Kirsten Döbler Die Vertraute der Zariza

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Inhaltsangabe zu „Die Vertraute der Zariza“ von Kirsten Döbler

Ein epischer Roman zu Zeiten des zaristischen Russlands, der historisch belegte Fakten mit der einzigartigen, persönlichen Geschichte zweier junger Frauen verbindet. Russland im 17. Jahrhundert: Zar Alexei Michailowitsch Romanow sucht eine neue Zariza und lädt - der Tradition gehorchend - die schönsten Jungfrauen des Zarenreiches zur Brautschau nach Moskau ein. Auch die aparte Darja ist darunter, die sich nichts sehnlicher wünscht, als durch eine Heirat der Armut und Eintönigkeit der Provinz zu entkommen. Doch die Dinge entwickeln sich anders als erhofft, und vor dem Hintergrund des Strelitzenaufstandes muss sie bald an der Seite der Zariza Natalja (der Mutter Peters des Großen) um den Verlust ihrer großen Liebe und sogar um ihr Leben fürchten.

Tschai aufbrühen, ein Prjanik oder Sakuski dazu und ab ins Russland des 17. Jahrhunderts!

— gudrunL

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    Die Vertraute der Zariza

    gudrunL

    14. April 2015 um 14:58

    Mit 499 anderen schönen Jungfrauen aus dem ganzen Land wird die lebhafte Darja an den Zarenhof befohlen. Der Zar sucht eine neue Frau. Was klingt, als wäre es einem orientalischen Märchen entsprungen, war ritualisierter Brauch im Zarenreich. Eine Braut-Casting also, inklusive Neid und Eifersüchteleien, das Darja allerdings nicht für sich entscheiden kann. Ausgerechnet eine Freundin aus ihrer Heimat wird ihr vorgezogen. Sehr glaubwürdig schildert die Autorin die zwiespältige Beziehung zwischen den beiden Frauen, die familiären Verflechtungen der Protagonisten und das gesellschaftliche Leben. Eine Vielzahl eingestreuter russischer Bezeichnungen, die im ausführlichen Glossar bestens erklärt werden, ließ mich gleich in die fremde Welt eintauchen, wobei das Hin- und Herblättern zwischen Text und Glossar im eBook-Format etwas unkomfortabel ist. Ich empfehle deswegen, das Glossar vor dem Lesen der Geschichte wenigstens zu überfliegen. Fazit: Sprachlich souverän gelingt es der Autorin, eine fremde Welt auf das heimatliche Sofa zu holen. Also - Tschai aufbrühen, ein Prjanik oder Sakuski dazu und ab ins Russland des 17. Jahrhunderts!

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