Kiran Nagarkar Sieben mal sechs ist dreiundvierzig

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Inhaltsangabe zu „Sieben mal sechs ist dreiundvierzig“ von Kiran Nagarkar

»Der zur Zeit wohl bedeutendste unter den in Indien lebenden Prosaautoren.« Ilija Trojanow Der junge Kushank, ein junger Mann aus Bombay, erlebt eine Vielzahl unvergesslicher Geschichten. Auf der Suche nach sich selbst zieht er durch Indien und findet Armut, Krankheit, Tod und viele sexuelle Begegnungen. Dabei entdeckt er aber auch immer die komische Seite des Tragischen. Dieser temporeiche Roman ist voller Humor, Ironie und Hoffnung. Kiran Nagarkar ist der erstaundlichste Erzähler der Gegenwart.

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  • Rezension zu "Sieben mal sechs ist dreiundvierzig" von Kiran Nagarkar

    Sieben mal sechs ist dreiundvierzig
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    15. June 2010 um 17:05

    Die Verwirrungen des jungen Kushank Kiran Nagarkars Debütroman aus dem Jahre 1974 „Sieben mal sechs ist dreiundvierzig“ ist ein großartiges, wenngleich auch nicht ganz problemloses Buch. Der Ich-Erzähler Kushank lässt den Leser an wichtigen Momenten in seinem noch sehr jungen Leben teilhaben. Er erzählt von der ersten Liebe, der wichtigsten Frau im Leben, von der Ehe, vom Tod, von der Mutter, erinnert an die Studienzeit, sieht die Armut und erzählt von postpubertären Männlichkeitsausritten mit dem Frauenheld Ragha. Dabei springt die Erzählung unvorhersehbar und scheinbar systemlos zwischen den scheinbar zusammenhanglosen fragmentarisch erscheinenden Abschnitten hin und her, bis sich die Erzählung nach einiger Zeit einpendelt und das Lesen leichter und flüssiger wird. Auf gewisse Art und Weise ist „Sieben mal sechs ist dreiundvierzig“ auch ein bewusst auf der Stelle tretender Entwicklungsroman, bei dem das Hintergrundpanorama ebensolchen Metamorphosen unterworfen wird, wie der sich als Hauptprotagonist entwickelnde Kushank. Kiran Nagarkars stupendes und schlafwandlerisch sicheres Gespür für die Dramatik seines Romans fesselt trotz der fragmentarischen Struktur und den immer wieder auftretenden kleinen Hürden zunehmend den Leser. Kiran Nagarkars nie vordergründiger Humor hat so viele Schattierungen, wie Indien Facetten hat und reicht von dunkel-sarkastisch über trocken-ironisch bis wirklich heiter. Doch selbst in den heitersten Momenten, wie in einer Szene, in der Kushank als mit einer Steinschleuder bewaffneter Date-Sekundant vom durchdrehenden Bruder des Objekts der Begierde mit einer Schrotflinte im Allerwertesten erwischt wird, bleibt einem das Lachen meist im Halse stecken. Großartig hat das Übersetzerehepaar Ditta und Giovanni Bandini die am Ende sehr dankbare Aufgabe bewältigt, diesen faktisch in drei Sprachen geschriebenen Roman ins Deutsche zu übersetzen. Die angehängte Erklärung ist sehr hilfreich. Ein anregender, großartiger Roman, der unprätentiös und nachhaltig wirkt und viele neue Einblicke in die vielschichtige Welt Indiens wirft. Absolute Empfehlung, nicht nur für Fans von indischer Literatur oder von Indien.

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