Kirsten Boie Monis Jahr

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Inhaltsangabe zu „Monis Jahr“ von Kirsten Boie

Hamburg 1955. Monis Vater kehrt nicht mit den letzten Kriegsgefangenen heim. Es ist ein aufregendes Jahr für die Zehnjährige: Sie kommt auf die höhere Schule, und ihre Mutter findet einen neuen Mann – der hat sogar ein Auto ... »Ein wunderbarer Roman über die 50er Jahre ... ein wertvolles Zeitdokument.« Die Zeit

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  • Rezension zu "Monis Jahr" von Kirsten Boie

    Monis Jahr
    WildWhisper

    WildWhisper

    16. July 2012 um 12:54

    "Monis Jahr" ist ein berührender Roman über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, zwar nicht die unmittelbare Nachkriegszeit, aber die Fünfziger, die zu großen Teilen noch vom Ausgang des Krieges geprägt waren. So geht es um die Rückkehr der Kriegsgefangenen, unter denen Monis Vater im Übrigen nicht ist, um die Selbstbestimmung Deutschlands und die damals neusten technischen Entwicklungen wie etwa das Fernsehen. Moni ist eine sympathische Protagonistin, für ältere Leser mit ihren zehn Jahren vielleicht etwas jung und naiv, aber es ist auch interessant, die damalige Welt durch ihre Augen zu sehen. So geraten politische Vorgänge an den Rand des Geschehens, während man einen Einblick in ihr Alltagsleben erhält. Denn auch in den Fünfziger Jahren spielten für Kinder Freundschaft, Familie und Veränderungen eine größere Rolle als das, was die Politiker in unverständliche Worte verpackt beschließen. Ihre Sichtweise auf politische Vorgänge und die unterschiedlichen Ansichten ist dennoch interessant und sorgt dafür, dass auch jüngere Leser das Buch verstehen dürften. Was mir persönlich nicht ganz zugesagt hat, war die Sprache, die doch sehr kindlich gehalten ist. Das ist einerseits zwar sehr autentisch, andererseits gibt es wohl gerade deshalb auch viele grammatikalische Inkorrektheiten. Dass es ein richtiges Kinderbuch ist, glaube ich allerdings nicht, da schon etwas historisches Grundwissen nötig war und nicht alle Begriffe im Glossar erklärt wurden. Machmal wurden auch Themen am Rande angedeutet, die über das Verständnis einer Zehnjährigen hinausgehen und deshalb von Moni nicht weiter beachtet wurden, die dem Leser aber noch mal ein paar Details schenken. Insgesamt ein in sich runder Roman für jedes Alter, der unbeschönigt und dennoch optimistisch vom Alltag der Fünfziger erzählt, kindgerecht und dennoch anspruchsvoll.

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