Kirsten Boie , Regina Kehn Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

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Inhaltsangabe zu „Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen“ von Kirsten Boie

Ich kenne einen Jungen in Afrika, der ist elf Jahre alt und lebt in den Hügeln von Shiselweni, wo es schöner ist als irgendwo sonst auf der Welt, nicht weit von Hilatikulu. Mit seiner Gugu lebt er da und mit Nomphilo, seiner Schwester; und was morgen sein wird oder in einem Jahr, wenn er zwölf Jahre alt ist, danach fragt er nicht. Kirsten Boie erzählt vier Geschichten aus Swasiland und zeichnet ein eindringliches Bild von Kindern, die viel zu schnell erwachsen werden müssen. Die Autorin kennt die Kinder und Schicksale, von denen sie erzählt. Seit acht Jahren unterstützt sie Hilfsprojekte in Swasiland.

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  • Guter Ansatz, jedoch ziemlich gewöhnungsbedürftig und nicht ohne Vorwissen lesbar

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    LaLecture

    20. October 2014 um 02:03

    Inhalt "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" beinhaltet einige Kurzgeschichten über das Leben armer Kinder in Swasiland, einem Land in Afrika. Meinung Kirsten Boje ist eine der renommiertesten deutschen Kinderbuchautorinnen und wagt mit dieser Kurzgeschichtensammlung etwas ganz Besonderes. In kindlicher, sehr auf die jungen Hauptpersonen fixierten Erzählweise, beschreib sie den Alltag und die Probleme armer Kinder in Swasiland und spricht dabei ernste und wichtige Themen wie Hunger, Armut, mangelnde Bildung, AIDS und Prostitution an. Interessant ist dabei, dass die Autorin das Land, über das sie schreibt, selbst besucht hat und die Schicksale, von denen sie berichtet, keineswegs erfunden sind. An sich ist es eine tolle Idee, so wichtige Themen in kindgerechter Form zu verpacken und so auch den jüngeren Lesern näherzubringen, die sich über das Leben in Afrika bzw in Entwicklungsländern vielleicht noch keine Gedanken gemacht haben. Problematisch finde ich allerdings, dass man das Buch trotzdem kaum ohne Vorwissen lesen kann, beispielsweise um die Anspielungen auf AIDS oder Prostitution zu verstehen. Mitunter bräuchten die jüngeren Leser für die Lektüre eventuell jemanden, der ihnen nötige Erklärungen liefert und Fragen beantwortet und selbst dann bin ich mir nicht sicher, ob man einem kleinen Kind gerne erklären möchte, dass in anderen Ländern kleine Mädchen Sex für Geld haben, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen. Für mich als ältere Leserin, die bereits über das nötige Hintergrundwissen verfügte, war dagegen der kindliche und naive Schreibstil, der oft als Gedankenstrom formuliert war, ziemlich anstrengend zu lesen. Die meiste Zeit wünschte ich mir, der Erzähler würde nicht so viel um den heißen Brei herumreden, sondern lieber zur Sache kommen, konkrete Aussagen treffen und die Geschichten befriedigend beenden. Meist enden die Erzählungen nämlich mitten im Geschehen, so wie sie auch begonnen haben, und erwecken so einen vielleicht realistischen, aber auch trostlosen Eindruck. Fazit "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" versucht, die Probleme in Entwicklungsländern in kindgerechter Form, vor allem durch die Augen der jungen Protagonisten, darzustellen. Dabei wird jedoch ein gewisses Hintergrundwissen, das kleine Kinder nicht unbedingt haben. Für ältere Leser dagegen ist der Schreibstil relativ anstrengend, weshalb ich insgesamt nur 3 Sterne vergebe.

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  • Es gibt Dinge, über die muss man reden

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    Buecherschmaus

    Vier kleine Geschichten erzählt Kirsten Boie in diesem schmalen, ungeheuer schön aufgemachten Buch. Vier Geschichten aus Swasiland, dem kleinen Königreich im Süden Afrikas. So klein, dass es vielen Europäern vielleicht gar kein Begriff ist. Dabei hält es einen traurigen Rekord. Es ist das Land mit den meisten HIV-Infizierten weltweit. Und einem der niedrigsten Pro-Kopf-Einkommen. AIDS trifft besonders die jungen Menschen. Eine ganze Eltern-Generation droht wegzusterben, bereits 45 Prozent der Kinder sind Waisen oder Halbwaisen. Das hat furchtbare Auswirkungen nicht nur auf die Kinder selbst, sondern auf die gesamte Gesellschaft. Die Geschichten erzählen aber von den Kindern. Von Thulani, der allein mit seiner gelähmten Großmutter lebt. Von Sonto, die allein für ihre kleineren Geschwister sorgt, von ihrer Mutter ist ihr nur noch ein "Memory-book" geblieben. Von Lungile, die ihren Körper verkaufen muss, damit ihre kleine Schwester weiter zu Schule gehen kann. Und von Sipho, der sich die Schuld gibt, dass seine Großmutter fast verbrannt wäre und nun auch noch für sie sorgen muss. Sie alle müssen Dinge schultern, für die sie eigentlich noch zu jung sind. Wahre Geschichten, erschütternde Geschichten. Erzählt aus der Perspektive der Kinder. In kunstvoll verknappter Sprache, eindringlich, poetisch. Ein Buch, das berührt und sicher lange im Gedächtnis bleibt. Ein Buch eher für ältere Kinder/Jugendliche. Ein wichtiges Buch!

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    • 2
  • Wahre Geschichten, die traurig stimmen und berühren und die es Wert sind, dass man davon erzählt

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    HibiscusFlower

    01. September 2014 um 11:32

    Wenn die Geschichten traurig sind, kann ich es darum nicht ändern. Trauriger als die Wahrheit, sind sie nicht. (aus dem Nachwort von Kirsten Boie) Und so erzählt die Autorin den LeserInnen ab 14+ vier Geschichten aus dem kleinen Königreich Swasiland, welches sie bereist und von dem Leben der Menschen sie erfahren hat. In keinem anderen Land gibt es so viele Menschen, die mit dem HI-Virus infiziert sind. In keinem anderen Land bleiben so viele Kinder allein zurück, da sie mindestens ein oder gar beide Elternteile durch Aids verloren haben. Die Leserinnen lernen den elfjährigen Thulani und seine Träume kennen, sie lesen von Sonto, dem Erinnerungsbuch ihrer Mutter und der Hoffnung, dass die Krankheit nicht in ihr lauert, sie verfolgen die Bemühungen von Lungile ihrer Schwester Jabu Schuhe zu beschaffen, damit sie die Schule besuchen darf und sie halten die Luft an, wenn Sipho sich von Schuld belastet fühlt und um Vergebung bittet. Vier Geschichten von vier Kindern, die sich um ihre Geschwister kümmern, für Essen sorgen und Geld heranschaffen müssen. Vier von einhundertzwanzigtausend Kindern, die nur mit einem Elternteil oder gar ohne Eltern auskommen müssen. "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen." Doch es ist wichtig, auch über genau diese Dinge zu reden, damit wir nicht vergessen, damit es nicht selbstverständlich wird, damit wir verstehen und damit wir handeln. Das Land der Waisen - Swasiland - ein Königreich in dem still gestorben wird, in dem alle Kinder die Schule besuchen können, wenn die Möglichkeit nicht an so vielen Vorschriften und damit enstehende Widrigkeiten scheitert. Dabei könnte gerade die Bildung so viel in Swasiland ändern, vor allem die HIV-Rate. Die Wahrheit ist traurig, dennoch muss sie erzählt werden, auch wenn sie so fern erscheint. Kirsten Boie ist dies auf eine poetische Art gelungen. Dies ist mein Buch für den Punkt 10 der großen LovelyBooks Themen - Challenge - Bücher, die weniger als 250 Seiten haben.

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  • Berührend, aufrüttelnd - ein Buch das jeder lesen sollte!

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    sunlight

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen von Kirsten Boie Vier Geschichten von Kindern und Jugendlichen aus Swasiland, die alle eins gemeinsam haben, sie erzählen von Aidswaisen. Vier Geschichten, die sich an Jugendliche richten mit einer Botschaft – wir sind alle Menschen einer Welt! Ein Blick auf das Cover genügt und man weiß, dieses Buch handelt in Afrika. Ein stilisiertes Portrait im afrikanischen Stil und statt des Mundes der Titel, zwei Reihen Buchstaben, zwei Linien, fest verschlossen. Die Farben Afrikas, ein warmes Rotbraun, schwarze Konturen und ein geflecktes helles Gesicht. Die Illustrationen und die Karte in Anhang sind im gleichen eindringlichen Stil gestaltet. Kirsten Boie erzählt, was sie mit eigenen Augen gesehen hat. Und so beginnt das Buch mit dem ersten Satz: Ich kenne einen Jungen in Afrika. In kurzen Kapiteln berichtet sie von Kindern, die ohne Eltern den Alltag meistern müssen. Selbst noch jung und doch müssen sie die gesamte Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister tragen, sie ernähren, zur Schule schicken, selbst auf Bildung verzichten, den Körper verkaufen und trotzdem das Lachen nicht verlernen. Unvergleichlich einfühlsam geschrieben und beschrieben, ohne Details zu nennen. Trotzdem oder gerade deshalb sind die Gefühle, Hoffnungen und Sorgen der Kinder spürbar. Der heiße Wind weht durch das Buch, die Kehle wird trocken und die Klänge der Tiere, aber auch das Schluchzen von Thulani meint man zu hören. Die Autorin möchte Jugendliche erreichen, sie aufmerksam machen auf das Schicksal vieler Altersgenossen. Es ist hart zu lesen? Schwer verdauliche Kost, in unserem privilegierten Europa? Ja, es sind traurige Erzählungen wie Kirsten Boie selbst sagt, aber „trauriger als die Wirklichkeit sind sie nicht“. Die Geschichten sollen erschüttern, aufrütteln und zum Engagement ermutigen. So wie es Kirsten Boie selbst vorlebt. Ein Buch, das beweist, dass sich Qualität nicht an der Seitenzahl messen lässt. 111 Seiten, die mehr bewirken als viele dicke Wälzer. Meine unbedingte Leseempfehlung hat „Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen“, auch für Erwachsene!

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    • 3
  • Leserunde zu "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" von Kirsten Boie

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    katja78

    Poetisch, erschütternd und berührend: Kirsten Boies Afrika Kirsten Boie erzählt vier Geschichten von Kindern in Afrika, die viel zu schnell erwachsen werden. Ein wunderbar poetisches und dichtes Buch von berührender Schönheit, literarisch und sehr persönlich. Mit einem Nachwort der Autorin und wunderschönen Tafelbildern von Regina Kehn. Lungiles kleine Schwester Jabu braucht neue Schuhe, damit sie weiter die Schule besuchen darf. Da niemand Lungiles geflochtene Matten kaufen will, verkauft sie ihren Körper. Thulani spricht manchmal nachts mit seiner Mutter, die neben der Hütte begraben ist. Er könnte eigentlich zur Schule gehen, da Waisen kein Schulgeld bezahlen müssen. Aber niemand hilft ihm, den Totenschein zu besorgen. Zur Autorin © Paula Markert Kirsten Boie ist eine der renommiertesten, erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen. Sie wurde 1950 in Hamburg geboren, machte dort ihr Abitur und studierte Germanistik und Anglistik. Zwei Semester besuchte sie, gefördert durch ein Auslandsstipendium der Hamburger Universität, die Universität Southampton/Großbritannien. Nach dem ersten Staatsexamen in den Fächern Deutsch und Englisch promovierte sie im Fach Literaturwissenschaft über die frühe Prosa Bertolt Brechts. Sie arbeitete als Lehrerin in einem Gymnasium, wechselte auf eigenen Wunsch später an eine Gesamtschule. 1983 adoptierte sie mit ihrem Mann ihr erstes Kind. Auf Verlagen des vermittelnden Jugendamtes musste sie ihre Berufstätigkeit aufgeben, um sich ganz dem Kind widmen zu können. In dieser Zeit schrieb sie, inspiriert durch die eigene Situation, ihr erstes Kinderbuch mit dem Titel "Paule ist ein Glücksgriff". Ihr Debüt wurde ein beispielloser Erfolg ((Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis, Buch des Monats der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach; Ehrenliste des Österreichischen Staatspreises für Kinder- und Jugendliteratur). Und Kirsten Boie selbst erwies sich als Glücksfall für die deutsche Kinder- und Jugendliteratur. Inzwischen sind von Kirsten Boie weit mehr als hundert Bücher erschienen und in zahlreiche Sprachen übersetzt worden, Bücher, die keinen Zweifel daran lassen, dass die Autorin auf Seiten der Kinder steht. Dass sie dabei auch die Erwachsenen nicht vergisst, macht ihre Figuren so wahrhaftig und sympathisch, ihre Bücher so liebens- und lesenswert. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt Kirsten Boie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, außerdem Vorträge und Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur. In den letzten Jahren unternimmt Sie zunehmend Reisen ins europäische und nichteuropäische Ausland im Auftrag des Goethe-Institutes. 2007 wurde sie für ihr Gesamtwerk mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises ausgezeichnet. Kirsten Boie lebt mit ihrem Mann im Einzugsbereich von Hamburg. Zwei Dinge sind Kirsten Boie beim Schreiben besonders wichtig: Zum einen, dass Literatur für Kinder immer auch Literatur sein sollte; zum anderen, dass darüber nicht vergessen wird, an wen sie sich richtet, dass sie also Literatur für Kinder ist: "Bei dem Spagat zwischen beiden Anforderungen rutsche ich sicherlich einmal mehr zur einen, einmal zur anderen Seite hin aus. Aber hier die richtige Balance zu suchen, ist es gerade, was das Schreiben für Kinder für mich so aufregend macht." www.kirsten-boie.de Wir suchen nun 20 junge Leser, die Lust haben, dieses Buch gemeinsam in der Leserunde zu lesen und anschließend zu rezensieren. Schreibt uns als Bewerbung, euren Eindruck zum Buchcover! Das Buch ist diesen Monat beim Oetinger Verlag erschienen,und hat bereits 2 Auszeichnungen erhalten, auf die wir sehr Stolz sind. 10/2013 | LeseLotse (Buchjournal, Empfehlungsliste) 10/2013 | LUCHS Monat - LUCHS des Monats (Die ZEIT / Radio Bremen) Gerne könnt ihr auch dort mal schauen, was der Herbst noch neues zu bieten hat. *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach eurer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

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    • 250
  • Die Waisen von Swaziland...

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    Orisha

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen und doch wagt sich Kirsten Boie an ein Thema, welches für Erwachsene schon schwer zu verdauen ist, aber für Kinder oder Jugendliche mit Sicherheit kein weniger leichteres Thema wird. Wir treffen Thulani, Sonto, Lungile und Sipho – vier Kinder aus Swaziland – vier große Brüder oder Schwestern, die durch das HI-Virus ihre Eltern verloren haben und sich fortan um ihr Geschwister allein kümmern müssen. Wir gehen mit Thulani in die Berge von Shiselweni, wo er sich um seine gehbehinderte Großmutter und seine kleine Schwester kümmert. Mit Sonto gehen wir in die große Klinik, um sich testen zu lassen und entschwinden in ihre Vergangenheit, über ein Buch, dass ihre Mutter den Kindern geschrieben hat. Lungile will Schuhe für ihre Schwester Jabu besorgen, doch sie hat kein Geld und muss nun einen anderen Weg finden, dieses aufzutreiben. Sipho treffen wir beim Wasserholen an und in Gedanken, Schuld am Unfall seiner Großmutter und seiner Schwester zu sein, die sich beide am Feuer verbrannten. Boie hat ein starkes Buch geschrieben, das weniger für Kinder, aber sicherlich für Jugendliche gut geeignet ist. Trotz einer recht sachlichen Formulierungsweise hat sie mich als Leserin abgeholt und in die Welt der Waisen Swazilands hineingezogen. Das schwierige Thema der AIDS Waisen hat sie in all ihren Facetten beschrieben und lässt meiner Meinung nach nichts aus. Neben Ursachen werden vor allem auch die Folgen thematisiert. Die Aufmachung des Buches unterstützt den Inhalt sehr gut. Angelehnt an die afrikanische Kunst vermittelt besonders das Cover zwischen Inhalt und Aufmachung des Buches. Fazit: Es ist sicherlich kein Thema, mit dem man sich tagtäglich auseinander setzen möchte, dennoch empfehle ich jedem, das Buch einmal zu lesen und sich Gedanken über den Inhalt zu machen. Und vielleicht sind wir dann auch einmal ruhiger, wenn es um unsere „kleinen“ Probleme geht.

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    • 6
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    Bücherwurm

    19. December 2013 um 17:48

    "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen"! Und die Autorin Kirsten Boie tut es doch! Nach einer persönlichen Afrikareise lässt uns die Autorin Kirsten Boie teilhaben an Geschichten, die sie so, oder so ähnlich in Swasiland erleben musste. Für viele Leser sicherlich nichts Neues in Verbindung mit dem schwarzen Kontinent von Hunger, Armut und Krankheit zu lesen, hier aber eine Art Up- date der heutigen Verhältnisse, in denen sich Hilfe aus den reichen Ländern zugetragen hat, Regierungen mit Gesetzesänderungen die Situation der Bevölkerung, speziell der Kinder, verschlimmbessern. Die Autorin, die als Kinderbuchautorin bei kleinen Lesern bekannt ist, wagt sich hier in leicht zu lesendem Schreibstil an das Schicksal verschiedener Kinder. Sie leben alle in Armut, in üblichen Hütten, haben ein -für unsere Verhältnisse- unfassbares, oft unspektakuläres Leben, so ohne Zukunft, ohne Perspektive, schwerer körperlicher Arbeit und Verantwortung und versuchen doch, dem Leben Sinn und Inhalt abzugewinnen. Erschütternd zu sehen, dass die Hilfe, die sie erhalten, zwar ankommt, aber keine Hilfe darstellt, daher oft nicht angenommen werden kann, wie eben beispielsweise der Rollstuhl für die Großmutter mitten in der Wildnis. Oder die aufwühlende Situation der in die Prostitution gezwungenen weiblichen Kinder, die aus Gesetzesgründen keine offizielle und ordentliche Arbeit mehr annehmen dürfen, aber eben Geld für Schulkleidung benötigen, weil sie ohne Uniform nicht am Pflichtunterricht teilnehmen dürfen. Als Leser sitzt man verzweifelt mit den wenigen 119 Seiten und hat das Gefühl, hier muss sich sofort etwas ändern, dieses Mal aber sinnvoll, angepasst und vor Ort, so schwer kann das doch nicht sein. Aber es ist schwer! Nahezu unmöglich, schon alleine, weil die führenden Staaten gar kein wahres Interesse am gesunden Afrika haben, Medikamente zurückgehalten werden und die Entwicklungshilfe allenhalben in der Politik um Macht bei Wahlen ein Zünglein an der Waage sein könnte, wenn es um Rohstoffe und Arbeitskräfte, beispielsweise Fußballspieler geht. Es ist beschämend! Und es ist eben nicht getan mit einer weihnachtlichen Spende von 5 Euro pro Anruf bei einer Hilfsorganisation! Wir sind auch hier ALLE gefragt, mehr Verantwortung auch für unsere geleistete Hilfe zu übernehmen und nach der Ausbeutung -nicht zuletzt durch die Kolonialisierung- beim Aufbau einer Infrastruktur mitzuhelfen! Auch die afrikanischen Kinder haben ein Recht auf ein gesundes Leben, einer Kindheit und einer Ausbildung mit Perspektive auf einen bezahlten Beruf, es wäre zu schade um diese fröhlichen hoffnungsvollen und lebhaften Kinder!

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  • Puh...muss man lesen...hängt lange nach...

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    LeseJulia

    17. December 2013 um 22:04

    Als ich dden Titel "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" sah, dachte ich mir, dass es sicher ein emotionales und bewegendes Buch sein wird... Dass mich die 4 knappen Geschichten von Kindern im Süden des afrikanischen Kontinents, so sehr bewegen werden, mich sprachlos und zutiefst berührt zurücklassen werden, hätte ich nicht gedacht. In absolut kindlicher Schreibweise, nüchtern und ohne Schnörkel erzählt Kirsten Boie die Schicksale der Kinder, jedes tragisch, dennoch blitzt kindliche Unbekümmertheit durch, was es oft noch schwerer zu ertragen macht, was diese Kinder Tag für Tag durchleben müssen, und nicht nur diese 4 Hauptdarsteller der eigentlich fiktiven Geschichten, die doch einen so wahren Kern haben, sondern tausende Aidswaisen in Swasiland... Die Illustrationen wirken zunächst simpel und wenig aussagekräftig, wenn man jedoch die Geschichten dazu gelesen hat, faszinieren sie absolut. Es ist ein wichtiges Buch, was von Vielen gelesen, viel besprochen werden sollte, auch von Jugendlichen, da es doch immer wichtiger wird in unserer Welt nicht die Augen davor zu verschließen, was anderswo Alltag ist... Viel mehr kann man dazu nicht sagen, da es ein leises, aber doch so lautes und starkes Buch ist, dass man es selbst lesen muss, damit man dies versteht.  

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  • Bücher, die sollte man lesen.

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    erdbeerliebe.

    11. December 2013 um 20:12

    Der Titel "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" könnte perfekter kaum sein, und ebenso könnte er auch für diese Überschrift gelten. In dem kleinen Büchelchen von Kisten Boie geht es um vier Schicksale, vier Geschichten afrikanischer Kinder wie sie sachlich-naiver kaum geschildert sein könnten: Da geht es zum Beispiel um die junge Lungile, die sich die Schuhe für ihre Schwester verdient, da diese sonst nicht mehr zur Schule gehen darf. Oder die beiden Geschwister Sonto und Pholile, die den geheimnisvollen Weg ihrer Mutter nachgehen, um herauszufinden, ob sie von "der Krankheit" verschont worden sind. Kleine, fast schon alltäglich anmutende Szenen, die den weißen, verwöhnten Leser fast die Kraft zum atmen rauben, so herzergreifend und ausdrucksvoll sind sie in ihrer Einfachkeit. Kirsten Boies schafft es mit ihrem Schreibstil hervorragend, die Art und Weise der Kinder, die teilweise komplett ohne Eltern aufwachsen (oder denen die Eltern genommen werden) darzustellen, sich in sie hineinzufühlen ohne sie dabei VORzuführen oder sie zu hilflosen Geschöpfen werden zu lassen - denn hilflos sind sie nicht, nur jung. Es gibt Bücher, die regen zum Nachdenken an. So ein Buch ist "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen". Ein Buch, dass einen zögernd und nachdenklich zurücklässt bevor man sich bei der nächsten Flüchtlingskatastrophenmeldung in den Nachrichten mit seinen selbstgestrickten Vorurteilen über Menschen, die mehr wagen als vielleicht Vernünftig wäre, eine Meinung bildet. Ich würde dieses Buch uneingeschränkt jedem, der sich ein kleines bisschen für ungewöhnliche Geschichten aus Ländern, die man kaum aussprechen kann, interessiert, empfehlen.

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  • Dünnes Buch mit schwerem Inhalt

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    bs1958

    09. December 2013 um 00:52

    Ja, was Kristen Boie geschrieben hat ist ein Buch mit unterschiedlichen und doch gleichen Geschichten. Ja, was in dem Buch steht sind erfundene Geschichten. Ja, die 4 kurzen Geschichten handeln vom Leben, so wie es in Südafrika jeden Tag von Neuem passiert. Ja, diese “erfundenen“ Geschichten liegen sehr nah an der Wahrheit, sie beschönigen sie vielleicht noch eher, als dass sie diese übertreiben. Ja, dieses Buch sollten nicht nur Erwachsene lesen, sondern auf jeden Fall auch die dafür vorgesehene Altersgruppe. Was Kristen Boie da für uns und die betroffenen Kinder geschrieben hat, macht uns erst einmal wirklich sprachlos. Nehmen wir doch diese Probleme der anderen Länder nur noch am Rande wahr. Wir denken mit unserer Entwicklungshilfe die wir leisten oder den Patenschaften die wir übernehmen haben wir unsere Pflicht diesen Kindern/Menschen gegenüber erfüllt. Wenn wir dieses Buch gelesen haben, wird uns klar wie unüberlegt diese wohl gemeinte Hilfe doch oft ist. Ein Beispiel im Buch zeigt dies ganz deutlich. Stolz wird einer in den unwegsamen Bergen lebenden, gehunfähigen Oma ein Rollstuhl überreicht. Er passt nicht durch die Tür, ist für draussen sowieso nicht geeignet und in dem einzigen Raum in der Hütte ist auch kein Platz für ihn. Sie haben jetzt einen Rollstuhl denn keiner gebrauchen kann und zum Essen ist immer noch nichts auf dem Tisch. Diese 4 Geschichten machen den Leser betroffen, erkennt man doch sehr schnell, dass unsere Probleme dagegen wirklich banal sind und auf ein Minimum zusammenschrumpfen. Da über diesen schweren Inhalt der Geschichten, die uns noch lange beschäftigen, unbedingt gesprochen werden sollte, wäre dieses Buch als Pflichtlektüre im Religions- bzw. Ethikunterricht sehr zu empfehlen. So hätte die angegebene Altersgruppe auch sofort einen Ansprechpartner der sich mit dem Thema bereits auseinander gesetzt hat, oder die Eltern müssten das Buch bereits kennen bevor es die Kinder lesen. Kirsten Boie zeigt uns mit fast kindlicher Sprache wie hilf- bzw. machtlos wir eigentlich sind und wie hilfebedürftig diese HIV-Waisen in Wirklichkeit sind. Durch den Sprach-/Schreibstil liegt bei mir der Gedanke sehr nahe, dass Kinder ihr Leben, KirstenBoie bei ihrem Aufenthalt in Südafrika/Swasiland, so oder zumindest so ähnlich beschrieben haben. Dieses Buch sollte/muss gelesen werden, daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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  • Es gibt Bücher, die kann man eigentlich nicht kommentieren...

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    Grandville

    30. November 2013 um 13:49

    ... weil alles, was man schreibt zu flach ist, zu nichtssagend, dem Werk nicht gerecht wird. Vielleicht liegt es an mir, dass ich die Dinge, die in meinem Kopf umherschwirren nicht richtig in Worte fassen kann, da ich diese schlicht nicht kenne. Manchmal fehlen einem auch einfach die Worte. Dies ist eines der Bücher, bei dem ich dieses Gefühl habe. "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" ist ein Jugendbuch, vom Verlag mit der Altersempfehlung "ab 14 Jahre" versehen. Zu recht, wie ich meine. Denn obwohl es nur ein dünnes kleines Büchlein ist (es hat nur 111 Seiten), fühlte ich mich als Erwachsener fast ein wenig überfordert. Wie mag es da einem Kind/Jugendlichen ergehen? Ein Buch, dass auffordert darüber zu reden, zu diskutieren, Fragen zu stellen, Antworten zu suchen... doch ob man sie findet, ist eine andere Geschichte. Ein Buch, dass einen beschämt zurücklässt und man sich bei der nächsten Flüchtlingskatastrophenmeldung vielleicht nicht mehr so weit aus dem Fenster lehnt und man ein wenig besser versteht, warum der mögliche Tod auf einem überfüllten Schiff immer noch eine bessere Zukunftsaussicht ist, als ein Leben in seinem kleinen afrikanischen Dorf. Ein Buch mit dem man den jungen Leser auf keinen Fall alleine zurücklassen sollte. Vier Geschichten hat dieses Buch und alle sind gleich verstörend, berührend, schockierend, traurig machend, intensiv. Meist wird aus der Sicht der Kinder erzählt, fast könnte man meinen, das Kind stehe vor einem. So ist der Stil manchmal recht holprig und einfach, aber direkt und intensiv. Jedes der vier Schicksale berührt und sind in dieser oder ähnlicher Form auch passiert, wie die Autorin im Nachwort schreibt. Ich kann mir das Buch gut als Schullektüre vorstellen. Ob es das ganze Buch sein muss, sei dahin gestellt, aber man kann sich ja auch aus den vier Geschichten eine aussuchen und so einen Einstieg in Themen wir Kinderrechte, Dritte Welt, Entwicklungsländer, Armut, Afrika im Allgemeinen, Aids und Kinderprostitution schaffen. Über das Coverdesign kann man streiten. Es ist ein Hingucker und sehr afrikanisch. Aber besonders die Innenillustrationen (zu jeder Geschichte eine), hätte ich mir ein wenig anders gewünscht. Da sie zwar immer Punkte der Erzählung aufnehmen und widerspiegeln, aber so richtig passend fand ich sie nicht. Ein interessantes, empfehlenswertes Buch über das Afrika von heute und wie Kinder in Afrika leben. Ein Buch, dass einen knallhart in die Realität zurückbringt und einen die rosarote Brille Afrika-Romantik-Brille abnehmen lässt. Auch für Erwachsene eine Leseempfehlung. Kinder und Jugendliche sollten mit dem Buch nicht alleingelassen werden und während der Lektüre die Möglichkeit haben über das gelesen und die damit verbundenen Fragen zu sprechen.

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  • Intensive Kurzgeschichten, die einen tief berühren

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    IraWira

    29. November 2013 um 15:27

    Es ist schwer, dieses Buch zu beschreiben, weil mir selber hier auch manches Mal die Worte fehlten. "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" ist sehr intensiv, obwohl es nur kurze, fast sachlich geschilderte Geschichten sind, treffen sie den Leser ins Mark und werfen viele Fragen auf. Man sitzt fassunglos davor, wenn man realisiert, dass diese Geschichten, die uns beschäftigen und uns mit einer Welt hadern lassen, wo solche Dinge passieren können, für die Kinder dort einfach Alltag sind. Es ist so. Sie kennen es nicht anders und sie leben damit. Kurze Geschichten über das Leben von Kindern, deren Eltern an Aids gestorben sind, wie viel zu viele Eltern dort, über das Überleben, den alltäglichen Kampf um Essen, über Kinderprostitution, über die Angst vor einer eigenen Ansteckung mit "der Krankheit", Geschichten über ein Land, in dem Aids immer präsent ist und das Leben der Menschen dort massiv beeinflusst hat. Fassungslos, hilflos - so fühlte ich mich nach dem Lesen dieses Buches und trotzdem fand ich es gut, es gelesen zu haben. Die Kinder und ihr Umgang mit ihrem Schicksal haben mir großen Respekt abgenötigt, wobei es mich andererseits auch traurig gemacht hat zu sehen, wie viele Verantwortung auf teilweise doch recht jungen Schultern lastet. Meine Tochter (13) hat das Buch ebenfalls gelesen und sie war ebenfalls sehr beeindruckt. Als Erstes fielen jedoch viele Fragen an, weil es doch vieles gibt, was für uns aus unserem Überfluss heraus, schwer vorstellbar und schwer verständlich ist. Ich kann dieses Büchlein auf jeden Fall empfehlen, allerdings ist es nicht unbedingt "leichte Kost" und der Leser oder die Leserin sollte nicht mehr zu jung sein.

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  • Ein poetisches Buch mit hartem Inhalt

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    paevalill

    28. November 2013 um 23:04

    Der Titel "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen" von Kirsten Boie könnte ebenso gut die Überschrift zur folgenden Rezension sein. Nichtsdestotrotz möchte ich versuchen, einen möglichst guten Einblick in das Buch zu gewähren, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. So bündelt das Buch vier Geschichten von afrikanischen Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen, die allesamt schlimme Dinge erleben müssen. Angeschnittene Themen sind dabei u.a. Armut, Prostitution, Tod der Eltern, Aids, sowie die Gefühle von Selbstvorwürfen und Hilflosigkeit. Kritik an der westlichen Gesellschaft kommt ebenfalls nicht zu kurz. Dabei kommen v.a. Ahnungslosigkeit und falsche Gutmütigkeit zum Ausdruck. Der Schreibstil der Autorin ist Gold wert. Eine schnörkellose Sprache, schlicht und poetisch zugleich - dass Kirsten Boie bereits in der Vergangenheit Preise gewonnen hat, wundert mich nach dieser Lektüre wenig. Sie, die Sprache, wirkt dabei an manchen Stellen völlig emotionslos, doch genau das lässt die Geschichten noch erbarmungsloser erscheinen. Je mehr Raum dem Leser zur Interpretation gegeben wird, desto schlimmer empfindet er die gesamte Situation. Diese Feststellung lässt mich gleich zum Thema Altersempfehlung wechseln. Ja, die Geschichten sind keine leichte Kost. Doch kann das Grund genug sein, die Altersgrenze so hoch wie möglich zu setzen? Meiner Meinung nach: Nein. Man traut Kindern und Jugendlichen teils wirklich zu wenig zu. Wieso sollte man den Jüngeren eine heile Welt vorgaukeln, die es ohnehin nicht gibt? Damit die Interpretationen der jüngeren Lesern nicht zu grausam werden, sollten Nachgespräche auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Ist das gewährleistet, steht dem Weiterreichen des Buches wohl nichts mehr im Weg. Letztlich bleibt es eine Einzelfallentscheidung. Abschließend hoffe ich, dass sich Leser des Buches nach Abschluss der Lektüre nicht augenverschließend zurücklehnen, im Irrglauben, nur Menschen in Afrika erleben solch schrecklichen Dinge. Denn auch in Deutschland gibt es genügend Kinder, die bereits als Kinder die Verantwortung im Haushalt übernehmen (müssen), sich als junge Teenager prostituieren und dabei auf Kondome verzichten, usw. Ein Blick in Einrichtungen der Jugendhilfe genügt.

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  • Man kann es eigentlich nicht erzählen, darf es aber auf keinen Fall verschweigen.

    Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

    Antek

    28. November 2013 um 14:08

    Kirstin Boie erzählt in „Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen“ vier Kurzgeschichten von Kindern in Swasiland (Südafrika). Dies gelingt ihr mehr als authentisch, was bestimmt auch an ihrer Reise durch das Swasiland liegt.  Eine jede Geschichte hat mich tief bewegt und das Buch wird sicherlich noch lange in meiner Erinnerung bleiben. Natürlich hört man viel von Aidswaisen, Kinderprostitution oder auch von Kindern, die nicht zur Schule gehen dürfen. Man kann auch immer wieder Berichte über Entwicklungsarbeit lesen. Mit diesem Buch bekommen diese Themen aber durch vier elternlose Kinder, deren Geschichte hier erzählt wird, ein Gesicht. Dabei hebt Kirstin Boie keinen moralischen Zeigefinger, eher im Gegenteil. Die Geschichten werden neutral und mit Distanz geschildert. Jedoch wecken sie beim Leser unheimliche Emotionen. Begonnen wird mit dem elfjährigen Thulani, der nicht zur Schule darf, weil er keinen offiziellen Totenschein seiner Mutter vorweisen kann. Darauf folgt Sonto, die versucht ihrer kleinen Schwester eine Art Mutterersatz zu sein. Sie hat beschlossen, dass sie sich gemeinsam zum Aidstest aufmachen, wovon sie ihrer kleinen Schwester aber nichts verrät.  Die Geschichte von Lungile hat mich wohl am meisten betroffen gemacht hat, weil das Mädchen sich auf letzte erniedrigen lassen muss. Sie will ihrer kleinen Schwester unbedingt Schuhe kaufen, ohne die man nicht zur Schule darf. Mein erster Eindruck, als ich das Buch in Händen hielt, war, oh wie edel. Die edle Aufmachung, die dicken Seiten, die große Schrift, das ist für mich alles ein Fingerzeig auf die Wichtigkeit des Inhalts.  Und so sehr, wie mich schon die Aufmachung beeindruckt hat, so sehr haben die Geschichten mich bewegt. Sie lassen mich tief betroffen, beeindruckt und nachdenklich zurück. Ich denke, dass man diese Themen auf gar keinen Fall totschweigen darf. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass dies kein Jugendbuch ist, das man einem Jugendlichen in die Hand drücken darf um ihn dann damit allein zu lassen. Schon ich als Erwachsener muss die Geschichten verarbeiten. Deshalb müssen die jugendlichen Leser auf jeden Fall die Gelegenheit und Hilfe bekommen, um das Gelesene aufzuarbeiten.  Gut könnte ich mir auch einzelne Geschichten im Unterricht vorstellen.

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