Kira Gembri , Katharina Schwarzmaier Wenn du dich traust

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Inhaltsangabe zu „Wenn du dich traust“ von Kira Gembri

Lea zählt – ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals würde er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen ...

Wow, tolles Buch! Habe es gar nicht mehr aus der Hand legen können!

— Plovesreading

Kein bisschen kitschig, dennoch mit einer guten Portion Gefühl. Wunderbare Sprecher runden das Hörbuch ab.

— MissStrawberry

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  • viel tiefgründiger als erwartet…wenn du selbst die Erbsen zählen musst

    Wenn du dich traust

    Normal-ist-langweilig

    31. August 2017 um 17:55

    Ein kleines Highlight hat mich hier erwartet! Das schon gleich zu Beginn! Ich hatte eine eher seichte Geschichte erwartet, in der ein Bad Boy auf ein Mädchen mit Zwangsstörungen trifft. Dann hilft er ihr, es kommt die Liebe und sie wird – Überraschung – geheilt! Da hatte ich aber meine Rechnung ohne die Autorin gemacht. Denn sie hat hier eine mehr als mitreißende, tolle und sehr tiefgründige Geschichte geschrieben, die von den beiden Sprechern lebendig und dabei äußerst mitfühlend intoniert wird. Ich finde das eine sehr gelungene Sache, wenn ein Hörbuch von einem Sprecher und einer Sprecherin gesprochen wird. Abwechselnd wird man hier so von Lea oder Jay abgeholt und mitgenommen. Das wirkt fast so, als würden wir zusammen an einem Tisch sitzen und sie die Geschichte nacheinander erzählen. Richtig toll! Sowohl Jay als auch Lea haben es in ihrem Leben nicht leicht gehabt und wie immer geht jeder Mensch anders mit seinen Probleme um. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und andere Formen der Verdrängung bzw. Aufarbeitung gefunden. Wir lernen Jay und Lea sehr genau kennen und ihre Geschichten sind beide enorm emotional. Dabei sind sie weder kitschig noch überzogen, so dass ich sie gerne bis zum Ende des Hörbuchs begleitet habe. Die Autorin beweist hier zusätzlich ein ganz großes Gespür und Können, indem sie das Thema Zwangsstörungen neutral und ehrlich und dabei doch ergreifend, aufwühlend und interessant behandelt. Das Ende hat dem ganzen die Krone aufgesetzt, da dieses gleichzeitig wunderschön und realistisch zugleich ist. Ich habe mich nur ungern von Lea und Jay getrennt (auch Flocke fand ich klasse!), da mich die Geschichte sehr gut unterhalten und mich gleichzeitig emotional herausgefordert hat. Beide Charaktere fand ich grandios, ihre Schlagabtausche legendär und ihre schwachen Momente ergreifend. Eine richtig tolle Geschichte zum Verlieben und  (später) Glücklichsein!

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  • Meine persönliche Meinung zu "Wenn du dich traust"

    Wenn du dich traust

    sabrinadam1

    02. August 2017 um 16:29

    Klappentext: Liebe ist keine gerade ZahlLea zählt- ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos, tanzt auf jeder Party und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals wüede er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen, schon gar nicht mit einem, das ihn so auf die Palme bringt wie Lea. Und Lea käme nie auf die Idee, mit Jungs zusammen zwischen Pizzakartons und Schmutzwäsche zu hausen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen...Der Klappentext klang für mich nicht so vielversprechend, aber das Cover hat mich mit dem schönen Design überzeugt und ich hab es doch gelesen. Man kann in die Geschichte gut rein steigern. Ist einfach zu lesen. Die Protagonistin hat Zwangsstörrungen und der Junge hilft ihr auf unerwarteter Art. Die Geschichte ist für mich okay und verdient 4 Sterne von mir.

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  • Wenn der Blinde den Lahmen trägt, kommen beide voran

    Wenn du dich traust

    MissStrawberry

    06. May 2017 um 18:24

    Lea leidet unter Zwangsneurosen, die sie alles immer wieder zählen und kontrollieren lassen. Ihre Eltern kommen damit nicht mehr klar und überreden sie, sich freiwillig in eine Psychiatrie einweisen zu lassen. Dort trifft sie auf Jay, der wegen Drogenbesitzes zu Sozialstunden verdonnert wurde. Lea will raus aus der Klinik und Jay braucht Hilfe aus einer prekären Situation – so gehen beide einen Deal ein, sich gegenseitig zu helfen. So landet Lea bei Jay in der Wohnung und für beide ändert sich damit schlagartig das gesamte Leben …Die Idee des Plots ist großartig und die Umsetzung gefällt mir auch sehr gut. Abwechselnd erzählen Lea und Jay aus ihrer Sicht die Geschehnisse. Zwischendurch vergisst man komplett, dass die Story in Österreich spielt. Namen, Verhalten und Geschehnisse geben einem das Gefühl, dass die Geschichte in den USA spielt. Vielleicht ist das beabsichtigt. So oder so – man wird von der Geschichte und den Ereignissen sofort gefesselt und in den Bann gezogen. Das Buch ist ein Jugendbuch, doch auch ich als längst Erwachsene habe es sehr genossen. Die Krankheit wird nicht ins kleinste Detail erklärt, aber auch nicht lapidar abgetan. Das gefällt mir sehr daran: Lea kann loswerden, wie sehr sie es hasst, wie die meisten Leute reagieren, wenn sie von ihrer Krankheit erzählt. Das gibt Stoff zum Nachdenken!Dass Jay seine ganz eigenen Probleme hat, mit denen er klarkommen muss, wird Lea nur langsam bewusst. Aber sie will ihm helfen und das bewirkt etwas ganz Außergewöhnliches, das sie selbst, Jay, die Ärzte und ihre Eltern staunen lässt. Wunderbar, wie die Autorin diesen Bogen geschlagen hat. Kein bisschen überspannt oder herbeiphantasiert, sondern wirklich gut gemacht.Das Buch erzählt davon, dass Defizite auch Möglichkeiten bieten, dass man immer an sich arbeiten kann und dass es oft leichter wird, wenn man für andere, statt sich selbst stark ist. Das Cover hat mich eine völlig andere Geschichte erwarten lassen. Da kann man nur hoffen, dass sich nicht zu viele davon abschrecken lassen! Hier spielt die Liebe eine relativ kleine Rolle (Kitsch gar keine), aber der Umgang miteinander und mit Problemen eine sehr große. Junge Erwachsene, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden und sich ihren Platz im Leben erkämpfen – sehr witzig und spannend erzählt, aber sehr realitätsnah und nicht beschönigt. Der Erzählstil passt sehr gut zur Thematik. Beide Protagonisten sind nicht so unbeschwert, wie andere in ihrem Alter. Das wirkt sich auch auf die Art und Weise aus, wie sie erzählen. Genau das macht die Story glaubwürdig. Ein lockerer Stil hätte die Problematik nur ins Lächerliche gezogen. So aber bleibt man nicht davon verschont, über das Gehörte noch lange nachzudenken. Ich habe das Hörbuch an einem Stück durchgehört. Aufhören ging einfach nicht, ich musste wissen, wie es ausgeht! Dafür gerne die vollen fünf Sterne!

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  • Etwas emotionslos erzählt (Hörbuchrezension)

    Wenn du dich traust

    Starbucks

    02. April 2017 um 21:53

    Zuerst einmal muss man sagen, dass „Wenn du dich traust“ von Kira Gembri ein Jugendroman ist, der wirklich für Ältere nicht so geeignet ist. Das ist nicht bei allen Jugendbüchern so. Ich habe das Hörbuch zu „Wenn du dich traust“ in einer Ausgabe des audio media Verlages gehört. Es handelt sich hier um eine gekürzte Lesung auf 4 CDs mit einer Gesamtlänge von ca. 4,5 Stunden. Da der Roman aus der wechselnden Perspektive der beiden Protagonisten erzählt wird, wird er abwechselnd gelesen von Katharina Schwarzmaier und Markus Manig. Ich werde hier die Hörbuchversion rezensieren, die aufgrund ihrer Kürzung und der Art der Lesung möglicherweise durchaus anders rezipiert werden kann als der Roman selbst.Zum Inhalt: Lea hat durch ihre Zwangshandlungen ihren kleinen Bruder in Lebensgefahr gebracht. Sie landet in der Psychiatrie, wo sie nicht bleiben möchte. Als sich die Gelegenheit ergibt, besticht sie den straffällig gewordenen Jay, der in der Klinik Sozialstunden ableistet, ihr zu helfen. Sie möchte bei ihm wohnen und hilft ihm damit aus finanziellen Sorgen. Die sehr unterschiedlichen Teenager, die sich erst gar nicht leiden können, kommen sich dann immer näher, doch ihre Charaktere, vor allem Leas Kontroll- und Zählwahn, machen es den beiden nicht leicht. Zur Lesung: Die Lesung scheint mir etwas rau, die Stimme von Lea eher grob und nicht so angenehm. Jay ist ja der coole, raue Typ, so dass das ganz gut passt. Allerdings scheint mir die Lesung (oder letztendlich sogar die Geschichte selbst) sehr emotionslos. Man kann gut zuhören, aber ich war zu keiner Zeit berührt. Auch Spannung kommt nicht auf. So plätschert die Geschichte der beiden Teenager einfach so vor sich hin. Fazit: Möglicherweise bietet es sich hier an, eher das Buch zu lesen als das Hörbuch zu hören. Lea wäre für mich eher ein zerbrechlicher Charakter; die Stimme und Lesart im Hörbuch passen hier aber nicht dazu. Aus der Idee hätte man sicher viel mehr machen können, aber auch die Szenen bei den Drogendealern oder im Nobelrestaurant konnten mich nicht sehr überzeugen. So bleibt „Wenn du dich traust“ nichts als eine nette Geschichte, die mich nicht berührt hat und einfach so vorbei geflogen ist. Es wird aber hier ein ernstes Thema angesprochen, das vor allem für Jugendliche sicher spannend ist. Auch die Ursachen für Leas Zwangshandlungen werden aufgedeckt. Und der Draufgänger Jay wandelt sich ja ruck zuck in einen tollen Typen mit einem weichen Kern, denn auch er hat ja viel erlebt. Für mich war dies ein Hörbuch, das man gut nebenbei hören konnte, leider kann ich aber nur 3 Sterne vergeben.

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  • Sag ja zum Leben!

    Wenn du dich traust

    Antek

    23. March 2017 um 18:55

    Lea, ein Mädchen mit Zwangsstörungen, die alles im Leben zählt und kontrolliert und Jay, ein Junge, der mit seinen WG Kumpels um die Häuser zieht, sich die hübschesten Mädels angelt und nebenbei noch Drogen vertickt, als Hauptpersonen, was kann das werden? Eine super tolle, authentische Story, die mich unendlich berührt und ganz wunderbar unterhalten hat. Leas Eltern gehen ihrem psychischen Problem mehr oder weniger aus dem Weg und ob sie in der Klinik, in der sie jetzt eingeliefert wurde, so richtig aufgehoben ist, ist fraglich. Es muss Schicksal gewesen sein, dass sie und Jay ein gemeinsames Ziel zusammenbringt. Lea will aus der Klinik abhauen, Jay, der dort seine Sozialstunden ableisten muss braucht Geld, weil ihm Drogenboss im Genick hockt. Lea bietet ihm, nachdem sie ihn beim Klauen erwischt hat, eine wertvolle Kette an und der Deal steht, er das Geld, sie Unterschlupf in seiner WG. Jays Kumpels sind davon allerdings begeistert und für die steht eindeutig fest, die schräge Tussi aus der Klapse muss schnellstens wieder weg. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefangen genommen. Die Mischung ist einfach perfekt. Man bekommt einen tollen Einblick in Leas Zwänge und lernt nach und nach zu verstehen, warum sie das braucht und macht. Klar musste ich oft über den einen oder anderen Tick schmunzeln, wer ordnet schon den WG Mist in leere Pizzakartons? Aber auch bzw. gerade diese witzigen Spleens haben der Geschichte viel Würze verliehen. Dass sie sich anfangs oft mit Jay zofft, er alles andere als nett zu ihr ist, gibt zusätzlich Pfiff. Ganz langsam kommen sich die beiden näher. Ihr Verhältnis zueinander ändert sich und wie die beiden nach Startschwierigkeiten miteinander umgehen, ist einfach nur toll. Die beiden scheinen genau den Blick fürs Innere des anderen zu haben, den sie so sehr brauchen. Die Schriftstellerin hat es geschafft mich völlig zu begeistern, ich konnte lachen, ich konnte schmunzeln, ich war traurig und ich habe fast die Schmetterlinge selbst im Bauch gefühlt, die hier aufsteigen. Lea war mir von Anfang an super sympathisch. Ich muss zwar nichts zählen, aber gewisse Regeln z.B. bzgl. Ordnung brauche ich auch im Leben und die einzuhalten ist mir ähnlich wichtig. Ich konnte mich prima in sie hineindenken und ganz klar, hat sie mir auch immer wieder richtig leid getan. Ich habe deshalb gebannt auf jeden Schritt gewartet, mit dem sie Richtung unbeschwerteres Leben geht. Jay, mit seinem Verschleiß an Mädels, seinen Drogengeschichten, seinem versuchten Diebstahl und seinen Witzen über Leute aus der Klapse, hatte es hingegen schwerer sich in mein Herz zu schleichen. Denn erst nach und nach erfährt man, warum er sein muss, wie er ist. Auch seine Geschichte hat mich sehr bewegt. Leicht hatten es beide mit Sicherheit nicht im Leben. Umso schöner ist es, dass sie sich gefunden und lieben gelernt haben. Die Kapitel berichten abwechselnd aus Jays und Leas Sicht, was mir super gut gefallen hat. So kann man sich noch viel intensiver in die beiden hinein denken und fühlen. Dazu haben auch die beiden exzellent gewählten Sprecher beigetragen. Toll ist natürlich schon allein die Tatsache, dass Lea von einer Frau und Jay von einem Mann gelesen werden. Aber Markus Manig hat Jay genau die Stimme verliehen, die eben zu einem „coolen“ Typen gehört, zumindest anfangs, konnte dann aber eben auch seine verletzliche und unsichere Art ebenso gut zum Ausdruck bringen. Auch Katharina Schwarzmaier hat mir als Lea sehr gut gefallen, hier ist ganz viel Gefühl zu spüren. Die zwei äußerst angenehmen Stimmlagen sind natürlich die Grundlage des Hörgenusses, den ich hier hatte. Begeisterte 5 Sterne.

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