Kimiko Nakayama-Ziegler

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Cover des Buches Bis nächstes Jahr im Frühling (ISBN: 9783311151203)
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Rezension zu "Bis nächstes Jahr im Frühling" von Hiromi Kawakami

Books_n_art
Das Schicksal einer Frau in Japan

Bis nächstes Jahr im Frühling hat die für japanische Literatur typische nüchterne Schreibweise, bei der insbesondere in diesem Buch auch viele Banalitäten eingefangen werden.


Es wird aus der Sicht von Noyuri erzählt. Sie ist seit einigen Jahren verheiratet, hat aber ein überraschend enges Verhältnis zu ihrem Onkel, mit dem sie auch über ihr Leben spricht.


Bis nächstes Jahr im Frühling erzählt aus dem stumpfen Alltag einer Frau in Japan, deren Mann fremd geht. Durch den Schreibstil wirkt sie abgestumpft und distanziert und braucht viel Zeit um diese Tatsache zu verdauen.

Das Ganze kommt in einem Schreibstil, der für mich etwas gewöhnungsbedürftig war, und auch ein bisschen wirr. Leider gab es auch keinen Spannungsbogen, der mich zum weiterlesen bewegt hätte. Dafür bekommt man aber eine Gesellschaftskritik zu einem Land, in dem Frauen sich nicht selbst finanzieren können, und das Fremdgehen der Männer eine Normalität zu sein scheint.


Und so zieht sich die Partnerschaft zäh vor sich hin. Und irgendwie hat der Autor es geschafft, das Buch in einem leichten und zugleich mühsamen Schreibstil zu schreiben.




So gerne ich dieses Buch auch weiterempfehlen möchte... bitte nur, wenn ihr japanische Literatur über alles liebt und es kaum erwarten könnt, eine Studie der Gesellschaftskritik zu lesen.


 

Cover des Buches Bis nächstes Jahr im Frühling (ISBN: 9783311151203)
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Rezension zu "Bis nächstes Jahr im Frühling" von Hiromi Kawakami

Sanne54
Episoden einer Trennung

Die Protagonistin dieses oft beinahe beiläufig wirkenden Romans (was er natürlich nicht ist) steht nach 7 Jahren Ehe an einem wichtigen Scheidepunkt. Ihr Mann, den sie sogar zurücknehmen würde, weil die Ehe wesentlicher Bestandteil ihrer Identität ist, betrügt sie mit einer anderen Frau und will sich nicht von dieser trennen. Also geht die Ehefrau auf Abstand und lernt peu a peu ihren eigenen Weg zu gehen, sie selbst zu sein … das alles liest sich unglaublich befremdlich, fast melodramatisch, denn Hallo, ich würde dem Kerl sofort den Laufpass geben, denkt das emanzipierte Herz. Aber nach und nach taucht man in das zugrunde liegende traditionelle Denken ein, das hier auf dem Prüfstand steht.

Am Ende sind es dann doch ein paar Längen, da sich das Buch oft in wirklich sehr ruhigen Fahrwassern alltäglicher Beobachtungen bewegt. Gleichzeitig ist es aber auf seine Art natürlich hoch emotional und sehr spannend. Gekauft habe ich es zugegeben, weil mir das Cover so gefallen hat. Es spiegelt den Charakter des Buches tatsächlich auch gut wieder. 

Cover des Buches Bis nächstes Jahr im Frühling (ISBN: 9783446263680)
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Rezension zu "Bis nächstes Jahr im Frühling" von Hiromi Kawakami

Paperboat
Eine passive Protagonistin in einem lesenswerten Roman

Noyuris Mann möchte sich von ihr trennen. Die Ehe ist eingeschlafen. Takuya hat eine Affäre. Davon erfährt Noyuri durch einen anonymen Anruf. Dass die Ehe keine Achterbahnfahrt der Gefühle ist, das weiß auch Noyuri, seltsamerweise jedoch findet sie in der Tristesse und unspektakulären Routine dieser Ehe eine Art Geborgenheit. Daher möchte sie sich eigentlich auch gar nicht von Takuya trennen, sucht aber auch nicht das klärende Gespräch mit ihm. Alles driftet weiterhin so ein wenig vor sich hin.
Lediglich mit ihrem Onkel Makoto redet Noyuri einigermaßen offen, zumal er auch eine Art Referenz für sie ist, denn auch er hatte mal eine Affäre, die er aber zugunsten seiner Ehe beendet hat. Makoto ist es auch, der ihr eine Stelle in einer Arztpraxis vermittelt, die eine erste Station auf dem Weg in eine Selbstständigkeit ist, der Noyuri sich noch nicht richtig gewachsen fühlt.

Hiromi Kawakamis Roman hat kein unbedingtes Ziel, ist aber eine Reise. Als Leser fragt man sich, warum Noyuri sich selbst so in dieser Konstellation verhaftet und sich damit Möglichkeiten zur Selbstentfaltung nimmt, und doch ist ihr Charakter – überraschend in Anbetracht der Umstände - mir beim Lesen nie nervig geworden. In den Zeilen dieser Geschichte zeigt sich die Unsicherheit der eigenen Gefühle und dem, was man im Leben möchte ohne belehrend zu sein. Zu keinem Zeitpunkt des Buches hatte ich das Gefühl, dass die Ereignisse des Romans in eine bestimmte Richtung laufen müssten, und fühlte mich dennoch sehr gut unterhalten. Dieses Buch ist eine Reise, auf die man sich einlassen sollte.

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