Die beiden Autoren Kilian Trotier und Tatjana Schnell beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit Fragen nach dem Sinn des Lebens und wie man diesen finden kann. Der Professorin und dem Zeit-Redakteur ist ein kenntnis- und erkenntnisreiches Buch gelungen, mit vielen praktischen Tipps und Übungen, in verständlicher Sprache.
In 13 Abschnitte unterteilt geht es von der Bedeutung eines Lebenssinns über die Vielfalt, die jeder bei der Suche nach einem solchen dabei offensteht bis eben zur Findung der ganz eigenen Sinnquellen und Sinnausrichtung. Dabei gehen die beiden Autoren auch auf Krisen ein, wenn etwa der eigene Sinn in Frage gestellt wird, oftmals ausgelöst durch Ereignisse von außen. Und wie kann ich meinem Lebenssinn einen größeren Schwerpunkt geben und ihm noch intensiver nachgehen, auf dass mich die Erfüllung intensiver aufblühen lässt. Dabei nehmen die Autoren auf Menschen und Persönlichkeiten Bezug, die ihnen selbst von der eigenen Sinnsuche berichtet haben und wie es ihnen gelungen ist, sich besser zu verwirklichen. Auch werden Philosophen und viele andere Forscher und deren Fragen und Studien zur Suche nach dem Sinn des Lebens einbezogen, sodass der Leser zugleich mit der praktischen Anleitung auch noch einen historischen Abriß zum Thema bekommt.
Für mich ein rundum gelungenes Buch zur Beschäftigung mit dem Leben und seiner Bedeutung für einen selbst. Der Büchermarkt für dieses Thema ist ein großer und in den letzten Jahren noch größer geworden. Ich habe vieles davon gelesen und kann deshalb mit voller Überzeugung behaupten, dass dieses Buch eines der besseren ist, weil fundiert, weit-offen und wirklich hilfreich!
Das aber muss auch erwähnt werden: Eine schönere Aufmachung hätte der Inhalt sicher verdient!
Kilian Trotier
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Sinn finden
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Neue Rezensionen zu Kilian Trotier
"Sinn schützt nicht vor dem Leid der Welt. Aber wer Sinn im eigenen Leben und Handeln sieht, kann anders mit dem Leid umgehen."
Zum neuen Jahr möchte ich ein Sachbuch empfehlen, das ich zwischen den Jahren gelesen habe und mir ganz unverhofft sehr, sehr gut gefallen hat. "Sinn finden: Warum es gut ist, das Leben zu hinterfragen" von Tatjana Schnell und Kilian Trotier wurde mir vom Verlag unangefordert zugesendet, zunächst war ich skeptisch, weil ich Ratgeber nicht wirklich gerne lese und einen Text erwartet habe, der sich mit erhobenem Zeigefinger und platten Lebensweisheiten an mich richtet. Das Buch hat sich aber letztlich als wissenschaftlich fundiertes Sachbuch entpuppt, das bei mir gerade wegen der Mischung aus Fakten aus der Wissenschaft und erzählten Lebensmomenten punkten konnte. Tatjana Schnell ist Professorin für Existenzielle Psychologie an der MF Specialized University in Oslo und erforscht seit über 20 Jahren die Frage nach dem Sinn, Kilian Trotier arbeitet bei der Wochenzeitung "Die Zeit" und setzt sich dort journalistisch mit dem Sinn und den großen Fragen des Lebens auseinander. Ein perfektes Autor*innen-Duo für dieses Buch! Es geht in "Sinn finden: Warum es gut ist, das Leben zu hinterfragen" um Sinnquellen, Sinnkrisen und dem Weg zum eigenen Sinn im Leben, der ganz unterschiedlich und individuell ist, auch schmerzhaft sein, aber zu einem glücklicheren Leben führen kann. Das Buch hilft, sich selbst (besser) kennenzulernen, was den Grundstein dafür setzt, dass wir uns für andere und die Gemeinschaft einsetzen können. Tatjana Schnell und Kilian Trotier haben mir damit zum Ende meines Lesejahrs einen Überraschungs-Leseerfolg geschenkt, den ich gerne empfehlen möchte, vor allem als tollen Start in 2025!
Klappentext:
„Was gibt Hoffnung? Was macht mein Leben reicher? Wie kommen wir zu Sinn, Erfüllung und Zuversicht? Basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt das Buch von Tatjana Schnell und Kilian Trotier, wie wir in einer Welt, die mehr denn je geprägt ist von Ungewissheit und fundamentaler Veränderung, unser eigenes Leben bewusst und verantwortungsvoll gestalten.
Es ist eine radikale Entscheidung, mit der viele vielleicht heimlich liebäugeln: aufstehen, alles liegen lassen und einfach weg, neu anfangen. Gerade in den Momenten, in denen sich das Leben besonders fragwürdig oder gar schmerzhaft anfühlt, taucht die Frage nach dem Sinn auf. Was macht ihn aus? Wie finden wir ihn? Kilian Trotier und Tatjana Schnell beschäftigen sich schon lange mit diesen Fragen. Sie wissen: Wer Sinn im Leben finden will, muss manchmal einen weiten Weg zurücklegen. In ihrem Buch machen sie deutlich, wie wichtig es ist, sich selbst zu kennen, um gut für andere da sein zu können. Sie zeigen sie, aus welchen Quellen wir Inspiration und Lebensfreude ziehen und warum Sinnkrisen uns auf positive Weise verändern können. Denn wer nach Sinn strebt, hat gute Chancen, auch glücklich zu werden.“
In diesem Buch wird nicht die Frage nach DEM Sinn im Leben an sich behandelt, sondern dieser ist hier bereits eine feste Größe und wird damit beleuchtet, ihn in Verbindung mit anderen Lebensfragen zu vereinen aber auch versucht, seinen Nutzen zu definieren. Das Autoren-Duo Schnell und Trotier befassen sich eindringlich aber auch sehr verständlich mit der Thematik. Der erhobene Zeigefinger bleibt im Verborgenen, genau wie belehrende oder gar vermeintlich festgelegte Grundaspekte zu diesem Thema. Die Autoren befassen sich intensiv mit dem Blick auf das eigene Ich und auch diesen zu schulen. Dieser Blick ist wichtig für uns aber auch mit anderen Menschen umzugehen. Die Autoren haben einen roten Faden der sich von Beginn an gekonnt durchs Buch zieht. Die Thematik wird niemals spröde oder gar trocken. Dieses Buch ist auch eher als Wegweiser zu verstehen als als Lifestyle-Trend. Zudem beinhaltet dieses Buch so einige philosophische Gedankengänge, die sich beim Leser ganz von selbst ausweiten wenn er es zulässt. 5 Sterne für dieses lesenswerte Buch!





