Kim Frank 27

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Inhaltsangabe zu „27“ von Kim Frank

Mika hat Angst. Angst vor dem Tod. Dem Tod mit 27. Die Zahl verfolgt ihn, so wie sie die meisten großen Musiker verfolgt hat, die dann zu Mitgliedern des Klub 27 wurden, doch Mika hat nichts mit Musik zu tun. Das Bewusstsein, niemand zu sein, treibt ihn dazu, jemand gewesen sein zu wollen, und er tut alles, um seinen selbst auferlegten Fluch zu erfüllen. Er wird einer der Großen, eine Ikone, lebt ein Leben, das er nicht mehr kontrollieren kann, das unaufhaltsam auf sein Ende zusteuert. Er wird gewesen sein. Wird dazugehören. Er wird mit 27 sterben.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    Ati

    Ati

    14. October 2012 um 15:53

    27 – das ist nicht nur der Titel von Kim Franks Debütroman, das ist auch das Alter des 1982 in Flensburg geborenen und Hamburg lebenden Autors, in dem 27 entsteht. Was autobiografische Züge trägt und was davon schriftstellerischer Freiheit entspringt, wird vermutlich immer sein Geheimnis bleiben. Denn Frank kennt sich in der Musikbranche durchaus aus. Von 1994 bis 2002 war er Mitbegründer, Sänger und Frontmann der Band Echt. Wer sich nicht mehr daran erinnert, dem hilft vielleicht der Titel „Denn du trägst keine Liebe in dir“ oder Textstellen wie „Sag mal weinst du oder ist es der Regen“ auf die Sprünge. Mit dem eben genannten Titel gelang der Band und Frank Ende der 1990er der Durchbruch in Deutschland. Nur vier Jahre später zerbrach die Band dann allerdings. Auch danach beschäftigte sich Frank weiter mit Musik, startete eine Solokarriere, lieh seine Stimme verschiedenen Bands, verdiente sich seine Brötchen jedoch beispielsweise auch als Sprecher von Hörspielen. Außerdem war und ist er als Schauspieler, Fotograf sowie Kameramann und Regisseur von Musikvideos tätig. Doch zurück zu seinem Debütroman. Er handelt von dem jungen Mika, der über Nacht zum Star aufsteigt. Ein Traum? Nur bedingt, denn Mika lebt bereits vor seiner steilen Karriere in der Überzeugung, zum Klub der 27 zu gehören. Zitat Klappentext: Mika hat Angst. Angst vor dem Tod. Dem Tod mit 27. Die Zahl verfolgt ihn, so wie sie die meisten großen Musiker verfolgt hat, die dann zu Mitgliedern des Klub 27 wurden, doch Mika hat nichts mit Musik zu tun. Das Bewusstsein niemand zu sein, treibt ihn dazu, jemand gewesen sein zu wollen, und er tut alles, um seinen selbst auferlegten Fluch zu erfüllen. Er wird einer der Großen, eine Ikone, lebt ein Leben, das er nicht mehr kontrollieren kann, das unaufhaltsam auf sein Ende zusteuert. Ist es ein Segen oder eher ein Fluch, dass Frank selbst den einen oder anderen musikalischen Erfolg in seinem Lebenslauf vorweisen kann? Faktisch dürfte zumindest seine Fangemeinde mit einigen Erwartungen und Hoffnungen auf spektakuläre Outings und knallharte Abrechnungen an die Sache herangegangen sein. Manch einer dürfte sich auch gefragt haben, was er als Autor wirklich kann oder ob er lediglich mithilfe von Ghostwritern auf einen an sich gemütlich dahinfahrenden Zug aufspringen würde, um mit mehr oder weniger erfundenen Storys wieder weiter nach vorn ins Rampenlicht zu gelangen. 27 hat Frank dann auch prompt sowohl Lob als auch Tadel eingebracht. Obwohl ich nicht gerade behaupten kann, ein Echt- und damit Kim Frank-Fan gewesen zu sein, lag das Buch irgendwann auf meinem SUB-Stapel. Nicht nur, aber doch auch aufgrund zahlreicher überaus enthusiastischer und fast genauso zahlreicher negativer Kommentare lag es dann allerdings sehr lange dort, bis ich mich endlich daran machte. Von amüsant und interessant, über langweilig und bedrückend, bis hin zu absolut enttäuschend war da alles dabei. Und nachdem ich es in mehreren Anläufen gelesen hatte, hatte ich auch prompt Probleme, es einzuordnen. Vielleicht weil ich weiblich bin? Vielleicht weil ich die anvisierte Altersgruppe deutlich überschreite? Ich weiß es nicht. Was ich jedoch weiß ist, dass ich es niemandem aus dieser Altersgruppe „0 – 16“ und nur bedingt denen aus der Gruppe „junge Erwachsene“ empfehlen möchte. Vielleicht bin ich altmodisch, doch ich habe etwas dagegen, 16Jährigen die Beschreibung von Blowjobs mit Zimmermädchen oder vom Onanieren unter Zuhilfenahme des Porno-Kanals ans Herz zu legen. Franks Geschichte des über Nacht (aufgrund einer Verwechslung) zum gefeierten Rockstar avancierenden Mika birgt keine großen Geheimnisse. Sprache und Schreibstil sind einfach bis vulgär (Zitat S. 161: „Auf drei fickt gerade ein schwarzer Riesenschwanz in Großaufnahme das Arschloch einer schreienden Weißen mit Hängetitten und Zahnlücke.“). Passend zum Klischee der Branche? Ich denke ja. Man muss vielleicht wirklich Musiker sein, um sie wirklich zu genießen, denn sie ist auch mit musikalischen Begriffen durchsetzt. Die gewählte Schriftgröße lässt einen an und für sich schnell durch die 256 Seiten gleiten, der Inhalt selbst jedoch sorgt dafür, dass kein rechter Lesefluss aufkommt. Das Cover passt zum Inhalt, da es bekannte Gesichter von früh verstorbenen 27er-Klub-Mitgliedern darstellt. Und auch der Klappentext verrät gut, worum es geht. Oder vielmehr um wen - Mika, der bereits vor seinem steilen Aufstieg von Todessehnsucht, Einsamkeit und der Neurose gequält wird, die ihn dazu zwingt, aus allen Zahlen irgendwie die 27 zu lesen, da er davon ausgeht, dass in diesem Alter sein Leben endet. Die steile Karriere befreit ihn davon nicht, im Gegenteil es wird alles immer schlimmer. Frank unterteilt seine Geschichte. Der erste Teil beinhaltet die Heranführung an Mika und den Beginn seiner Karriere, der Zweite geht nach einem Zeitsprung einige Jahre später weiter. Dabei nimmt sein gefühlsmäßiger Abstieg genauso schnell Fahrt auf, wie seine Karriere. Im dritten Teil schließlich erlebt seine Hauptfigur eine Veränderung, wobei sein Ende offenbleibt. Auf Mika geht Frank sehr detailliert ein, was durch den Erzählstil (Mika erzählt in der Ich-Form) bedingt und gleichzeitig verstärkt wird. Die Nebenfiguren erscheinen sehr blass dagegen. Fast zu unsichtbar, andererseits zeichnet sich Mikas Einsamkeit so noch stärker ab und die Seelen raubende Schattenseite seiner an sich traumhaften Karriere wird so umso deutlicher. Sympathischer wird Franks Hauptfigur dadurch nicht. Mika wirkt eher selbstmitleidig als bemitleidenswert in seiner gleichermaßen lebensgierigen wie todessehnsüchtigen Art. Oberflächlich und egoistisch. Seine Neurosen wirken dabei gleichermaßen glaubwürdig wie nervig. Als Schutzmechanismus kann das durchaus echt wirken, allerdings – da wir nur Mikas Seite sehen – kommt dieser vermutete Schutzmechanismus nicht wirklich zum Vorschein. Doch obwohl es schwerfällt, die zunehmend abstoßend werdende, teils melodramatische Romanfigur zu ertragen, bleibt man dabei. Denn immer deutlicher wird, wie zerbrechlich nicht nur der Erfolg, sondern vor allem Mika ist. Man möchte ihn schütteln und aufrütteln. Das Umfeld (Presse und Management) aufhalten, die zu seinem Zerfall beitragen. Gleichzeitig stellt man sich tatsächlich die Frage, ob und welches der Schlag auf Schlag erzählten und die Schnelllebigkeit und Oberflächlichkeit der Branche widerspiegelnden Ereignisse wohl den tatsächlichen Erfahrungen des Autors entspricht. Wie Frank selbst erklärte, sind darin tatsächlich Erinnerungen verarbeitet. Hoffen wir mal, dass es nicht die beschriebene unschöne Erinnerung an Koks und Erbrochenes ist, denn bekanntermaßen und bekennenderweise hat der einstige Mädchenschwarm Frank selbst jahrelang täglich Drogen konsumiert und stand an manchen Tagen gar nicht mehr auf, bevor er sich gefangen hat und seine Solokarriere startete. Fazit: Wie bereits erwähnt, bislang gut gehütete Geheimnisse oder sonderlich Positives findet man in 27 sicherlich nicht. Bahnbrechend neu ist Franks Grundidee auch nicht, sie wurde zudem schon besser umgesetzt. Ich hatte auch Probleme, mich wegen der für mich unsympathischen Figur durch das Buch zu arbeiten. Wirklich abgrundtief schlecht empfinde ich 27 jedoch im Nachhinein nicht. Denn auch wenn die Thematik und die Figur mir das eine oder andere Hindernis im Lesefluss bereitet haben, muss ich doch Respekt zollen, für die Art und Weise, wie Frank seinen Mika herausgearbeitet hat. Seine Zerrissenheit, seine Einsamkeit, seine Ruhelosigkeit, seine Selbstzerstörung. Obwohl ich anfangs dachte, dass Franks Debütroman mir nicht sonderlich lange im Gedächtnis bleibt oder mich nicht zum Nachdenken anregt, war letztlich das Gegenteil der Fall. Warten wir mal ab, ob Frank ein Onehit-Wonder-Autor bleibt, oder noch einmal nachlegt. Für seinen Debütroman möchte ich ihm jedenfalls drei von fünf Punkten geben. Copyright © 2012 Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2012 um 22:13

    In "27" glaubt ein perspektivloser Jugendlicher, der seinen Platz in der Welt noch nicht gefunden hat und ziellos in den Tag hinein lebt, er werde mit 27 sterben. So wie die großen Rockstars Kurt Cobain, Jim Morrison, Janis Joplin etc. Eine für einen Musikfan begeisternde Ausgangslage und so ist auch die Auseinandersetzung mit diesen Idolen und deren Musik interessant und lesenswert. Die Geschichte selbst nimmt eine Wendung, die den Zauber dieses von Kim Frank -bekannt als Frontmann der Band "Echt" ("Du trägst keine Liebe in dir") - geschriebenen Buches schmälert und meine anfängliche Begeisterung verpuffen lies. So wird nämlich eben dieser Jugendlicher selbst zu einem gefeierten Rockstar und die Selbstüberschätzung und unbegründete Angst, die der Geschichte ihren Humor und ihre Leichtigkeit verleiht, zu einer Realität, die "27" zu einer vorhersehbaren und langweiligen Lektüre über einen unsympathischen Junkie werden lässt. Vielleicht verbirgt sich dahinter ja eine tiefsinnigere Aussage, doch die blieb mir gegenüber verborgen. "27" ist ein Buch, das ich allen voran Lesern weiterempfehle, die mindestens 4 von 5 der auf dem Cover abgebildeten Musiker erkennen. Der Schreibstil Franks ist auf interessante Weise sperrig, trägt aber nicht unbedingt zu einem hohen literarischen Niveau bei.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    amazingbookworld

    amazingbookworld

    22. April 2012 um 11:04

    *Inhalt:* Mika hat Angst vor dem Tod. Vor dem Tod mi 27. Und als er immer erfolgreicher im Musikmachen wird, kommt er auch gleichzeitig dieser Angst immer näher. Denn in den Klub 27 kommen nur Rockstars, die mit 27 gestorben sind. *Meinung:* Dieses Buch hat mich von Anfang an umgehauen. Das ist auch der Grund, warum es sich so leicht an einem Abend runter lesen lässt. Das, und der jugendliche Schreibstil von Kim Frank. Der hat mich zugegebenermaßen auch sehr überrascht. Kim Frank scheint ein Multitalent zu sein. Singen und nun auch noch ein geiles Buch schreiben! Die Figuren in dem Buch sind überaus echt, vor allem der Protagonist Mika. Man verfolgt das ganze Buch durch seine Entwicklung vom 18-Jährigen, ängstlichen, jungfräulichen Jungen bis hin zum 27-Jährigen, erfolgreichen, drogensüchtigen und noch ängstlicherem Mann. Die Entwicklung ist so präsent, so klar und hart. Man wünscht sich die ganze Zeit: Man, Mika. Komm mal wieder runter. Für mich war das Buch wirklich sehr realistisch und gibt einen guten Einblick in das Leben mancher Bands/Rockstars. Man kann nachvollziehen, warum viele der Erfolgreichen Musikmacher so früh schon drogenabhängig werden. Kim Frank konnte das uns, vielleicht auch aus eigener Erfahrung, gut näher bringen.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    TheDoors

    TheDoors

    26. January 2012 um 21:01

    Das ist mein absolutes Lieblingsthema und ich könnte stunden lang darüber plaudern. 27 spiegelt alle Legenden wieder die ich lieb und geliebt habe. Die Geschichte fing an als Mika noch 18 war, naiv, ängstlich, schüchtern und ohne Antrieb. Mika hatte eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen, was hätte er anderes tun können außer Cornflakes zu essen und jeden Tag 4-5 mal am Tag zu mastrubieren? Es war ohne Aussicht, er war jeden Tag alleine zu Hause, langweilte sich und seine Mutter war ständig mit ihrer Arbeit beschäftigt. An einem Tag aber, verlief etwas anderes, wie in den letzten Tagen. Er traute sich in das Zimmer seines verstorbenen Onkels und entdeckte unzählige von Plattensammlungen und darunter auch eine Kiste mit Untersuchungen des "Klub 27". Seitdem Mika's Herz für paar Sekunden ausließ und er deshalb in ärztliche Behandlung kam, glaubt er, dass er mit 27 sterben wird. Genau wie Jim Morrison, Kurt Cobain, Jimi Hendirx... Egal wo und wann, er stieß immer auf seine persönliche Unglückszahl, die Zahl 27. Er sah es als einen Fluch. Nachdem Mika sich in das Zimmer seines Onkels traute, traute er sich auch zu seinem Grab, Tag für Tag, so lernte er auch seinen Freund Lennart kennen, der Nirvana-fan war und mit dem er seine ersten Drogen konsumierten. Zufälliger Weise war das nicht der einziger Glücksfall in Mikas Leben, seine Mutter besorgte ihm ein Praktikum bei einem Bandmanager, wo er auch hin ging. Wiedermals Tag für Tag. Nach einiger Zeit ergab sich das Praktikum als ein Volltreffer. Mika wurde in die Band mit eingelassen und wurde zum Sänger deren. Er bewies sich als sehr talentiert, da er auch Gedichte schrieb und so langsam, langsam stieg die Band immer weiter hinaus. Mika machte seine ersten Erfahrungen mit Verlust, Liebe, Drogen, Skandalen und Sex.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    LaLecture

    LaLecture

    29. November 2011 um 18:11

    Mika ist 18, mit der Schule fertig und weiß nicht so richtig, was er mit sich anfangen soll. Er liegt zu Hause auf dem Sofa, guckt Fernsehen oder hört Musik aus der Plattensammlung seines Onkels. Und er hat Angst. Angst davor, mit 27 zu sterben. Um die nicht einmal 10 Jahre, die ihm noch bleiben zu nutzen, möchte er dafür sorgen, jemand gewesen zu sein. Er wird ein berühmter Rockstar und lebt ein Leben voller Exzesse, Drogen und Partys, doch schon bald kann er dieses Leben nicht mehr kontrollieren. Erst mal zum Positiven: Das Buch ist gut geschrieben, es liest sich leicht, regt aber auch zum Nachdenken an. Die Beschreibungen sind toll, man merkt wie sehr Mika die Musik liebt und versteht, wie er sich fühlt, wenn er Drogen genommen hat (auch wenn man keine Erfahrung damit hat). Außerdem finde ich, dass die Angst vor dem Tod ein sehr interessantes Thema ist. Interessant sind auch die kurzen Geschichten über berühmte Musiker, die mit 27 gestorben sind. Und und jetzt das Aaaaaber : Leider konnte ich von Anfang an nicht nachvollziehen, warum Mika denkt, er würde mit 27 sterben. Meiner Meinung nach sollte er zum Psychologen gehen... Hinzu kamen noch die Sexszenen die Mika andauernd beschreibt... Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich kein Junge/Mann bin =). Abgesehen davon ist es nicht sehr realistisch, dass ein durchschnittlicher Typ, der zufälligerweise Angst vor dem Tod mit 27 hat, auf einmal Rockstar wird... "27" ist nicht schlecht, gehört aber nicht zu den Büchern, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde. Ich würde es vor allem männlichen Lesern oder Leserinnen mit einem gewissen Verständnis für die männliche (insbesondere Mikas) Logik empfehlen, deshalb gibt's nur 2 1/2 Sterne von mir.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    Sariechen

    Sariechen

    06. November 2011 um 16:40

    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil ich das Thema hochinteressant finde und damals die Band Echt um Frontmann Kim Frank sehr mochte :) Man lernt Mika kennen, als er 18 ist. Nach einer Panikattacke beschließt er nach dem Motto "Live your dream" zu leben. Doch was ist sein Traum, sein Talent? Er interessiert sich für Musik und stößt durch einige Zufälle auf seine zukünftige Band. Er macht erste Erfahrungen mit Mädchen, Alkohol und Drogen. Ihm bleiben noch ca. 10 Jahre, denn er weiß, dass er mit 27 sterben wird und zum Klub 27 dazu gehören wird. Das Verhalten der restlichen Bandmitglieder und des Managers hat mich nicht gewundert, es ist halt ein Haifischbecken. Aber das Verhalten der Mutter fand ich sehr fragwürdig, vor allem da sie ihren Bruder jung verloren hat, der nicht ganz unbeteiligt ist an Mika´s Entwicklung. Sehr fahrlässig einen so verworrenen und verängstigten Charakter allein zu lassen, der sich in den Schattenseiten des Musikbusinesses und in Alkohl-, Sex- und Drogenexzessen verliert. Mika will jemand gewesen sein - das schafft er auch, aber ich weiß nicht warum es dann noch so erstrebenswert ist mit 27 zu sterben. Größenwahnsinnig noch dazu sich mit den Legenden auf eine Stufe zu stellen, die dieses Jahr mit Sicherheit nicht freiwillig gewählt haben. Das zwischendurch immer wieder die Erfolgsgeschichten und Todesszenarien der Klub-Mitglieder beschrieben wurden, fand ich sehr interessant. Also die Sympathie für den Protagonisten hielt sich in Grenzen. Der Schreibstil von Kim Frank war ok, aber noch ausbaufähig. Leider bin ich doch etwas enttäuscht und hatte insgesamt mehr erwartet. Um das Buch an einigen Stellen zu verstehen, muss man schon sehr viel Ahnung von Musik haben, am besten selbst Musiker sein.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    28. July 2011 um 13:44

    KLAPPENTEXT: Mika hat Angst. Angst vor dem Tod. Dem Tod mit 27. Die Zahl verfolgt ihn, so wie sie die meisten großen Musiker verfolgt hat, die dann zu Mitgliedern des Klub 27 wurden, doch Mika hat nichts mit Musik zu tun. Das Bewusstsein niemand zu sein, treibt ihn dazu, jemand gewesen sein zu wollen, und er tut alles, um seinen selbst auferlegten Fluch zu erfüllen. Er wird einer der Großen, eine Ikone, lebt ein Leben, das er nicht mehr kontrollieren kann, das unaufhaltsam auf sein Ende zusteuert. ZUM AUTOR: Kim Frank wurde 1982 in Flensburg geboren. Er spielte in der Band „Echt“, mit der er einige Erfolgshits landete und veröffentlichte ein Soloalbum. „27“ ist sein Debütroman. EIGENE MEINUNG: Was erwarten wir von einem ehemaligen Teenie Star, der ein Buch über Musik schreibt? So oder so ähnliche Kommentare lesen wir vermutlich in fast jeder Rezension oder Kritik über Kim Franks Debütroman „27“. Doch was uns wirklich erwartet hat wohl kaum einer vorausgesehen: Ein Buch mit einer tiefgründigen, nachdenklichen Geschichte, verfasst in einer grandiosen Schreibe, die mitzieht und den Leser so zu fesseln vermag, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. In „27“ dreht sich alles um Mika und seine Angst vor der 27. Begegnet ihm eine Zahl versucht er sie krampfhaft durch bilden der Quersumme, multiplizieren oder ähnliches auf 27 zu bringen. Dies ist seine schlimmste Neurose, die gepaart mit Panikattacken, sein Leben erschwert und ihn zu der Annahme bringt, dass er sein Leben im Alter von 27 Jahren beenden wird. Mika ist der Hauptpunkt der Geschichte, wovon uns die Nebenfiguren, die zwar gut kreiert, aber eher oberflächlich gezeichnet sind, nicht ablenken können. Auf keinen anderen Charakter geht der Autor auch nur annähernd so ein, wie auf den Protagonisten. Dies Stilmittel hat mich anfangs etwas verstört, da ich mich z.B. oft fragte: „Und was ist jetzt mit der Mutter? Freunden? Familie?“ Doch eigentlich hilft es dem Leser sich auf das wesentliche zu beschränken. Was nützt es sich mit Floskel haften Nebengeschichten aufzuhalten, wenn die Art des Protagonisten so Aussagekräftig ist?! Mikas Leben besteht, wie das der ganz großen Musiker, aus Sex, Drugs, Rock`n`Roll. Was auf T-Shirts, Buttons etc. als Leitspruch einer Gruppierung gilt, die darauf aufmerksam macht, dass sie ihr Leben in vollen Zügen genießt, gelingt es Kim Frank auf drastische Art und Weise die Schattenseite dieser Lebenseinstellung darzustellen. Ich habe niemals beim Lesen gedacht: „Whow, cooles Leben als Rockstar.“ Eher war ich geschockt über die Einsamkeit und den Druck der Öffentlichkeit, unter denen Mika zu leiden hatte. Dies, gepaart mit seinen neurotischen Zügen, lassen ihn sehr bemitleidenswert wirken. Nach der ersten Hälfte der Geschichte springen wir etwa 8 Jahre in der Zeit. Mikas Leben hat sich schlagartig geändert, die Ereignisse kommen Knall auf Fall und mit ihnen auch der psychisch emotionale Abstieg. Was zunächst unglaubhaft wirkt, stellt die Schnelllebigkeit des Musikbusiness dar und mit ihr den Hype, der um Personen der Öffentlichkeit entsteht, die vor Publikum immer wieder eine Show abziehen müssen und von denen niemand genau weiß, was in ihnen vorgeht. Diese Oberflächlichkeit zeigt sich besonders an Mikas Verhältnis zu Manager Josh und seiner Position in der Band. Die Handlung an sich ist nicht spannend. Es gibt kein Rätsel, das aufgelöst werden muss und Mika birgt auch kein großes Geheimnis, das es aufzudecken gilt. Und doch ist das Buch ein wahrer Pageturner, denn die sprachliche Qualität, mit der Kim Frank seinen ersten Roman erzählt, kann sich mit einer Reihe großartiger Autoren messen. Vor allem das Ende ist ganz großes Kino mit passendem und bedrückendem Gänsehauteffekt. FAZIT: Kim Frank ist ein Debüt gelungen, das mich beeindruckt hat. Ich hoffe sein Ausflug ins Schriftstellergewerbe bleibt keine Eintagsfliege und es gibt bald wieder ein Buch von ihm, das mich so nachhaltig beeindruckt wie dieses. BEWERTUNG: BUCHDETAILS:

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    eifelmini

    eifelmini

    25. May 2011 um 21:59

    Alles in Mika’s Leben läuft zwangsläufig auf die 27 raus. Deshalb hat er bereits mit 18 Jahren Angst, dass sein Leben mit 27 zu Ende sein wird. Mit Musik hat er eigentlich nichts am Hut, bis er im Zimmer seines verstorbenen Onkels auf den „Klub 27″ stößt und erfährt, dass auch viele bekannte Musiker wie Jimi Hendrix, Kurt Cobain oder Janis Joplin auch im Alter von 27 Jahren gestorben sind. Wie alle Mitglieder des „Klub 27″ möchte auch er als Legende sterben und begibt sich auf die Suche nach seiner Berufung… Als ich das erste Mal von „27″ gehört habe, musste ich schmunzeln: Kim Frank schreibt jetzt. Bis dahin hatte ich ihn nur als ehemaligen Frontmann der Band Echt und später als Solokünstler auf dem Schirm. Bei diesem Namen schwingen in meinem Kopf stets „Weinst du“ und „Junimond“ mit, auch wenn ich als Kind bzw. Jugendliche mit der Band nicht viel anfangen konnte. Die Kurzbeschreibun g des Buches und das Cover mit den bekannten, viel zu früh verstorbenen Musiklegenden haben mich dann dazu bewogen die Leseprobe auf doch einmal genauer zu betrachten und festzustellen, dass mich das Buch doch sehr anspricht. Zwischen Sex, Drugs und Rock’n'Roll gibt Kim Frank dem Leser einen tiefgründigen Einblick in die Seele eines Musikers. Was ihn bewegt, mit welchem Druck er zurecht kommen muss. Dank des schlichten, aber angenehmen Schreibstil konnte ich mich sehr gut in Mika hineinversetzen und seine Ängste sehr gut nachvollziehen. Oft habe ich mich gefragt, wieviel Kim Frank wohl in Mika steckt und wieviel Mika in Kim Frank, was fiktiv und was wohl wirklich ist… Das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Aber nicht darüber, dass auch ich in 11 Monaten 27 werden, sondern darüber was Erfolg, Alkohol und Drogen aus einem Menschen machen können und welchen Beitrag am Zerfall eines Künstlers das Management und die Presse haben können. „27″ ist ein gelungenes Erstlingswerk, das vorallem Musikinteressierten gefallen wird. Kim Frank ist erwachsen geworden und schafft es mit dem Teenie-Star-Image aufzuräumen.

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  • Rezension zu "27" von Kim Frank

    27
    Improvisationen

    Improvisationen

    23. May 2011 um 14:56

    Kim Frank (ehemaliger Sänger der Band „Echt“) thematisiert in seinem Roman „27“ den Klub 27. Dies ist eine Gruppe von Musikern, die im Alter von 27 Jahren starben. Mika hat ebenfalls die Angst, mit 27 Jahren zu sterben, da ihn die Zahl schon sein ganzes Leben lang begleitet. Jedoch waren alle Mitglieder des Klub 27 Menschen, die etwas in ihrem Leben erreicht haben. Mika hat jedoch nichts erreicht. Er sitzt den ganzen Tag zu Hause und guckt Fernsehen. „Was man halt so macht, wenn man nichts macht.“ Seine Mutter ist nie zu Hause, da sie aus beruflichen Gründen reisen muss. Was er mit seinem Leben noch anfangen soll, weiß er nicht. Er hat keine Pläne, keine Zukunftsplanung. Nachdem er von dem Klub 27 erfährt, möchte er in seinem Leben unbedingt etwas erreichen und berühmt werden. Mit Musik hat er eigentlich nichts zu tun, doch seine Mutter organisiert ihm ein Praktikum bei einer Plattenfirma. Durch diese wird er Mitglied einer Band, die ihn zu einem großen Star macht. Er hat sein Ziel erreicht, Mika ist eine Ikone. Doch die Angst mit 27 Jahren zu sterben, begleitet ihn auch weiterhin. (Diese Beschreibung des Inhalts ist kein Spoiler, ähnliches steht auch auf der Rückseite des Buches.) Der Debütroman des Autors ist wirklich sehr gut gelungen! Das Cover ist schlicht und zeigt eine Reihe, mit 27 Jahren, verstorbener Musiker, wodurch es gut zur Geschichte passt. Die Zahl 27 hebt sich in roten Ziffern von dem sonst schwarzweiss gehaltenem Bild ab. Die Sprache ist zwar an manchen Stellen etwas ordinär, der umgangssprachliche Stil passt jedoch sowohl zum Protagonisten, als auch zur Geschichte. Spannend und bewegend beschreibt Kim Frank die Story eines jungen Erwachsenen, dessen Leben sich plötzlich komplett ändert. Durch die Ich-Perspektive und die gelungene Darstellung der Gedanken und Gefühle von Mika ist es sehr leicht, sich in ihn hineinzuversetzen. Man lebt sein Leben, freut sich mit ihm und leidet mit ihm. Ein Aspekt, welcher mir in diesem Buch besonders gut gefallen hat und dafür sorgte, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, sodass es für mich schnell zum Pageturner wurde. Die Frage, ob Mika mit 27 Jahren sterben wird, begleitet den Leser durch das ganze Buch. Das Ende finde ich zwar gelungen, dennoch hat es nicht meinen Vorstellungen entsprochen, weshalb ich ein wenig enttäuscht war. Man sollte einen Roman jedoch nicht an seinem Ende messen, sondern an seiner Geschichte, und da hat „27“ deutlich überzeugt! 4 Sterne! (Meine Rezension für die http://buecherkinder.de - Redaktion)

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