Kiran Desai Der Guru im Guavenbaum

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Inhaltsangabe zu „Der Guru im Guavenbaum“ von Kiran Desai

Nach einem spektakulären Striptease auf der Hochzeit der Tochter seines Chefs verliert der junge Sampath Chawla, ein stadtbekannter Faulpelz, im nordindischen Shahkot seinen Job. Zwecks Erleuchtung klettert er auf einen Guavenbaum und weigert sich fortan, herunterzusteigen. Selbst die köstlichsten Speisen und eine eilends herbeigeschaffte Braut können ihn nicht dazu bewegen. Er gibt ein paar rätselhafte Weisheiten zum Besten, und schon hat er den Ruf eines heiligen Mannes. Eine indische Posse - so verrückt wie der Subkontinent selbst.

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  • Rezension zu "Der Guru im Guavenbaum" von Kiran Desai

    Der Guru im Guavenbaum
    sabatayn76

    sabatayn76

    16. April 2011 um 13:05

    Über Meermäuse, die Atheistische Gesellschaft und den Verein zur Aufspürung betrügerischer Heiliger Männer Inhalt: Bereits die Umstände von Sampath Chawlas Geburt sind wundersam: just an diesem Tage trifft nach einer halben Ewigkeit der lang ersehnte Monsun im nordindischen Shahkot ein und beendet die Periode schier unerträglicher Hitze und Trockenheit. Obwohl die Umstände seiner Geburt vielversprechend sind, entwickelt sich Sampath zu einem Faulpelz, der als junger Erwachsener in einem Postamt arbeitet, dort jedoch nicht seine Aufgaben bewältigt, sondern sämtliche Postkarten liest. Nachdem er sich schließlich auf einer Hochzeit entkleidet, verliert er seinen Job. Einer plötzlichen Eingebung folgend klettert Sampath auf einen Guavenbaum und ist 'endlich (...) am richtigen Ort'. Mein Eindruck: Die Autorin vermag es, dem Leser Indien näher zu bringen, und entwirft eine Geschichte voller Wunder und Magie. Neben der wunderlichen Geschichte um Sampath erfährt der Leser einiges über die indische Gesellschaft sowie über religiöse und moralische Vorstellungen. Nach dem wirklich gelungenen Anfang hat das Buch meiner Meinung nach in der Mitte ein wenig nachgelassen, und auch das Ende habe ich mir anders gewünscht und fand ich etwas enttäuschend. Mein Resümee: Sicherlich nicht das beste Buch, das je über Indien geschrieben würde, aber unterhaltsam und amüsant.

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  • Rezension zu "Der Guru im Guavenbaum" von Kiran Desai

    Der Guru im Guavenbaum
    Thaila

    Thaila

    23. March 2010 um 11:05

    Sampath Chawla hat den ständigen Lärm in seiner nordindischen Heimatstadt Shakot satt. Auch seinen Job im Postamt und die ständigen Nörgeleien seines Vaters, etwas aus sich zu machen, hat er über. Die einzige, in seiner Familie, die er mag ist seine Mutter, die allerdings nicht viel spricht und nur an die ausgefallenen Speisen denkt, die sie gerne zubereiten würde. Nachdem er sich bei der Hochzeit der Tochter seines Chefs entblößt hat, wird er entlassen. Er verlässt die Stadt und setzt sich auf einen Guavenbaum. Nachdem seine Familie vergeblich versucht hat, ihn zurück auf den Boden zu befördern, geben sie sich mit der Situation ab. Das fällt auch gar nicht so schwer, wird Sampath doch schnell eine Berühmtheit, die Scharen von Pilgerern anzieht, mit denen sich viel Geld machen lässt. Sampath Ruhe ist dahin... Kiran Desai ist ein sehr heiteres Buch gelungen, das trotzdem die Spannungen innerhalb der indischen Gesellschaft nicht verbirgt, sondern sie vielmehr überspitzt darstellt. Dabei ist die Haltung zu ihren Figuren stets von liebevoller Ironie geprägt. Die Erzählung ist zugleich märchenhaft und realistisch. Leider habe ich das Buch nicht im englischen Original gelesen, auch in der deutschen Übersetzung fällt ein spielerisch-origineller Umgang mit Sprache auf, der ein wenig an Arundhati Roy erinnert, jedoch ohne die Düsternis von "der Gott der kleinen Dinge". Dieses farbenfrohe Märchen ist genau das richtige für verregnete Herbsttage. Wunderbar kann man sich in eine duftende freme Welt entführen lassen.

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