Kim Wright

 3.8 Sterne bei 161 Bewertungen

Lebenslauf von Kim Wright

Kim Wright schreibt für mehrere Lifestylemagazine über Wein, Restaurants und Reisen. Sie ist leidenschaftliche Tänzerin und lebt in Charlotte, North Carolina.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kim Wright

Cover des Buches Die Canterbury Schwestern9783548287867

Die Canterbury Schwestern

 (104)
Erschienen am 26.05.2016
Cover des Buches Das Glück kurz hinter Graceland9783548289120

Das Glück kurz hinter Graceland

 (52)
Erschienen am 09.03.2018
Cover des Buches Ein Mann zum Abheben9783453406711

Ein Mann zum Abheben

 (3)
Erschienen am 01.07.2010
Cover des Buches Die Canterbury Schwestern9783957130389

Die Canterbury Schwestern

 (2)
Erschienen am 26.05.2016
Cover des Buches Love in Mid Air9780446540438

Love in Mid Air

 (0)
Erschienen am 14.07.2011
Cover des Buches The Unexpected Waltz9781476754239

The Unexpected Waltz

 (0)
Erschienen am 30.12.2014

Neue Rezensionen zu Kim Wright

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Rezension zu "Die Canterbury Schwestern" von Kim Wright

Auf Pilgerschaft nach Canterbury
Alaisvor 10 Monaten

„Ich denke, die meisten Familien haben ihre offiziellen Geschichten, die sie sich immer und immer wieder erzählen und jede Wiederholung versichert sowohl dem Erzähler als auch den Zuhörern, dass die Welt ein fassbarer Ort ist.“ (1. CD, Track 33)

Ein Roman über die Pilgerreise einer Gruppe US-Amerikanerinnen nach Canterbury, die sich wie die Figuren in Chaucers „The Canterbury Tales“ unterwegs Geschichten erzählen. Im Zentrum dieser Geschichten soll die Liebe stehen, tatsächlich geht es aber, wie so oft in modernen „Liebesgeschichten“, die meiste Zeit eher nur um den Schein und das Nicht-allein-sein-können und das sind ehrlich gesagt Themen, mit denen ich generell nicht gut zurechtkomme.
Mich lässt dieses Hörbuch leider zwiegespalten zurück. Einerseits begeistert mich, dass das Geschichtenerzählen und seine Wirkung sowohl auf die Zuhörer als auch auf den Erzähler selbst im Mittelpunkt stehen und diese Wirkung auch sehr gekonnt dargestellt wird. Die einzelnen Frauen im Laufe der Wanderung und der Erzählungen immer besser kennenzulernen und die Vorurteile der Ich-Erzählerin Che ihnen gegenüber bröckeln zu sehen, bereitete mir große Freude.
Andererseits kämpfte ich mit dem meinem Eindruck nach simplizistischen Weltbild der Autorin, beispielsweise in puncto Ausländer – da gibt es den ausländischen Ex, der droht, das Kind zu entführen, die osteuropäischen Arbeiter auf dem Feld, Südamerika als Brutstätte von Drogenhandel und Gewalt ... Darüber hinaus konnten mich die ersten Geschichten der Frauen leider überhaupt nicht berühren – meiner Meinung nach hat die Autorin das Potential ihrer Romanidee in dieser Hinsicht nicht ausreichend genutzt – und Che ging mir mit ihrer Art, ständig alle zu verurteilen, anfangs ziemlich auf die Nerven. Die Sprecherin Sabine Arnhold, die über eine beeindruckend ausdrucksstarke und wandlungsfähige Stimme verfügt, trifft dazu allerdings genau den richtigen, leicht verächtlichen Tonfall.
Dann kamen zum Glück doch noch zwei Erzählungen, die mein Herz berührten. Und auch zwischendurch gab es immer wieder durch und durch wunderbare Stellen, Durchbrüche wie Ches späte Erkenntnis, dass ihre Wanderfreundinnen viele Geschichten in sich tragen und die Schubladen, in die sie sie anfangs gesteckt hatte, ihnen nicht gerecht werden. Aber für mich eben auch immer wieder Oberflächlichkeit, Trivialität und Seltsamkeiten wie zum Schluss die Anspielung auf die „in Unordnung geratene Welt“ – erstens ist Unordnung meiner Meinung nach etwas Schönes und zweitens frage ich mich, wann die Welt denn jemals anders war (außer vielleicht zur Zeit der ordnungsvernarrten Nazis). Auch scheint es nach Meinung der Autorin ein ganz übles Los zu sein, das Kind von Hippies gewesen zu sein, und ich weiß, dass mich die Erzählungen über die Verantwortungslosigkeit von Ches Mutter Diana eigentlich hätten davon überzeugen sollen, aber das haben sie nicht … Und das fand ich sehr schade, denn ich mag es eigentlich, wenn ein Buch für mich etwas kantig ist, mir dafür aber neue Sichtweisen eröffnet, neue Seiten zeigt, doch dies ist der Autorin definitiv nicht gelungen …
Für mich also ein etwas sperriges, aber interessantes Hörerlebnis, das in mir nun den Wunsch geweckt hat, selbst einmal nach Canterbury zu reisen …

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Rezension zu "Das Glück kurz hinter Graceland" von Kim Wright

Auf der Suche nach dem eigenen Ich
Helena89vor 2 Jahren

Laura Berry, die Elvis in seinem letzten Lebensjahr als Backgroundsängerin begleitet, kehrt nach dessen Tod Hals über Kopf in ihre Heimatstadt Beaufort zurück. „In wahnsinniger Eile war sie nach Hause gerast, weil ihr plötzlich klar geworden war, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Vielleicht hätte sie doch nicht als Backgroundsängerin auf Tour gehen [...] und den strahlenden Lichtern des Rock'n'Roll hinterherjagen sollen. Vielleicht wäre sie besser zu Hause geblieben und hätte den Jungen von nebenan geheiratet, den, der sie so sehr liebte, dass er ihr noch am selben Abend, als beide ihren Highschoolabschluss [...] in der Tasche hatten, einen Heiratsantrag machte. Aber das hatte sie damals nicht begriffen. Sie war blind dafür gewesen, dass ihr wahres Schicksal direkt vor ihr stand. Sie war achtzehn, und sie musste sich etwas beweisen.“ 

Bradley verzeiht ihr. „Statt einer Antwort hob er sie hoch und wirbelte sie herum.“ Gleich am nächsten Tag heiraten sie. „Der Rest ihres Lebens spulte sich ab wie Seide, ein schönes Ereignis folgte dem anderen, genau so, wie sie es geplant hatten.“ Und über dieses eine Jahr wird nicht mehr gesprochen, auch nicht Cory Beth gegenüber, die sieben Monate später als „Frühchen“ zur Welt kommt. Erst mit 37 Jahren, nach dem Tod Lauras soll Cory der nie erzählten Wahrheit auf die Spur kommen. Ein unwiderlegbares Indiz für ihren seit langem gehegten Verdacht, Elvis Presley sei ihr leiblicher Vater, wird von ihr entdeckt: ein schwarzes Coupé, das unweigerlich dem King of Rock'n'Roll einst gehört haben muss. 

Mit Hilfe der sich in dem Blackhawk befindenden Gegenstände fährt Cory die Route rückwärts nach, die ihre Mutter vor 38 Jahren genommen hatte. Auf dem Weg nach Graceland liest sie nicht nur einen streunenden Hund auf, der zu einem wichtigen Weggefährten wird, sondern lernt auch die Menschen kennen, die einst eine wichtige Rolle im Leben Laura Berrys gespielt haben. Stück für Stück setzt sie das Puzzle zusammen... 

Kim Wright lässt uns sowohl an Corys Innenleben als auch an dem Lauras teilhaben, indem sie die Erlebnissequenzen der Tochter mit denjenigen der Mutter abwechselnd präsentiert. So legt der Leser die Reise von South Carolina nach Memphis nicht nur auf linearem Weg mit Cory zurück, sondern auch mit Laura auf rückwärtige Weise, in die jeweils weiter zurückliegende Vergangenheit. Auf diese Weise wird nichts vorweggenommen, sondern das, was Cory erarbeitet durch Lauras Versatzstücke bestätigt und erweitert. 

Was zunächst als Suche nach dem leiblichen Vater anmutet, stellt sich im Nachhinein als Versuch heraus, die eigene Mutter besser verstehen zu lernen. „Ich dachte, ich wäre auf diesem absurden Roadtrip, um meinen Vater zu suchen, aber inzwischen glaube ich, dass ich eigentlich auf der Suche nach meiner Mutter bin, um herauszufinden, wer sie wirklich war.“ Und damit auch auf der Suche nach dem eigenen Ich, denn „wir sind nicht nur unsere Biologie. [...] Am Ende sind die Menschen das, wofür sie sich entschieden haben.“ 

Bei "Das Glück kurz hinter Graceland" handelt es sich quasi um einen Bildungsroman im Kleinen: Cory legt nicht nur eine Strecke zurück, die sich in Kilometern berechnen lässt, sondern entwickelt sich mit jeder gesammelten Erfahrung und Erkenntnis weiter. Sie ist am Ende eine andere Person, als sie es zu Anfang gewesen ist. „»Was denken Sie, woher haben Sie diese startaugliche Stimme? Wer hat sie Ihnen mitgegeben?« Noch vor wenigen Tagen hätte ich gesagt, die habe ich von Elvis. Aber das war vor vier Tagen und anderthalbtausend Kilometern. »Keiner«, sage ich. »Die habe ich mir selbst gegeben.«"

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Rezension zu "Die Canterbury Schwestern" von Kim Wright

Neun Frauen, fünf Tage, ein gemeinsamer Weg
Tina94vor 2 Jahren

In diesen Roman geht es um Che, die ihre Mutter an Krebs verloren hat und deren letzer Wunsch es war, das ihre Asche auf den Pilgerweg von Canterburry verstreut wird.

Che lernt dort auf der Reise die anderen acht Frauen kennen und deren Lebensgeschichte und wie sie alle damit umgegangen sind.
Den jede einzelne von ihnen hat doch ihr Päckchen im Leben schon tragen müssen. 
Was nun alles passiert, wie Che damit umgeht und was sonst alles noch passiert, erfährt man in diesen Buch.

Mir hat dieses Buch ganz gut gefallen, der Schreibstil war leicht und locker und man kommt gut durch die Kapiteln durch. Auch die Idee das jede der Pigerinnen eine eigen Geschichte erhält und diese auch erzählt finde ich gut. Nur leider fand ich es einfach nicht sehr spannend und packend. Es hat unterhalten, und manchmal auch zum Nachdenken oder schmunzeln gebracht, dennoch bleibt es eher im Mittelmaß.
Für zwischendrin ist es ein Buch, wo man gerne mal lesen kann.

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Cover des Buches Die Canterbury Schwesternundefined

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"Die Canterbury Schwestern" von Kim Wright

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In "Die Canterbury Schwestern" pilgert Che zusammen mit anderen Wanderinnen von London bis Canterbury.
Wohin würdet ihr gerne in diesem Sommer pilgern? Gibt es einen Ort, der in dieser Jahreszeit besonders schön oder aufregend ist?


Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!
152 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  janakavor 4 Jahren
Glückwunsch an alle Gewinner. :-)

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