Kim Walker

 5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf

Kim Walker hat Pflanzenmedizin an der Westminster University studiert und erforscht heute historische Pflanzen für die Royal Botanic Gardens (Kew Gardens).

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Was wäre Gin ohne Tonic? (ISBN: 9783836921725)

Was wäre Gin ohne Tonic?

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Erschienen am 29.06.2020

Neue Rezensionen zu Kim Walker

Cover des Buches Was wäre Gin ohne Tonic? (ISBN: 9783836921725)

Rezension zu "Was wäre Gin ohne Tonic?" von Kim Walker

Ein LovelyBooks-Nutzer
Tonic - ein Allrounder

Klappentext:

„Wussten Sie, dass Tonic ursprünglich als verdauungsförderndes Getränk genossen wurde? Und dass Chinin, das für den bitteren Geschmack im Tonic sorgt, einst mit Brandy, Rum oder Wein gemischt wurde, und nicht mit Gin, wie viele glauben? Die Autoren Kim Walker und Mark Nesbitt schildern die spannende Geschichte des perlenden Erfrischungsgetränks – von der Entdeckung Chinins, das aus der Rinde des Chinarindenbaum gewonnen wird und das bereits die dortigen Ureinwohner als fiebersenkendes Mittel einsetzten, bis zum ersten Gin Tonic, der von Soldaten des Britischen Empire gemixt wurde. Der Drink ist heute enorm populär, und es sieht nicht danach aus, als ob Gin Tonic jemals wieder aus der Mode käme.“


Gin Tonic....herrlich lecker sagen die Einen und die Anderen mögen ihn gar nicht. Dabei ist ein Tonic Water mehr als nur ein Getränk. Man kann es pur genießen oder gemixt und eben dieser Mix macht es aus. Die beiden Autoren Mark Nesbitt und Kim Walker nehmen es in diesem Buch genau unter die Lupe und entstanden ist dabei dieser unterhaltsame Report. Kurzweilig und mit viel Fachwissen zum Thema Tonic Water, tauchen wir Leser in die Welt u.a. des Gins ein und erleben die Hintergründe ganz genau. Warum schmeckt ein Gin mit Tonic so gut? Was ist Tonic Water überhaupt? Viele Fragen werden hier beantwortet. Das Buch hat man schnell durch und am besten, man genießt dabei einen Gin Tonic. Da merkt man nämlich ganz schnell, das er noch viel besser schmecken wird als ohnehin. Selbst Queen Mum hat auf ihren täglichen Gin Tonic nie verzichtet und die Dame ist bekanntlich sehr alt geworden. Stecken doch im Gin so viele wertvolle Botanicals....aber auch das hier beschriebene Tonic ist sehr besonders.

5 von 5 Sterne hierfür!

Cover des Buches Was wäre Gin ohne Tonic? (ISBN: 9783836921725)
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Rezension zu "Was wäre Gin ohne Tonic?" von Kim Walker

Dr_M
"Ich glaube, ich mache es nicht mehr lange. … Einen Gin-Tonic, aber flott!"

In Europa ist Malaria noch kein Thema. Oder besser: Es ist es nicht mehr. Denn noch bis ins 19. Jahrhundert verloren auch viele Menschen in Europa ihr Leben durch diese Krankheit, deren Auslöser ein Stich durch die Anopheles-Mücke ist. Sie schleust auf diese Weise den Malaria-Parasiten in den menschlichen Körper. Dort angekommen beginnt er die roten Blutkörperchen zu zerstören, was Fieberschübe auslöst, die zum Tode führen können.

Der kanadische Historiker Timothy C. Winegard hat über die Rolle dieser und anderer Mückenarten im Verlaufe der Menschheitsgeschichte einen dicken, aber sehr lesenswerten Wälzer verfasst, der den schlichten Titel "Die Mücke" trägt. Erst sehr spät fand man durch einen Zufall in Südamerika ein Mittel, das gegen das Malaria-Fieber hilft. Entlang der Anden wächst der sogenannte Chinarindenbaum. Zerbröselt man dessen Rinde, dann erhält man den Wirkstoff Chinin, das Jahrzehnte lang einzige Mittel zur Linderung des Malaria-Fiebers Bis heute kann man Chinin nicht industriell herstellen.

Bekanntlich ist Chinin sehr bitter. Deshalb löste man es zunächst in Brandy, Rum oder Wein. Beispielsweise für die britischen Truppen in Indien. Erst später kam Gin zum Zuge. Das alles und noch viel mehr erfährt man, wenn man dieses Buch liest. Tonic, übersetzt Tonikum, also ein flüssiges Heilmittel, findet man heute in jedem Supermarkt. Allerdings sind die Chinin-Mengen in diesem Erfrischungsgetränk in Deutschland so begrenzt, das sie keine medizinische Wirkung entfalten können. Der Wirkstoff selbst ist rezeptpflichtig.

Tonic besitzt eine lange Geschichte, die mit dem immer noch existierenden Erfinder-Unternehmen Schweppes (Ende des 19. Jahrhunderts) verbunden ist. Was uns heute selbstverständlich ist, war früher eine Sensation, beispielsweise die Anreicherung von Wasser mit Kohlendioxid. Oder eine Kühlung. Vor der Erfindung des Kühlschrankes musste Eis aus den Bergen herbeigeschafft werden. Bekannt ist das schon aus dem Römischen Reich.

Wer sich also für die Geschichte des Tonic interessiert, findet in diesem Buch viel Interessantes in Texten und historischen Bildern. Geschichte ist nicht irgendein Ablauf von Ereignissen, sondern vor allem die Wandlung des menschlichen Alltags. Oder der Umgang mit Risiken und Bedrohungen, wie etwa Malaria. Allein deswegen lohnt sich immer ein Blick in solche Bücher, die auch helfen, nicht alles als schon immer da gewesen einzuordnen.

Übrigens: "Die Chemie, die Gin und Tonic zur idealen Kombination macht, … : Aromen wirken dann am stärksten, wenn sich die Formen der Moleküle, die die Geschmacksknospen reizen, ergänzen. Das Alkaloid Chinin und die Wacholdermoleküle im Gin besitzen ähnliche Ringstrukturen. Sie verbinden sich zu einem Geschmack, der mehr ist als die Summe seiner Teile. Dies erklärt, warum bei dieser Kombination ein völlig neues Geschmacksprofil entsteht und nicht bloß ein Wacholder-Chinin-Geschmack."

Einige Rezepte für dieses neue Geschmacksprofil stehen am Ende des Buches. Zum Wohle!

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