Kim Jooyoung Der Stachelrochen

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Inhaltsangabe zu „Der Stachelrochen“ von Kim Jooyoung

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  • Rezension zu "Der Stachelrochen" von Kim Jooyoung

    Der Stachelrochen

    dzaushang

    01. April 2011 um 09:00

    Sechs lange, einsame Jahre lang haben Mutter und Sohn auf die Rückkehr von Vater gewartet. Am Ende des Romans steht seine Heimkehr unmittelbar bevor. Das Haus wird hergerichtet für den Empfang, der Sohn fragt sich, wie es wohl sein wird, zu einem ihm eigentlich unbekannten Menschen Vater zu sagen, und die Frau wird, nach der ersten Nacht mit ihrem zurückgekehrten Mann, eine überraschende Entscheidung treffen. Aufgrund der gesellschaftlichen Schande von Mann und Vater verlassen worden zu sein, leben Mutter und Sohn zunächst aber fünf Jahre lang zurückgezogen in, durch Scham und Tradition selbstauferlegter, Isolation, am Rande eines unzugänglichen Bergdorfes, in eben jenem kleinen Haus. Das ihr Mann das Haus verlassen hat, muss Mutter in ihrem Stolz für immer verletzt haben, so vermutet der Sohn, den eine über die Jahre tief gewachsene, fast symbiotische innere Harmonie mit seiner Mutter verbindet. Und so muss zwangsläufig auch der Leser vermuten. Denn so wie der Sohn über die Hintergründe für die traumatischen Jahre der Einsamkeit im Unklaren gelassen wird und nur durch sein Erleben und Beobachten Teil der Ereignisse ist, so erlebt auch der Leser, quasi in die Rolle des Kindes schlüpfend, mit dessen Augen sehend und so fühlend, den Fortgang der Ereignisse. Das jahrelange, zugleich Hass und Liebe in sich tragende, Warten auf den Verlorengegangenen erscheint mit der Zeit aber immer sinnloser, doch je sinnloser, desto inbrünstiger warten die beiden darauf, dass sich überhaupt wieder einmal ein Mensch, in ihr Haus verirrt. Nach fünf Jahren des Wartens, hier setzt der Roman ein, während eines starken nächtlichen Schneesturms, wird so ein inbrünstig erwarteter Mensch, zunächst unbemerkt, ins Haus herein geweht. Und zeitgleich verschwindet in jener Nacht plötzlich der von Rauch und Ruß geschwärzte Stachelrochen, welcher seinen Platz festgenagelt an einem der Seitenpfosten der Küchentür hatte. Er war Mutters Symbol für Vaters Abwesenheit, denn dieser wurde, wegen einer auffälligen Hauterkrankung, im Dorf immer nur „Stachelrochen“ gerufen. Nichts wird von dieser Nacht an mehr so sein, wie in den Jahren zuvor. Der Roman von KIM Jooyoung lässt uns, völlig zeitlos, eintauchen in das Leben einer Frau und Mutter, die sich und ihren Sohn durch schwere Zeiten zu bringen versucht. Die Abwesenheit des Mannes, Ursprung aller Not, gleicht dabei einem schweren Makel, der sie letztlich in eine unbestimmte aber dennoch alles bestimmende, das Leben verleugnende, Starre geführt hat aus der sie nur langsam wieder erwacht. KIM`S Roman zieht den Leser, von den ersten Zeilen bis zum letzten Punkt, mit seiner poetischen, tagträumerischen, ja magischen Sprache in eine ferne und völlig fremde Welt. Trotz der, oberflächlich betrachteten, relativen Handlungsarmut, wird dieser Roman niemals langweilig, denn, mit einem Kammerspiel vergleichbar, steigt er dafür umso intensiver in die unendlichen Tiefen der Protagonisten hinab, insbesondere in die kindlichen Traumwelten und die Seele des Sohnes. Auf diese Weise schenkt der Roman dem Leser unverstellte, unvergleichliche und kostbare Einblicke in die Gedanken und Gefühlswelten einer anderen Kultur. Wer solche Art von Entdeckungsreisen zu schätzen weiß, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt.

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