Kirsten Boie Bestimmt wird alles gut

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Inhaltsangabe zu „Bestimmt wird alles gut“ von Kirsten Boie

Früher haben Rahaf und Hassan in der syrischen Stadt Homs gewohnt und es schön gehabt. Aber dann kamen immer öfter die Flugzeuge und man musste immerzu Angst haben. Da haben die Eltern beschlossen wegzugehen in ein anderes Land. Wie sie über Ägypten in einem viel zu kleinen Schiff nach Italien gereist sind und von dort weiter nach Deutschland – das alles hat sich Kirsten Boie von Rahaf und Hassan erzählen lassen und erzählt es uns weiter. Auch von einer schimpfenden Frau im Zug und einem freundlichen Schaffner. Und von Emma, die in der neuen Schule Rahafs Freundin wird. Wir bringen diese bewegende Geschichte zweisprachig heraus, damit viele Flüchtlingskinder sie in ihrer Sprache lesen können. Außerdem hilft ein kleiner Sprachführer im Anhang beim Deutsch- und Arabisch-Lernen. Jan Bircks Bilder begleiten den knappen Text auf eindrückliche und warmherzige Weise. Ein schweres und brisantes Thema, eine wohltuende Geschichte, ein schönes Buch

Berührend und wichtig, mehr als ein Kinderbuch - ein "Augenöffner" auch für Erwachsene!

— Marie-Enters

Die wahre Geschichte einer syrischen Flüchtlingsfamilie, die man Kindern ab 6 sehr gut als Einstieg in das Thema vorlesen kann.

— Barbara62

Empfehlenswert, die Altersangabe ab 6 jahren ist allerdings nur auf einzelne Kinder anzuwenden, zur Gruppenarbeit nu bedingt ab diesem Alter

— thursdaynext

Tolle Bilder und ein Text mit Gänsehaut-Garantie!

— Cailess

Traurig, aber zum Verständnis vor allem zwischen Kindern beider Kulturen nützlich

— Bücherfüllhorn-Blog

Mit Kindern über über Krieg und Flucht zu sprechen, ohne sie zu ängstigen, ist nicht einfach. Mit diesem Buch fällt es leichter.

— Sabine_Kruber

Kindgerecht und sehr eindringlich beschreibt Kirsten Boie was Flüchtlinge erlebe. Sehr lesenswert für Groß und Klein!

— sunlight

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  • Ein Bilderbuch zum Thema Flucht

    Bestimmt wird alles gut

    Barbara62

    04. May 2017 um 16:30

    "In den nächsten Jahren wird fast jedes deutsche Kind auch Flüchtlingskinder kennenlernen: in der Kita, in der Schule, im Sportverein. Dann sollte es zumindest ansatzweise wissen, was alles hinter diesen Kindern liegt. Darum habe ich mir von Rahaf und Hassan ihre Geschichte erzählen lassen und sie aufgeschrieben". (Kirsten Boie) Am 3. Mai 2017 hatte ich das große Glück, in Ludwigsburg eine Lesung von Kirsten Boie und ein Interview mit ihr zu erleben. Als Publikum waren nicht Kinder, sondern Eltern, Fachkräfte aus Kitas und Grundschulen, Studenten usw. geladen. Vorgelesen hat Kirsten Boie ihr Bilderbuch Bestimmt wird alles gut über das wahre Schicksal einer syrischen Flüchtlingsfamilie, erzählt aus dem Blickwinkel der Kinder. Rahaf, zehn Jahre, und Hassan, neun Jahre, haben früher in Homs gelebt in einem großen Haus mit Großeltern, Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen. Wegen der Flugzeuge und Bomben sind sie mit ihren Eltern und den beiden kleinen Schwestern über Ägypten mit Hilfe von Schleusern nach Italien und weiter nach Deutschland geflohen. Nach einer Übergangsphase im Erstaufnahmelager leben sie nun in der Flüchtlingsunterkunft einer deutschen Kleinstadt, besuchen die Schule, lernen Deutsch und haben erste Freundschaften geschlossen. Kirsten Boie hat dieses Buch auf Anregung der Plattform onilo.de, einem auf Schulen und öffentliche Bildungseinrichtungen spezialisierten Onlineportal, kurz vor dem Beginn der großen Flüchtlingsbewegung geschrieben, und der Klett Kinderbuch Verlag hat es trotz der damals geringen Verkaufsaussichten dankenswerterweise veröffentlicht. Der Text ist auf Deutsch und Arabisch abgedruckt, übersetzt von Mahmoud Hassanein, mit eindrücklichen Bildern von Jan Birck versehen und durch ein kleines Deutsch-Arabisch-Glossar ergänzt. Ich hätte meinen Kindern das Buch, das vom Verlag ab sechs Jahren empfohlen wird, in diesem Alter wahrscheinlich nicht anlasslos vorgelesen. Wenn Kinder aber fragen, weil sie Begriffe aufschnappen, oder wenn sie in der Schule, beim Sport oder in der Nachbarschaft mit Flüchtlingskindern zusammentreffen, dann ist dieses Buch genau der richtige Einstieg in das Thema. Es ist sehr klar, ruhig, gut verständlich und zuversichtlich erzählt und fühlt sich – wie übrigens alle Bücher von Kirsten Boie – wunderbar in die Gefühls- und Gedankenwelt von Kindern ein, betroffenen wie zuhörenden. Für Flüchtlingskinder, das hat Kirsten Boie am Rande erzählt, kann das Buch darüber hinaus ein Einstieg in das Erzählen eigener Erlebnisse nach vielleicht langer Sprachlosigkeit sein.

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  • Empathieerzeugende Kinder u. Jugendliteratur auch für Erwachsene

    Bestimmt wird alles gut

    thursdaynext

    13. August 2016 um 09:35

    Anhand eines einzelnen Familienschicksals erzählt Kirsten Boie wie gewohnt behutsam und ergreifend von der dramatischen Flucht einer syrischen Familie ins Asyl nach Deutschland. Berührend lässt sie die neunjährige Rahaf die Ereignisse die zur ihrer Flucht ihrer vierköpfigen Familie führten, der Überfahrt und den ersten Erlebnissen in Deutschland aus ihrer kindlichen Sicht berichten. Die Gefühle die das Kind bewegen schlagen die Leser in Bann. Kirsten Boie versteht ihr Handwerk und transportiert ihr Anliegen Verständnis und Mitgefühl zu wecken gekonnt. Schlicht und darum umso eindrücklicher. Die dazugehörigen Bilder von Jan Birck schaffen eine beklemmde Atmosphäre. Faszinierend wirkt auch die arabische Schrift die Fremdartigkeit vermittelt, gleichzeitig aber auch Interesse weckt. Allerdings halte ich die pädagogischen Einsatzmöglichkeiten des liebevoll und wunderschön gestalteten Büchleins für begrenzt. Das liegt zum einen daran, dass es stark textlastig ist, wobei die klaren Bilder die Geschichte trefflich unterstützen und anschaulich , illustrieren, für sechsjährige Kinder wie empfohlen ist es dennoch schwerverdaulich. Zur Kleingruppenarbeit also nur bedingt tauglich. Hier muss man sich zuvor klare Gedanken machen was man den Kindern vermitteln möchte, und inwieweit man sie begleiten und auffangen kann nach oder während der Lektüre. Dasselbe Problem ergibt sich auch bei älteren Kindern und Jugendlichen auch aus der Sprachbarriere heraus. Ich arbeite sowohl mit jüngeren, als auch mit älteren syrischen Kindern und habe mich entschieden das Buch deswegen nicht einzusetzen, denn Traumaverarbeitung und psychologische Betreuung gehörten nicht zu meiner Ausbildung. Es bei den deutschen Kindern zu verwenden ist verlockend, da von diesen zunehmend Aussagen kommen, die auf ein sehr engstirniges Elternhaus schließen lassen, die hier potentiell entstehenden Probleme liegen auf der Hand, zusätzlich zu den eingangs erwähnten Überlegungen. Bleibt die Erwachsenenbildung. Hier leistet Boies Werk gute Dienste um neue Denkanstöße zu schaffen. Im Kolleginnenkreis fand "Bestimmt wird alles gut" großen Anklang und Interesse. Es gibt im Netz pädagogisches Begleitmaterial unter www.onilo.de .Ich habe es mir allerdings noch nicht angeschaut. Als Diskussionsansatz in Deutsch oder Gemeinschaftskunde ab 7. Klasse (bitte ohne Hausaufgaben oder anderweitige Zwangsmaßnahmen!) ist das einfühlsame emotionale Büchlein aber bestens geeignet. Gratisexemplare für deutsche Mitbürger in den fünf jetzt gar nicht mehr so neuen Bundesländern wären auch eine gute Idee. Weniger der politischen Bildung als der Herzensbildung wegen. Übrigens: Cool auf arabisch heißt kul!

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  • Für Kinder irgendwie traurig, aber mit einem Hoffnungsschimmer

    Bestimmt wird alles gut

    Bücherfüllhorn-Blog

    21. June 2016 um 15:23

    Mit einem Blick erfasst der Betrachter die Situation auf dem Buchdeckel. Ein Thema, dass berührt, ein Thema das polarisiert.   Das Buch ist zweisprachig, deutsch und arabisch. Es ist ein „kleines“ Buch, ca. 19x15cm, aber dadurch auch sehr praktisch zum mitnehmen. Es gibt einige Illustrationen, die in eher dunklen Farben gehalten sind. Überraschend war für mich die Darstellung eines Flüchtlingsbootes gelöst: auf dem Meer, aber von „unten“.   Die Erlebnisse in der Schule können auch für andere Kinder sehr aufschlussreich sein. Denn warum verhalten sich diese Kinder manchmal so, wie sie sich verhalten?   Ich gab meinem 10-jährigen Sohn das Buch zum lesen. Er fragte mich hinterher, warum ich ihm so eine traurige Geschichte gegeben hätte. Besonders das mit den „Bomben“ ging ihm nahe. Ich erklärte so gut es ging, dass ihm durch dieses Buch verständlich wird, was viele Flüchtlingskinder erlebt haben. Auch in der Klasse meines Sohnes sind Flüchtlingskinder. Wir hatten ein anregendes Gespräch zum Thema Flüchtlinge, Krieg etc. und auch ganz viele Fragen, wie: Was sind Schleuser? Warum machen die das? Warum ist Krieg? Allerdings sagte er auch, er will so ein Buch nicht wieder lesen, weil es ihn traurig gemacht hätte. Auf die Frage, ob er das Buch vielleicht mit in die Schule nehmen würde, um vielleicht ein paar arabische Ausdrücke anzuwenden, meinte er nein. Er wollte nicht, dass die Flüchtlinge „wieder Angst hätten, wenn sie sich erinnern“. Natürlich ist das auch eine Seite, die man berücksichtigen sollte. Deswegen ist auch sehr viel Einfühlungsvermögen gefragt.   Sehr nützlich finde ich ganz hinten im Buch die Übersetzungen in Deutsch Arabisch. Denn so könnte man mit seinem Kind vielleicht auch ein oder zwei Wörter oder kleine Sätze einüben. Ich heiße … / Wie heißt du …? / Morgen / Zahlen 1-10 / egal / Warte mal / Komm her / Komm mit / Probier mal / Willst du mein Freund sein? / …   Fazit: Ein gelungenes Buch zu diesem schwierigen Thema. Vom zerbombten Homs, über das Mittelmeer, Italien, mit dem Zug nach Deutschland. Wie Kinder diese Flucht erlebt haben, erzählen Rahaf und Hassan sehr eindrücklich. Es ist dieser besondere Erzählton, die einen sofort für sich einnimmt.    Mich würden Meinungen mit Vermittlern (Pädagogen, Helfer, etc.) interessieren, die mit diesem Buch „gearbeitet“ haben.   Das Buch ist im Internetportal „Antolin“, einem Programm zur Leseförderung in Schulen, zu finden.  

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  • Kann Kindern auf eine gute Weise die Flüchtlingsproblematik erklären

    Bestimmt wird alles gut

    WinfriedStanzick

    Kirsten Boie hat sich in ihrer langen Geschichte als Autorin von Büchern für Kinder schon des Öfteren schwieriger Themen angenommen. In ihrem neuen Buch versucht sie Kindern im Grundschulalter zu erklären und verständlich zu machen, was doch die Erwachsenen und auch die Medien nicht richtig fassen können. Das Drama der Flüchtlinge, die vor dem Krieg in Syrien und anderswo flüchten und unter Einsatz ihres Lebens in Europa Schutz, Rettung und ein neues, sicheres Leben sich erträumen. Sie macht das so, dass sie das komplexe Thema am Beispiel einer einzelnen Familie erzählt. Es ist die Geschichte  der 10-jährigen Rahaf. Früher einmal lebte sie mit ihrer Familie in einem großen Haus. Und dann sieht sie plötzlich Menschen sterben in einem fürchterlichen Krieg, in dem Bombenangriffe den Alltag schon von Kindern bestimmen. Als ihre Familie beschließt, nach Europa zu fliehen, muss Rahaf ihre Oma und ihre beste Freundin zurücklassen. Ohne Feinzeichner erzählt Boie von der Flucht, der schwierigen Ankunft in Deutschland und den Sorgen der Familie um ihre Zukunft. Der Vater findet keine Arbeit und in der Schule fühlt sich Rahaf fremd. „Bestimmt wird alles gut.“ So denkt auch Rahaf, verliert ihre Hoffnung nicht, lernt bald Deutsch und findet in Emma auch eine gute Freundin. Obwohl das Buch vieles besser und einfacher darstellt, als es wohl in der Realität für die meisten Flüchtlingen aussieht, kann das Buch Kindern auf eine gute Weise die Flüchtlingsproblematik erklären, die in diesen Tagen und Monaten die gesamte öffentliche Debatte bestimmt. Nach einer Welle der Begeisterung auch über die eigene Willkommenskultur beherrscht die Angst zunehmend die Köpfe und Herzen auch von den Menschen, die gerne helfen wollen. Besseres Verständnis statt schneller Abwehr – dazu kann dieses kleine Buch beitragen.

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    Orisha

    27. February 2016 um 20:54
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