Kim Stanley Robinson Schamane

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Inhaltsangabe zu „Schamane“ von Kim Stanley Robinson

Das größte Abenteuer der Menschheit

Europa vor circa 30.000 Jahren: Der junge Eistaucher wird von dem Schamanen seines Stammes nackt und ohne Hilfsmittel in die Wildnis geschickt. Eistaucher ist auserwählt, einst Dorns Nachfolge anzutreten, und dazu muss er nicht nur lernen, in der Natur zu überleben, sondern auch, die Natur und alles, was Teil von ihr ist, zu verstehen. Auf sich allein gestellt, begegnet Eistaucher den wilden Tieren der Eiszeit - und einer anderen Menschenart, die Jagd auf ihn macht. Das Abenteuer seines Lebens beginnt . . .

Eistaucher heißt der Waisenjunge, den der Schamane Dorn aus dem Lager schickt, um zwei Wochen allein und ohne Hilfsmittel in der Wildnis zu überleben. Eistaucher ist auserkoren, einmal Dorns Nachfolge anzutreten, und zu diesem Zweck muss er nicht nur das Überleben in der Natur lernen, sondern auch seine Fähigkeit schulen, mit der Welt und all ihren Geschöpfen »eins zu werden«. Eistaucher trägt von seinem Ausflug zwar einige Verletzungen davon, doch seine Visionen waren so stark, dass er sich nicht mehr vorstellen kann, weiterhin bei seinem Stamm zu leben. Aber welche Freiheit kann es für einen Schamanenschüler in einer Welt geben, in der Bären, Löwen und Luchse lauern und eine andere Menschenart - die rätselhaften »Alten« - Jagd auf ihn macht? Eistaucher bricht auf in eine ungewisse Zukunft - die zugleich die Zukunft der Menschheit ist . . . Ein atemberaubendes Panorama des steinzeitlichen Europas und eine faszinierende Nacherzählung der Menschwerdung - mit Schamane hat Kim Stanley Robinson einen historischen Roman geschrieben, den es so noch nie gab.

epische Reise in die Steinzeit - "a kind of argument for what we are" K.St.R. - keine Lektüre auf die Schnelle - faszinierend

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Gewagt und gleichzeitig hervorragend. Und mal etwas komplett anderes.

— MaariSkog

Mein erster Leseeindruck: ein gewagtes, spannendes und gut recherchiertes Buch!

— tinderness

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    Schamane

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2016 um 15:10

    Ein Steinzeitroman von einem Science Fiction Autor! Die Leseprobe entführt in einen verschneiten Apriltag, eine Horde Männer schickt einen Jungendlichen nackt und allein in die Wildnis, auf eine Art Traumreise, die ihn zum Mann machen soll. Nicht, dass 'Eistaucher' keine Ideen hätte, wie er es anstellen soll, nicht zu erfrieren, aber klappen tut zunächst keine. Bizarr, denke ich. Das Thema erinnert mich an "Die Höhlenkinder", vielleicht ein Jugendbuch? Dafür spricht auch die personale Perspektive, aus Sicht des Jungen.622 Seiten hat die bei Heyne 2014 erschienene deutsche Übersetzung. Nach 150 Seiten ist die Story immer noch nicht aus dem ungewöhnlich kalten Frühjahr heraus gekommen.Das "Rudel" von Eistaucher besteht aus einer Hand voll Familien, der Schamane und die heilkundige Kräuterfrau sind seine schrulligen Zieheltern. Die Wintervorräte gehen zur Neige, sie zehren von einem Glücksfund, einem Kadaver, sehnen die Ankunft der Enten herbei. Ich erwische mich dabei, wie ich die epischen Schilderungen zunehmend überlese, und lege den Schinken eine Weile weg.Das nächste Kapitel überrascht mit der Perspektive eines Vielfrasses, ganz entzückend. Das Tier findet einen verletzten Mann. Die Kräuterfrau hilft dem Kranken, er erweist sich als seltsam anders, beinah sprachlos, ist einer von den 'Alten', die wie scheue Tiere leben, eine auffällig fliehende Stirn haben. Aha, ein Neandertaler also.Nach und nach füllt sich Eistauchers Welt, gewinnt an Konturen. Im Westen ist das Salzmeer, im Osten sind unendliche Weiten. Viele andere, kleine Menschengruppen bevölkern die Wälder und Tundren, bis hoch zu den Nordmännern am Rande der Eiszeitgletscher. Im Hochsommer findet ein großes Treffen statt. Beim zweiten findet Eistaucher eine Frau, beim dritten passiert Unerhörtes und bis zur Auflösung beim fünften wird es spannend. Ab Seite 538 klingt der Roman aus, Eistaucher wird in die Höhlenmalerei eingeführt, hilft Spannungen im "Rudel" zu lösen und wächst in seine Rolle als neuer Schamane hinein. Vielleicht ein Jugendbuch? "Schamane" ist vieles: Eine Coming-of-age Geschichte, ein historischer Roman, beinahe schon ein Sachbuch, intime Naturbeobachtung, Gesellschaftsanalyse, eine Familien- und Liebesgeschichte. Auch Sex wird als Teil von Eistauchers Welt in Worte gefasst, ebenso selbstverständlich wie Hunger, Schmerz und Tod, Glück und Konflikte. Ein sehr erwachsenes Buch, eigentlich. Trotzdem: Einer von diesen wissbegierigen 13-jährigen Leseratten, denen kein Buch zu dick sein kann, würde ich den Roman bedenkenlos in die Hand drücken, im Zweifel sogar eher als "Die Höhlenkinder".Kim Stanley Robinson selber hat 2013 in einem Interview erklärt, dass er in "Schamane" im Grunde denselben Gedanken nachgegangen sei, wie in seinem vorhergehendem und nachfolgendem SF-Roman ("2312" und "Aurora"): " ... I think the three books will make a kind of argument for what we are and what we can or should try to become in the future. ..."

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  • Eine faszinierende Geschichte aus der Steinzeit

    Schamane

    Havers

    09. April 2015 um 18:31

    Kim Stanley Robinson wurde vor allem durch seine Science Fiction Romane bekannt. In seinem neuesten Roman „Schamane“ stößt er nun nicht in zukünftige Welten vor, sondern taucht in die Anfänge des „modernen Menschen“ ab. Den zeitlichen Rahmen bildet das Jungpaläolithikum (ca. 30.000 v. Chr.), die Neandertaler werden allmählich von den  Cro-Magnon-Menschen abgelöst, der Handlungsort liegt irgendwo in Europa. Vielleicht in der Dordogne, wo man noch heute die Höhlen von Lascaux mit ihren außergewöhnlichen Höhlenmalereien besichtigen und eine vage Vorstellung vom Leben in diesen Zeiten bekommen kann (sehr empfehlenswert!). Hauptfigur ist ein Junge, zwölf Jahre alt und elternlos. Sein Name ist „Eistaucher“, und er lebt bei der Heilerin und dem  Schamanen des Stammes, dessen Amt er eines Tages übernehmen soll. Dazu bedarf es bestimmter Fähigkeiten und Talente, die sowohl getestet als auch geschult werden müssen. Zu diesem Zweck muss sich Eistaucher einem Initiationsritus unterziehen: er muss hinaus in die Wildnis, die das Lager des Stammes umgibt. Dort muss er ohne Hilfe überleben und sich gegen die Gefahren behaupten, aber gleichfalls auch eins mit der Natur werden - die australischen Aborigines würden es „den Traumpfad gehen“ nennen… Das ist die Ausgangssituation in Kim Stanley Robinsons „Schamane“, der fast schon ein populärwissenschaftliches Sachbuch in der Form eines historischen Romans ist und die Lebensbedingungen der europäischen Steinzeit beschreibt. Am Einzelschicksal von Eistaucher zeigt er nicht nur die Entwicklung eines Individuums, sondern auch die Veränderungen innerhalb einer Stammesgesellschaft. Und das macht der Autor äußerst bildhaft und mit unzähligen Informationen gespickt, die den interessierten Leser animieren, Teilaspekte herauszugreifen, um diese zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen. Die eher ruhige, unaufgeregte Erzählweise stört in diesem Falle nicht, sondern passt zu den Schilderungen. So entsteht ein atmosphärisch dichtes, stimmiges Gesamtwerk über eine ungeheuer spannende Epoche in der Menschheitsgeschichte. Lesen!

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  • Das größte Abenteuer der Menschheit Europa vor circa 30.000 Jahre

    Schamane

    Samy86

    11. November 2014 um 15:59

    Ein atemberaubendes Panorama des steinzeitlichen Europas und eine faszinierende Nacherzählung der Menschwerdung Kurzer Einblick: Der Eistaucher heißt der Waisenjunge, den der Schamane Dorn aus dem Lager schickt, um zwei Wochen allein und ohne Hilfsmittel in der Wildnis zu überleben. Eistaucher ist auserkoren, einmal Dorns Nachfolge anzutreten, und zu diesem Zweck muss er nicht nur das Überleben in der Natur lernen, sondern auch seine Fähigkeit schulen, mit der Welt und all ihren Geschöpfen »eins zu werden«. Eistaucher trägt von seinem Ausflug zwar einige Verletzungen davon, doch seine Visionen waren so stark, dass er sich nicht mehr vorstellen kann, weiterhin bei seinem Stamm zu leben. Aber welche Freiheit kann es für einen Schamanenschüler in einer Welt geben, in der Bären, Löwen und Luchse lauern und eine andere Menschenart - die rätselhaften »Alten« - Jagd auf ihn macht? Eistaucher bricht auf in eine ungewisse Zukunft - die zugleich die Zukunft der Menschheit ist... Das Abenteuer seines Lebens beginnt...! Meine Meinung: Kim Stanley Robinson hat es geschafft eine uralte Geschichte in neuem Licht erscheinen zu lassen. Was damals zur Tradition gehörte ist in unserer heutigen Zeit vielleicht auch Gesellschaft gar nicht mehr vorstellbar. Mit sehr viel Gefühl, gut recherchierten Argumenten und Elementen verzaubert der Autor den Leser und führt ihn ein in eine Geschichte die vor ca. 30.000 Jahren ihren Ursprung nahm. Durch den einzigartigen und sehr flüssigen Schreibstil begeistert der Autor völlig und die Reise des Eistauchers ist dadurch so bildhaft, authentisch und greifbar beschrieben, dass man keine Bilder braucht um sich mit ihm und seinen Aufgaben & Gefahren zu stellen und sie hautnah zu erleben. Ein sehr gelungener Roman dessen Ursprung die Inspiration der fazinierenden und geheimnisvollen Höhlenmalereien jener Epoche aufgreift und das Abenteuer vom Beginn der Menschheit wiederspiegelt! Chicago Sun-Times schrieb über den Autor : " Kim Stanley Robinson hat die Gabe, alles, was er beschreibt, auch wirklich zum Leben zu erwecken", und dieser Aussage kann ich nach diesem Roman vollkommen zustimmen! Fazit: Eine Abenteuerreise vom Beginn der Menschheit, die mit sehr viel Gefühl, gut recherchierten Argumenten und Elementen den Leser verzaubert!

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