Kapitel angegeben hat, die immer von dem jeweiligen Protaginisten handelt. Die Protagonisten sind alle sehr schön beschrieben, allerdings hat kein Protagonist auch nur einen Hauch eines Sympathieträgers. Darauf muss man sich erst einmal einstellen, dass jeder auf seinen Vorteil bedacht ist und diesen mit allen Mitteln durchzusetzen versucht. Und auch die Frauen geben sich nichts. Kiera Brennan hat einen sehr schönen Schreibstil und mit vielen Metaphern beschreibt sie Situationen, Gerüche und Geräusche. Es ist eine sehr brutale Geschichte, der Krieg ist allgegenwärtig und es wird mit den Gegnern nicht gerade zimperlich umgegangen. Auch da lässt Kiera Brennan nichts aus. Zwischenzeitlich musste ich wegen der Brutalität ein wenig schlucken, obwohl ich nicht gerade zimperlich bin und ich auch weiß, dass es raue Zeiten waren damals, aber die Schriftstellerin hat doch einen sehr bildhaften Schreibstil. Allerdings hat das Buch einige Längen und zeitweise fand ich, dass es nur noch aus einer Aneinanderreihung von brutalen Kämpfen besteht. Auch ist mir nicht immer klar gewesen, was manch beschriebenen Situationen zu bedeuten haben und ich denke, dass es an den Kürzungen lag, dass mir ein paar Informationen fehlten. Der Sprecher Reinhard Kuhnert war sehr gut gewählt. Seiner Stimme konnte man sich ohne Probleme die 20 Stunden anhören. Er hat das beste aus dem Hörbuch herausgeholt. Einzig die Vertonung der Frauen, wenn diese "gesprochen" haben, fand ich etwas gewöhnungsbedürftig und ja, auch manchmal etwas lächerlich. Halt, wenn ein Mann mit einer tieferen Stimme, eine höhere Stimmlage anschlägt. Das kann sich schon ein wenig quietschig anhören. "Die Herren der Grünen Insel" ist ein gutes Hörbuch. Reinhard Kuhnert hat mir als Sprecher gefallen und hat das Buch von Kiera Brennan sehr gut vorgelesen. Obwohl es die gekürzte Fassung ist, wo ich teilweise einige Informationen vermisst habe, haben sich einige Längen eingeschlichen.

    Mehr
  • Toller Historien-Epos

    Die Herren der Grünen Insel

    BubuBubu

    05. June 2016 um 18:11

    Irland  im 12.Jahrhundert. Die grüne Insel ist in verschiedene Herrschaftsgebiete eingeteilt. Der Leitsatz "Vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone" beschreibt die Lage sehr gut. Die Geschichte wird aus Schicht verschiedener Hauptpersonen beschrieben. In dem Buch ist ein Lesezeichen beigefügt, auf welchem die Personen aufgelistet sind . Dem Hörbuch fehlt dies leider und es hat lange gedauert zu verstehen, wer zu welcher Familie gehört und in welcher Beziehung die jeweiligen Personen zueinander stehen. Zu Beginn lernt man Ascall von Toora und seinen Bruder Aillin im Kindesalter kennen. Jahre später ist Ascall ein brutaler Kriegsherr. Er entführt die Schwester seines Erzfeindes Riacan, Caitlin. Die Fronten der verfeindeten Familien verhärten sich und Riacan  und sein Gefolge versuchen  Caitlin O'Bjólan aus den Fängen Ascalls zu befreien. Nicht nur die Fehde dieser Familie ist Bestandteil dieses Romans. Eine weitere Handlung dreht sich um Pol. Er ist Waffenhändler und beliefert verschiedene einflussreiche Männer. Er ist sehr fädelt Intrigen ein und macht alles, was als Vorteil für ihn auslegen kann. Schlachten werden gewonnen, Schlachten werden verloren. Es geht um Krieg und Intrigen. Kiera Brennen hat mit diesem Werk einen echten Historien-Epos erschaffen. Die Handlung lässt sich sehr schwer zusammenfassen. Am Besten macht sich jeder selbst sein Bild. Wer mit Aufmerksamkeit dieser Geschichte folgt, wird sehr viel Spaß damit haben. Es war für mich sehr interessant herauszufinden wer mit wem verbündet ist und welche Personen verfeindet sind. Es stellt sich schnell heraus, dass die Autorin gute Recherche betrieben hat. Orte, Personen und Handlungen sind sehr detailreich geschildert. Auch wenn man aus heutiger Sicht nicht sehr viel mit dem 12.Jahrhundert zu tun hat, konnte ich mir alles bildlich vorstellen. Es ist sehr schwer  zwischen Gut und Böse zu unterscheiden und ich hab meine Meinung immer wieder geändert. Mal konnte ich die Handlungen nachvollziehen und die Charaktere wurden mir sympathisch. Es kam aber genauso oft vor, dass ich angefangen habe Personen zu hassen. "Die Herren der grünen Insel" war ein wirklich tolles Hörerlebnis. Eine Auflistung der Personen wäre auf jeden Fall notwendig gewesen und hätte das Hörerlebnis nach besser gestaltet. Dafür ziehe ich einen Stern ab, da es doch sehr schwierig wart und ohne. Recherche und eigenen Mitschriften es für mich unmöglich gemacht hätte der Geschichte zu folgen.

    Mehr
  • Lesens- bzw Hörenswert!

    Die Herren der Grünen Insel

    Kaisu

    15. May 2016 um 11:40

    Ich habe dieses Buch bei vielen anderen bereits gesehen. Allerdings im Buchformat. Eine Version, die mit bald 1000 Seiten nicht ohne ist. Denn eine Geschichte von dieser Länge muss auf jeden Fall überzeugen, damit man sie nicht beiseite legt. Somit habe ich recht lange überlegt, ob ich die Ereignisse aus Irland auch zur Hand nehmen möchte. Vor allem deswegen, da viele "Längen" kritisierten. Also habe ich mich auf einem Kompromiss eingelassen und zum Hörbuch gegriffen. Es ist eine gekürzte Version - zu "Längen" kann ich entsprechend nichts sagen - die knapp 21 Stunden geht. Gelesen wird das Buch von Reinhard Kuhnert, welcher auch "Game of Thrones" vertonen durfte. Seine Stimme fand ich sehr angenehm. Er hat es geschafft, dafür zu sorgen, dass man sich Namen (und hier nicht über die Aussprache grübeln muss, das wird einem schließlich abgenommen) und Gesichter merkt, auch wenn man durch das Geflecht an fiesen Machenschaften Anfang noch gar nicht so recht durchblicken kann. Kuhnert hat immer genau die Stimmlage getroffen, die zu dem Gesagten passte und die Charaktere vor dem inneren Auge wunderbar zum leben erweckt. Ich bin inzwischen so weit, dass ich mir die Geschichten von "Game of Thrones" auch als Hörbuch hole. Doch genug den Sprecher gelobt, die Autorin ist schließlich der Ursprung der Geschichte! Kiera Brennan schafft es, das Mittelalter in all seinen Facetten aufleben zu lassen, ohne es langweilig wirken zu lassen. Sie lässt den Leser in eine Zeit eintauchen, wo Männer das Sagen haben, Frauen nur Mittel zum Zweck sind und eine falsche Entscheidung mit einem raschen Schwerthieb zu spät bereut wurde. So führen hier zwei mächtige Könige seit Ewigkeiten Krieg miteinander (König Diarmait von Leinster und König Tigernán von Breifne) und letztlich kann nur einer als Sieger dabei hervorgehen. Diese Wende sorgt für einige Veränderungen in Irland. Denn nun kommen die zum Zug, die bisher an zweiter Stelle standen.  Verbündete, Töchter, Ehefrauen, Brüder, sie alle kommen hier zu Wort und zeigen ihre Ansicht der Dinge. Alle - wirklich alle - machen im Laufe der Zeit eine deutliche Entwicklung durch. Ob nun zum Guten oder Schlechten sei dahin gestellt. Ich fand es spannend zu hören, welche neuen Dinge sie lernen und welche Erfahrungen sie zwangläufig machen müssen, um sich noch eine Schritt weiter von der einheitlichen Masse zu entfernen. Ein wichtiger Leitsatz, den man immer wieder hört, ist dabei, dass man das was man liebt, töten soll. Warum? Ganz einfach: Es kann gegen dich benutzt werden, als Druckmittel oder um dich zu brechen. Ein grausamer Gedanke, der auch einige das Leben kostet. Fazit: Für mich war und ist "Die Herren der grünen Insel" ein spannendes Hörerlebnis. Es ist mir leicht gefallen in diese alte Welt hineinzutauchen. Sehr angetan hat es mir eine der Töchter, die in einem Kloster leben muss. In dem Zusammenhang fand ich die Heilmethoden recht interessant und informativ. Da merkt man, dass die Autorin nicht nur ihre beschriebenen Schauplätze besucht, sondern auch so Kleinigkeiten genau recherchiert. Mein einziges Manko ist die zu spät aufkommende Spannung. Auf der ersten CD werden einem alle wichtigen Personen vorgestellt. Man bekommt quasi das Grundgerüst präsentiert. Auf der zweiten verknüpfen sich dann viele Stränge, was nicht immer sonderlich spannend war und auf der dritten CD geht es dann richtig zur Sache. Hier hatte ich das Gefühl am schnellsten alle Kapitel gehört zu haben, obwohl sie sich von der Zeit unwesentlich von den anderen beiden unterscheidet. Tipp: Wer mit dicken XXL-Schmöckern nicht zurecht kommt, sollte hier definitiv zum Hörbuch greifen! Die Story ist es einfach wert!

    Mehr
  • Die Herren der Grünen Insel

    Die Herren der Grünen Insel

    tootsy3000

    22. April 2016 um 10:28

    Früher habe ich Historische Romane verschlungen. Diese Mischung aus geschichtlichen Fakten, verschwörerischen Zusammenkünften und leidenschaftlichen Lieben fand ich immer recht lesenswert. Nun ist mir der aktuelle Roman von Kiera Brennan "Die Herren der Grünen Insel" durch das wunderschöne Coverbild ins Auge gestochen. Auch der Verlagstext hat mir zugesagt. Dass es den doch recht dicken Schmöker auch als Hörbuch gibt, hat mich dann endgültig für die Erzählung gewonnen. Das Buch hat wirklich alles zu, was man von einem Roman dieses Genres erwartet: Intrigen, Krieg, Liebe, Leidenschaft, Armut, Verzweiflung. Allerdings ist die Schilderung nichts für zarte Gemüter. Die Kriegsszenen sind sehr grausam und detailliert dargestellt. Nicht nur die Schlachten, sondern auch der mit der Eroberung einhergehende Umgang mit der Bevölkerung. Hinrichtungen und Schändungen sind ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte gang und gäbe. Da sich der Roman um recht viele unterschiedliche Handlungen dreht, sind die historischen Fakten nur recht dünn gesät. Einige der genannten Charaktere, waren reale Persönlichkeiten, die meisten sind aber der Phantasie der Autorin entsprungen. Was an sich ja nicht schlecht ist. Allerding waren es für mich persönlich schon zu viele Personen. Ich musste mich schon sehr auf den Sprecher konzentrieren um den gedanklichen Überblick zu wahren. Die vielen Gälischen Namen taten da noch ihr Zusätzliches, dass ich nicht immer ein klares Bild bestimmter Charaktere hatte. Der Sprecher Reinhard Kuhnert hat seine Sache aber gut gemacht. Fast zugut, besonders bei den doch recht grausamen Szenen. Er verpasste den vielen unterschiedlichen Charakteren möglichst individuelle Stimmlagen. Sowohl die männlichen als die weiblichen Tonlagen fand ich gut umgesetzt. Ich mag es, wenn ein Sprecher die Charaktere und deren Eigenarten durch sich unterscheidende Tonnuancen in Szene setzt. Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschsprachigen Autorin. Neben historischen Romanen, schreibt sie auch Kinder- und Jugendbücher, sowie Fantasy-, Thriller- und Gesellschaftsromane unter ihrem richtigen Namen und weiteren Pseudonymen. Zusammen mit ihrer Familie wohnt sie in Frankfurt am Main. Zur Zeit ist sie auch als Gastdozentin an der Universität Salzburg tätig und unterrichtet dort Kreatives Schreiben. Mein Eindruck: Ich fand den Roman als Hörbuch ganz gut umgesetzt. Allerding war es nicht einfach der Handlung immer zu folgen. Es sind einfach zu viele unterschiedliche Charaktere in den sich abwechselnden Handlungssträngen präsent. Gefühlsmäßig ist diese Geschichte der 1. Teil eines mehrteiligen Epos. Das Ende fand ich jedenfalls für einen abgeschlossenen Roman zu offen. Vielleicht liegt es aber auch an dem gekürzten Hörbuch. Wer weiß? Für alle die solche historischen Schmöker mögen ist der Roman auf jeden Fall zu empfehlen!

    Mehr
  • Die Herren der grünen Insel von Kiera Brennan

    Die Herren der Grünen Insel

    yullana

    22. March 2016 um 14:04

    Meine Empfehlung WOW - grausame Menschen bringen echt düstere Zeiten hervor! Oder war das umgekehrt? Es fällt mir echt nicht leicht hierfür meine Meinung abzugeben, da die Geschichte so lang ist und ich das Ganze irgendwie in eine kleine Rezension zusammen quetschen muss. Ich habe mich über "Die Herren der grünen Insel" sehr gefreut, historische Bücher lese ich nur ab und an Mal, doch dafür suche ich mir bestimmte Geschichten die Spannung versprechen aus. Irland, vier Familien, sechs Jahre Krieg und eine einzige Krone, klang für mich sehr vielversprechend und das wunderschöne Cover hat mich schlussendlich überzeugt mir das Hörbuch zu holen. Die Geschichte startet mit einer brutalen Heimkehr und ab da kennt man schon den Stil der Autorin und den rauen, brutalen Ton der Geschichte, die der Vorleser Reinhard Kuhnert zum Besten gibt. Mir persönlich fehlte es an Handlung, die Autorin erzählt von dem brutalem Leben aus einer düsteren Epoche, es sind jedoch nur die Hauptcharaktere richtig aktiv, hauptsächlich die führenden Familien, die Könige und deren Gefolge. Das normale Leben rückt in den Hintergrund, der Krieg und das Leid sind die Hauptthemen, es wird ständig getötet, vergewaltig, misshandelt, betrogen, intrigiert, usw. Eine Katastrophe jagt die nächste, eine sehr langatmige Geschichte ohne richtige Glücksmomente. Es ist zwar die Rede von Liebe zwischen einigen Protagonisten, diese wird jedoch nicht erwidert, bzw. nimmt man es niemandem ab. Dieser Aspekt konnte mich nicht so ganz überzeugen. Stil der Autorin ist sehr detailliert, direkt und gnadenlos, völlig schonungslos zu ihren Protagonisten und bleibt aus der Erzählperspektive. Um den Überblick über den zeitlichen Rahmen zu behalten wurden die einzelnen Abschnitte, mit der jeweiligen Jahreszahl versehen. Für diesen Polt scheint viel recherchiert worden zu sein, viele Informationen, Namen und Hintergründe wurden zusammen getragen, doch der Fokus liegt mir zu sehr auf dem Krieg. Natürlich waren es dunkle und grausame Zeiten, das Leben damals war alles andere als einfach. Machtkämpfe sind schließlich nie schön anzusehen, ich finde es auch gut dass keine blumige Sprache verwendet wurde. Wäre aber hier und da etwas mehr Alltägliches erzählt worden, dann wären die brutalen Erzählungen etwas abgemildert. Die Entwicklung vieler Protagnisten - von denen die meisten wirklich viel Tiefgang vorweisen - lässt sich im Laufe der Geschichte mit verfolgen. Einige erscheinen im ersten Augenblick hart und unnachgiebig, später erkennt man dafür einen ganz anderen Hintergrund, genauso bei denen die am Anfang als weich und sensibel abgestempelt wurden und bei denen dann doch ganz andere Eigenschaften zum Vorschein traten. Ein Tipp für alle die das Hörbuch kaufen wollen: um die Geschichte erfolgreich zu meistern und alles mitzubekommen, muss man sehr aufmerksam zu hören und die vielen Namen beigehalten können. Glaubt´s mir, es klingt einfacher als es tatsächlich ist. Fazit - Bewertung: 3,5 Sterne Die Autofahrten wurden wirklich zu einer Nervenaufreibenden Achterbahn der Gefühle, ich habe mit jedem der Protagonisten mit gefiebert: wer überlebt? Wer gewinnt die Auseinandersetzung? Besonders Ascall und Róisín haben mich wahnsinnig gemacht, da ich ihr Handeln nicht vorhersehen und teilweise nicht nachvollziehen konnte. Ich habe wirklich bis zum letzten Kapitel auf ein Happy End gehofft, wurde jedoch vom offenen Ende etwas enttäuscht. Es wird wohl weiter gehen und das Schicksal einer bestimmten Protagonistin bleibt mir bis dahin ein Rätsel.

    Mehr
  • Die Herren der Grünen Insel

    Die Herren der Grünen Insel

    Engel1974

    07. March 2016 um 14:05

    „Die Herren der Grünen Insel“ ist der Auftakt einer Historiensaga von Kiera Brennan. Die Autorin entführt den Leser dabei nach Irland ins 12. Jahrhundert. Das Buch gibt es inzwischen als Print aber auch als Hörbuchversion. Meine Rezi bezieht sich hier auf das Hörbuch. Das Buch aber auch das Hörbuch sind im Februar 2016 erschienen, wobei die Hartcoverausgabe, versehen mit einem Schutzumschlag und einem Lesebändchen  sehr edel wirkt. Das Cover ist dunkelgehalten, zeigt die irische Landschaft und sticht sofort ins Auge. Das Cover ist beim Print, als auch beim Hörbuch gleich. Ein Personenregister und eine historische Zeittafel am Ende ergänzen den Roman ebenfalls sehr gut. Hörbuchinfo: ·        Sprecher: Reinhard Kuhnert ·        Umfang: 3 CD´s ·        Laufzeit: ca. 20 Stunden und 24 Minuten ·        Erschienen: 2016, Random House Audio ·        Fassung: gekürzt  Autoreninfo: Kiera Brennan ist ein Pseudonym der Frankfurter Autorin Julia Kröhn. Sie ist seit vielen Jahren Autoren und hat unter anderen Liebesromane, Fantasy, Krimis und Kinderbücher geschrieben. Sprecherinfo: Reinhard Kuhnert wurde in Berlin geboren, er ist Schauspieler, Dramatiker, Regisseur und Liederdichter. Bekannt wurde er aber auch als Synchronsprecher u.a. „Das Lied von Eis und Feuer“ und „Der Eisdrache“  Inhalt: Erzählt wird das Schicksal vier irischer Familien. Es gibt nicht nur politische Verstrickungen und das Ringen um Macht, denn das Land ist in zahlreiche Königreiche gesplittert, sondern auch Frauen, die über sich hinauswachsen, um ihr Überleben kämpfen und zu Rächerinnen werden.  Hauptfiguren des Romans: Ascall von Toora : er ist ein gefürchteter Kriegsherr. Bereits in jungen Jahren hat er seinen Vater getötet. Im Roman hat er Caitlin, die Tochter eines reichen Grundbesitzers, geraubt. Vor einigen Jahren forderte Ascall bereits ihre Hand, wurde aber beleidigt und gedemütigt.  Riacan: er ist ein reicher Grundbesitzer und Bruder von Caitlin. Als diese geraubt wird versucht er sie aus den Fängen Ascalls zu befreien.  Diarmait: König von Leister und Erzfeind von König Tigernan. 1166 wird Diarmait von ihm besiegt und flieht. In König Henry II findet er zunächst einen Verbündeten.  König Tigernan: König von Breitne, er wurde von Diarmait gedehmütigt, indem er seine Frau entführte und zu seiner Geliebten machte. Später ließ er sie zu ihm zurückkehren. Er seht sich im Roman nach Frieden und versucht dafür zu sorgen.  Pol: er ist Händler und spinnt hervorragend Intrigen. Im Waffenhandel wittert er sein großes Geschäft. So verhilft er auch Diamait zur Flucht.   Meinung: Ich hatte bereits das Buch gelesen, was mir leider nicht so zugesagt hat, da ich dem Inhalt aber sehr angetan war und ein Hörbuch in gekürzter Fassung erschienen ist habe ich diesem Roman eine weitere Chance geben wollen.   Gemischt wurden reale mit fiktiven Fakten und herausgekommen ist ein hervorragend recherchierter Roman. So wurde die damalige politische Situation und die Machtkämpfe der Könige und Grundbesitzer sehr anschaulich dargestellt.  Es gibt mehrere Handlungsstränge, für meinen Geschmack etwas zu viele. Einige sind sehr interessant und spannend, andere wiederum halte ich für überflüssig. Der Roman streckt sich so sehr in die Länge, auch wenn das Hörbuch etwas gekürzt wurde.   Mit den einzelnen Charakteren war es genauso, es waren mir einfach zu viele. Einige Charaktere waren wiederum so spannend das ich mir mehr von ihnen gewünscht hätte. Dies war auch das Problem beim Hörbuch, auf Grund der Vielzahl der Personen musste man sich immer wieder konzentrieren, eine Zuordnung viel sehr schwer.   Ein Handlungsstrang mit gleichen Charakteren über mehrere Kapitel währe Schöner gewesen. So war ich doch sehr schnell von der Vielzahl der Informationen und Charaktere überfordert.  Der Schreibstil ist sehr ausführlich, vieles wird bis ins Kleinste Detail beschrieben. Einige Kapitel wirken so langatmig, was leider auch zu Lasten der Spannung ging. Eine Orientierung am Wesentlichen währe auch hier schön gewesen. Die Sprechweise des Lesers gefällt mir sehr, sie war sehr angenehm und ich habe ihm sehr gern zugehört.  Insgesamt hat mich das Buch aber auch das Hörbuch nicht ganz so wie erwartet angesprochen. Es gab auf der einen Seite spannende Kapitel und Charakter mit denen ich mitgelitten und mitgefiebert habe, aber auf der anderen Seite gab es Kapitel, die mich überhaupt nicht mitgerissen und mich sogar gelangweilt haben. Aufgrund der Vielzahl der Personen würde ich hier nun wieder das Buch als das Hörbuch empfehlen, es macht die Zuordnung etwas leichter.  So gibt es von mir für das Buch, als auch das Hörbuch 3 von 5 Sternen  In Kürze: Schreibstil: sehr ausführlich, leider wirken so viele Stellen langatmig, was zu Lasten der Spannung geht  Charaktere: Gemischt, einige waren spannend und deren Verlauf im Roman sehr interessant. Andere wiederum waren mir zu oberflächlich und haben den Roman nicht wirklich bereichert. Alle Charaktere wurden sehr unnahbar dargestellt und haben nur wenig Emotionen gezeigt. Inhalt: geprägt von zu vielen Handlungssträngen und zu vielen Charakteren Sprechweise: Sehr angenehm, hier habe ich sehr gern zugehört  Fazit: Auf der einen Seite interessant und informativ, auf der anderen einfach zuviel Handlung und zu viele Protagonisten die mich schnell überfordert haben

    Mehr
  • leider nicht so mein Fall....

    Die Herren der Grünen Insel

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    07. March 2016 um 06:23

    Kurzbeschreibung Vier Familien. Sechs Jahre Krieg. Und eine einzige Krone. Irland 1166: Das Land ist zersplittert, selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Kampf der Könige hineingezogen. Zugleich droht Henry Plantagenet, der englische König, die Insel zu annektieren. Werden sich die Herren der Grünen Insel gegen ihn verbünden? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut? Meinung Gleich mal vornweg, diesmal fällt es mir wirklich schwer, für dieses Hörbuch eine Rezension zu schreiben. Ich mag ja historisches schon mittendrin mal und „Outlander“ hat mich einfach umgehauen, aber diesmal muss ich sagen, es war leider nur ok. Der Sprecher Reinhard Kuhnert hat seine Sache wirklich gut gemacht. Er brachte alle Emotionen und Gefühle gut rüber, manchmal zu gut….an einigen Stellen hätte ich mir alles lieber nicht vorstellen wollen. Ja, wo fange ich jetzt an? „Die Herren der grünen Insel“ war für meinen Geschmack zu brutal, kriegerisch und ohne irgendetwas Gutes. Gut, die Zeit damals war ja so, aber dennoch fand ich nichts, was ich als Positiv in der Handlung finden konnte. Immer nur Krieg, Intrigen, Mord, Hass usw. Das „Gute“ mittendrin mal, fehlte mir sehr. Die Handlung war zwar spannend, interessant und vom Autor gut recherchiert, aber dennoch war ich froh, unterm Hören dann doch mal immer wieder eine Pause machen zu können. Was mich auch noch massiv störte, waren die vielen Charaktere mit ihren echt schwierigen Namen. Vielleicht wäre das Buch ja hier besser gewesen, um jeden Charakter seinen Namen zuzuordnen und auch zu merken. Beim Hörbuch allerdings viel mir das ziemlich schwer und somit kam ich leider immer durcheinander und wusste nicht mehr, wer wer war oder wo dazugehörte. Dadurch wurde natürlich auch wieder mein Hörfluss etwas gehemmt. Nicht das ich sagen möchte, die Charakter waren schlecht dargestellt, nein im Gegenteil. Sie wurden von Frau Brennan sogar sehr gut und detailliert in Szene gesetzt, nur waren es für mich halt zu viele und zu viele schwere Namen. Die Umgebungsbeschreibungen dagegen waren spitze. Ich konnte mir Irland, die grüne Insel, und alle seine Orte sehr gut bildlich vorstellen. Das Ende war zwar einigermaßen befriedigend, dennoch aber offen und lässt auf eine Weiterführung schließen. Fazit „Die Herren der grünen Insel“ hat mir jetzt persönlich nicht so gut gefallen. Zu viele Kämpfe, Intrigen und Hass. Der Plot war zwar spannend und teilweise schon mitreißend, aber mir fehlte einfach das „Gute“. Somit vergebe ich gutgemeinte 3 von 5 Sternen und eher zur besseren Verständnis eine Leseempfehlung als eine Hörempfehlung.

    Mehr
  • Zuviel des Guten...und leider nicht beendet

    Die Herren der Grünen Insel

    kidcat283

    26. February 2016 um 19:07

    Wir lernen zu Beginn Ascall kennen, der erst 6 Jahre alt ist, als er eine kleine Katze tötet, schnell ohne Schmerzen, damit nicht sein Vater diese Katze auf eine brutalere Art töten kann. Sein Vater kam aus dem Krieg wieder und war sehr verändert. Er schlug nicht nur die Mutter sondern auch Ascall, wobei die körperliche Gewalt viele Facetten hatte. Einige Jahre später ist Ascall Herrscher, da die Eltern tot sind und lebt zusammen mit seinem Bruder auf dem Gehöft. Die Frau die er einst heiraten wollte, wurde ihm nicht gegeben, deshalb übt er ein paar Jahre später Rache und entführt sie, um sie bei sich als Sklavin zu behalten, jedoch musste er sie heiraten. Ascall ist nicht wie sein Vater, er behandelt sein Weib gut. Aber es geht  nicht nur um Ascall und seinen Bruder sondern an der Geschichte nehmen auch noch viele andere Protagonisten teil, die miteinander verfeindet oder verbündet sind. Eines Tages plant Henry Plantagenet die Insel an sich zu reißen. Vergessen die "Herren" ihre Fehde und kämpfen miteinander? Meine Meinung: Ich bin ein riesengroßer Fan historischer Romane und freute mich riesig als dieses Hörbuch, was ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt bekommen, bei mir ankam. Da ich vor kurzem zwei andere historische Romane als Hörbuch genossen habe, dachte ich, dass es dieses auch in meine TOP TEN schafft. Ich muss aber leider sagen, dass ich es nicht beendet habe. Die Gründe dafür möchte ich ein wenig erläutern. Ich habe die ersten 120 Minuten überhaupt nichts von der Geschichte mitbekommen, da häufig die Geschichten der Personen gewechselt wurden. Als ich ein paar Tage später weiterhören wollte, wusste ich gar nicht mehr was alles passiert war und fing noch einmal von vorne an. Nun kam ich besser in die Geschichte hinein. Ich habe einen MP3 Player und konnte während des Putzens, während des Gassi gehens immer der Geschichte lauschen, denn das habe ich schon bei "Das Salz der Erde" und "Das Licht der Welt" so gemacht und ich die beiden Romane fesselten mich sehr. Es gab auch Stellen wo ich dachte: Na endlich, jetzt wird's richtig gut! Aber leider waren das nur sehr kurze Stellen. Es waren für mich einfach zuviele verschiedene Personen im Spiel. Wenn man bedenkt, dass es sich um vier Familien handelt und das waren große Familien. Es wurde immer gewechselt und ich fand einfach nicht hinein. Als ich die erste von drei CD´s fertig hatte, war ich immer noch nicht in der Geschichte drin. Es war mir zu langweilig. Wenn was passiert ist, dann war es Krieg oder Kampf und das hat mir überhaupt nicht gefallen. Es tut mir Leid, dass mir dieser Roman nicht gefallen hat, aber so ist es nun mal. Es ist wirklich sehr schwere Lektüre und man muss entweder richtig gut zuhören, darf nicht abgelenkt sein von anderen Sachen oder man liest es. Aber ich glaube, wenn ich gelesen hätte, hätte ich noch früher aufgegeben. Das war einfach nichts für mich. Doch nichts desto Trotz war die Hörbuchstimme grandios. Wunderbare verstellte Stimmen der Protagonisten. Wenn jemand den letzten Atemzug tat hat der Sprecher das auch so gesprochen. Man konnte jegliche Stimmungen in der Stimme erkennen. Ganz großes Kino. TOP! Natürlich gehört zu so einem Roman auch eine Menge Recherche, deshalb gebe ich dem Roman trotzdem 4 Sterne, da ich vor der Autorin den Hut ziehe.

    Mehr
  • Irland im 12. Jh.

    Die Herren der Grünen Insel

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    20. February 2016 um 20:40

    Irland war schon immer eine Insel, die nicht nur grün in den verschiedensten Facetten ist, sondern die auch diverse Kriege und Schlachten in ihrer Geschichte zu verzeichnen hat. Die Autorin Kiera Brennan, eines der vielen Pseudonyme von Julia Kröhn, hat sich der wechselhaften Geschichte Irlands im 12. Jh. angenommen. Das Buch erzählt die Geschichte über 6 Jahre hin, im Mittelpunkt stehen 4 Familien.  Irland im Jahre 1166 ist sich uneins. Die Könige sind zerstritten, der Kampf um den Hochkönig hat begonnen. Zu dieser Zeit leben Ascall und sein Bruder Ailillán, der 1 Jahr jünger ist. Ascall sah sich schon mit 6 Jahren dazu auserkoren, seinen Bruder zu beschützen und tötete zu dieser Zeit bereits das erste Mal. Er wird eines Tages Hochkönig von Toora sein und ein grausamer und gefürchteter Krieger. Als er um die Hand Caitlíns O’Bjolan bittet, wird er abgewiesen, was sich später rächen sollte, denn er entführt Caitlin, um sie zu versklaven, wird jedoch dazu gezwungen, diese zu heiraten. Weitere Protagonisten sind Riacán und Faolán O’Bjolan sowie ihre Schwester Caitlín, der Waffenhändler Pól und seine Tochter Róisín, wie auch Aoife, die Tochter des vertriebenen Königs Diarmait. Natürlich gibt es noch eine reichliche Anzahl weiterer Protagonisten, die sogar so reichlich sind, dass man die Übersicht verlieren kann. Diarmait versucht mit aller Macht, sein  Reich und seine Würde zurückzubekommen, wobei ihm jedes Mittel recht ist, selbst von Verrat an Irland lässt er sich nicht zurückschrecken. Der Dubliner Händler Pól ist ein Meister im Intrigieren und versucht, die Geschichte Irlands zu seinem Gunsten zu wandeln. Über 960 Seiten erzählt die Autorin einen Teil der gewaltträchtigen Geschichte Irlands im Mittelalter. Gekennzeichnet durch Kämpfe, Machtspiele, Intrigen, Verrate und der Gier nach Reichtum lässt sie ihre Protagonisten agieren. Dabei geht sie nicht zimperlich um. Blutdurchtränkte Kämpfe, die grausamer nicht sein können, das Töten an sich und das Niedertreten Unschuldiger und Unbeteiligter machen einen großen Teil des Buches aus. Intrigen werden gesponnen, Verbündete werden verraten und eigene Wünsche werden auf Kosten anderer umgesetzt. Da ist es egal, ob es sich um Männer oder Frauen handelt.  Die Frauen in diesem Roman kommen nicht zu kurz, selbst sie stehen ihren Mann, morden und spinnen Intrigen, die weitreichende Folgen haben. Anhand des gewaltigen Umfanges des Buches und der vielen geschilderten historisch belegter Ereignisse ist zu erkennen, wie genau und gewissenhaft die Autorin Recherche betrieben hat. Da macht es Spaß, in Geschichte einzutauchen. Das Buch zu hören und zu genießen war für mich ein Erlebnis, wenn es auch einige wenige Längen gab, die es zu überbrücken galt. Anfangs zog es sich ein wenig, bis ich in die Geschichte hineinkam. Aber einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören.   Ich habe diesen Roman als Hörbuch erlebt. Gelesen wurde er von dem Schauspieler Reinhard Kuhnert und ich kann sagen, dass es ein Erlebnis war, seiner Stimme zu folgen. Ruhig und mit den verschiedensten Facetten in seiner Stimme für die einzelnen Protagonisten wurde das Gehörte zu einem Erlebnis. Seine korrekte Aussprache der irisch-gälischen Namen machte es mir jedoch schwer, diese Namen den geschriebenen zuzuordnen, da sich die Aussprache etwas vom geschriebenen unterscheidet. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass es zum Printbuch ein Lesezeichen mit den einzelnen Protagonisten gab wie auch eine Zusammenfassung der geschichtlichen Ereignisse. Diese Zugaben wären für das Hörbuch sehr hilfreich gewesen, schade, dass das dort nicht beigelegt wurde. So musste ich mir anhand anderer Rezensionen die Schreibweise der Protagonisten zusammensuchen. Für Leser, die sich für Geschichte interessieren und für Irland ist es ein Buch, was ich sehr gern weiterempfehle. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es keine leichte Lektüre ist.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks