Kimberley Wulf Berlin Kurfürstenstraße - Vom Kuhstall auf den Straßenstrich: Meine Zeit als Hure auf dem Straßenstrich - Geschichte einer Prostituierten (Deutschland schaut weg!)

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(2)
(0)

Inhaltsangabe zu „Berlin Kurfürstenstraße - Vom Kuhstall auf den Straßenstrich: Meine Zeit als Hure auf dem Straßenstrich - Geschichte einer Prostituierten (Deutschland schaut weg!)“ von Kimberley Wulf

Bitte erwarten Sie von diesem Buch keine sozialwissenschaftliche Milieustudie. Das kann die Autorin nicht leisten und das war auch nicht ihre Intention. Kimberley Wulf möchte Sie vielmehr in die Welt der Prostitution mitnehmen und Ihnen dazu einige wichtige Fragen beantworten. Das alles ist dann noch spannend und interessant verpackt. Teile dieses Buches wurden direkt aus dem Tagebuch der Autorin übernommen. Umfassend schildert die Autorin ihre Zeit auf dem Straßenstrich und geht auf zahlreiche Fragen ein: Wie gerät eine junge Frau in die Prostitution? Wollten Sie immer schon wissen, wie der Alltag einer jungen Frau aussieht, die täglich mehrere Stunden auf dem Straßenstrich verbringt? Was erlebt sie dort mit den Freiern und den anderen Frauen? Interessiert es Sie zu erfahren, wie sie in diese »Gesellschaft« geraten ist? Möchten Sie wissen, warum sie nicht die Schulbank drückt oder eine Ausbildung macht? Was geht einer Frau durch den Kopf, die sich für kleines Geld f***** lässt? Welche Rolle spielt das Geld? Was ist mit der Liebe? Gibt es eine Perspektive nach einigen Jahren auf dem Strich? Diese und viele weitere Fragen wird Ihnen die Autorin in dem folgenden Romanbericht beantworten. Sie schreibt authentisch, offen und erzählt ihre Geschichte spannend und schonungslos. Dabei neigt sie weder dazu, zu übertreiben, noch dazu die Dinge zu beschönigen. Bei allem Verständnis für das Milieu fällt ihre Gesamtbeurteilung zudem kritisch aus. Im Zentrum dieses Romanberichtes steht eine junge Frau, die von ihren Erlebnissen berichtet, die erst wenige Jahre zurückliegen. Kimberley kam aus der entferntesten Ecke Mecklenburg-Vorpommerns nach Berlin und suchte nach ihrer Schulzeit ein Leben jenseits von Jobcenter und beschränkter Dorfjugend. Aber auch Berlin mit seinen unzähligen Möglichkeiten lag ihr nicht zu Füßen. So landete sie erst mal in einem heruntergekommenen Apartment in Berlin-Schöneberg und auf dem Straßenstrich an der Kurfürstenstraße. Als sie nach Berlin kam, hatte sie nichts als einen kleinen Koffer voll Klamotten, 74 Euro Bargeld, sowie die Unterlagen, die sie fürs Jobcenter brauchte, um Hartz 4 zu beantragen. Ihr einziges Kapital war ihr Körper und sie verstand es, schnell damit Bares zu machen. Angetrieben wurde sie von der Gewissheit, dass es für sie kein Zurück gab. Berlin war ihre Herausforderung, ihre Chance und ihr Risiko. Kimberley: »Als Abschiedsgeschenk hat mir mein Stiefvater das gesamte Geld gestohlen. Alles, was ich mir in den vergangenen Monaten zusammengespart hatte, war weg. Dafür hatte der Alte jetzt endlich seinen geliebten Flachbildfernseher und ein neues Smartphone. Ohne dieses Geld wurde mein Start in Berlin noch viel schwerer.« Mehrere Monate war die Ecke Kurfürstenstraße/Potsdamer Straße ihr Arbeitsplatz. Regelmäßig stand sie hier an der Straße und fischte sich Freier. Mit Preisen ab 20 Euro fürs ********* besserte sie sich ihre »Stütze« auf. Der Straßenstrich mit seinen ganz eigenen Gesetzen wurde für Kimberley aber nicht zur Endstation. Sie schaffte es, sich in dieser »unwirklichen« Umgebung zurechtzufinden und nicht unterzugehen. Von Monat zu Monat gelang es ihr, sich besser zu arrangieren. Kimberley erzählt in ihrem Buch von den Menschen an dieser Ecke, von ihren Erlebnissen und wie sie es geschafft hat, sich über Wasser zu halten. Kimberley zeigt Ihnen, wie sie in diese Welt gestolpert ist, was sie dort erlebt hat und wie sie dem Strich auf der Straße wieder den Rücken zugekehrt hat.

Dieses Buch geht unter die Haut. Die Autorin nimmt wirklich keine Rücksicht auf ihre Leser und schreibt, wie auf dem Strich geredet wird.

— Lesemaus_allein_zuhaus
Lesemaus_allein_zuhaus

So genau wollte ich das alles nicht wissen. Allzu authentisch, kein Lesegenuss. Suchte Erlebnisbericht über den Ausstieg aus dem Milieu.

— MartinFischer
MartinFischer

Stöbern in Biografie

Am Ende der Welt ist immer ein Anfang

Ein schönes Buch mit Schwächen

Amber144

Gegen alle Regeln

Tragisches, aber nie kitschiges Leseerlebnis

RobinBook

Dichterhäuser

Ein großartiges Geschenk an alle, die Literatur & ihre Dichter lieben/besser kennenlernen wollen. Diese Fotos! Ein wahres Fest fürs Auge!

Wedma

Penguin Bloom

Inspiriert einfach...

WriteReadPassion

Und was machst Du so?

Eine interessante Lektüre, die dazu führt, die eigene Biografie und Berufswahl zu hinterfragen.

seschat

Von Beruf Schriftsteller

Ein sehr lesenswerter Einblick in das Leben des berühmten Schriftstellers Haruki Murakami - nicht nur für Bibliophile!

DieBuchkolumnistin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Dass dieses Buch nicht jedem gefällt, kann ich gut verstehen

    Berlin Kurfürstenstraße - Vom Kuhstall auf den Straßenstrich: Meine Zeit als Hure auf dem Straßenstrich - Geschichte einer Prostituierten (Deutschland schaut weg!)
    Lesemaus_allein_zuhaus

    Lesemaus_allein_zuhaus

    20. May 2015 um 08:14

    Dieses Buch geht unter die Haut. Die Autorin nimmt wirklich keine Rücksicht auf ihre Leser und schreibt, wie auf dem Strich geredet wird. Mich persönlich hat diese Geschichte gefesselt. Wer es aber lieber soft und weichgespült mag, der sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen. In jedem Fall sollte man sich die Vorschau durchlesen und erst dann entscheiden. Ich war jedoch bereits nach den ersten Seiten "gefangen"

    Mehr