Nicht Chicago, nicht hier

von Kirsten Boie 
2,3 Sterne bei64 Bewertungen
Nicht Chicago, nicht hier
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K

Schrecklich. Ganz einfach.

Liasanyas avatar

Musst ich vor langer Zeit in der Schule lesen, nicht empfehlensswert.

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Inhaltsangabe zu "Nicht Chicago, nicht hier"

Eine Stadt wie viele andere, irgendwo hier und heute. Niklas, dreizehn, wird von einem Mitschüler terrorisiert. Ein Motiv ist nicht erkennbar. Zeugen gibt es nicht. Niklas ist verzweifelt. Er weiß nicht, wie er sich zur Wehr setzen soll. 'Wir sind doch nicht in Chicago!', sagt sein Vater und geht zur Polizei. Er droht mit Klage. Das
seien doch alles nur Bagatellen, sagt die Polizei. Und eine Klage hätte sowieso keine Aussicht auf Erfolg. Niklas’ Vater reicht es. Er erstattet Anzeige.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783841502049
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:120 Seiten
Verlag:Oetinger Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.02.2013
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.07.2014 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    R-E-Rvor 5 Jahren
    Zuviel "Chicago", zu wenig "hier"

    “Kein Mensch ist einfach nur böse. Einfach nur so. Es kann Karl nicht geben.” Aber es gibt ihn doch, diesen Karl. Den neuen Klassenkameraden von Niklas, der sich so abweisend und seltsam verhält. Der ihm auf der einen Seite bei einer Partnerarbeit hilft, so dass der in Geschichte schwache Niklas einen zweier für seine Hausarbeit bekommt. Der ihn auf der anderen Seite bestiehlt, bedroht, erpresst und terrorisiert. Einfach so?

    Warum sollte der Junge das tun, fragt die Mutter. “Hier ist doch nicht Chicago” fügt sie hinzu. “Nicht Chicago, nicht hier” ist die Geschichte einer Gewaltspirale, die sich, scheinbar ohne Grund, um den zwölfjährigen Niklas entwickelt. Der lernschwache, unauffällige Junge wird Ziel der Gewaltexzesse des neuen Mitschülers Karl.

    Die Kürze des Buches lässt dem Leser nicht viel Raum zum Verschnaufen. Boie beginnt mit Drohungen, die Niklas im Geiste formuliert: “Ich bring ihn um, ich schwör, ich mach ihn tot”. Die Verzweiflung die den Jungen zu solchen Sätzen treibt, wird im Lauf der Handlung verständlich, die in zwei Zeitebenen erzählt wird. Beginnend mit dem Verschwinden von Niklas Kaninchen, das wie er vermutet von Karl aus dem Käfig gelassen wurde. Danach wird abwechselnd aus der Zeit vor und nach dem “Kaninchen” berichtet.

    Karls Taten bleiben ungesühnt. Niklas kann nichts von dem beweisen, was er dem Mitschüler vorwirft und seine Anschuldigungen klingen in den Augen seiner Eltern, der Schwester und der Klassenlehrerin wie Ausreden. Karl hat überdies immer glaubwürdige Erklärungen für die vermeintlichen Missetaten. Niklas Wut und Ohnmacht sind bald zuviel für den Jungen. Als die Eltern ihm endlich glauben und mit ihm zur Polizei gehen, rät diese von einer Anzeige ab. Ohne Beweise steht Aussage gegen Aussage. Auch die Eltern sind nun hilflos und verzweifelt. Man leidet und verzweifelt mit. Sie entscheiden sich dann aber doch für eine Anzeige.

    Das Ende bleibt offen. Niklas öffnet den Brief vom Gericht und beendet den Roman in Gedanken wie er ihn begonnen hat: “Ich bring ihn um, ich schwör, ich mach ihn tot”. Das ist für mich die einzige Schwäche, dieses ansonsten packenden Jugendbuches. Das es keine Lösung, keine Hoffnung, nicht einmal einen Hoffnungsschimmer bietet. Boie zeigt auf, wie sich eine Gewaltspirale entwickeln kann. Aber sie zeigt keinen Ausweg. Für mich stellte sich daher die Frage, was fangen jugendlichen Leser damit an? Bücher sind für mich auch immer Hilfsmittel mögliche Wege, vielleicht auch Auswege zu zeigen. Hier gibt es nichts, woran man sich festhalten, worauf man hoffen kann. Das ist mir dann doch ein bisschen zu wenig “hier” und zuviel “Chicago”.

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    psychomaehs avatar
    psychomaehvor 7 Jahren
    Rezension zu "Nicht Chicago. Nicht hier" von Kirsten Boie

    War damals in der 5. Klasse auch Lektüre bei uns und ich fand das Buch einfach nur schlecht. Es war nicht die Thematik die ich blöd finde, sondern wie die es geschrieben ist. Total verwirrend und am Ende versteht man auch nichts mehr.

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    Arthaniss avatar
    Arthanisvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nicht Chicago. Nicht hier" von Kirsten Boie

    Unglaublich, was unsere Kinder heutzutage in der Schule lesen müssen...

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    datjulchens avatar
    datjulchenvor 10 Jahren
    Rezension zu "Nicht Chicago. Nicht hier." von Kirsten Boie

    Buch zur Stadt Köln 2008

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    kiraras avatar
    kiraravor 11 Jahren
    Rezension zu "Nicht Chicago. Nicht hier" von Kirsten Boie

    Ein Buch, das die Geschichte eines kleinen Außenseiters in verschiedenen Abschnitten erzählt. Zugegeben, die häufigen Zeitsprünge, die vielen Absätze und die knappe Erzählung macht es nicht ganz einfach der Geschichte zu folgen, aber die Hilflosigkeit des Mobbingopfers und seiner Vertrauten kommt sehr gut rüber. Zu recht in vielen Klassen Schullektüre, denn es beschäftigt sich ungeschminkt mit Mobbing durch Klassenkameraden, das so leicht zur lebensgefährlichen Gewalt ausarten kann.

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    K
    ka_maluhiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schrecklich. Ganz einfach.
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    Liasanyas avatar
    Liasanyavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Musst ich vor langer Zeit in der Schule lesen, nicht empfehlensswert.
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    DeliDs avatar
    DeliDvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes Thema aber zu schnelles Ende!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur schlecht und langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist schrecklich!!!
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    Meerestochters avatar
    Meerestochtervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch behandelt zwar ein wichtiges Thema, ist aber leider ganz offensichtlich zur Behandlung im Unterricht geschrieben.
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