Die Canterbury Schwestern

von Kim Wright 
3,8 Sterne bei104 Bewertungen
Die Canterbury Schwestern
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Positiv (69):
antiss avatar

Eine sehr witzige und zu gleich nachdenkliche Geschichte über eine Reise zu sich selbst.

Kritisch (5):
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Ein schweres Erbe

Alle 104 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Canterbury Schwestern"

Che kann es nicht fassen: Sie ist mit acht anderen Frauen auf dem Weg von London nach Canterbury. In einem Brief hat ihre exzentrische, willensstarke Mutter ihrer Tochter aufgetragen, dorthin zu pilgern und ihre Asche zu verstreuen. Außerdem hat sich gerade auch noch ihr Freund von ihr getrennt. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen kann, ist ein als Pilgerreise getarnter Selbstfindungstrip. In alter Pilgertradition soll jede der Frauen auf dem Weg eine Geschichte über die Liebe erzählen. Che ist skeptisch, als die Wanderinnen damit beginnen. Doch die unterschiedlichen Geschichten der Frauen berühren sie tief. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Che das Gefühl, ihren Weg zu kennen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548287867
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:26.05.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.05.2016 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Tina94s avatar
    Tina94vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Roman darüber wie unterschiedlich für jeden das Leben verläuft und wie die Romanfiguren damit umgehen
    Neun Frauen, fünf Tage, ein gemeinsamer Weg

    In diesen Roman geht es um Che, die ihre Mutter an Krebs verloren hat und deren letzer Wunsch es war, das ihre Asche auf den Pilgerweg von Canterburry verstreut wird.

    Che lernt dort auf der Reise die anderen acht Frauen kennen und deren Lebensgeschichte und wie sie alle damit umgegangen sind.
    Den jede einzelne von ihnen hat doch ihr Päckchen im Leben schon tragen müssen. 
    Was nun alles passiert, wie Che damit umgeht und was sonst alles noch passiert, erfährt man in diesen Buch.

    Mir hat dieses Buch ganz gut gefallen, der Schreibstil war leicht und locker und man kommt gut durch die Kapiteln durch. Auch die Idee das jede der Pigerinnen eine eigen Geschichte erhält und diese auch erzählt finde ich gut. Nur leider fand ich es einfach nicht sehr spannend und packend. Es hat unterhalten, und manchmal auch zum Nachdenken oder schmunzeln gebracht, dennoch bleibt es eher im Mittelmaß.
    Für zwischendrin ist es ein Buch, wo man gerne mal lesen kann.

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    Saskia_Reinholds avatar
    Saskia_Reinholdvor 5 Monaten
    Roman

    Klappentext


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    anne_foxs avatar
    anne_foxvor einem Jahr
    Die Canterbury-Schwestern

    Che verspricht ihrer Mutter am Sterbebett, das sie ihre Asche in Canterbury verstreuen soll und zu diesem Anlass eine Pilgerreise dorthin zu machen. Makaber das sie die Asche ihrer Mutter in einem Plastikbeutel mitnehmen muss, da eine Urne von der Fluggesellschaft verboten wurde. Leider erfährt man wenig über die eigentliche Pilgerreise. Che macht sich auf den Fußweg nach Canterbury mit 5 Frauen die auf dem gemeinsamen Weg ihre Geschichten nacheinander wie es die Reiseführerin vorschlägt, erzählen sollen. Ob wahr oder gelogen wäre egal. Mir fehlte es bei dem Roman an Tiefe und Gefühl, daher leider nur 3 Sterne.

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    Halla_Echos avatar
    Halla_Echovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweilig und inspirierend!
    Kurzweilige Pilgerreise

    Kann eine Pilgerreise kurzweilig sein? Na klar!

    In diesem Buch folgen wir gemeinsam mit der Protagonistin Che, der Asche ihrer Mutter und einem bunten Haufen amerikanischer Frauen, den Spuren der Chaucer-Pilger.
    Während unserer Reise über die Seiten dieses Buches lernen wir in kleinen Geschichten, welche in Chaucertradition von den Pilgern erzählt werden, die Gefühle und Gedanken dieser spannenden Individualistinnen kennen und werden Zeugen, wie sich die Sicht von Che öffnet für die Farben der Welt und des Lebens.

    Dieses Buch liest sich flüssig und auch nach ein paar Wochen, die ich zeitbedingt mit dem Lesen aussetzen musste, kam ich schnell wieder in die Story hinein...die Charaktere sind sehr einprägsame Persönlichkeiten.

    Alles in Allem ein empfehlenswertes Buch.

    Eines noch - der kleine Nerd in mir, meineszeichens großer Star Trek-Fan, würde keine Ruhe geben:
    Es wurde relativ am Anfang ein Vergleich gezogen, welcher alle Trekkies zusammenzucken lassen wird, sobald sie es lesen... die "redshirts" haben nicht im Star Wars-Universum kaum eine Überlebenschance, sondern sollten im Star Trek-Universum die Finger von Sprechrollen lassen. Den Vergleich im Buch zu verwenden, wenn die Autorin sich damit nicht auskennt, war suboptimal. Dieser Paux-Pas bei der Recherche hat meine Lesefreude über einige Seiten sehr beeinträchtigt. Dies hielt aber nicht lange an... ;-)

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    Arbutuss avatar
    Arbutusvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich durchaus gekonnt und pointiert. Inhaltlich überzeugt es mich nicht hundertprozentig.
    Frauenprobleme. Frauenprobleme? Frauenprobleme ...

    Ich glaube, Jean ist eine Frau, die man völlig aufdröseln kann, wenn man den richtigen Faden findet und daran zieht.

    Ich werde nirgendwo erwartet, von keinem, und die freie Zeit gähnt mich an wie ein Rachen. Wenn ich nicht aufpasse, falle ich noch hinein und werde auf der Stelle verschluckt.

    Che's heile Welt bricht gerade zusammen, als ihr langjähriger Lebensgefährte sie plötzlich verlässt und sie von ihrer verstorbenen Mutter den Auftrag bekommt, deren Asche pilgernd nach Canterbury zu bringen. Was läge auch näher als diese Pilgerfahrt, da doch nichts mehr ist wie es einst war und Che nach irgendeinem Anker sucht, damit ihr der Boden nicht vollends unter den Füßen weggezogen wird. So schließt sie sich, skeptisch und verschlossen zunächst, einer geführten Frauen-Pilgertruppe an, die als gemeinsames Ziel die Kathedrale von Canterbury ins Auge gefasst hat. Unterwegs soll, ganz in der Tradition der mittelalterlichen "Canterbury Tales" von Chaucer, jede eine Geschichte erzählen. Dabei kommt Stück für Stück eine Menge Enthüllendes zutage; nicht Wenige erzählen ihre eigene Geschichte; Abgründe tun sich in den Biographien der einzelnen Frauen auf.

    Die Idee, das Vorbild der alten erzählenden Chaucer-Pilger aufzugreifen und eine moderne Frauenrunde daraus zu machen, gefällt mir. Die Umsetzung ist sprachlich gelungen; die Figuren sind fein und liebevoll gezeichnet, hin und wieder ein bisschen zynisch. Die Dialoge haben Witz und Tempo. Allen, denen die Erzählung zu weitschweifig ist, empfehle ich einmal das Original von Chaucer. So weit, so gut. Was mir nicht so sehr gefällt, ist, dass es in den Erzählungen der Frauen so penetrant um Männerverschleiß geht. Auch der etwas flapsige Umgang mit der Asche der eigenen Mutter, der mir schon bei Graham Greene nicht hundertprozentig zugesagt hat, ist nicht ganz meine Schiene Humor; hier aber wird das Thema leider noch ausgiebiger ausgewalzt.

    Und dann gibt die Reisende Valerie ausgerechnet jene Chaucer-Erzählung des Weibes von Bath wieder, die einzige, die ich bei Chaucer ausgelassen habe, weil dieser sie seiner Leserschaft als die Zweite der beiden derben, zotenhaften Geschichten angekündigt hatte; und ich muss gestehen, eine davon hatte mir gereicht. Und ausgerechnet hier hat mich die Autorin wieder, zieht die Ich-Erzählerin doch aus diesem Bericht wieder ganz und gar lebensnahe Schlüsse und festigt so schon wieder das gerade schon verloren geglaubte Niveau dieses merkwürdigen Buches.

    Ziemlich unerträglich finde ich dann aber wieder die suggestiven Aufreihungen, was über einer Frau mit Vierzig, und was über einer Fünfzigjährigen alles zusammenbreche, gefolgt von weiteren furchtbaren Allgemeinplätzen wie "Es ist die Aufgabe einer Mutter, mit Engelszungen auf ihre Tochter einzureden, genauso wie es die Aufgabe der Tochter ist, nicht auf sie zu hören. Jede Frau muss ihre eigenen Fehler machen. ...".

    Aber im Allgemeinen ist sprachlich alles sehr gekonnt und pointiert, wenn es auch teils ein wenig ratlos wirkt.

    Ein einziger Makel, und schon wirft sie etwas weg, sei es ein Pullover oder ein Apfel oder ein Mann, und ich kann mich nicht entscheiden, ob diese lässige Missachtung die Quelle ihrer Kraft oder die Quelle ihrer Verletzung ist.

    Die Schlussentwicklung ist durchaus fulminant; insgesamt aber hinterlässt die Geschichte einen zwiespältigen Leseeindruck bei mir. Es ist nicht, was man erwartet, wenn man ein Buch über eine Pilgerschaft liest; dies kann man als Vorzug empfinden, mir aber ging es nicht so. Im Prinzip ist jeder Roman suggestiv, das muss er sogar sein. Aber wenn mir mit dem Holzhammer Klischees über die Spezies Frau bzw. Mann eingetrichtert werden sollen, habe ich zumindest ein Wörtchen mitzureden und kann meine Zustimmung nicht uneingeschränkt erteilen.

    Kommentare: 3
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    Babyvvor 2 Jahren
    Auf zur Selbstfindung!


    Was macht man, wenn man scheinbar alles verloren hat und allein auf der Welt ist? Sich aufgeben? Versuchen weiterzuleben?
    Che muss sich genau dieser Frage stellen und findet ihre Antworten auf einer Wanderung, die sie sich selbst nie hätte träumen lassen! 
    Die Hauptperson aus dem Buch "Die Cantebury Schwestern" begibt sich dank der Autorin  Kim Wright auf eine eindrucksvolle  Reise, die durch eindrucksvolle Landschaften führt und sie auf Menschen treffen lässt, die Che zeigen, dass die Welt nicht nur aus grau besteht.

    Der Roman ist wundervoll geschrieben und hat mich innerlich aufgerüttelt.  Dennoch ist er an Manchen, wenn auch kleinen Stellen, etwas zu langwierig was mich dazu zwingt einen Stern abzuziehen. 
    Nichtsdestotrotz schreibt die Autorin anregend und je weiter ich las, desto mehr fühlte ich mich in das Buch eingebunden. 

    Ich gebe alles in allem 4 von 5 Sterne und würde es direkt nochmal lesen.   Ohne schlechtes Gewissen, kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich selber sucht und noch nicht gefunden hat, aber auch jedem der einfach einen toll geschriebenen Roman sucht! 

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    Steffi1611s avatar
    Steffi1611vor 2 Jahren
    Eine langgezogene Reise

    Nachdem Tod ihrer Mutter Diana erhält Che von dieser neben ihrer Asche auch einen Brief mit einem Wunsch. Durch die schwere Krankheit und Krankenzeit ist Diana gläubig geworden und hat sich daran festgehalten um Kraft zu sammeln. Sie wollte zu Lebzeiten unbedingt eine Pilgerreise nach Canterbury mit Che unternehmen. Da aus dieser Reise nichts mehr wurde, ist der letzte Wunsch von Diana, dass Che alleine pilgert und ihre Asche verstreut.
    Che ist wenig begeistert. Vom Charakter her ist sie eher Einzelgängerin, welche fest im Leben steht. Sie ist nicht religiös und sieht keinen Sinn im Pilgern. Umgestimmt wird sie von dem Brief ihres Freundes. Somit bucht sie einen Flug und eine Tour. Eine Tour für sie alleine ohne Mitreisende. In England angekommen wird Che mitgeteilt, dass ihre Tour nicht stattfinden kann, aber sie sich gerne einer Frauengruppe anschließen kann. Wenig begeistert erklärt sie sich dazu bereit.
    Auf den ersten Blick hin steckt sie jede Reisegefährtin in eine Schublade und will so wenig wie möglich mit ihnen zu tun haben. Die Reiseleiterin möchte, dass jeder eine Geschichte über die Liebe erzählt auf der Wanderung. So beginnen die Erzählungen…

    Wirklich positiv an diesem Buch sind die einzelnen Geschichten. Man erfährt viel von den Frauen und kann sich ein Bild machen. Leider ist die Geschichte um die Erzählungen für mich zu langgezogen und langweilig. Che als Hauptcharakter hat mir gar nicht gefallen und ich wurde mit ihr nicht warm. Ihre Entwicklung innerhalb des Buches war zu merken. Zum Ende war sie ein wenig offener und umgänglicher mit ihrer Umwelt. Des Weiteren sieht sie wohl wieder einen Sinn in ihrem Leben.

    Der Titel ist passend gewählt. Die Cover sowie Innenbandgestaltung sind gut ausgewählt. Eine angedeutete Landkarte um zu sehen wo Canterbury überhaupt liegt.

    Falls jemand das schöne England entlang pilgern möchte, kann er dieses Buch gerne lesen. Landschaftsbeschreibung gibt es viele tolle.

    Mehr als 3 Sterne kann ich für dieses Buch nicht vergeben.

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    Kleine8310s avatar
    Kleine8310vor 2 Jahren
    Die Canterbury Schwestern

    "Die Canterbury Schwestern" ist ein Roman der Autorin Kim Wright. Auf dieses Buch hatte ich mich schon sehr gefreut, denn ich mag Geschichten über Pilgererfahrungen eigentlich immer sehr gerne und dieser Klappentext klang, was das anging, durchaus vielversprechend. Aber ob der Inhalt des Buches da auch mithalten konnte? Ihr dürft gespannt sein ...

     

    In diesem Buch geht es um die Protagonistin Che. Che hat vor kurzem nicht nur die Trennung von ihrem Freund verkraften müssen, sondern auch den Verlust ihrer Mutter. Diese hat ihrer Tochter in einem Brief mitgeteilt, dass sie sich wünscht, dass Che ihre Asche in Canterbury verstreut. Aus diesem Grund ist Che nun, gemeinsam mit acht anderen Frauen auf dem Weg dorthin und zwar als Pilgerreise.

     

    Che ist wenig angetan von der Tatsache, dass sie sich hier auf einem sogenannten Selbstfindungstrip befindet und dementsprechend ist auch ihre Stimmung. Doch als die völlig verschiedenen Frauen eine nach der anderen eine Geschichte über die Liebe erzählen, um einer Pilgertradition zu folgen, ist Che widererwarten sehr berührt von den Erzählungen und diese Tatsache verschiebt auch etwas in ihr selbst ...

    Der Einstieg in dieses Buch ist mir gut gelungen. Der Schreibstil von Kim Wright hat mir sehr gefallen, denn die Autorin schafft es eine schöne Atmosphäre aufzubauen und mir als Leserin einen richtigen Zugang zu den verschiedenen Charakteren zu verschaffen. Ich mag ja Geschichten um Pilgerreisen sehr gerne nur ist mir immer wichtig, dass sie sich von der Masse dieser Bücher auch abheben und das ist Kim Wright, meiner Meinung nach, wirklich gut gelungen. 

     

    Die Ausarbeitung der Charaktere fand ich wirklich toll und auch wenn mir nicht jede der Frauen gleichermaßen sympathisch war, hat die Autorin hier vielschichtige Charaktere gezeichnet, die einfach interessant sind. Das Thema der Pilgerreise und die dort besprochenen Themen handeln natürlich auch von der Selbstfindung und der eigenen Entwicklung, aber auch wenn es bekannte Themen sind, hat die Autorin es in diesem Buch geschafft ihnen ihren ganz eigenen Anstrich zu geben, was mir immer sehr wichtig ist!

     

    Wirklich viel Spannung bietet die Geschichte nicht und manches ist auch eher vorherzusehen, aber dennoch habe ich die Entwicklungen der so verschiedenen Frauen ganz interessiert verfolgt. Ich hätte es schön gefunden, wenn es noch die ein oder andere überraschende Wendung gegeben hätte, aber dass es nicht so war, konnte ich auch verschmerzen.

    Positiv: 

    * authentische und vielschichtige Charaktere

    * interessante Themen

    * schöne, bildhafte und liebevoll ausgewählte Beschreibungen


    Negativ: 

    * ich hätte mir manchmal mehr Überraschendes und etwas mehr Spannung gewünscht


    "Die Canterbury Schwestern" ist ein schöner Wohlfühl - Roman, der aber auch Themen zum Nachdenken mitbringt! Ich hatte sehr schöne Lesestunden!

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    Klusis avatar
    Klusivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Pilgerreise, die sich ziemlich zieht und mir nur wenige emotionale Berührungspunkte bieten konnte
    Die Canterbury Schwestern

    Che de Milan muss eine ganze Reihe an Schicksalsschlägen einstecken. Erst stirbt ihre Mutter, dann verlässt sie ihr Freund. Che beschließt, dem letzten Wunsch der Mutter nachzukommen. Da diese schwer krank wurde, bevor sie sich den Traum einer Pilgerreise nach Canterbury erfüllen konnte, möchte nun Che die Asche ihrer Mutter an den magischen Ort bringen und dort verstreuen.
    Eigentlich ist sie eher eine Einzelgängerin, aber nun schließt sie sich einer Reisegruppe an, um nach Canterbury zu pilgern. Zusammen mit acht anderen Frauen macht sie sich auf den Weg.
    Während der mehrtägigen Wanderung haben die Frauen Gelegenheit, sich gegenseitig näher kennenzulernen, und jede von ihnen erzählt ihre Geschichte. Dies ist ganz im Sinn der Canterbury Tales aus dem 14. Jahrhundert. Während der Pilgerreise gelingt es Che, zur Ruhe zu kommen und Ordnung in ihr Gefühlschaos zu bringen.

    Als ich den Klappentext des Buches gelesen habe und mir der Bezug zu den alten Canterbury Tales aufgefallen ist, hat mich das neugierig auf den Roman gemacht. Che hat einen außergewöhnlichen familiären Hintergrund, denn sie stammt aus einer Hippie-Familie. Daher rührt ihr exzentrischer Vorname, denn sie wurde nach dem Revolutionär Che Guevara benannt.
    Allgemein kann ich sagen, dass mir der lebendige Schreibstil und die stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen schon gut gefallen haben. Allerdings war mir das Gewusel der neun beteiligten Frauen zu viel, denn anfangs konnte ich die Charaktere nur schwer auseinander halten, da man die Frauen zuerst nur bruchstückhaft vorgestellt bekommt.
    Die Geschichten der Frauen waren dann auch nicht dazu angetan, mich zu fesseln oder gar zu berühren, vor allem weil sich schnell herausstellt, dass sie zum Teil von den Erzählerinnen nur erfunden sind. Meist geht es darin um Partnerschaftsprobleme, um Treue und Untreue, um Liebe und Gleichgültigkeit. Die Pilgerreise und damit das Buch haben sich für mich gezogen wie Kaugummi, denn alles plätschert so dahin, und auch die Ankunft in Canterbury, die Art, wie Che dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Mutter nachkommt, das wirkte auf mich alles eher banal.
    Lediglich auf den letzten siebzig Seiten tut sich doch so einiges, das mich fesseln konnte. Aber so richtig emotional hat mich der Roman leider nicht erreicht.

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    sydneysider47s avatar
    sydneysider47vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Die Amerikanerin Che fliegt nach Großbritannien und nimmt dort mit acht Frauen an einer Wanderung nach Canterbury teil.
    Frauen auf einer Pilgerwanderung nach Canterbury

      ==Die Handlung:==

     

    Che de Milan ist Amerikanerin, von Beruf jemand, die sich mit Weinen auskennt.

     Als ihre Mutter Diana gestorben ist, will Che ihren letzten Wunsch erfüllen: die Asche nach Canterbury in Großbritannien bringen und dort verstreuen. Diesen letzten Wunsch will sie ihrer Mutter erfüllen, obwohl sie ihr nie besonders nahestand.

     Che fliegt nach Großbritannien und schließt sich dort acht Frauen an, die eine Art Pilgerwanderung nach Canterbury unternehmen.

     Tess ist die Leiterin der Wanderung – sie erklärt Landschaften und Geschichtliches.

     Während der Wanderung werden aber auch noch Geschichten erzählt. Jede der Frauen soll eine Geschichte erzählen. Es handelt sich hierbei um Selbsterlebtes, aber auch Sagen oder Märchen. Die Regeln sind hier nicht streng. Wichtig ist nur, dass die Erzählerin einer Geschichte nicht unterbrochen wird.

     Die Geschichten der Frauen bestimmen das Buch. Man liest beispielsweise von Claire, die einen Film sieht, in dem ihr Mann mit einer Frau, namens Edith, im Bett ist.

     Man liest von Silvia, die ihre große Liebe erst spät fand, nachdem ihr erster Mann sie verlassen hatte. Aber dann nehmen ihr Schicksal und das Schicksal ihres Mannes eine erstaunliche Wende.

     Jean erzählt, wie sie vor Jahren mit ihrer Familie in Guatemala lebte, einem gefährlichen Land. Das musste auch ihre Familie erfahren.

     Abends schlafen die Frauen immer in Herbergen – meistens einfache Unterkünfte. Che de Milan ist dann gerne allein.

     

     ==Schreibstil:==

     Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Che erzählt. Sie beschreibt den Lesern die Handlung im Präsens.

    Was mich wundert, ist, dass der Buchtitel nicht korrekt geschrieben wurde. Es muss „Die Canterbury-Schwestern“ heißen. Zusammengesetzte Hauptwörter schreibt man im Deutschen zusammen, auch die Zusammenschreibung mit Bindestrich ist erlaubt. Aber die Auseinanderschreibung geht gar nicht.

     

     ==Meine Meinung:==

     Am Anfang habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich mochte Che. Dann gab es eine Stelle, an der sie ihr Smartphone in einem Pub vergisst, kurz bevor sie sich mit ihren acht „Reiseweibern“ auf den Weg nach Canterbury macht. Das Verschwinden des Smartphones wird dann erst mal nicht weiterverfolgt. Das ist für mich wirklichkeitsfremd. Ein Smartphone ist wichtig – mit vielen Daten. Normalerweise müsste man den Verlust der Polizei oder anderen öffentlichen Stellen melden.

     Die Frauen wandern dann in Richtung Canterbury und reden sehr viel. Und nicht immer mögen sie sich, immer wieder keimt Missgunst während der Wanderung auf.

     Viele Frauen werden dem Leser erst durch ihre Geschichten so richtig sympathisch. Tess dagegen bleibt während des ganzen Buches recht „farblos“ – also nebensächlich. Zu ihr kann ich als Leserin keine richtige Beziehung aufbauen.

     Leider merke ich auch, dass die Geschichte in der Mitte abflaut und es Szenen gibt, die ich langweilig finde.

    Zum Schluss aber wird das Buch wieder interessant – und es gibt doch einiges in der Handlung, was ich unvorhersehbar und gelungen finde.

     

     ==Mein Fazit:==

     Das Buch „Die Canterbury-Schwestern“ ist ein Buch über Frauen, die eine Pilgerwanderung nach Canterbury unternehmen. Das Buch fängt stark an, flacht in der Mitte ab – wird aber zum Schluss doch wieder interessant.

     Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

     P.S.: Diese Rezension erschien in kürzerer Fassung schon auf vorablesen.de unter meinem dortigen Nick „adel69“. Weiterhin unter einem anderen Nicknamen bei Amazon.de und bei anderen Internet-Buchhändlern. Außerdem habe ich diese Rezension auf dem Wordpress-Blog der „Verrückten Leseratten“ eingestellt.

     

     

     

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