Kim Roberts

 4.7 Sterne bei 9 Bewertungen

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Cover des Buches HOCHDORF: Hasse deinen Nächsten (ISBN: B07Q5D2X42)

HOCHDORF: Hasse deinen Nächsten

 (9)
Erschienen am 28.03.2019

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Rezension zu "HOCHDORF: Hasse deinen Nächsten" von Kim Roberts

Interessante Thematik
Anna0807vor einem Jahr

Hochdorf ist mein erster Thriller, der sich mit der Thematik „Dorf“ so stark auseinander gesetzt hat. Vorweg muss ich sagen, dass mich das Buch sowohl begeistert als auch gelangweilt, vielleicht auch ein bisschen genervt hat.


Der Einstieg in das Buch ist mir nicht wirklich leicht gefallen. Ich konnte mich mit dem Hauptcharakter, dem ermittelnden Kommissar, leider garnicht anfreunden. Auch die anderen Figuren fand ich total unsympathisch. Der Schreibstil war für mich anfangs ebenfalls gewöhnungsbedürftig, aber er hat mir durchaus gefallen. 


Die Geschichte hat mich dann aber doch interessiert, weshalb ich weitergelesen habe. Die Geschichte bzw. die Handlung hat mir dann auch großteils ganz gut gefallen. Mit allen Figuren bin ich jedoch bis zum Ende nicht richtig warm geworden.


Nicht gut gefallen hat mir vorallem dieser ganze Klischee-Wahn nicht. Dieser wurde teils bestätigt, teils total übertrieben dargestellt. Mir hat es das Lesevergnügen irgendwie genommen. 


Insgesamt würde ich dem Buch 2,5 bis 3 Sterne geben.


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Rezension zu "HOCHDORF" von Kim Roberts

Ein echt krasser Krimi!
UnsereBuecherweltvor einem Jahr

Wer auf der Suche nach einem ganz klassischen und typischen Krimi ist, der sollte vielleicht nicht unbedingt zu „Hochdorf“ greifen. Dieses Schätzchen hier ist sehr speziell, passt für mich in keine konkrete Schublade und somit hatte es mich sofort. Ich fand das Buch genial.

Vom Grundsatz her lässt sich „Hochdorf“ natürlich schon erwartungsgemäß krimimäßig lesen, schließlich müssen zwei Verbrechen aufgeklärt werden und mit Kommissar Tarek Breitner haben wir hier auch einen echt coolen Ermittler an die Seite gestellt bekommen.

Dann gibt es hier jedoch auch diese Momente, wo ich dachte, eine ziemlich bissige Satire vor mir liegen zu haben, denn vieles wirkte schon etwas überzogen und fast übertrieben.
Hin und wieder fragte ich mich auch, ob ich nicht doch in einem abartigen Horrorthriller gelandet bin.

Kim Roberts verarbeitet in diesem Buch besonders ernste und brisante Themen. Sie tut dies schonungslos ehrlich und schleudert sie uns knallhart um die Ohren. Es wirkt fast so, als ob die Autorin uns auffordern möchte, die Augen ja nicht zu verschließen und genauer hin zu schauen.

Nein, Zuschauen scheint Kim Roberts gar nicht zu genügen. Sie nötigt uns Leser vielmehr dazu, uns mit der Abartigkeit mancher Personengruppen direkt auseinander zu setzen. Schließlich können im wahren Leben Betroffene auch nicht flüchten und Nicht-Betroffene sollten es nicht tun.
Mit Betroffenen meine ich an dieser Stelle Opfer rechtsextremer Gewalt, denn wir bekommen es hier mit Rechtsradikalen zu tun.

Das Buch war für mich von Anfang bis Ende großes Kino. Es war eine Glanzleistung im Krimi-Genre, weil ich durchweg gefesselt war und gleichzeitig war es für mich ein perfektes Präventions-Buch zum Aufrütteln.
Rechtsextreme Gewalt ist hier das Oberthema, aber wir beschäftigen uns gleichzeitig auch mit Vergewaltigungsopfern, dem Umgang mit behinderten Menschen und dem Drogensumpf.

Ich war während dem Lesen nicht selten angewidert, schockiert oder habe mich fremd geschämt, denn hier heißt es nun mal „Reality meets fiktive Geschichte“ und das war überdeutlich spürbar.

„Hochdorf“ ist nichts für Zartbesaitete, denn verbale Entgleisungen begegnen euch hier genauso wie rohe Gewalt.

Hier wird nichts umschmückt oder zunächst schön aufgehübscht. Ihr bekommt alles sehr direkt, knallhart und glasklar präsentiert.

Die Protagonisten sind allesamt nicht das, was ich als „normal“ bezeichnen würde, aber da liegt bereits der erste Fehler, denn was ist schon „normal“?
Es begegnen euch Charaktere mit Ecken und Kanten, mit Extremen, mit grenzenloser Dummheit, Arroganz und Ignoranz.

Die generelle Stimmung in dem Örtchen Hochdorf wirkt primitiv und dumm. Fast alle Dorfbewohner sind entweder naiv und doof, die vermeintlich „Guten“ wirken dafür schicksalsergeben, gebeutelt und vom Leben geprägt.
Man will dauerhaft den Kopf schütteln, weil man ja weiß, dass es da draußen in der realen Welt wirklich solche Idioten gibt wie hier im Buch.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ein Kommissar mit türkischen Wurzeln, der in einem Ort ermittelt, wo die meisten Anwohner Neonazis sind, nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen wird.

Die Story bietet viel Raum für Spekulationen, was den/die Täter angeht und das Ende überrascht auf der einen Seite und dann auch wieder nicht. ;-)

Fazit

Wenn ihr euch traut und keinen reinen, ruhigen Abschalt-Krimi erwartet, sondern vielmehr ein provokanten Nachdenk-Krimi, der wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt und nichts verschönert erzählt, dann solltet ihr unbedingt den Ort Hochdorf besuchen.

In Hochdorf ist nichts, wie es soll und auf keinster Weise, wie es scheint.

Ich fand das Buch großartig und im Genre Krimi total anders, wie alles, was ich bisher gelesen habe.
Die Menschen in dem Örtchen, mit denen man offensichtlich sympathisieren soll, sind keine Normalos, nein sie sind allesamt Opfer und zwar in ganz verschiedenen Lebensbereichen.

Und da aus jedem von uns zu jeder Zeit ein Opfer werden kann, hat mir diese Message gefallen.

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Rezension zu "HOCHDORF: Hasse deinen Nächsten" von Kim Roberts

Ein sehr spannender und nicht vorhersehbarer Krimi
Aretivor einem Jahr

Inhalt:
SIE TRÄUMEN VON EINEM FRIEDLICHEN LEBEN AUF DEM LAND? TRÄUMEN SIE WEITER!

Ein Dorf, eine Nacht, zwei Verbrechen: Während in der Nachbarschaft ein Bauernhof bis auf die Grundmauern niederbrennt, wird in der Führanlage des Reiterhofs Hochdorf eine Leiche gefunden. Dabei handelt es sich um den Augsburger Neonazi Werner Holland. Der zuständige Kommissar Tarek Breitner, ein Halb-Türke mit einer Vorliebe für Whisky-Cola aus der Dose, kommt im schwarzbraunen Hochdorf nicht gut an. Umso besser jedoch bei der Reitlehrerin Lola, die sofort in den Kreis der Hauptverdächtigen rückt.

Der Roman erschien 2008 unter dem Titel "Strom - ein schwäbischer Krimi" bei Shaker Media. Dies ist die überarbeitete und neu lektorierte Fassung.

Meine Meinung:
"Hochdorf. Hasse deinen Nächsten" ist ein sehr spannender und nicht vorhersehbarer Krimi, den die Autorin Mira Valentin unter dem Pseudonym Kim Roberts geschrieben hat.

Das Cover passt mit dem Hof auf der Vorderseite und den Pferden auf der Rückseite perfekt zum Schauplatz des Buches, denn dieses spielt zu großen Teilen auf einem Reiterhof. Die gelbe Schrift sticht sofort ins Auge; selbst ohne den unteren Teil "Hasse deinen Nächsten" zu lesen, wird dadurch sofort deutlich, dass es sich hierbei um einen Kriminalroman handelt.

Der Schreibstil ist locker-leicht sowie flüssig zu lesen und kontinulierlich wird Spannung aufgebaut, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.

Gemeinsam mit dem halb-türkischen Kommissar Tarek Breitner erlebt man die Geschehnisse mit. Dieser ist nicht unbedingt der typische Sympathieträger, denn mit seiner Vorliebe für Whisky-Cola und seinem übermäßigen Zigarettenkonsum sorgt er nicht gerade dafür, dass man sich perfekt in ihn hineinversetzen kann.
So betrachtet man als Leser die Geschehnisse mit etwas Abstand und vor allem mit klarem Kopf.

In andere Charaktere, wie zum Beispiel die Reitlehrerin Lola, konnte ich mich besser einfühlen. Mit ihr habe ich mitgefiebert und gebangt. Und einfach nur bitter gehofft, dass nicht sie hinter dem Mord steckt.

Die Personen und die Schauplätze wurden sehr gut beschrieben, sodass ich alles bildlich vor Augen hatte und mich teilweise komplett an den Schauplatz versetzt gefühlt habe.

Ich habe versucht herauszufinden, wer der Mörder ist und was hinter dem Ganzen steckt, aber eines kann ich mit Gewissheit sagen: Noch nie habe ich so viel hin und her gerätselt. So viele Leute hätten ein Motiv haben können und dann gab es immer wieder Hinweise, wieso sie es nicht sein können, dann wieder doch. Ich war hin und her gerissen und bin bis zum Ende nicht komplett hinter all die Zusammenhänge gekommen. Das war für mich sehr überraschend, da ich normalerweise immer recht schnell herausfinde, was wie zusammenhängt und wer der Mörder ist.

Fazit:
"Hochdorf. Hasse deinen Nächsten" von Kim Roberts ist ein spannender und überraschender Kriminalroman, der nicht vorhersehbar ist und einen bis zur letzten Seite packt.
Ich kann ihn definitiv weiterempfehlen.




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