Kim Stanley Robinson

 3.7 Sterne bei 88 Bewertungen
Autor von Roter Mars, Aurora und weiteren Büchern.
Kim Stanley Robinson

Lebenslauf von Kim Stanley Robinson

Eintauchen in eine spannende Sci-Fi-Welt: Der US-amerikanische Schriftsteller Kim Stanley Robinson hat sich auf moderne Science-Fiction-Literatur spezialisiert. Er wurde am 23. März 1952 in Waukegan, Illinois geboren. Robinson studierte zunächst Literaturwissenschaft und schloss daran ein Studium der Anglistik an. 1975 nahm er am bekannten Clarion Science Fiction & Fantasy Writers’ Workshop teil und traf auf andere Science-Fiction- und Fantasy-Autoren. Seine erste Veröffentlichung war 1976 die Erzählung „Coming Back To Dixieland“, die der Schriftsteller und Herausgeber Damon Knight in der bekannten Sci-Fi-Anthologiereihe „Orbit“ präsentierte. Für seine Promotion im Jahr 1982 widmete sich Kim Stanley Robinson dem Schaffen der Sci-Fi-Legende Philip K. Dick, der die Vorlagen für Genre-Klassiker wie „Blade Runner“, „Minority Report“ und „Total Recall“ lieferte. Robinsons Arbeit kam unter dem Titel „The Novels Of Philip K. Dick“ 1984 auf den Markt. Seine ersten beiden Romane im Bereich Science-Fiction veröffentlichte Robinson 1984 – „Icehenge“ und „The Wild Shore“. Weitere bekannte Veröffentlichungen von Kim Stanley Robinson sind unter anderem „The Memory of Whiteness“ von 1985, die „Mars-Trilogie“ aus den 90er-Jahren und die Kurzgeschichtensammlung „Martians“ von 1999.

Alle Bücher von Kim Stanley Robinson

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Roter Mars

Roter Mars

 (22)
Erschienen am 12.10.2015
New York 2140

New York 2140

 (9)
Erschienen am 14.05.2018
Aurora

Aurora

 (11)
Erschienen am 14.11.2016
Grüner Mars

Grüner Mars

 (9)
Erschienen am 14.12.2015
Schamane

Schamane

 (6)
Erschienen am 27.10.2014
2312

2312

 (6)
Erschienen am 11.03.2013
Blauer Mars

Blauer Mars

 (5)
Erschienen am 08.02.2016
Die eisigen Säulen des Pluto

Die eisigen Säulen des Pluto

 (2)
Erschienen am 01.05.1991

Neue Rezensionen zu Kim Stanley Robinson

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Rezension zu "New York 2140" von Kim Stanley Robinson

Das Szenario mal zu Ende gedacht
Babschavor 2 Monaten

In 2140 ist die Klimakatastrophe bereits lange gelebte Realität. Nachdem sich seit dem 21. Jahrhundert ungeheure Mengen abgebrochenes Eis der Arktis verflüssigt haben, ist der Meeresspiegel kontinuierlich um 15 Meter gestiegen und hat damit weltweit alle küstennahen Städte ganz oder teilweise unter Wasser gesetzt. New York, die zentrale Stadt des Buches, hat es natürlich auch mit zwei riesigen Flutwellen massiv erwischt. Lower Manhattan steht bis hoch nach Midtown permanent vier Stockwerke unter Wasser. Die Menschen verkehren auf den Avenues und Straßen mit Booten, mittels zwischen den Hochhäusern errichteter Brücken und Röhren oder direkt über Fluzeuge und Luftschiffe. Das Kapital hat sich ins trockene Uptown zurückgezogen und dort neue Superwolkenkratzer im Dubaistil errichtet. Nichtsdestotrotz haben sich die Menschen auch in den südlichen Stadtteilen mit der Situation arrangiert und eine Art Supervenedig konstruiert; jeder Fleck Wohnraum ist dort nach wie vor - legal wie illegal- bewohnt.

So weit, so gut. Beeindruckend am Buch ist, wie ideenreich und ausgefeilt der Autor hier am Beispiel New Yorks seine Vision eines Lebens in den Küstenmetropolen unter völlig neuen Rahmenbedingungen präsentiert. Gleiches gilt für seine streckenweise sehr interessanten und von offensichtlich hoher geologischer Sachkenntnis geprägten Ausführungen und wie er das Thema Umwelt hier gekonnt in ein immer mehr eskalierendes Spannungsverhältnis zu den unverändert skrupellos agierenden Mahlsteinen aus politischen und wirtschaftlichen Interessenvertretern setzt. Die stetigen Wechsel zwischen zum einen elaborierter und dann plötzlich wieder ziemlich drastisch-ordinärer Sprache sind eigenwillig, passen aber durchaus. Highlights des Werkes sind die immer wieder eingestreuten Kapitel, in denen ein fiktiver klugscheißender "Bürger" losgelöst vom eigentlichen Buch zynisch rückblickend die Menschheit in ihrer ganzen Unvollkommenheit, Unfähigkeit und korrumpierten Geldgeilheit (siehe die Geschehnisse von 2008) vorführt, die trotz der ganzen Warnschüsse der Vergangenheit zum Thema Klima einfach immer weiter gemacht hat und sich insofern jetzt nicht zu wundern braucht.

Was stört, ist der sich nach schwungvollem Beginn leider immer mehr einschleichende Ermüdungseffekt beim Lesen. Das Ding ist mit 800 Seiten für die eher banalen Handlungsstränge, in die sich hier etwa zwei Handvoll Protagonisten verstricken, eindeutig zu lang geraten. Endlos erscheinende, offensichtlich auf den ortskundigen, amerikanischen Leser zugeschnittene Stadtbeschreibungen in Verbindung mit bis in tiefste Tiefen erläuterte wirtschaftliche und politische Sachzusammenhänge (zumindest nimmt man mit, wie Hedgefonds funktionieren und deren Manager ticken) lassen irgendwie überhaupt keine echte Spannung aufkommen. Belebende action ebenfalls Fehlanzeige. So bleibt eigentlich insgesamt eher ein zugegebenermaßen fundiert und zielgerichtet geschriebenes "Öko-Sachbuch" in Erinnerung, jedoch kein spannender ausgewogener Zukunftsthriller. Aber vielleicht hat der Autor den ja auch gar nicht im Sinn gehabt. Keine Ahnung.  

Kommentare: 2
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angeltearzs avatar

Rezension zu "New York 2140" von Kim Stanley Robinson

New York 2140
angeltearzvor 3 Monaten

Zwischendurch lese ich sehr gerne einen Roman, der mich aus meiner Wohlfühlzone herausholt. Das Thema in “New York 2140” hat mich direkt begeistert. Ich mag Katastrophen-Geschichten unheimlich gerne. Wenn sie dann auch noch nah an der Realität sind bzw. sogar passieren könnten, mag ich es noch lieber. Dieses Buch schiebt sich somit in die Utopie. Der Nordpol ist geschmolzen und New York steht unter Wasser. Die meisten Bewohner sind noch dort und beschützen ihr Hab und Gut. Im “Met” leben noch viele Menschen, die wir hier verfolgen dürfen.
Ich finde die Geschichte großartig. Es ist schön zu lesen, wie die Menschen füreinander da sind. Und auch wie sie leben, wie sie sich Lebensmittel beschaffen und selber anbauen. Wie die Wirtschaft funktioniert. Und natürlich auch die Finanzlage, was ein recht großes Thema ist. Das finde ich persönlich etwas langweilig, aber es war zu erwarten, dass mir nicht alles gut gefällt in diesem Buch.

816 Seiten umfasst das Buch und es ist in Episoden erzählt. Wir begleiten die verschiedenen Charaktere, wie sie teilweise ihr eigenes Leben führen, aber auch zusammen in der Wohngemeinschaft oder auch nur mit den anderen Charakteren agieren. Ich mag Episoden sehr gerne lesen. Es ist so schön, wenn man einen Charakter besonders gerne mag und ihn begleiten darf oder er dann irgendwo anders wieder auftaucht. Die einzelnen Episoden wurden dann noch mal in Kapitel unterteilt. Das klingt jetzt vielleicht viel, aber die Kapitel waren eher zweitrangig oder eher gar nicht nötig. Durch die Sprünge zwischen den Charakteren war es ganz angenehm zu lesen.

Der Schreibstil des Autors ist leider recht schwer. Ich habe lange gebraucht bis ich drin war und dem Buch folgen konnte. Ich hatte auch leider immer wieder Probleme rein zu kommen, wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe.

Die Charaktere fand ich alle richtig gut gemacht. Ich hätte hier aber gerne etwas mehr Tiefe erwartet. Die Charaktere waren alle durchweg oberflächlich. Einer hat über die Zeit vor den Wellen erzählt, die New York getroffen haben. Aber direkt über ihn selber hat man auch wieder wenig erfahren. Aber dafür kommt dann doch noch eine ganz süße Liebesgeschichte vor. Mit der hätte ich am Wenigsten gerechnet. Ich muss sie einfach erwähnen, weil sie einfach süß ist.
Ich glaube, hier geht es eher um New York selbst als über die Charaktere, die dort leben. Es geht um die Stadt, wie sie sich gewandelt hat und weiterhin existiert. Die Charaktere sind einfach da, um die Stadt lebendig zu machen. Es ist schwierig zu erklären.
Der beste Charakter war allerdings “Der Bürger”, dessen Namen wir nie erfahren werden. Er hat Hintergrundwissen geliefert und das in einem Humor, der vollkommen meiner ist. Die beiden Zitate stammen von ihm. Am Liebsten hätte ich nur von ihm gelesen.

Neben New York war eben auch unser Planet ein ganz großes Thema in diesem Buch und das zu recht. Das Buch ist, als würde ein ganz großer Zeigefinger auf uns zeigen und uns wachrütteln wollen. Was passiert, wenn wir nicht endlich anfangen unseren Planeten zu beschützen.

Von mir gibt es eine dicke Lesempfehlung.

Das Cover: Mich hat das Cover sofort angesprochen. Ich mag Katastrophen-Geschichten sehr gerne und das Cover verspricht es ja regelrecht.

Fazit: Der Schreibstil des Autors ist sehr schwer, was das Lesen nicht sehr einfach gemacht hat. Aber sonst ist einfach alles genial. Die Geschichte, der Hintergrund und auch die Charaktere.

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Janolds avatar

Rezension zu "New York 2140" von Kim Stanley Robinson

Welt unter Wasser.
Janoldvor 3 Monaten


Mit aufwändiger Detailgenauigkeit schildert der Autor in „New York 2140“ die Auswirkungen des Klimawandels und verbindet die global stattfindenden Ereignisse mit nachempfindbaren Shicksalen von Menschen, die in „New Venedig“  ihr Leben zu meistern versuchen. Beeindruckemd auch die Darstellung der gierigen Finanzwelt-Eliten, die vor wirklich nichts zurückschrecken. Eine insgesamt großartige, wenn auch teilweise langatmige 800-Seiten-Story, der etwas mehr „Action“ gut getan hätte.

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Kim Stanley Robinson wurde am 23. März 1952 in Waukegan (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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