Kim Edwards See der Träume

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Inhaltsangabe zu „See der Träume“ von Kim Edwards

„Dieses Buch strahlt.“ Bookreporter Kurz vor ihrem 30. Geburtstag ist die Weltenbummlerin Lucy Jarrett beruflich und emotional an einem Tiefpunkt angelangt. Kurzfristig beschließt sie, in ihre Heimat nach Upstate New York zu fahren. Doch zu Hause empfangen sie unerwartete und schmerzliche Konflikte. Nie hat Lucy den ungeklärten Tod ihres Vaters verwunden, und plötzlich stößt sie auf ein lange verschüttetes Familiengeheimnis, das immer mehr in die Gegenwart hineinwirkt. Nach ihrem internationalen Bestseller „Die Tochter des Fotografen“ erzählt Kim Edwards in ihrem neuen Roman über Liebe, Verrat und Verlust. Mit Autoreninterview und –porträt

war mir zwischenzeitlich zu langatmig...

— raketenpaula
raketenpaula

Die Personen sind mir beim Lesen fremd geblieben und der Text wirkte auf mich zu konstruiert.

— Barbara62
Barbara62

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    safido

    safido

    Zum Inhalt: Lucy Jarrett – 29 Jahre, in Japan lebend und arbeitslos – besucht Ihre Mutter in Ihrer Heimatstadt Lake of Dreams. Durch Zufall entflammt ihr Interesse an der weit in die Vergangenheit reichende Familiengeschichte und ihr Tagesablauf wird bald davon bestimmt. Aber auch andere Begegnungen und Begebenheiten halten Lucy während ihres Aufenthalts ganz schön auf Trab. Meine Meinung: “Handele nicht aus Zorn. Handele aus Liebe oder lass es bleiben. (S. 332)” Ich habe damals schon „Die Tochter des Fotografen“ von Kim Edwards gelesen und war begeistert. Als ich dann diesen neuen Roman von ihr entdeckte, musste ich nicht lange überlegen und wollte ihn unbedingt lesen. Anfangs wusste ich nicht so richtig, was ich von Lucy und ihrer „Detektiv-Arbeit“ halten soll. Der Einstieg in die Geschichte hat sich schon ein wenig gezogen. Nach und nach faszinierte mich dann aber immer mehr, was Lucy herausfand. Ich ließ mich von ihr anstecken, begleitete sie auf ihrer Suche und fieberte mit ihr mit. Das große Familiengeheimnis scheint auf den ersten Blick gar nicht so wirklich greifbar. Doch je mehr Lucy und somit auch ich als Leserin erfahren haben, umso deutlicher wurde, was dahinter steckt. Zum Glück war aber im Endeffekt nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick schien. Zudem gab es auch noch einige Nebenschauplätze – u. a. Lucys alter Freund Keegan und der Tod ihres Vaters vor ein paar Jahren – die die Geschichte abrundeten und nicht platt erscheinen ließen. Manche dieser Handlungen schienen mit dem Geheimnis in Verbindung zu stehen, andere wiederum entwickelten sich einfach. Lucy, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, konnte ich mir Seite um Seite besser vorstellen und hatte am Ende ein ziemlich klares Bild von ihr vor Augen. Die restlichen Personen wurden mal mehr, mal weniger beschrieben. Ich habe im Großen und Ganzen das Gefühl, jeden gut genug kennen gelernt zu haben. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Leider gab es recht oft ein paar Längen, wenn die Landschafts-Beschreibungen für meinen Geschmack ein wenig zu gedehnt waren. Ebenfalls zu kämpfen hatte ich in diesem Buch mit dem Thema Religion, welches für das Geheimnis eine doch wichtige Rolle spielt. Dass ich mit dieser Thematik nicht so wirklich was anfangen konnte, liegt aber an mir – sie gehört zur Geschichte, passt dazu und ist wichtig. Ein tolles Buch über eine Familie und deren Vergangenheit, aber auch über Liebe und Verrat, mit einem recht ergreifenden Ende. Für mich gut unterhaltende, mitfiebernde Lesestunden. bookwives.wordpress.com

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    • 2
  • Auf er Suche nach der Familiengeschichte

    See der Träume
    Barbara62

    Barbara62

    29. September 2015 um 18:34

    Nach dem Tod ihres Vaters, an dem sie sich mitschuldig fühlt, ist Lucy Jarrett nirgends mehr heimisch geworden. Als Hydrologin hat sie in vielen Ländern gearbeitet und lebt nun mit ihrem japanischen Freund in dessen Heimat. Doch das Land bleibt ihr fremd und sie findet keinen neuen Job. Ein Unfall ihrer Mutter lässt sie zum ersten Mal wieder in ihre Heimatstadt The Lake of Dreams im Staat New York zurückkehren. Dort weckt eine bisher in der Familiengeschichte totgeschwiegene Vorfahrin ihre Neugier und sie beginnt, das Leben dieser Frau, die sich in der frühen Frauenbewegung engagiert hat, zu recherchieren. Dabei trifft sie nicht nur ihren Jugendfreund wieder, sondern lernt einen bisher unbekannten Zweig ihrer Familie kennen und findet Erstaunliches über den Tod ihres Vaters heraus. Zwar ist der Roman wie Die Tochter des Fotografen der gleichen Autorin atmosphärisch dicht und sensibel erzählt, doch sind mir die Personen beim Lesen fremd geblieben und der Text wirkte auf mich zu konstruiert.

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  • Für mich leider eine einzige Qual

    See der Träume
    Miia

    Miia

    30. October 2013 um 20:22

    Inhalt: Kurz vor ihrem 30. Geburtstag ist die Weltenbummlerin Lucy Jarrett beruflich und emotional an einem Tiefpunkt angelangt. Kurzfristig beschließt sie, in ihre Heimat nach Upstate New York zu fahren. Doch zu Hause empfangen sie unerwartete und schmerzliche Konflikte. Nie hat Lucy den ungeklärten Tod ihres Vaters verwunden, und plötzlich stößt sie auf ein lange verschüttetes Familiengeheimnis, das immer mehr in die Gegenwart hineinwirkt. Meine Meinung: Ich hatte eigentlich große Erwartungen an das Buch, weil ich das Buch "Die Tochter des Fotografen" von der Autorin sehr gut fand. Mit diesem hier konnte ich leider überhaupt nicht warm werden. Es geht um die Aufdeckung einer Familiengeschichte, um Vergangenheit und Zukunft, um Geheimnisse und um das Zurechtkommen mit dem Leben. Auch Religion spielt eine große Rolle. Leider war die Geschichte für mich kein bisschen spannend. Die Protagonistin Lucy war für mich zu eingefahren auf die Geheimnisse. Sie wollte unbedingt rausfinden was damals los war und man muss ehrlich sagen, dass das Geheimnis einfach nicht so dolle ist und das Buch leider kein mal Spannung erzeugt oder ein "Aha"-Effekt auftritt. Für mich ist es nur eine Aneinanderreihung von Geschehnisse, künstlich in die Länge gezogen. Leider war das Buch für mich absolut nichts. Schade, aber nur einen Stern :(

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Aygen

    Aygen

    06. January 2013 um 10:58

    Inhalt: Lucy Jarrett ist Ende Zwanzig, als sie beschließt sich eine Auszeit zu nehmen und von Japan, ihrem aktuellen Wohnort zurück in die Heimat nach New York zu fliegen um ihre Familie zu besuchen. Sie steckt gerade in einer Sinnkrise. Seit sie mit ihrem Freund Yoshi von Jakarta nach Japan gezogen ist, hat sie keine Arbeit mehr und ist frustriert, was sich auch auf ihre Beziehung auswirkt. In New York angekommen, erfährt sie von ihrem Bruder, dass er Vater wird und wieder im alten Eisenwarenladen des Onkels anfängt. Lucy ist verwirrt. Ihr Vater und ihr Onkel Art hatten sich im Streit getrennt und das Geschäft blieb im Besitz ihres Onkels. Lucy ist enttäuscht, sie trauert selbst nach 10 Jahren immer noch um ihren Vater und versteht nicht, warum ihre Familie inzwischen mit dem Onkel Kontakt hat. Vieles scheint sich verändert zu haben, seit sie vor Jahren weg ist. Die Mutter hat inzwischen jemand kennengelernt und das Elternhaus wird nur noch zimmerweise genutzt. Für Lucy scheint es, als hätte sich jeder weiterentwickelt, obwohl sie doch diejenige war, die damals weg ist. Auf der Suche nach innerer Ruhe und Klarheit im Elternhaus, entdeckt Lucy in einer Mauernische Zeitungsartikel und Briefe, die auf eine Vorfahrin bzw. Verwandte weisen, die wohl zu seiner Zeit aus der Familie verstoßen wurde. Bei der Suche nach dem Grund stößt Lucy auf immer wieder seltsame Fügungen, geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge aus der Vergangenheit, die sie auf dem Familiengeheimnis näher bringen. Das habe ich in meinem kurzen Leben immerhin gelernt: Handele nicht aus Zorn. Handele aus Liebe oder lass es bleiben. Zitat Seite 332 Handlung & Charaktere: Die Autorin schreibt feinfühlig über die Trauer der Protagonistin. Ihre Unentschlossenheit, ihre Liebe zu ihrem Partner Yoshi. Sie vermisst ihn und doch fühlt sie nicht, dass sie mit ihm wirklich angekommen zu sein scheint. Während sie ihre Familie beobachtet, hat sie den Eindruck vor Jahren stehengeblieben zu sein. Ihr Bruder ist bereits in der Familiengründung und auch wieder im Familien Schlüsselimperium. Lucy hat keine Arbeit, keine Familie und selbst ihre Partnerschaft hatte schon schönere Zeiten erlebt. Die Autorin baut immer wieder in die laufende Handlung geschichtliche Ereignisse ein, die selbst mit dem Familiengeheimnis zusammen zu hängen scheinen. Der Aufbau ist anfänglich verwirrend, da man praktisch Jahrzehnte überspringt und geschichtliche Ereignisse wie über den Halley’schen Kometen oder sogar die Irokesen liest. Dank dem Schreibstil gelingt es der Autorin, die Leser dennoch gekonnt auf die wirklich wichtige Handlung im Buch zu lenken. Die verstoßene Verwandte Rose, die einst im 19. Jahrhundert Buntglasfenster in Auftrag gab und diese durch Zufall in der Gegenwart von Lucys alten Jugendliebe restauriert werden, der inzwischen eine eigene Glasbläserei hat und einen 6jährigen Sohn. Keegan bringt Lucy nach all den Jahren immer noch durcheinander und ihre Gefühle für ihn scheinen nicht wirklich gänzlich erloschen zu sein. Ein Roman, der so facettenreich ist, gefüllt mit Verrat, Intrigen, Liebe und der Trauer um den Vater. Kim Edwards ist es gelungen einen spannenden gefühlsechten Roman zu schreiben, der den Leser auf Reisen, durch längst vergessene Zeiten schickt und doch den Abschluss im Hier und Jetzt findet. Aber meinst du nicht, dass die Vergangenheit für die Gegenwart eine Rolle spielt? Zitat Seite 70 Mein persönliches Fazit : Leider ist das mein erstes Buch von Kim Edwards, damals nach Erscheinen des Buches „Die Tochter des Fotografen“ war ich unentschlossen, ob mir das Buch gefallen könnte, aber nach „See der Träume“ weiß ich, dass ich das schleunigst nachholen muss. Kim Edwards Schreibstil hat mir sehr gefallen. Schöne Landschaftsbeschreibungen und die charakterstark dargestellte Protagonistin runden das Geheimnis um die verstoßene Rose und deren Tochter Iris ab. © Rezension: Aygen buecherkaffee.blogspot.de

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    IlonGerMon

    IlonGerMon

    03. January 2013 um 07:42

    Eigentlich wollte Lucy Jarrett nur ein paar unbeschwerte Urlaubswochen in ihrem Heimatort, einer typisch amerikanischen Kleinstadt, im Kreise ihrer Familie verleben. Ihr japanischer Freund Yoshi muss aus beruflichen Gründen noch in Asien bleiben – und so ist Lucy einerseits ständig zwischen der Sehnsucht nach ihrem Lebensgefährten und den nie so ganz verschütteten Gefühlen für ihre Jugendliebe Keegan hin- und hergerissen, dem sie hier zu Hause wieder über den Weg läuft. Gleichzeitig kann sie nur schwer damit umgehen, dass ihre Mutter sich einem anderen Mann zuwendet, obwohl Lucy selbst den ungeklärten ihres Vaters vor vielen Jahren noch immer nicht verwunden hat. Und auch das Verhältnis zu ihrem Bruder und dessen Ehefrau ist nicht frei von nie bereinigten Missverständnissen. Lucy entdeckt in einem verborgenen Schrank alte Briefe und findet heraus, dass diese von einer entfernten Verwandten geschrieben wurden. Briefe einer Mutter an ihr Kind, dass bei Pflegeeltern aufwächst und die so voller Sehnsucht und Liebe gleichzeitig sind, dass Lucy nicht davon lassen kann, die Geschichte dieser Frau zu ergründen. Was sie in Erfahrung bringt, wirft viele Fragen auf, über die niemand aus der Familie wirklich sprechen will, denn alle wissen, dass die Folgen der damaligen Ereignisse weit in die Gegenwart hereinreichen und auch den Tod des Vaters in neuem Licht erscheinen lassen. Ein richtig schöner Sommerschmöker, spannend erzählt und mit der nötigen Prise Liebe, Triebe, Herz und Schmerz. Sehr zu empfehlen für den Strandkorb oder für ein Wochenende auf der Couch.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    robbylesegern

    robbylesegern

    15. December 2012 um 13:36

    Nach dem Buch "Die Tochter des Fotografen" legt Kim Edwards nun ihr neues Buch "See der Träume" vor. Von dem Titel etwas beeinflusst, legte ich dieses Buch erst zur Seite, weil ich dachte, es würde sich um einen romantischen" Schmachtfetzen" handeln.Doch wie sehr ich mich hier getäuscht hatte, musste ich jetzt beim Lesen des Buches feststellen.Es ist schwer dieses Buch einzuordnen. Familien,-oder Entwicklungsroman, wahrscheinlich sogar beides und das in einer sehr schönen Sprache. Die Seiten flogen nur so dahin, als ich der Geschichte Lucy Jarrett`s folgte, die nach Jahren im Ausland wieder in ihre Heimatstadt,The Lake of Dreams, zurückkehrt.Vieles hat sich geändert, das kleine Städtchen hat sich weiterentwickelt und sich dem Tourismus geöffnet. Eine alte Liebe Lucy`s hat eine Glasbläserei eröffnet und ist mittlerweile Vater eines sechsjährigen Sohnes und wirbelt Lycy's Gefühlsleben ordentlich auf.Auch ein altes militärisches Sperrgebiet wurde freigegeben und offenbart versteckte Kostbarkeiten. Lucy findet in ihrem Elternhaus in einer Mauernische Briefe, die sie tief in die Vergangenheit ihrer Familie eintauchen lässt und so manches Geheimnis offen legt.Das Leben einer Urgroßtante erregt ihre Aufmerksamkeit, da sie in der Familie nie erwähnt wurde. Wie interessant und wichtig diese Person war,erfährt Lucy, als sie sich auf Spurensuche begibt. Auch ein Erlebnis, das mit dem Tod ihres Vaters zusammenhängt und das sie lange belastet hat, findet für sie ein Ende und dies ist notwendig, denn sie hadert auch mit ihrer derzeitigen Beziehung, die auch durch ihre Arbeitslosigkeit belastet wird. "Der See der Träume" war für mich ein rundherum schönes Leseerlebnis , unterhaltsam, spannend und in eine schöne Sprache gekleidet.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    TA_Wegberg

    TA_Wegberg

    06. December 2012 um 15:21

    Lucy ist 29, Hydrologin, arbeitet aber nicht in ihrem Beruf, sondern lebt mit ihrem Freund in Japan und sucht nach einer neuen Orientierung. Sie reist heim zu ihrer Mutter nach The Sea of Dreams, weil die sich bei einem Unfall die Hand gebrochen hat, und damit natürlich auch zurück in ihre Vergangenheit. Zufällig findet sie ein paar alte Briefe und kommt so auf die Spur einer Urgroßtante, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihre uneheliche Tochter bei Bruder und Schwägerin zurückgelassen und sich in der Sufragettenbewegung engagiert hat. Lucys gesamter Aufenthalt im Elternhaus ist nun der Jagd nach weiteren Informationen gewidmet. So enthüllt sie nach und nach, dass die Tochter jener Urgroßtante Rose noch lebt, und konfrontiert die alte Dame mit der Tatsache, wer ihre Mutter war. Zudem trifft sie ihre Jugendliebe Keegan wieder, der inzwischen alleinerziehender Vater ist. Es funkt erneut zwischen den beiden, aber außer ein paar Küssen fällt nichts vor, schließlich ist Lucy ja mit Yoshi liiert. Der reist ihr denn auch später hinterher. So ganz nebenbei klärt sich auch noch auf, unter welchen Umständen Lucys Vater ums Leben kam und dass ihr Onkel ein ganz Böser ist. Aber am Ende tun ausnahmslos alle das moralisch Richtige. Lucy heiratet Yoshi, und die beiden arbeiten für ein soziales Projekt in Kambodscha. Keegan verzichtet großherzig auf seine alte Liebe. Lucys Bruder kündigt seine Stelle bei dem bösen Onkel und findet natürlich sofort einen neuen, viel besseren Job, bei dem er auch noch seine Frau unterbringen kann. Und Lucys Mutter spendet ihren Grund und Boden für den Naturschutz, statt das wertvolle Land bebauen zu lassen. Schnarch! In diesem Roman hat absolut niemand auch nur die kleinsten Ecken oder Kanten. Alle (bis auf den bösen Onkel) sind von einer derart einschläfernden Nettigkeit, dass man nur mühsam die Augen offen halten kann. Die Story ist an den Haaren herbeigezogen und ziemlich wenig interessant, sowohl die um Lucy als auch die um ihre frauenbewegte Urgroßtante. Das einzig Spannende war für mich die Frage, warum diese Tante, nachdem sie die Geliebte eines bekannten Künstlers geworden war, nicht endlich ihr Kind zu sich geholt hat, anstatt ihm nur in nie abgeschickten Briefen ihre Liebe zu versichern. Ihr bisheriges Argument – „ich kann dir ja nichts bieten“ – war damit schließlich hinfällig geworden. Stattdessen gönnte sie sich eine eigene Wohnung und genoss ihre Freiheit. Na, auch recht. Dass die Kleine dann mit vierzehn von ihren Zieheltern abgehauen ist, kann man verstehen. Allerdings wird diese etwas fragwürdige Wendung im Roman gar nicht thematisiert – derartige Überlegungen musste ich also ganz alleine anstellen und konnte mir meine Fragen folglich auch nicht von der Autorin beantworten lassen. Kurz und gut: Das Buch ist sprachlich solide, aber inhaltlich ein furchtbarer, glattgebügelter Schmalz; eine dünne Story, in die ganz viel reingepackt wurde (ungeklärter Unfalltod des Vaters, Bauspekulation, alleinerziehender Vater, Konflikt zwischen Arbeitgeber und Moral, Rechte der indianischen Ureinwohner, Erdbebengefahr in Japan, Kometen und Sonnenfinsternisse …), von dem nichts tatsächlich zu einem Ergebnis führt. Die Anhäufung von Zufällen, die Lucy auf die Fährte ihrer Urgroßtante bringen und sie dann auch noch den Tod ihres Vaters aufklären lassen, ist vollkommen unglaubwürdig. Und die Figuren lassen einen in ihrer Eindimensionalität ständig hoffen, dass endlich mal jemand komplett ausrastet – leider vergeblich.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Monika58097

    Monika58097

    16. August 2012 um 10:19

    Lucy, Ende 20, immer unterwegs in der Welt, kehrt zu Besuch zurück in ihre Heimat The Lake of Dreams. Ihr Freund Joshi, mit dem sie inzwischen 3 Jahre zusammen ist, muss berufsbedingt noch in Japan bleiben. Japan, mit dem sich Lucy wegen der ständigen Erdbeben nie richtig anfreunden konnte. Sie ist froh, wieder Zuhause zu sein, doch die Menschen und das Leben in ihrer Heimatstadt haben sich auch weiterentwickelt, als sie fort war. Ihre Mutter hat einen Freund. Ihr Bruder wird heiraten und bald Vater werden. Ihr Onkel ist wieder in das Leben ihrer Familie eingetreten. Und Lucy? Lucy trauert auch nach 10 Jahren immer noch um ihren Vater. Ja, sie fühlt sich sogar schuldig am Tod ihres Vaters. Sie ist immer noch so sehr in ihrer Trauer gefangen, dass sie der neuen Beziehung ihrer Mutter skeptisch gegenübersteht. Dann findet Lucy in ihrem Elternhaus plötzlich alte Unterlagen. Darunter auch Briefe einer gewissen Rose. Lucys Interesse ist geweckt und auf einmal interessiert sie sich nur noch für diese Rose. Wer war Rose? Und warum musste sie ihre kleine Tochter Iris verlassen? Lucy kann an nichts anderes mehr denken. Sie fängt an zu recherchieren und taucht immer mehr in die Geschichte ihrer Ahnin Rose ein. Dann trifft Lucy auch noch ihre Jugendliebe Keegan wieder, der inzwischen einen kleinen Sohn hat. Alte Gefühle werden geweckt. Lucy muss immer wieder an die gemeinsame Zeit mit Keegan denken. Doch was ist mit Joshi? Keegan leitet eine Glasfabrik und er säubert alte Buntglasfenster. Fenster, die die geheimnisvolle Rose vor vielen, vielen Jahren in Auftrag gegeben hat. Ein wunderbarer Roman, unheimlich schön geschrieben. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich konnte den See vor mir sehen, auf den Lucy immer schaut. Die Autorin versteht es, den Leser teilhaben zu lassen an der Geschichte. Im Roman geht es um Träume. Träume, die gelebt werden wollen. Träume, die verarbeitet werden wollen. Träume, in die man als Leser mit abtaucht. Und es geht um Liebe, Verlust und Neuanfang.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    04. November 2011 um 15:24

    Lucy Jarett lebt mit ihrem Lebenspartner in Japan. Sie ist arbeitslos und fühlt sich in ihrer neuen Heimat nicht so wohl. Als sie die Nachricht erhält, dass ihre Mutter einen Autounfall hatte, fliegt sie nach Hause. Einiges hat sich verändert seit sie The Lake of Dreams verlassen hat. Dort erwartet sie die Vergangenheit. Plötzlich wird ihr wieder bewusst, warum sie von zu Hause geflüchtet ist. Als sie sich, bei ihrer Mutter, in einem Zimmer einnistet, findet sie Dokumente und ein Tuch von Rose. Doch niemand weiss wer Rose ist. Bald findet sie heraus, dass Rose eine Verwandte von ihr sein muss. Sie macht sich auf die Suche nach Rose und ihrem Schicksal. Die Geschichte ist so liebevoll geschrieben. Wie schon bei ihrem ersten Buch, schlüpfte ich sofort in Rolle der Protagonistin. So nah habe ich mich ihr gefühlt. Die Autorin hat die Gleichberechtigung der Frauen in die Geschichte eingebunden. Das fand ich sehr spannend. Dem Leser werden allerdings nur Eckdaten vermittelt. Es ist nicht das Hauptthema. Wem das erste Buch von Kim Edwards gefallen hat, wird auch dieses gefallen. Mir persönlich hat dieses Buch etwas besser gefallen. Es hat mich richtiggehend berührt. Den Grund dafür weiss ich nicht. Allerdings liebe ich Familiengeschichten.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    merlin78

    merlin78

    16. October 2011 um 12:04

    Kurz vor ihrem 30. Geburtstag kehrt die Weltenbummlerin Lucy Jarrett in ihre Heimatstadt The Lake of Dreams zurück. Während ihr Freund Yoshi zunächst in Japan bleiben muss, begegnet sie ihrer Jugendliebe wieder und stößt auf verborgene Dokumente. Eine spannende Suche beginnt. Das Buch der Autorin Kim Edwards erzählt auf 457 Seiten bildlich und sehr gefühlvoll von einer jungen Frau, die sich zwischen der Wahrheit und einem alten Geheimnis, zwischen ihrem Freund und einer alten Liebe aus Jugendzeiten, entscheiden muss. Mit Hilfe von Briefen und Buntglasfenstern wird die längst vergessene und hundert Jahre alte Geschichte ihrer Vorfahrin Rose erzählt, die in jungen Jahren ihre Tochter Iris in der Obhut ihres Bruders und seiner jungen Frau zurück lassen musste. Lucy sucht verzweifelt nach Hinweisen und nach der Iris, die immer wieder auf den Fenstern fast namentlich genannt wird und muss sich dann doch eingestehen, dass sie auf die Veränderungen, die dadurch eintreten, nicht gefasst gewesen ist. Das Buch ist sehr feinfühlig beschrieben und es wurde besonders viel Wert auf die detaillierten Beschreibungen der Fenster, der Kirche und des Ortes The Lake of Dreams gelegt und man taucht schnell in die Geschichte um Lucy und ihre Familie ein. Einzig die wahren Gefühle von Lucy und ihre Emotionen kamen mir ein wenig zu kurz. So konnte ich nicht immer nachvollziehen, was sie zu welcher Aktion getrieben hat und habe mir oft gewünscht, ein paar zusätzliche Erklärungen zu erhalten. Das Buch hat mich dennoch gut unterhalten und ich kann es jedem, der gerne romantische Literatur liest, empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. Ein kleiner Komet am Romantik-Horizont.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    15. October 2011 um 10:50

    Lucy lebt zusammen mit ihrem Freund Joshi in Japan. Als sie von ihrer Mutter erfährt, dass diese einen Unfall hatte, setzt sie sich kurzentschlossen in einen Flieger und fliegt zu ihrer Mutter, um ihr beizustehen. Dort wird sie mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Sie erinnert sich an den Tod des Vaters und ihren eigenen Schuldgefühlen. Auch ihre Jugendliebe trifft sie wieder. Er hat einen Sohn und ist frisch geschieden und sie stellen fest, dass sie sich noch immer mögen. Beim Aufräumen findet Lucy Papiere und Dokumente, die in den Anfängen des 20. Jahrhunderts datiert sind. Ihrer Mutter sind die dort genannten Personen ebenso unbekannt wie ihr, so dass sich Lucy auf die Suche nach der Wahrheit macht und lange geheimgehaltene und vergessene Dinge bloßlegt... Meine Meinung: Für die arbeitslose Lucy ist der Besuch bei ihrer Mutter ein Tripp in die Vergangenheit. Sie deckt nicht nur ein lange zurückliegendes Familiengeheimnis auf, sie erfährt auch eine Rückkehr zu sich selbst. Durch das Auffinden der Briefe in einem Geheimfach und einem immer wiederkehrenden Muster auf einem Tuch und auf Kirchenfenster beginnt für Lucy eine Puzzlearbeit. Von wem sind die geheimnisvollen Briefe und Schriften, die sie gefunden hat? Stetig versucht sie hinter das Geheimnis zu kommen. Sie recherchiert und trifft sich mit Beteiligten und kommt so der Lösung immer näher. Liebevoll beschreibt Kim Edwards ihre Protagonistin, die anfangs ziellos erschien und sich nach und nach der Vergangenheit, auch ihrer eigenen stellt. Einblicke erhält der Leser auch in eine heute nicht mehr vorstellbare Zeit, in der Frauen um die Gleichberechtigung kämpften. Ein sehr schöner Roman von Kim Edwards, in dem sich die Geheimnisse der Vergangenheit mit der Gegenwart zu einem Gesamtbild entwickeln.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    hexhex

    hexhex

    28. September 2011 um 09:22

    Die Protagonistin Lucy lebt seit vielen Jahren weit weg von ihrem Heimatort The Lake of Dreams. Mit ihrem Freund Yoshi hat es sie nach Japan verschlagen, wo sie aber gerade arbeitslos ist. Als ihre Mutter einen leichten Unfall hat, beschließt sie, eine Reise in die Heimat zu machen. Im Haus ihrer Eltern findet sie durch Zufall alte Dokumente, die nach und nach ein Familiengeheimnis preisgeben. Das Buch läßt sich gut lesen, es ist fesselnd geschrieben. Lucys Recherchen, die sie immer mehr fesseln, sind meiner Meinung nach allerdings zu einfach gewesen. Immer hat sie das Glück, dass ihre Fragen beantwortet werden konnten. Das fand ich sehr unrealistisch. Zumal es sich um eine Zeit handelte, die fast 100 Jahre zurückliegt. Das Cover hat mir sehr gut gefallen, schon bei "Die Tochter des Fotografen" hat man ein Bild von Alice Dalton Brown verwendet und auch dieses Mal passt es sehr gut zum Inhalt des Buches. Den Titel finde ich allerdings einfach nur kitschig!

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    12. September 2011 um 13:04

    Der Komet. Ein Mädchen steht auf einem Dach und wartet. Auf den Kometen. Dann springt sie. Lucy Jarrett lebt mit ihrem Freund Yoshi in Japan. Schon vor Jahren hat sie ihr kleines Heimatdorf The Lake of Dreams hinter sich gelassen und ist hinaus in die weite Welt gezogen. Doch jetzt, kurz vor ihrem 30. Geburtstag, muss sie erkennen, dass ihr etwas fehlt. Sie hat keinen Job und auch die Beziehung zu Yoshi hat erste Risse bekommen. Als ihre Mutter einen Autounfall hat, setzt sie sich spontan ins nächste Flugzeug und fliegt nach Hause. Zurück. Doch alles ist mittlerweile anders. Ihre Mutter scheint sich nach dem Tod ihres Vaters neu verliebt zu haben, ihr Jugendfreund Keegan hat einen kleinen Sohn, aber keine Frau. Und dann findet Lucy in einem verborgenen Schrank alte Dokumente, die auf ein Familiengeheimnis hindeuten. Das Geheimnis. Verbunden mit den Fenstern einer alten Kapelle. Wunderschöne bunte Glasfenster, jahrelang verborgen unter Spanplatten. Eine Frau, Blumen und ein Muster aus Mondsicheln und Blüten – das ist auf den Fenstern zu sehen. Immer wieder dieselbe Frau. Wer ist sie und warum kommt sie Lucy so merkwürdig bekannt vor? Ein Stück Stoff, das ebenfalls mit diesem Muster bestickt ist. Wer hat es gemacht? Lucy begibt sich auf eine Suche in die eigene Vergangenheit. Kim Edwards fesselt. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Wie sie Lucys Geschichte mit der Darstellung der Fenster und der damit verbundenen Recherche verbindet, ist grandios. Gegenwart und Vergangenheit fügen sich zusammen zu einem Bild, farbenfroh und lichtdurchflutet. Wie die Fenster, die sie so eindrücklich beschreibt, dass ich denke, es würde sie wirklich geben und ich könnte sie irgendwann einmal besichtigen. Gemeinsam mit Lucy füge ich nach und nach die Teile zu einem Ganzen zusammen, und bin genauso erstaunt wie sie, als ich erkenne, was es bedeutet. Für Lucy und den Rest der Familie. Gemeinsam mit Lucy möchte ich die Risse in ihren Beziehungen wieder kitten, die Risse in der Familie, die das Schweigen ausgelöst hat. Am Ende bin ich zwar nicht ganz zufrieden, aber ich denke Lucy ist es.

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Angie*

    Angie*

    30. August 2011 um 11:35

    Den Klappentext dürft ihr bitte selber lesen -;). Meine Meinung: Der Schreibstil von Kim Edwards hat mich sofort begeistert und dafür gesorgt, dass ich diese Familiengeschichte innerhalb von einigen Tagen durchgelesen habe. Die dreissigjaehrige Lucy hat durch ihre Emotionalitaet bezaubert und bei ihrer Suche nach sich selbst, ihrer Beziehung zu Joshi und Keagan und natürlich immer im inneren Dialog mit der geheimnisvollen Rose, einen Weg für sich und ihre Bedürfnisse gefunden. Indirekt nahm sie auch grossen Einfluss auf ihre Familie und deren Ziele und Planungen. Sehr romantisch und schön wurde man auch durch die einfliessenden Naturbeschreibungen von Kim Edwards mit auf diese Suche genommen. Fünf Sterne von mir!

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  • Rezension zu "See der Träume" von Kim Edwards

    See der Träume
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. July 2011 um 13:55

    Klappentext: Eine junge Frau sucht die Wahrheit über ein lang gehütetes Geheimnis und findet – sich selbst. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag ist die Weltenbummlerin Lucy Jarrett beruflich und emotional an einem Tiefpunkt angelangt. Sie lebt mit ihrem Freund Yoshi in Japan, als ihre Mutter bei einem Autounfall verletzt wird. Kurzfristig beschließt sie, die kriselnde Beziehung und die schleppende Jobsuche für eine Weile hinter sich zu lassen und in ihre Heimat nach Upstate New York zu fahren. Doch zu Hause empfangen sie unerwartet, schmerzliche Konflikte. Meine Meinung: Dieser Roman verzauberte mich von den ersten Seiten mit seinem Schreibstil. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der über ein junges Mädchen berichtet und schon recht geheimnisvoll wirkt. Danach beginnt die eigentliche Handlung mit der Protagonistin Lucy. Lucy muss sich ihrer Vergangenheit und deren Schrecken stellen und stößt dabei auf ein tragisches und lange zurückliegendes Familiengeheimnis. Der Leser steigt sehr schnell in die Handlung ein und lernt die verschiedenen Personen leicht zu unterscheiden. Dieser Roman ist sehr tiefgründig geschrieben. Die mitspielenden Figuren sind alle sehr charakterfest. Schnell bemerkt der Leser wie strukturiert Lucys Familie ist und bekommt leicht das Gefühl, diese Familie zu kennen. Geld und Macht spielen eine sehr große Rolle, Trauer, die nicht verarbeitet werden kann, lassen die Protagonistin oft sehr emotional wirken. Die Autorin versteht es hier, den Leser wirklich gekonnt auf falsche Fährten zu locken, wiegt ihn in der Sicherheit, zu wissen, wie diese Handlung ihren Verlauf nehmen wird, und doch liegt der Leser am Ende völlig falsch. So zumindest ging es mir. Der Schreibstil wirkt so feinfühlig und lebendig, das ich das Gefühl hatte, Lucy auf ihrem Weg, sich der Trauer zu stellen, zu begleiten. Ich wollte mit ihr gemeinsam das Familiengeheimnis ergründen und habe so, Seite für Seite, regelrecht verschlungen. Viele kleine Nebenhandlungen sind mit eingebaut, die die Geschichte etwas auflockern. Die Geschichte spielt in der Vergangenheit um 1900 herum sowie in der Gegenwart. Es befinden sich immer wieder mal Briefe in der Erzählung. Handlungsorte sind Japan und Upstate New York. Auch die Geschichte der Irokesen, die Erhaltung der Natur, sowie Liebe und Trauer, Intrigen und Verrat, vor allem aber das loslassen müssen, spielen hier eine Rolle. Die Figuren fand ich hier sehr liebevoll beschrieben. Die Protagonistin handelte mir zwar ab und an etwas zu emotional, dennoch war sie mir sehr sympathisch und passte auch sehr gut in die Rolle, da sie selbst ja auch ziemlich aufgewühlt war. Dies brachte die Autorin meiner Meinung nach sehr deutlich zur Sprache. Die Handlungsorte waren für mich ebenfalls sehr klar beschrieben, sodass es mir unheimlich leicht fiel, mir diese bildlich vorzustellen, egal ob es sich nun um Japan oder auch die anderen Umgebungen handelte. Kim Edwards bringt sehr viel Atmosphäre in diesen Roman, der nicht nur gemütlich und geheimnisvoll, sondern auch sehr tragisch ist. Gegen Ende hin, wird er sogar ein wenig spannend. Auf 477 Seiten ist die Geschichte in 22 Kapitel, einem Prolog und einem Epilog aufgebaut. Das Cover, das einen Ausblick auf den See zeigt, sowie auch der Titel finde ich äußerst passend gewählt. Am Ende befindet sich nicht nur eine Danksagung der Autorin, sondern auch ein Interview mit ihr. Fazit: Kim Edwards hat mich mit ihrem Schreibstil verzaubert. Sie schaffte es für mich einem tragischen Familienroman, eine besondere Atmosphäre zu vermitteln. Hier geht es nicht nur um eine Tragödie, sondern auch um einen Neuanfang. Kim Edwards, wurde für ihr Erstlingswerk „ Hibiskushimmel“ mehrfach ausgezeichnet. „Die Tochter des Fotografen“ wurde ein internationaler Bestseller. Sie lebt in Lexington und unterrichtet kreatives Schreiben. (Quelle: Ruetten & Loenig) © Michaela Gutowsky

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