Kim Stanley Robinson Roter Mars

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Inhaltsangabe zu „Roter Mars“ von Kim Stanley Robinson

Die erste Kolonie auf dem Mars
Es ist die größte Herausforderung, der sich die Menschheit je gegenübersah: die Besiedlung unseres Nachbarplaneten Mars. Die Verwandlung einer lebensfeindlichen Wüstenwelt in einen blauen Planeten wie die Erde. Von der ersten bemannten Landung auf dem Mars über die frühen Kolonien und ihre Auseinandersetzungen, welche Form von Gesellschaft sie erbauen sollen, bis zum riskanten Versuch, das Klima einer ganzen Welt zu verändern – Kim Stanley Robinson erzählt in seiner Mars-Trilogie die Geschichte der Zukunft wie ein großes historisches Epos.

Super Buch, aber wie von Stanley gewohnt nicht die besten Dialoge

— KKTVCAM

Interessante GrundIdee - jedoch viele Gespräche zwischen den Protagonisten erschweren den Lesespass

— MadTiXx

Ich habe nach 450 Seiten aufgesteckt. Die Passagen mit uninteressantem Gebabbel wurden immer länger. Das hat keinen Spaß mehr gemacht

— Anij

Im Jahr 2026 wird der Mars endlich kolonisiert. Eine Gruppe von 50 Männern und Frauen macht sich auf den Weg, um dauerhaft auf dem ...

— Splashbooks

Sehr wissenschaftlicher aber fundierter und realistischer Science Fiction.

— rallus

Roter Mars ist durchzogen vom politischen Thema und Politik ist definitiv das vorherrschende Element.

— Nespavanje

Schöner Schreibstil, aber sehr beschreibend, die Figuren bleiben sehr blass und der Handlung ist schwer zu folgen. War leider nicht meins!

— Luiline

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  • Hoffentlich wird es mal so

    Roter Mars

    KKTVCAM

    20. August 2017 um 12:58

    In diesem Buch beschreibt Kim Stanley Robinson die Kolonialisierung des Planeten Mars. Dabei beschreibt er den Mars sehr blumig und schafft eine richtig tolle futuristische Atmosphäre in die man beim Lesen so richtig eintauchen kann und nicht mehr verlassen will. Die Handlungen sind packen und einfach nur genial! Leider sind die Dialoge etwas schlecht, dies ist aber nicht weiter schlimm da die Atmosphäre dies ausbessert.

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  • Interessante GrundIdee, zuviele Dialoge

    Roter Mars

    MadTiXx

    26. July 2016 um 11:20

    Gute Idee, jedoch viele Gespräche zwischen den Protagonisten erschweren das Lesevergnügen. 
    Für gewöhnlich lese ich alle Teile einer Reihe, sofern mich das erste Buch fesseln kann - bei diesem Buch ist das bei mir nicht so. 
    (Auch wenns für viele ein "Kult-Buch" sein mag...)

  • Sehr faszinierend aber eindeutig zu langatmig, daher nur 4 Sterne

    Roter Mars

    Sandra1978

    19. April 2016 um 19:45

    Zum Inhalt : Im Jahre 2026 verschlechtern sich die Zustände auf der Erde zusehends : Verknappung der Rohstoffe, steigende Überbevölkerung, Terror und Kriege überall. Die Wissenschaft und die Technologie ist aber endlich soweit : Eine Kolonisierung des Mars ist möglich. Und so startet nach einer langen Auswahlprozedur ein Team aus 100 Frauen und Männern aus Amerika und Russland auf die einjährige Reise auf den jungfräulichen Planeten. Als sie ankommen, müssen Sie erst beginnen, sich dort Lebensräume aufzubauen. Doch schnell weicht die anfängliche wissenschaftliche Fasizination und Eifer der Realität : Der Mars wird nur noch als Wirtschaftsobjekt gesehen und ausgebeutet – sowohl im wortwörtlichen als auch im politischen Sinne. Die Geschwindigkeit, mit der die „Mars-Kolonisten“ in der Anzahl zunehmen und gleichzeitig Unternehmen und politische Gemeinschaften versuchen, die meiste Macht und den meisten Profit zu erringen, nimmt wahnsinnige Ausmaße an und droht die ersten 100 Kolonisten, die alle reine Wissenschaftler sind und der Zerstörung des Mars fassungslos zusehen, zu überrollen. Der Versuch, Probleme wie Religion, Hautfarbe oder Kapitalismus hinter sich zu lassen, scheitert schnell. Und so stellt sich die Frage, ob der Mars in rekordverdächtig kurzer Zeit der Zerstörungswut der Menschen zum Opfer fällt oder ob es den Menschen tatsächlich gelingen wird, die alten Probleme, die zur Beinahe-Zerstörung der Erde geführt haben, hinter sich zu lassen.   Inhalt : Also mal ganz ehrlich : 500 der 800 Seiten hätten es auch getan. Ich habe das Gefühl, den Mars jetzt auf den Meter genau kartographieren zu können ! Auf der anderen Seite muss ich dem Autor hier ein großes Lob aussprechen, da ich das Gefühl habe, hier wurde nicht einfach irgendeine Science Fiction hingeschrieben, sondern so oder ähnlich könnte es sich tatsächlich in einigen Jahren zutragen. Es ist alles extrem gut recherchiert und lässt einen das Geschriebene wie Kopfkino miterleben. Die Charaktere der ersten 100, die die „Hauptrollen“ spielen, sind lebensnah beschrieben und man kann sich da echt sehr gut hineinversetzen – soweit das möglich ist, ohne auf dem Mars gewesen zu sein. Allerdings war es für mich sehr schwer, durch die langen Phasen detailliertester Beschreibungen von jedem laufenden Meter Mars und aller möglichen physikalischen Prozesse im Rahmen des Terraformings noch die Lust am Lesen beizubehalten.  Teilweise hab ich diese Abschnitte wirklich nur noch überflogen und bin geistig abgedriftet . Für meinen Geschmack hätten dem Roman hier wie schon geschrieben 2-300 Seiten weniger gut getan, um die eigentliche Geschichte der ersten Kolonisten mehr in den Vordergrund zu stellen. Aber das kommt vermutlich auch darauf an, mit welcher Intention man an so ein Werk herangeht – möchte man einen wissenschaftlich fundierten Roman mit detaillierten Landschaftsbeschreibungen mit ein bisschen Handlung als Beiwerk, ist man hier goldrichtig. Es handelt sich im Übrigen um eine Trilogie, die mit „grüner Mars“ und „blauer Mars“ fortgesetzt wird – ich bin sehr gespannt, ob das Gleichgewicht zwischen Handlung und Ortsbeschreibung sich etwas zu Gunsten der Spannung verschiebt. Lesenswert auf jeden Fall – aber auf gar keinen Fall etwas für jemand, der gerne schnell liest und „leichte“ Kost vorzieht – hier muss man sich wirklich konzentrieren. 

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  • Roter Mars, rezensiert von Götz Piesbergen

    Roter Mars

    Splashbooks

    01. April 2016 um 12:56

    Es gibt viele Romane, die sich mit dem Thema Kolonisierung des Mars beschäftigen. Auch Kim Stanley Robinson schreibt mit "Roter Mars" seinen eigenen Beitrag zu diesem Thema. Ist das Ergebnis denn gut geworden? Der Autor wurde 1952 in Waukegan, Illinois, USA geboren. Er machte 1982 seinen Doktor in dem Fach Englisch und schrieb seine Doktorarbeit über die Werke von Philip K. Dick. Seit 1982 ist er verheiratet und lebt aktuell in Kalifornien. Er schreibt seit dem Jahr 1976. Im Jahr 2026 ist es soweit. Die Erde schickt die ersten Kolonisten zum Mars. Je 50 Männer und Frauen machen sich auf den Weg. Doch schon bald macht sich bemerkbar, dass es innerhalb dieser Gruppierung mehrere Fraktionen und Bruchstellen gibt. Nicht jeder kann mit jedem. Eine Entwicklung, die sich auf dem Mars bald fortsetzt. Denn einige Zeit, nach dem die Menschen auf dem roten Planeten gelandet sind, spalten sie sich auf. Jede Fraktion geht ihren eigenen Wegen nach. Doch schon bald sehen sich alle einer anderen Gefahr ausgesetzt. Einer, die alle Kolonisten wieder vereinen könnte, so denn sie dazu bereit sind. Was genau ist der Unterschied zwischen dem Buch von Kim Stanley Robinson und anderen, vergleichbaren Werken? Woran genau kann man sehen, dass der Autor seinen eigenen Weg geht und versucht, eine eigenständige Geschichte zu erzählen. Zunächst einmal an der Anzahl der Kolonisten. Anders als in anderen Werken ist die Zahl jener Wagemutigen deutlich höher angesetzt. Und bereits damit wird klar gemacht, dass die potentiellen Konflikte zwischen allen Beteiligten wesentlich höher sind, als bei einer kleineren Gruppe. Es wird übrigens auch ein einleuchtender Grund für diese Nummer dargelegt. Eine weitere Tatsache, die dieses Buch von anderen Werken unterscheidet, wird gleich im ersten Kapitel gezeigt. Man erlebt mit, auf welche verschlungenen Wege Frank Chalmers den Tod des ersten Menschen, der seinen Fuß auf den Mars gesetzt hat, arrangiert. Man ist schockiert. Wie kann das sein, fragt man sich. Wie ist das möglich, dass ein solcher Mord so geschehen kann. Die Antwort wird einem sicher nicht schmecken. Es ist möglich, weil jede Figur in diesem Buch Ecken und Kanten hat. Manche mehr, wie eben Frank Chalmers, manche eher weniger, wie der ermordete John Boone. Man hat es hier nicht mit Charakteren zu tun, die einem von Anfang an gefallen. Jeder Charakter hat seine eindeutig negativen Aspekte, weshalb es einem nicht leicht fällt, mit den Protagonisten warm zu werden.Rest lesen unter:http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23362/roter_mars

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  • Roter Mars

    Roter Mars

    rallus

    08. December 2015 um 10:33

    Der Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet im Sonnensystem. Wegen seiner geringen Dichte ist die Schwerkraft nur etwa 35% der irdischen. Trotz der lebensfeindlichen Atmosphäre, hat der Mars viele Menschen, gerade wegen seiner roten Farbe, fasziniert. Seinen Namen erhielt er von dem römischen Kriegsgott Mars. Die Landmasse ist etwa so groß wie die der Erde, aber Anzeichen von Leben wurden nie gefunden. Durch die Bahnexzentrizität des Mars schwanken die Temperaturen zwischen -133 und +27 Grad. “Mineralisch – nicht animalisch oder vegetabilisch oder von Viren bestimmt. Das hätte passieren können. Es geschah aber nicht. Es gab nie eine Urzeugung aus dem Schlamm oder den schwefelhaltigen heißen Quellen. Keine Spore fiel aus dem Weltraum herunter, keine Berührung eines Gottes. Was auch immer Leben hervorbringt (wir wissen nicht, was), auf dem Mars geschah es nicht. Der Mars umkreist die Sonne als ein Beweis für die Andersartigkeit der Welt, für ihre steinige Vitalität.” Im Jahre 2026 startet ein aus ehemaligen Schiffsresten gebautes Raumschiff namens ‘Ares’ mit 100 Auserwählten zum Mars. Diese ‘ersten Hundert’, wie sie sich später bezeichnen, wurden in einem langen Auswahlverfahren nach wissenschaftlichen und psychologischen Aspekten ausgewählt. Viele Länder sind vertreten, wobei Amerika und Russland die meisten Abgesandten bilden. Jedes Kapitel ist aus er Sicht einer anderen Person geschildert und bildet somit reizvolle neue Eindrücke in die Geschichte, zusätzlich werden die Charaktere der Personen dadurch entscheidend vertieft. Nachdem die ersten Siedlungen aufgebaut wurden, mit den üblichen Problemen einer lebensfeindlichen Welt, spricht sich die Erde für eine Terraformung aus, doch hier regen sich Widerstände bei den Wissenschaftlern: “Wir alle werden das sagen. Wir alle werden losgehen und den Planeten sicher machen. Straßen, Städte. Neuer Himmel, neuer Boden. Bis das alles ein Teil von Sibirien oder den amerikanischen Nordwestterritorien ist. Der Mars wird dahin sein, und wir werden hier sein und uns wundern warum wir uns so leer fühlen. Wenn wir das Land anschauen, werden wir niemals etwas anders sehen können als unsere eigenen Gesichter.” Die Schönheit des Mars ist einzigartig sagen sie, die Umwelt des Mars muss so erhalten bleiben wie sie ist, solange nicht bewiesen ist, dass es kein ‘Marsleben’ gibt. “Eine Welt, wo die Geländeformen hundertmal größer sind als ihre Entsprechungen auf der Erde und tausendmal älter; in der überall Hinweise auf den Anfang des Sonnensystems verstreut sind, ebenso wie die ganze Geschichte des Planeten, kaum verändert während der letzten Milliarden Jahren. Und ihr macht euch daran, das alles zu vernichten. Ohne euch ehrlich einzugestehen, was ihr da eigentlich tut.”  Mit der Veränderung des Mars gehen auch wirtschaftliche Interessen daher, zumal die Ressourcen auf der Erde begrenzt sind. Die sieben wichtigsten transnationalen Konzerne haben sich zusammengeschlossen, und versuchen über die Politik den Mars an sich zu reißen. Geld ist Macht. Macht macht Politik. Politik macht Gesetze. Die als reine wissenschaftliche Expedition ausgesandten Personen müssen sich in unbequeme Rollen als Politiker bewähren, gerade John Boone und Frank Chamlers spielen dabei eine große Rolle. “Wir betreiben nicht reine, sondern angewandte Forschung, verstehst du? Und mit der Entdeckung strategisch wichtiger Metalle ist das deutlich geworden. Jetzt kommt alles zurück, von dem wir dachten, dass wir es hinter uns gelassen hätten: Besitztitel, Preise und Löhne. Das ganze Profitsystem.” Der Kontakt mit den Geschäftsleuten zeigt aber auch die tiefe Verachtung des Autos Kim Stanley Robinson, als Wissenschaftler, vor den Geschäftsleuten. “Die Schwäche von Geschäftsleuten war ihr Glaube, dass mit Geld alles machbar war. Sie arbeiteten vierzehn Stunden täglich, um genug davon zu verdienen, damit sie Autos mit Lederausstattung kaufen konnten. Sie hielten Besuche in Spielcasinos für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Kurzum – Idioten.” Die Dinge auf dem Mars eskalieren, nachdem die Zuwanderung steigt, die Probleme der Erde werden ‘miteingewandert’ und die Geschichte wiederholt sich. Roter Mars ist der erste Teil einer Marstrilogie, wobei jeder Roman entweder den Hugo oder den Nebula Award bekommen hat. Die Titel, Roter, grüner und blauer Mars zeigen wohin die Reise geht, nämlich die Terraforming des Mars. Die Farben rot, grün und blau sind auch die Farben der Marsflagge. Kim Stanley Robinson ist mit dem ersten Teil der Trilogie (der schon 1992 herauskam) ein wissenschaftlich interessanter Roman gelungen, der sich intensiv mit den Problemen einer Besiedlung des Mars befasst. Dabei zeigt er auch die psychologischen Aspekte die während dieses langen Fluges zum Mars und der vorherrschenden Enge auftreten. Die Landschaftsbeschreibungen sind einzig- und fremdartig, man fühlt sich sofort direkt in die Szenerie hineinversetzt. Was Robinson nicht kann, ist Spannung in der Handlung aufzubauen, was gerade am Ende des Buches spürbar, wo die Charaktere doch etwas hölzern durch die Geschichte stolpern. Insgesamt aber ein unverzichtbarer Roman für Science Fiction Liebhaber, mit einem realistischen Aufbau der Zukunft, knapp 4 Sterne.

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  • Nun, da wären wir

    Roter Mars

    Nespavanje

    21. November 2015 um 11:51

    Helden und Hauptprotagonisten dieser Geschichte sind zweifelsfrei die Wissenschaftler und ihr Bemühen eine gute politische und soziologische Gesellschaft auf dem Mars aufzubauen. 100 von Ihnen landen im Jahr 2026, dem ersten Marsjahr M1, auf dem Planeten und bereits beim Flug dorthin, wird man den verschiedenen politischen und soziologischen Ansichten der Teilnehmer konfrontiert. „Nun, da wären wir“,  sind die ersten Worte am Mars und klingen dann doch ein wenig unbedarft und ironisch. Roter Mars wird aus den Blickwinkeln der ersten 100 erzählt und ist in mehrere Teile unterteilt. Bis auf das erste Kapitel, werden in chronologischer Reihenfolge ca. 35 Jahre abgehandelt. Das hat zur Folge, dass der Schriftsteller auf gewisse Details keinen Wert legen kann oder darf und diese deswegen sehr schnell abhandelt. Manche mögen sich nun daran stören, mir hat es aber gut gefallen. Auf knapp 700 Seiten würden sich mehrere Details rein rechnerisch schon nicht ausgehen. Das erste Kapitel ist zeitgleich der Höhepunkt der eigentlichen Erzählung und wie bei der Fernsehserie Columbo erfährt der Leser gleich zu Beginn, wer Mörder und wer Opfer in einem Komplott sein wird, allerdings erst mit Fortschreiten der eigentlichen Geschichte, erfährt man mehr über das Weshalb und das Warum. Die New Yorker titelte einmal, dass Kim Stanley Robinson der größte lebende Science Fiction Schriftsteller der Welt sei und dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen. Roter Mars ist der Auftakt zu einer wirklich großartigen Trilogie(es folgen grüner Mars und blauer Mars; Alle drei wurden mit einigen Preisen und Auszeichnungen, u.a. mit dem Nebula und dem Hugo Award, gewürdigt). Als Jugendlicher hatte ich seine wohl bekanntesten Romane bereits gelesen. Es ist tatsächlich etliche Jahre her und deswegen freut es mich, dass der Heyne Verlag diese nun neu überarbeitet und wiederveröffentlicht hat. Dabei unterhält gute Science Fiction Literatur nicht nur, sondern sie stellt sich auch den großen Fragen unserer Zeit, und gibt uns eine mögliche Antwort auf viele menschgemachten Probleme. Die Politik ist dem Science Fiction Genre inhärent und ist dadurch mal mehr, mal weniger durchzogen von jenem Thema und Kim Stanley Robinson weiß jenes auszureizen. Aber noch etwas fällt auf: die eigentlichen politischen Themen haben sich seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts nur wenig geändert. Umweltverschmutzung, schwindende Ressourcen und Revolten sind auch heute noch immer globale Themen der Politik. Wer nun noch nicht genug vom Mars hat, dem empfehle ich „Der Marsianer“ von Andy Weir, der sich wie eine Mischung aus Robinson Crusoe und McGyver liest.

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  • Die Eroberung beginnt

    Roter Mars

    NiWa

    Es ist so weit. Die Menschheit ist dabei, den Mars für sich zu erobern. Nach den ersten Marsmissionen soll nun eine menschliche Kolonie geschaffen werden. Dazu treten 100 Frauen und Männer die Reise zum roten Planeten an und eine neue Art des menschlichen Seins beginnt. 2026 stellen sich 50 Frauen und 50 Männer der größten Herausforderung der Menschheit. Sie siedeln sich am Mars an um Lebensraum zu schaffen, von den dortigen Ressourcen zu schöpfen und um eine neue Gesellschaft zu gründen. Werden sie erfolgreich sein? Am Anfang findet man sich als Leser mitten am Mars wieder. Jedoch sieht es da schon recht beschaulich aus, weil jene ersten Hundert in jahrzehntelanger Arbeit die Marsoberfläche lebenswerter gestaltet haben. Richtige Städte, Marsbewohner aller irdischen Nationalitäten und bessere Möglichkeiten als auf Erden bieten sich hier mittlerweile. Jedoch ist nicht alles eitel Sonnenschein, denn es steht noch nicht fest, wer die Interessen der Marsgesellschaft gegenüber der Erde vertritt und man wird als Leser sofort mit einem ersten politischen Mord konfrontiert. Kim Stanley Robinson hat ein beeindruckendes und komplexes Werk geschaffen, mit dem ich so nicht gerechnet hatte und dass mich leider als Leserin nicht komplett für sich einnehmen konnte. Bevor es überhaupt Richtung Mars geht, müssen sich die ersten Hundert einem jahrelangen Training unterziehen, zahllose Tests bestehen und erste Übungen in der Antarktis absolvieren, damit sie überhaupt fit für dieses neuen Leben sind. Der Autor geht hier auf zahlreiche interessante Details ein und zeigt mit wissenschaftlicher Präzision, wie paradox schon allein die Auswahl dieser ersten Siedler ist. Einerseits müssen sie ruhig und beständig sein, um dem Projekt Stabilität zu verleihen, andrerseits müssen sie offen und extravertiert agieren, um sich von ihrem Erdenleben zu verabschieden. Auf der einen Seite hat man es mit Alphamenschen zutun, die am Mars die Führung übernehmen, auf der anderen Seite sollen sie vernünftig genug sein, sich dem großen Ganzen unterzuordnen. Da sind die Schwierigkeiten eigentlich vorprogrammiert! Schon während der Reise zeigt sich, dass die Grundhandlung gar nicht die Marsbesiedlung an sich ist, sondern die politischen Systeme dahinter, was mich leider gar nicht interessiert. Denn fast jeder der Hundert hat seine eigene Idee vom Mars, der Gesellschaft und der damit verbundenen Politik, sie verfolgen unterschiedliche Interessen und Vorstellungen, üben sich in Diplomatie und fädeln hinterrücks manche politische Intrige ein. Am Mars angekommen setzt sich das Politkonstrukt immer weiter fort. Als Leser begleitet man einige Zeit lang nacheinander die Schlüsselfiguren der ersten Hundert, aber nie lang oder intensiv genug, um zu ihnen eine Beziehung aufzubauen. Trotz privater Details oder Träumereien, hält einen der Autor auf Distanz und treibt die Marspolitik voran, die eben ganz klar im Vordergrund steht. Richtig gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Marsoberfläche. Es gibt roten Sand, eindrucksvolle Canyons und atemberaubend hohe Berge, die allesamt so realistisch geschildert werden, dass man sich schon selbst in der eisigen Kälte am roten Planeten wähnt. Der Autor hat eindeutig einen bemerkenswerten Marsepos geschaffen, ausgezeichnet recherchiert und brillant durchdacht. Allerdings ist mir persönlich die Politik zu forciert, weshalb es mir leider nicht gefallen hat. Nichtsdestotrotz denke ich, dass es gerade für politisch Interessierte auf jeden Fall eine sehr empfehlenswerte Lektüre ist. Die Mars-Trilogie: 1) Roter Mars 2) Grüner Mars 3) Blauer Mars

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    • 11

    Floh

    05. November 2015 um 04:25
  • Anders als erwartet

    Roter Mars

    Luiline

    28. October 2015 um 14:31

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Science-Fiction-Roman "Roter Mars" von Kim Stanley Robinson. Bei dem Buch handelt es sich um den Auftakt zur "Mars-Trilogie". Band 2 heißt "Grüner Mars" und Band 3 trägt den Titel "Blauer Mars".Geschrieben wurde die Trilogie, zu der es auch eine Kurzgeschichtensammlung gibt, in den 90er Jahren und sie wurde jetzt neu aufgelegt. Kurzinformationen: Verlag: Heyne / Seitenzahl: 816 / Erscheinungsjahr: Oktober 2015 / Originalausgabe: "Red Mars" (1992) / Übersetzung: Winfried Petri / ISBN: 978-3-453-31696-6 / Preis: 14,99 € (Paperback/Broschur) Inhalt: 2026: Die ersten hundert Kolonisten brechen zum Mars auf.Es ist die größte Herausforderung, der sich die Menschheit je gegenübersah: die Besiedlung unseres Nachbarplaneten Mars. Die Verwandlung einer lebensfeindlichen Wüstenwelt in einen blauen Planeten wie die Erde. Von der ersten bemannten Landung auf dem Mars über die frühen Kolonien und ihre Auseinandersetzungen, welche Form von Gesellschaft sie erbauen sollen, bis zum riskanten Versuch, das Klima einer ganzen Welt zu verändern. Meine Meinung: Das Buch ist in 8 Teile unterteilt und jeder Teil wird aus einer anderen Perspektive, bzw. von einer anderen Figur erzählt. Der erste Teil liefert einen Ausblick in die Zukunft, bevor man im nächsten Teil die ersten 100 Bewohner des Mars auf ihrer Reise im Raumschiff Ares begleitet. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es noch etwas verwirrend war, da man die Hintergründe und Zusammenhänge nicht kannte. Sofort ist mir aufgefallen, dass man nur sehr wenig über die Protagonisten erfährt. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und Informationen gewünscht, da die Personen leider durchweg sehr blass geblieben sind. Über deren Vergangenheit erfährt man nur bruchstückhaft etwas und die Unterschiede zwischen den Personen sind nicht groß, sodass es oft keinen Unterschied gemacht hat, aus welcher Perspektive man gelesen hat. Im Gegensatz dazu ist sein Schreibstil sehr beschreibend. Dadurch kann man sich den Mars und seine Beschaffenheit sehr gut vorstellen und das Buch lässt sich flüssig lesen. Die vielen Fachbegriffe und teilweise technischen Beschreibungen haben dem Lesefluss nicht geschadet. Für mich persönlich war aber kein roter Faden vorhanden und ich habe die Geschichte oft als handlungsleer empfunden. Endet ein Teil, springt der Autor manchmal viele Jahre weiter und man wird mit neuen Informationen konfrontiert, die man nicht immer einordnen kann. Dafür behandelt der Autor Themen, die auch heute noch aktuell sind, u.a. die drohende Überbevölkerung, Ressourcenknappheit usw. Auch die unterschiedlichen Interessen der Marsbewohner werden angesprochen, der Interessenskonflikt hätte meiner Meinung nach aber noch deutlicher herausgearbeitet werden können. Fazit: Ein toller Schreibstil, der Geschichte fehlt es aber an Spannung und dafür passiert auf über 800 Seiten dann doch zu wenig um den Leser zu fesseln. Mir persönlich fehlen Hintergrundinformationen, trotzdem beschreibt der Autor hier ein realistisches Szenario.Für Science-Fiction-Fans ist dieses Buch bestimmt interessant! Daher gibt es von mir 2 Sterne!

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  • Buchverlosung zu "Der Marsianer" von Andy Weir

    Der Marsianer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Am 8. Oktober kommt mit DER MARSIANER - RETTET MARK WATNEY die Verfilmung von Andy Weirs Erfolgsroman auf die großen Leinwände. Erlebt Matt Damon als Mark Watney in Ridley Scotts neuestem Werk. Anlässlich des Kinostarts verlosen wir drei tolle Fanpakete zu Film. Jedes Paket besteht aus einem Plakat, zwei Kinotickets (deutschlandweit in allen Kinos, die den Film zeigen, einlösbar), einem Bio Energy Shot mit Guarana, einem T-Shirt und natürlich der Romanvorlage zum Film. Was ihr tun müsst? Verratet uns in den Kommentaren, welches Buch auf eurer Reise zum Mars nicht fehlen darf. Wir freuen uns auf eure Antworten und wünschen viel Glück. :) Teilnehmen könnt ihr bis zum 8. Oktober 2015. Den Trailer zum Film haben wir hier für euch, weitere Informationen findet ihr im Anschluss. DER MARSIANER - RETTET MARK WATNEY Während ein gewaltiger Sandsturm die Notevakuierung der NASA-Basisstation auf dem Mars erfordert, wird der Botaniker Mark Watney (Matt Damon) fortgerissen und man glaubt, er sei ums Leben gekommen. Da der immer stärker werdende Sturm die Landefähre zu zerstören droht, gibt Commander Lewis (Jessica Chastain) schweren Herzens den Befehl, die Suche nach Watney abzubrechen und mit den verbliebenen vier Crewmitglieder zu starten, bevor es zu spät ist. Aber Watney hat überlebt und versucht nun - vollkommen auf sich allein gestellt - auf dem unwirtlichen Planeten zu überleben. Mit seinem Einfallsreichtum, Überlebenswillen und dem Wenigen, das er hat, findet er einen Weg, der Erde zu signalisieren, dass er noch am Leben ist. Millionen Meilen entfernt arbeiten die NASA und ein Team von internationalen Wissenschaftlern unermüdlich daran, den „Marsianer“ heim zu holen; gleichzeitig planen seine Crewmitglieder eine waghalsige, wenn nicht gar aussichtslose Rettungsmission. Während dieses Vorhaben allen Beteiligten unglaublichen Mut abverlangt, rückt die Welt zusammen, um Watneys Rückkehr sicher zu stellen.   Meisterregisseur Ridley Scott konnte für sein neues Action-Abenteuer, das auf dem Bestseller „Der Marsianer“ von Andy Weir basiert, ein hochkarätiges Starensemble gewinnen, u.a. Matt Damon, Jessica Chastain, Kristen Wiig, Kate Mara, Michael Pena, Jeff Daniels, Chiwetel Ejiofor und Donald Glover.   Ab Donnerstag, 8. Oktober 2015 nur im Kino   https://www.facebook.com/20thCenturyFoxGermany https://twitter.com/foxdeutschland https://instagram.com/foxkino/    

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    • 269
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