Wer ist noch Janeite und Gartenliebhaber:in? Für uns kommt „Die Gärten der Jane Austen“ genau richtig, ihre Romane, ihre Liebe zur Natur und Gärten, die Landschaft, all das vereint sich hier. Im Buch werden Gärten vorgestellt, die Austens Familie kannte oder besaß: selbstbewirtschaftete Cottagegärten, weitläufige Parks großer Anwesen, Stadtgärten in Bath und London. Ebenfalls Teil des Gartenportraits sind die Orte, die später Kulissen ihrer Romane bzw. deren Verfilmungen wurden.
Für mich kam das Buch genau zum richtigen Zeitpunkt: während ich in meinem eigenen Garten grade nicht mehr so viel zu tun habe, lese ich zum 250. Austen-Jubiläum nochmal alle Romane; parallel zum Gartenbuch las ich „Emma“. Ich glaube ich habe noch nie zuvor so bewusst wahrgenommen, wie oft der Strauchgarten, also „the shrubbery“ erwähnt wird, besonders im Zusammenhang mit Mr. Woodhouse. Und auch die beschriebenen Szenen der anderen Romane hatte ich auch noch ganz frisch in Erinnerung, auch im Gesamtkontext der Romane.
Das Buch strukturiert die Gartenwelt gut: Cottage und Küchengärten, große Parks, Landhäuser, Stadtgärten. Wie gerne würde ich einen Ausflug nach Chawton machen, um Haus, aber auch Garten zu besichtigen! Überhaupt gibt es viele Tipps, die besonders für Reisende hilfreich sein könnten (eine Jane-Austen-Garten-Tour, das wäre doch eine super Reiseidee!).
Das Buch ist super für eingefleischte Fans, aber ein paar Kritikpunkte habe ich leider dennoch. Die deutsche Übersetzung wirkt stellenweise etwas holprig; das Layout stört immer wieder den Lesefluss. Und für ein Buch über Gärten hätte ich mir noch mehr Raum für Fotografien gewünscht.
Am Ende bleibt das Buch eine schöne Reise in Austens Gartenwelt, ob nur auf dem Papier, wie zumindest aktuell bei mir, oder auf richtiger Spurensuche vor Ort.









