Kim Lenox Shadow Guard - Die dunkelste Nacht

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Inhaltsangabe zu „Shadow Guard - Die dunkelste Nacht“ von Kim Lenox

Gräfin Selene ist das einzige weibliche Mitglied der Schattenwächter. Sie opferte sich einst für die Bewohner Londons und ruht nun in einen magischen Schlaf versetzt im Tower. Doch dann erwacht sie überraschend und gerät mitten in einen Mordfall. Ihr einziger Verbündeter ist der attraktive Lord Avenage, der sich in die schöne Gräfin verliebt hat.

Von unreifen Unsterblichen, idiotischen Hin und Her, sowie einem fantastischen Leeson und einer Bekloppten Beendigung der Reihe...

— Sabrinas_fantastische_Buchwelt
Sabrinas_fantastische_Buchwelt

Über Langeweile, Wurzelgemüse, verschenkte Ideen, Gelegenheiten und Möglichkeiten.

— AnnikaLeu
AnnikaLeu

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  • Langeweile, unnötige Dramen und andere Schwachpunkte

    Shadow Guard - Die dunkelste Nacht
    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Warum ich das Buch gelesen habe: Ich liebe Fantasybücher, die im 18./19. Jahrhundert in England, Schottland u.s.w. spielen....meistens sind diese fantastisch wie Kuss des Feuers oder so verdammt schwachsinnig wie in Die dunkelste Nacht..... Kurz zum Inhalt/Klappentext: Gräfin Selene ist das einzige weibliche Mitglied der Schattenwächter. Sie opferte sich einst für die Bewohner Londons und ruht nun in einen magischen Schlaf versetzt im Tower. Doch dann erwacht sie überraschend und gerät mitten in einen Mordfall. Ihr einziger Verbündeter ist der attraktive Lord Avenage, der sich in die schöne Gräfin verliebt hat. Meine Meinung/sonstige Anmerkungen: Wer die ersten beiden Bände gelesen hatte, war vielleicht oder eben auch nicht, auf den 3. Band mit Selene gespannt...(ich jedenfalls schon, da ich die ersten beiden in Ordnung fand...) Da ich mich vermutlich über meinen Ärger auf das Buch tot schreiben würde, versuch ich mich kurz zu halten. Was war gut ? An sich kann ich nichts Gutes über die Geschichte schreiben, aber es gab schon ein paar Dinge, die mir wirklich gut gefallen habe, und der Story wenigsten einen Punkt schenkten. 1: Wie schon von AnnikaLeu bemerkt, war Mr. Leeson einfach wunderbar. Er war auch die einzigste Figur im ganzen Buch (von den Kindern mal abgesehen) die mich nicht aufregte und über die ich nicht genervt den Kopf schüttelte. Er war wirklich angenehm und teils suer witzig. 2: Bei dieser Szene musste ich schmunzeln und fand Archer einfach super: "Archer antwortete trocken: >>Sie schläft. Sie führt nichts im Schilde, schmiedet keine Ränke oder manipuliert. Wie recht du doch hast. Sie ist absolut liebreizend.<<" Joa...und das wars auch schon mit positivem. Was war schlecht ? Alles ?! Von der Umsetzung der Idee, bis zu den Charakteren ? Ausnahmen natürlich vorhanden.... Mal ehrlich... 1. Die Story dümpelte nur vor sich hin und war tierisch langweilig. 2. Lady Archer hat sich von einer taffen Frau zu einem unterwürfigen Hausfrauchen entwicklet--> so auch Selene !!!! 3. Charaktere haben teils nicht nachvollziehbare Reaktionen von sich gegeben: Beispiel... Rourke hatte sie auf ihr Bett geworfen und es sich dann doch anders überlegt.. "Was ist denn so falsch an dem hier?", flüsterte sie. Ab da hatte ich dann aber endgültig jegliche Achtung vor ihr verloren... 4. Diese "erzwungenen" Ideen...heißt....ich fand Tres und Shaw einfach nur unwitzig und konnte diese Szene im 6. Kapitel in der Küche nicht nachvollziehen. 5. Die Liebesszenen haben mich absolut kalt gelassen und waren eher nervig, als denn erotisch.. 6. "Dreiecksgeschichte" war so was von unnötig... 7. Bekloppte Wortkombis á la Wonne-Folter Mal ganz ehrlich.....literarisch ist das ja nicht gerade grandios Allgemein: - Selene hat sich wie eine bekloppte, pubertierende 12-jährige verhalten - Rourke wollte unnahbar sein, verhielt sich aber wie ein Idiot Und nun ein paar Sätze aus dem Buch, die wirklich grottenschlecht sind: 1. Rourke warf einen düsteren Blick nach rechts. Wer hatte sich so verstohlen genährt und zu ihm gesellt, dass er nichts davon bemerkt hatte ? 2. Lassen Sie uns die Vergangenheit als Wasser unter einer Londoner Brücke betrachten. 3. Sie warf ihre Worte wie Steine gegen seinen Rücken und seine Schultern. 4. Gott wie er sie begehrte. 5. "Hätten Sie es ihm erlaubt?". begehrte er zu erfahren. Sie reagierte nicht. "Hätten Sie es ihm erlaubt ?" "Ich weiß es nciht", murmelte sie mit leiser Stimme. Ernsthaft ?! Wie blöd ist sie eigentlich ?! Ich hatte sie echt als wesentlich taffer in Erinnerung und nun benimmt sie sich wie ein kleines Frauchen.... Bewertung: Ich habe jetzt nicht mal ansatzweise meinen Ärger Luft gelassen... Das Buch gehört echt zu einem der schlechtesten, die ich je gelesen habe. Ab der Hälfte war es reine Folter und ich hätte Selene am liebsten erwürgt !!! Es hat sich echt wie ein ganz schlechter Schmuddel/Historien/Adelsroman von Oma gelesen. Ich kann mir nun echt gut vorstellen, warum das Buch schon recht bald als Taschenbuch eingestellt wurde !! Also bitte die FINGER VON LASSEN !!!!!! es hätte - sonstwas Sterne verdient, da das aber ja nicht geht, deshalb 1 von 5 Sternen

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    • 6
  • Go for Gold, Mr. Leeson!

    Shadow Guard - Die dunkelste Nacht
    AnnikaLeu

    AnnikaLeu

    „(...) war wie ein Mundvoll Zucker. Zu süß. Zu exzessiv.“ Loooondooooon! Ha! Dran gekriegt. Nöp. Diesmal spielt der Großteil der Geschichte in ‚Langeweilemoor‘. Diesen Spitznamen hat ‚Dornenmoor‘ von einem der Rabenwächter bekommen. Zusammen mit gekochtem Wurzelgemüse und einem alten Gemäuer voller stinkender Katzen ist das leider auch schon Programm in diesem dritten und abschließenden Teil der Reihe ‚Shadow Guards‘. Womit ich mich ebenfalls von der Serie abwende. Ebenso wie es anscheinend auch der Verlag getan hat, dem dieses Buch nicht einmal wert war auf Papier gedruckt zu werden. Daher ist es nur als EBook erhältlich. Aber dennoch, ein dickes Danke dafür, dass die Serie nicht einfach eingestellt worden ist. DAS kann ich nämlich gar nicht ab. Oh, und es gibt allerhand Dinge die ich zusätzlich nicht ab kann. Aber erst einmal direkt vorneweg die Highlights von: „Die dunkelste Nacht“. JEDER, aber auch wirklich jeder braucht einen und sollte sich einen zulegen: Mr. Leeson. „Go for Gold, Augenklappe tragender Sekretär!“ möchte ich ihm zurufen und ihm sagen: DU bist der Grund, weshalb dieses Buch überhaupt noch einen Punkt von mir bekommt. Was war noch gut? Mrs Hazelgreaves, die Natter, die Selene Gräfin Pawlenko gehört und ihr ordentlich zeigt, wie ich sie finde: Nicht zum Anbeißen, sondern zum Vergiften. Ein Hoch auf kluge Tiere. Hm, jetzt wird es echt schwer. Oh! Ja natürlich, Archer hat wieder lange Haare! Das ist eine positive Entwicklung! Und die Erwähnung von Zeitgenosse Oscar Wilde - das ließ mich ja erst wirklich hoffen! „Aber sollten Impfstoffe nicht heilen?.“ Rourke Lord Avenage, seines Zeichens Earl… Rabenmeister seit Wilhelm dem Großen, Besitzer eines Anwesens in ‚Langeweilemoor‘. Hat sich selbst auferlegt niemals wieder zu lieben, Waschbrettbauch, Bart, Schrank von Mann, grüne Augen… arbeitet im Tower von London… hat nen direkten Draht zur Queen Vicky… treibt’s mit Helena (ja DIE Helena!- Troja ihr wisst schon.) pft, Blah blah blah Selene Gräfin Pawlenko, Zwillingsschwester von Strahlemann und Ex ShadowGuard Markus Helios Lord Alexander, Tochter von Kleopatra, verwitwet - mehrfach eventuell - frisst Bücher, liebt erlesene Kleider, ist neugierig, Blah blah blah Noch wer? Ach der Rest ist zu vernachlässigen. Es geht darum die Beiden zusammenzubringen und zwar ob sie wollen oder nicht. Aber da war mehr Gefühl zwischen Leeson und Selene als zwischen Rourke und der Gräfin. Sämtliche Kritiken, aus meinen ersten beiden Rezis (siehe Blog) schlagen hier wieder rein. Daher führe ich nicht alles noch einmal auf. Dieses Buch ist absolut farblos und ich stand ein zwei Mal davor abzubrechen. Auch aufgrund völlig willkürlich gesetzter Kapitelunterteilungen mitten in Unterhaltungen (Kapitel 9, 10, 11...). Und die verpatzte Formalia kann dann auch die Übersetzung nicht retten. ÜbersetzerInnen haben auch Gefühle, daher nehme ich an, dass solche Worte der Fahrlässigkeit geschuldet sind, weil vielleicht auch Frau Link hier nicht ins Buch gefunden hat: S. 182: „Sieht nach einem Blitzanschlag aus.“ gemeint war hier wohl der Einschlag. Hoffe ich zumindest sehr! Andernfalls würde ich mich fragen wer hier den Blitzkrieg ausruft! „(...) falls sie jemals ein Kapitel zum Frühstück essen wollte.“ Während Rourkes wichtigste Frage scheint: Wozu brauchen Frauen an ihren Kleidern Tournüren, widmet sich Selene, nachdem sie endlich wieder wach ist, ihrem scheinbaren Ater Ego: Selene- die Menschenfrau. Was sie zu einer Drehung von 180Grad bringt und sie absolut langweilig macht. Der gesamte Esprit ihrer Auftritte in den anderen Teilen ist zerstört. Von ihr bin ich noch enttäuschter wie seinerzeit Mark. Selbst die hin und wieder aufkommenden Ausschläge Richtung: einzige weibliche Schattenwächterin, Intrigantin, Übeltäterin kauf' ich ihr keine Sekunde lang mehr ab. Wegen meiner hätte sie auf Swarthwick bleiben können, da gehört sie hin nach diesem Buch. Von den Szenen her gab es einen Zirkus, einen Trödelmarkt, Kutschfahrten, Zugfahrten und Bettgeflüster. Nicht zwingend in der Reihenfolge. Es gibt einen Vorteil in London noch um die schlafende Gräfin, dann Langeweiledorf und schließlich schnell, wie ich es ja schon bei Lenox gewohnt bin, das Finale. Ich will euch gar nicht sagen, wie sehr das in den Sand gesetzt war. Die ganze Vorbereitung für Tantalos, Jack the Ripper und die Dunkle Braut endet in der Kanalisation und da gehört es auch hin. *Abzug drück* Fazit: Verschenkt! Alles verschenkt! Auch das hier: „Sie schob einen kleinen Gedichtband in die Samttasche, (…) und verschluckte schnell die erste Strophe auf Seite zweiunddreißig.“ Ich bezweifle nicht, dass Kim Lenox Ideen hat! Schöne, sogar sehr schöne Ideen. Aber die Umsetzung ist absolut mangelhaft. Dieses Buch konnte mich nicht überzeugen. Ich habe den Eindruck die letzten Szenen mit Leeson waren die hervorragendsten, aber alles davor war absolut unnötiges Geplänkel zwischen Charakteren die nicht füreinander bestimmt sind und deswegen auch gar nicht überzeugen konnten. Die Handlung bröckelt an so vielen Ecken, dass es lächerlich geflickschustert wirkt. Die kleinen Bröckchen vom Savoy, dem Bahngleis und Ascot vereinen sich beim Auftritt der Queen höchstpersönlich und diese Frau ist glaub’ ich ein Wechselbalg. Das war jedenfalls nicht mehr die Lady die im ersten Band ganz kurz reingeschaut hatte. Und was Archer nebst Lady Black geborene "White" und Mark nebst Willomina-ich-werd'-nicht-warm-mit-der-Schwägerin in dem Buch zu suchen hatten entbehrt sich auch wieder jeder Logik. Denn beim Auflauf zum Finale ... richtig: verpatzen sie mal wieder ihren Einsatz. Sind dann aber doch noch da um alle in den Arm zu nehmen! Das kommt einem nicht nur halbgar vor, das war es auch. Armarinthinisches Schwert, Elfenbein-Aufwickelstäbchen und 'die Pupille des Auge des Pharao‘ sind zeitgleich nötig um das hier schnell zu vergessen: Gewollt aber nicht gekonnt.

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    • 7
  • Ein versöhnlicher Abschluss der Trilogie!

    Shadow Guard - Die dunkelste Nacht
    Fenja1987

    Fenja1987

    In iher "Shadow Guard Trilogie" entführt Kim Lenox den Leser in eine Welt des Londons Ende des 19. Jh. und bedient sich ein wenig schwarzer Magie. Im Mittelpunkt von ihrer Trilogie steht der geheime Orden der Schattenwächter, deren Mitglieder allesamt unsterblich sind, die von den "Ahnen" den Auftrag haben böse Seelen zu vernichten. Genauer gesagt die drei besten Wächter Archer Black, Earl of Black House, und die Geschwister Selene und Marcus. Seit Selena sich ihrerseits für ihren Bruder Marcus geopfert hat, liegt sie im Koma. Zu ihrer eigenen Sicherheit befindet sie sich an einem geheimen Ort im Tower of London. Bewacht von den Raben einem geheimen Ritterorden der Krone. Unter ihnen befindet sich auch Rourke Avernage. Heimlich träumt er davon Selene in seine Arme zu schließen und zu beschützen. Dann geschieht ein schrecklicher Mord an einem der Raben und alles sieht danach als wäre die eben erwachte Gräfin die Mörderin. Selene wiederum kann sich an nichts erinnern und so entschließt der Rat der Ahnen Selene weit weg aufs Land zu schicken bis ihre Unschuld bewiesen ist. Passender weise besitzt Rourke in Swarthwick ein Anwesen. Zusammen mit ein paar anderen Raben machen sich auf den Weg und müssen ziemlich schnell feststellen das es auch dort Merkwürdiges vor sich geht… Nachdem doch eher enttäuschenden 2. Teil "Shadow Guard: So still die Nacht" ist hier nun die letzte Geschichte der Trilogie. ich weiß nicht ob es jetzt daran lag ob ich meine Erwartungen heruntergeschraubt habe oder sich die Autorin noch mal steigern konnte, aber Selenas Geschichte gefiel mir dann doch wieder ganz gut. Die Geschichte ist an sich viel ruhiger und mehr auf Gefühle ausgerichtet. Weniger verwirrende Handlungsstränge die den Lesefluss stören. So lernen wir Selene aus einer anderen Perspektive kennen. Ihre arrogante und distanzierte Maske bröckelt gewaltig. Und man merkt das sie auch eine verletzliche Seite hat. Rorke wiederum ist ein Mann der schon länger ein Auge auf die schöne Gräfin geworfen, fühlt er sich nicht würdig ihr näher zu sein. Doch versucht er sofort alles um ihre Unschuld zu beweisen und sie zu Beschützen. Die Momente die die Beiden miteinander verbringen fand ich wirklich schön. Was die Hintergrundhandlung, also der Prophezeiung, die Schriftrollen und den Kampf gegen Thalos, der noch immer die Welt beherrschen will betrifft. So kann man sagen ganz nett, aber auch nicht wirklich fesselnd. Es gibt wieder ein paar geheimnisvolle Morde und komische Wendungen, doch überzeugend ist das alles nicht. Es plätschert eher dahin, ebenso wie das Finale viel zu schnell erzählt ist. Schade darum. Die Autorin hätte es durchaus besser machen können. Fazit: War der 2. Teil der "Shadow Guard Trilogie" doch eher enttäuschend, so ist Kim Lenox doch noch ein versöhnlicher Abschluss der Reihe gelungen. Zwar nicht so gut wie "Wenn die Nacht beginnt" aber definitiv besser als die Geschichte von Marcus und Mina, kann ich ihn durchaus empfehlen. Reihenfolge der Shadow Guard Trilogie: 1. Shadow Guard: Wenn die Nacht beginnt (Archer Black & Elena Whitney) 2. Shadow Guard: So still die Nacht (Marcus Helios & Willomina Limpett) 3. Shadow Guard: Die dunkelste Nacht (Selene Pawlenko & Rourke Avernage) (Nur als E-Book erhältlich)

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    • 5
  • Ein würdiger Abschluss? Na, ich weiß nicht so recht...

    Shadow Guard - Die dunkelste Nacht
    Rosenmaedchen

    Rosenmaedchen

    Beim Abschluss der Trilogie um die Schattenkrieger im historischen London hatte ich so einiges erwartet – denn ein Finale sollte immer fulminant großartig werden, oder nicht? Außerdem sollte nun die eigensinnige Selene ihre Geschichte bekommen, die hier ganz andere Facetten von sich zeigte, aber zurück zum Anfang: Denn zu Beginn schläft Selene noch nach ihrer Aufopferung für alle Schattenkrieger und ganz London im Tower der Stadt, ständig überwacht, denn keiner weiß, ob der Dämon nicht vielleicht doch auf sie übergegangen ist. Einer ihrer Wächter heißt Rourke, ein gefährlicher Mann mit einem atemberaubenden Alter, ebenso unsterblich und doch ein anderes Wesen, Anführer der Rabenkrieger, die den Tower in London bewachen. Er „stört“ sich an Selenes Anwesenheit in seinem Heiligtum, wodurch Archer kontaktiert wird, und durch ein Serum soll Selene aus ihrem gefährlichen Zustand befreit werden – doch keiner weiß, ob das so gut ist. Aus der eigensinnigen Selene wird plötzlich eine komplett andere Frau, ohne ihre Vorlieben und Gaben, ohne ihre Funktion als Schattenkrieger. Dies ändert ihren Charakter – so war sie vorher herrschsüchtig, arrogant und doch sehr distanziert. Nun muss sie in ihrer hilflosen Lage klar kommen, sie wirkt sanfter und verletzlicher, erstmals menschlich. Sie wird zur vollständigen Genesung mit Rourke und zwei weiteren Rabenkriegern auf dessen nördliches Anwesen geschickt. Dort soll der Rat der Ältesten über ihr weiteres Schicksal entscheiden. Schnell wird klar, dass Rourke Selene schon seit Ewigkeiten kennt und von ihr fasziniert ist, doch hat Rourke seine eigenen Dämonen, die ihn in Schach halten. Er ist meistens distanziert, wirkt kalt und schützt sich und sein Herz selbst. Hier konnte man gleichzeitig von einer gespannten Erwartung und von Langeweile reden, denn großartige nennenswerte Aktionen gibt es in dem Buch nicht. Auch die Anziehung zwischen Rourke und Selene konnte mich überhaupt nicht bezaubern. Das ging fast spurlos an mir vorbei – sehr schade! Mit der Zeit wurde es zwar etwas besser, aber ihre Beziehung ist und bleibt immer sehr distanziert. Man kommt Rourke im Einzelnen als Leser schon überhaupt nicht nah, wie soll das also Selene tun? Er bleibt verschlossen, aber zum Glück gibt es Selene, die einen wirklich fantastisch überzeugen kann und mit der man sehr viel mitleidet - doch einige ungeklärte Fragen am Ende vermiesten mir es dann doch ein wenig. Die Haupthandlung um Tantalos und die Entscheidung über Selenes Schicksal bleibt eher außen vor, was ich gar nicht verstehen konnte im finalen Teil. Sehr sehr spät, auf den letzten 15 Seiten wird es erst richtig episch und einem Finale würdig – warum? Das Buch ist so anders als erwartet, gefiel mir auf der einen Seite und auf der anderen war ich einfach nur genervt und gelangweilt. Das Grundproblem wurde allerdings dann doch sehr gut gelöst, es war schlussendlich irgendwie doch ein würdiger Abschluss, bei dem ich Hin- und Hergerissen war!

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    • 2
    AnnikaLeu

    AnnikaLeu

    22. January 2015 um 21:09