Kim Paffenroth Vom Überleben unter Toten

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Inhaltsangabe zu „Vom Überleben unter Toten“ von Kim Paffenroth

Jonah Caine lebt alleine in einer von Zombies bevölkerten Welt, ohne eine Erklärung für die brutalen Schrecken um sich herum zu finden. Nach Monaten ziellosen Umherirrens trifft er endlich auf eine Gruppe weiterer Überlebender, und nun scheint sich sein Dasein zum Guten zu wenden. Zusammen mit seinen Freunden baut er ein kleines Reich des Friedens auf, das jedoch ständig umkreist wird von gnadenlosen Menschenjägern. Als sie von einer weiteren Gruppe Überlebender aufgespürt werden, erlebt Jonah, dass der Untot nicht der einzige und bei weiten nicht der schlimmste Schrecken auf Erden ist, denn Menschen können böser sein als jeder wandelnde Tote … Einer der besten und erfolgreichsten modernen Zombie-Thriller aus den USA.

David Moody: 'Eine beklemmend neue Welt … eine eindrucksvolle, originelle Vision über die Zukunft der gesamten Menschheit. Sehr blutig, brutal und heftig. Ein scharfsinniger Roman, der den Leser zugleich zum Nachdenken anregt und vor Ekel schüttelt.'

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  • Von der Menschlichkeit in der Apokalypse

    Vom Überleben unter Toten

    fremdwelten

    01. April 2014 um 08:16

    Ein Jahr ist vergangen seit dem “Ausbruch”, dem Tag, an dem die Untoten die Herrschaft übernahmen. Die beständig weniger werdenden Lebenden kämpfen seitdem verzweifelt um das Überleben der Menschheit. Jonah Caine war Lehrer, nun ist er wie so viele auf der Flucht vor den Toten. Ziellos zieht er durch das Land, immer auf der Suche nach einem Versteck, das ihm eine weitere Nacht das Überleben sichert und ihm einen weiteren trostlosen Tag ermöglicht. Die Suche nach seiner Familie hat er aufgeben. Seitdem bewegt er sich ständig am Rande der Resignation, das Töten der Toten ist zur grausigen Routine geworden. Jeder weitere Kampf mit einer untoten Kreatur kann sein letzter sein. Das Leben von Jonah wendet sich zunächst zum Guten, als er sich einer Gruppe von Menschen anschließt, die sich in einem Museum verbarrikadiert und dort auf Dauer eingerichtet haben. Diese Gemeinschaft der Überlebenden hat inmitten der Apokalypse zurückgefunden zu einer gesellschaftlichen Ordnung, die jedem einzelnen ein Mindestmaß an Schutz und Sicherheit bietet. Doch in ihrem Leben mit dem alltäglichen Horror haben die Überlebenden eines vergessen: die Untoten folgen einem ebenso unbewußten wie seelenlosen Verlangen. Der Mensch dagegen tötet mitunter aus reiner Mordlust. Eines Tages kommt es zu einer Konfrontation mit dem wahren Bösen in Gestalt einer anderen anderen Gruppe Überlebender … Dying To Live ist kein typischer Vertreter des Zombie-Genres. Anders als sonst üblich werden explizite Schilderungen von Gewalt vom Autor in sparsamer Dosierung eingesetzt. Bezeichnenderweise ist es die Begegnung mit anderen Überlebenden, die in extremste Gewalt ausartet. Hier hält sich Paffenroth dann auch nicht zurück, so dass gegen Ende des Buches – der Höhepunkt der Eskalation wird erst spät erreicht – auch die bis dahin zu kurz gekommenen Freunde der härteren Gangart versöhnt werden dürften. Bis dahin jedoch ist Dying To Live ein eher langsames Buch – langsam, aber nicht langweilig. Paffenroth nimmt sich Zeit, die gegensätzlichen Charaktere überzeugend – mitunter ein wenig stereotyp auch in der Gestaltung der Dialoge – herauszuarbeiten und dem Leser die Trostlosigkeit der apokalyptischen Welt anschaulich zu machen. Das zentrale Thema des Buches ist die Frage nach der Menschlichkeit angesichts des größten vorstellbaren Grauens. Wiederholt werden wir daran erinnert, dass selbst die wandelnden Toten in ihrem Leben menschliche Individuen waren. Scheinbar nebensächliche Symbole wie das Familienfoto in des Zombies Brieftasche entfalten eine starke Wirkung. Ein letzter Rest von Achtung vor den Toten steht im Gegensatz zum blanken Hass auf die Monster, die nun Jagd auf die Überlebenden machen. Diesen Gegensatz vermitteln die Figuren des Jonah Caine und der Ex-Soldatin Tanya. Während der eine die durch seine Hand endgültig Gestorbenen um Vergebung bittet, ist die andere voller Hass und Verachtung für die seelenlosen Hüllen. Ein anderes Protagonistenpaar steht für die Frage, auf welche Weise Menschen in dieser Extremsituation erfolgreich geführt werden können. Da ist auf der einen Seite Jack, der Ex-Soldat und Pragmatiker, der von der Überlebenswichtigkeit klarer und mitunter harter Regeln überzeugt ist. Auf der anderen Seite der eher sanfte alte Milton, den eine spezielle Gabe in den Augen der Menschen zu einer Art spirituellen Führer macht. Ein Gespräch zwischen Jonah und Milton, das sich zwischen Shakespeare, lackierten Fußnägeln und Dantes Inferno bewegt, gehört zu den überzeugenden leiseren Passagen des Buches. Diese machen die sadistische Gewalt, die ausgerechnet von Mit-Menschen ausgeht, umso verstörender. Dying To Live ist ein für das Genre wohltuend intelligentes Buch mit glaubwürdigen Charakteren und schlüssiger Handlung. Zwar gibt es nichts, was nicht spätestens seit The Walking Dead zur “Standardhandlung” gehört, doch die Beschäftigung mit dem Aspekt der Menschlichkeit in der Apokalypse macht die Geschichte zu etwas Besonderem. Die Tatsache allerdings, dass die Geschichte komplett von einer Handvoll leicht klischeehafter Figuren getragen wird und die weiteren Überlebenden praktisch nicht stattfinden, stellt einen der wenigen nicht allzu schwerwiegenden Kritikpunkte dar.

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  • Rezension zu "Dying to Live" von Kim Paffenroth

    Vom Überleben unter Toten

    lord-byron

    04. November 2012 um 19:27

    Jonah Caine lebt in einer Welt, die ich niemals kennenlernen möchte. Alles ist verwüstet, die Städte teilweise abgebrannt, lange Autoschlangen verstopfen die Straßen, kein Strom, kein fließendes Wasser dafür aber massenhaft Zombies. Der Tag besteht aus reinem Überleben und der Suche nach Nahrung. Schon lange sind alle Konserven aufgebraucht oder nur noch schwer zu finden. Als er vor einer großen Gruppe Untoter flieht wird er von einer kleinen Menschengruppe aufgenommen, die sich in einem Museum verschanzt hat und versucht, sich ein einigermaßen normales Leben aufzubauen. Doch schnell muss die Gruppe erkennen, dass die Zombies nicht die schlimmsten Feinde sind, denn den Menschen kann an Grausamkeit nichts und niemand mehr überbieten. "Dying to Live" wird mir mit Sicherheit noch lange im Gedächtnis bleiben, denn der Roman zeigt auf, wie brutal und unberechenbar der Mensch doch sein kann. Und wer sagt uns, dass es nicht irgendwann zombieartige Wesen geben wird und die Welt nur noch einer Wüste gleicht. Wir sind ja schon fleißig dabei unseren einst so wunderschönen Planeten zu zerstören. Kim Paffenroth hat mich mit seinem Roman tief beeindruckt, denn es geht nicht nur um Splatter, viel Blut und metzelei, sondern man merkt deutlich, dass der Autor eine Botschaft überbringen möchte. "Seid doch einmal zufrieden mit dem was ihr habt und benehmt euch nicht schlimmer als die Tiere" Besonders beeindruckt war ich von folgendem kleinen Textabschnitt: Die meisten waren Weiße, aber es gab auch ein paar Schwarze, Latinos und Asiaten. Normalerweise taumelten sie nur durch die Gegend, ohne Notiz voneinander zu nehmen, aber ihr Hunger hatte sie in einer Weise vereint, die, wären sie alle noch am Leben gewesen, wirklich erstaunlich gewesen wäre. Die Gattung Mensch hatte endlich den Rassismus überwunden. Zu dumm, dass wir unseren Intellekt verlieren und uns in hirnlose Kannibalen verwandeln mussten, um das zu erreichen. (Seite 29) Ich war wirklich überrascht wie tiefsinnig dieser Roman doch ist, denn das hatte ich nicht erwartet. In Rückblenden wird von den Anfängen der Katastrophe erzählt und man erfährt einiges über Jonah und seine Familie. Durch die teilweise philosophischen und sozialkritischen Aspekte ging leider etwas die Spannung verloren, darum vergebe ich 4 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Dying to Live" von Kim Paffenroth

    Vom Überleben unter Toten

    Sineous

    29. October 2011 um 11:52

    Dying To Live habe ich empfohlen bekommen, als ich nach einer guten Zombie-Apokalypsen-Story gefragt hatte. Auf das Ende war ich wenig gefasst und musste dieses erst verdauen, bevor ich die Aussage hinter den Geschehnissen verstehen konnte. Jonah irrt durch eine von Untoten heimgesuchte Welt, auf der Suche nach seiner Familie, als er auf eine größere Gruppe Überlebender trifft, die einen sicheren Zufluchtsort inmitten einer von Zombies belagerten Stadt aufgebaut haben. Die Charaktere überzeugen durch ihre Besonderheiten und ihre eigene, tragische Vergangenheit. Jeder der Überlebenden hat mit ganz persönlichen Problemen zu kämpfen, dennoch glimmt eine vage Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft unter ihnen; es gibt gewisse Regeln und Gesetze, die das Zusammenleben erleichtern. Dass die Streifzüge auf der Suche nach Ressourcen mehr oder weniger glatt laufen, sowie die Idylle in der Gemeinschaft machten mich anfangs etwas skeptisch. Umso weniger war ich auf die 180-Grad-Drehung nach zwei Dritteln des Buches gefasst; als einige der Hauptcharaktere auf eine weitere Gruppe Überlebender trifft, werden sie gefangen genommen und müssen um ihr Überleben fürchten. Wer bei Zombies nicht auf blutige Szenen vorbereitet ist, kennt das Genre nicht zur genüge. Trotzdem hat mich das Buch mit dem letzten Drittel, welches an Brutalität drastisch zunimmt, vollkommen erschüttert - mehr noch, da es sich bei den "Gegnern" nicht um Zombies handelte, sondern um Menschen. Die Aussage des Buches gründet sich jedoch genau auf diese Tatsache; dass es eben doch die Menschen sind, die an Boshaftigkeit ihrer eigenen Art gegenüber nicht zu übertreffen sind. Und dass der Mensch gerade im Angesicht von traumatischen Ereignissen den animalischen Überlebenswillen und Mut aufbringt, der ihn in einer hoffnungslosen Welt vorantreibt. Zwischendurch gibt es auch ein paar tolle Highlights, die das Buch einfach lesenswert machen; beispielsweise der Selbstmord einer schwangeren Frau, nachdem sie merkt, dass sie infiziert ist und ihr Kind damit retten will. Oder die meist absurden Geschichten der Überlebenden, die nur durch eine Aneinanderreihung von Zufällen lange genug ausharren konnten, bis sie zu der Gruppe stießen. Allen Genrefans zu empfehlen, jedoch nichts für empfindliche Gemüter. Der zweite Teil ist auch erschienen und heißt "Die Traurigkeit der Zombies". Es gibt auch einen dritten Teil, der dieses Jahr erschienen ist und soweit ich weiß noch nicht ins Deutsche übersetzt wurde.

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  • Rezension zu "Dying to Live" von Kim Paffenroth

    Vom Überleben unter Toten

    BlueNa

    12. August 2011 um 23:21

    Zombie-Apokalypse . In einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es mal war, in der untote Zombies langsam schlurfend und stöhnend durch die Straßen wandern, schlägt sich Jonah Caine ganz alleine durch. Sein Tag beginnt mit Zombies und er endet auch mit ihnen, bis er einen geeigneten Platz zum Schlafen findet. Eines Tages kommt er in eine der vielen Geisterstädte und beschließt, seine Vorräte in einem der geplünderten Läden aufzustocken. Doch da wird er von Zombies angegriffen und er flieht kämpfend. Als er fast von einer Zombiearmee überrollt zu werden droht, eilen ihm plötzlich unerwartet Menschen zur Hilfe und bringen ihn hinter Museumsmauern in Sicherheit… . „Dying to live“ in ein Zombie-Horror, wie man ihn aus vielen Horrorfilmen her kennt. Mich hat das Buch vor allem an die Horror-Serie „The walking Dead“ erinnert. Eine sehr gute Serie mit viel Story, charismatischen Darstellern und natürlich Zombies. So ähnlich würde ich auch dieses Buch beschreiben. Nur nicht mit ganz so guter Handlung. Wer auf traditionellen Zombie-Horror steht, der wird hier mit Sicherheit gut unterhalten werden, doch die Begebenheiten die der Klappentext verspricht, tauchen erst ganz zum Schluss auf, wenn man als Leser schon fast denkt, was kann denn jetzt noch großartig kommen? Ich hatte immer darauf gewartet, dass endlich diese andere Menschengruppe ins Spiel gebracht wird, aber ich musste lange warten! . Der Schreibstil von Kim Paffenroth ist sehr erzählerisch geprägt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jonah Caine erzählt. Er schildert als Ich-Erzähler die Begebenheiten, aber es wollte zu Beginn bei mir nicht wirklich Spannung aufkommen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis mal wirklich Schwung in die Handlung kam und es mich wirklich interessiert hat, was Jonah als Nächstes erlebt. Das ist natürlich bei so einem kurzen Büchlein von 253 Seiten nicht wirklich vorteilhaft. . Die Charaktere haben mir allerdings sehr gut gefallen. Jonah war mir sympathisch und ich konnte gut mit seiner gepeinigten Seele mitfühlen. Auch Jack und Milton oder Popcorn waren interessant und alle Geschichten, wie sie die Zombie-Apokalypse überlebt haben, sehr bewegend. Die Frauen waren eher uninteressant. Natürlich bleibt bei 253 Seiten nicht großartig Raum für Entwicklungen der Wesenszüge, aber den Umständen entsprechend waren die Figuren gut angelegt. . Das Cover finde ich sehr gelungen. Ein Mann mit Stoppelbart blickt ängstlich durch Lamellenjalousien und darunter ist die düster anmutende Silhouette einer Stadt zu sehen. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an, die Coveroberfläche ist sehr glatt und angenehm zu halten. . Alles in Allem ist „Dying to live“ von Kim Paffenroth ein Zombie-Horror-Roman und nur Fans diesen Genres kann ich das Buch wirklich empfehlen. Ansonsten gibt es viel Machogehabe, wandelnde Leichen und zwischendurch ein wenig Spannung, aber von der Handlung her konnte mich dieses Buch nicht auf ganzer Linie überzeugen!

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  • Frage zu "Beutezeit" von Jack Ketchum

    Beutezeit

    elli753

    Was sind die brutalsten Bücher, die ihr jemals gelesen habt ? Bei mir persönlich war es Jack Ketchums "Beutezeit" ;)

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  • Rezension zu "Dying to Live" von Kim Paffenroth

    Vom Überleben unter Toten

    Abberline

    08. June 2010 um 19:59

    Ich habe schon eine Menge Bücher gelesen. Längst nicht so viele, wie so manch anderer, aber ich denke, es ist dennnoch eine beträchtliche Anzahl. Darunter waren etliche Krimis und Thriller, Fantasy-Lektüren und Jugendromane. Und wer mich etwas kennt, weiß, dass ich ein Verehrer von H. P. Lovecraft bin und so zwangsläufig auch des Öfteren ins Horror-Genre schnuppere. Und in vielen davon ging es zum Teil wirklich arg brutal zur Sache. Aber ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann ich wohl behaupten, noch nie so ein Buch, wie „Dying to live“ von Kim Paffenroth gelesen. Die eigentliche Story ist recht schnell zusammengefasst: Eine Zombie-Seuche bricht aus und überrumpelt die Menschheit binnen weniger Monate. In nur noch kleinen Gruppen, oder allein – wie der Protagonist, haben sich die Menschen mehr oder weniger an die Umstände versucht anzupassen und fristen nun ihr Dasein im ständigen Kampf gegen die Untote Horde, die jeden Moment um die Ecke kommen kann und die an den Hals will. Wortwörtlich. Kennt man alles schon. Sicher. Aus Filmen, wie „Dawn Of The Dead“ oder „Land Of Dead“ ganz sicher. Aber nicht umsonst hat der Autor seinen Roman unter anderem Romero gewidmet – dem Macher der oben genannten Filmmeisterwerke. Doch das ist lange nicht alles. Wie seiner Zeit Romero legt Paffenroth den Fokus auf die Stimmung der Erzählung. Und die ist verdammt dicht und noch bedrückender. Das Buch ist keine Lektüre für zarte Gemüter. Ehrlich nicht. Wir haben zerplatzende Zombieschädel, offene Leiber, haben (un)tote Teenager und brutale Szenen. Und hierbei geht Paffenroth nicht zimperlich zur Sache. Ja. Aber was das Buch so stark macht, sind die so authentischen Schicksale der Personen, die man hier erlebt. Jene Schicksale, die mir abwechselnd eine Gänsehaut, ein Lächeln und dann wieder Tränen in den Augen beschert haben. Mit jeder Person fühlt man mit, jede Minute dieser verdammten Apokalypse, die die Charaktere gelitten haben, kann man förmlich greifen. Und das ist es, was das Buch erst wirklich zu dem macht, was es ist. Das ist es, was das Buch so unvergesslich macht. Kim Paffenroth macht aus einem Setting, das schnell sehr, sehr plump werden kann ein Werk, das den Menschen zeigt, wie er ist und wohl immer bleiben wird. Es ist Kritik an der Gesellschaft und dem Menschen und gleichzeitig das Zugeständnis, dass wir nun einmal so sind und immer so bleiben werden, ohne dabei eine gesunde Priese Sarkasmus zu vergessen, die es benötigt, um mit dieser Einsicht leben zu können. Einem Augenzwinkern, das es irgendwie einfacher macht. Zombies hin oder her. In „Dying to live“ ist der Mensch, um den es geht. In all seinen Facetten. „Dying to live“ ist ein Pageturner. Aber nicht nur irgendein Pageturner, sondern der eine unter hundert. Ein Buch, das man einfach nicht vergisst. Voll von Emotionen und Authentizität. Es ist eines dieser Bücher, die man ausgelesen hat und danach nicht gleich das nächste Buch zu Hand nehmen und lesen kann, weil man die Charaktere und die Welt, in der man gerade steckte, vermisst. Man will zurück in diese Realität. Eine brutale, unbarmherzige und grausame Realität. Eine, die auch vor Kindern, schwangeren Frauen oder alten Leuten nicht halt macht. Es ist eine deprimierende Welt, die einem eine Gänsehaut über den Rücken jagt. Eine Welt, die keine Fehler erlaubt, und dich – machst Du einen – nur im besten Falle mit dem Tod bestraft. Doch diese Welt, die der Menschheit auch die Chance auf einen Neuanfang bietet, ist nicht nur plausibel, sondern strahlt eines aus, was in dieser, realen Welt viel zu oft vermisst wird: Hoffnung. Wie man liest, kann ich bei dieser Rezension noch weniger, als sonst irgendwie objektiv bleiben. Zu viele Emotionen hängen als Erinnerung an diesem Buch. Ich habe gelacht, geweint und gezittert. Und alles in so kurzen Intervallen, wie schon lang nicht mehr. Wer nur pure, harte Action will, sollte vielleicht zu einer anderen Lektüre greifen. Action hat „Dying to live auch, aber sie steht absolut nicht im Mittelpunkt und ist damit absolut keine leichte Kost. Wer aber vor einem brutalem „So könnte es wirklich sein“ nicht zurückschreckt und ein paar Nerven besitzt, sollte sich das Buch unbedingt zulegen. Kauft es! Lest es! Liebt es! Was gibt noch zu sagen? Ach ja: 5/5

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