Kirsten Ellerbrake Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!

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Inhaltsangabe zu „Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!“ von Kirsten Ellerbrake

Eine liebevolle Annäherung zwischen Mutter und Tochter - und eine urkomische, turbulente Zeitreise durch die Achtziger Noras Tochter Charlie, 20, ist verhaftet worden, wegen der Blockade eines Castortransports. Unfassbar - war Nora nicht gerade selbst noch 20 und wollte die Welt aus den Angeln heben? 'Atomkraft - nein danke', freie Liebe statt Zweierkiste, Wohngemeinschaft statt Spießertum, 'Legalize alles - außer es tut weh'. Als Nora ihre Tochter von der Polizei abholt, erntet sie keine Dankbarkeit, sondern Vorwürfe: Warum war sie nicht bei der Demonstration? Nora beschließt, ihre Tochter zu unterstützen - und trommelt die Kampfgefährten von damals zusammen. Sie taucht tief ein in eine heute exotisch anmutende Ära, mit Menstruationskalendern, kalten Nächten in besetzten Häusern, Cannabispflanzen und dem unbedingten Willen, die Welt anders, besser, glücklicher zu machen. Doch die Vergangenheit ist auch gespickt mit Liebesdramen - und das hat, wie Nora plötzlich merkt, Folgen bis heute. Eine turbulente und liebevolle Annäherung zwischen Tochter und Mutter, eine unterhaltsame Zeitreise durch die Achtziger im WG-Milieu, das Revival einer alten Liebesgeschichte - und die Frage, ob man zuerst die Welt retten oder das eigene Leben schöner machen soll.

Seeeeehr langatmig. Passiert nicht viel, Ende ist okay. Für Leser mit ähnlicher Geschichte bestimmt unterhaltsam, ansonsten rate ich ab.

— LenaausDD
LenaausDD

Unterhaltsamer Frauenroman für Zwischendurch

— tigger
tigger

Mutter-Tochter-Konflikt unter Grünen - lesenswert mit kleinen Längen

— elisabethjulianefriederica
elisabethjulianefriederica

Wie die Mutter so die Tochter - also warum diskutieren, eh zwecklos - also: mitkämpfen!

— dieFlo
dieFlo

Mutter-Tochter Konflikt, der in Bezug auf AKWs nachdenklich stimmt und an Fukushima erinnert. Eine gute Mischung!

— Turtlestar
Turtlestar

Ist ganz schön langatmig,immer das gleiche Thema "Tochter Charlie, die Castordemonstrantin ist",wenig Spannung ,passiert nichts Unerwartetes

— esposa1969
esposa1969

Generationenübergreifendes Demonstrieren - mit Herz und vor allem mit Verstand. Für die "Demo-Generation" der 1980er ein Muss!

— TochterAlice
TochterAlice

Unglaublich amüsant geschrieben!!!!

— berlon
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  • Ein Stück Heimat in der Ferne.

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    Ankerliebe

    Ankerliebe

    16. September 2015 um 11:54

    Ich bin selbst im Wendland auf gewachsen und füllte mich sehr schnell an die Castor Zeit errinert. Ich hab das Buch schnell durchgelesen, da ich die Geschichte sehr leicht und angenehm fand. Ich kann das Buch jedem empfehlen der etwas leichte Leselektüre mich politischem Hintergrund sucht.

  • Guten Morgen Revolution, du bist zu früh!

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    LenaausDD

    LenaausDD

    12. July 2015 um 19:39

    Nora Bergenhaus´ Alltag ist nicht sonderlich spannend: Sie passt von Zuhause aus Drehbücher an die Vorstellungen von Programmchefs diverser Fernsehsender an, hat nur wenige Freunde und mit den Männern will es auch nicht so wirklich klappen. Lediglich ihre Tochter Charlie aus ihrer ersten und einzigen Ehe mischt Noras Leben auf, angefangen bei einem Anruf mitten in der Nacht. Denn Charlie muss sich wegen Landfriedensbruch während einer Blockade des Castortransports nach Gorleben vor Gericht verantworten. Von nun an schwankt Nora zwischen Besorgnis um eine durch das Vorstrafenregister womöglich zerstörte Karriere ihrer 20-jährigen Tochter und der Verwunderung darüber, was eigentlich aus ihrer eigenen Vergangenheit als Demonstrantin geworden ist. Kirsten Ellerbrakes Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist ein bisschen komplexer als bei vergleichbaren Romanen. Obwohl er eher unpersönlich gehalten ist, hat man als Leser den Eindruck, dass das Buch stark autobiografisch geprägt ist - so ging es jedenfalls mir, da ich die wenigen Zeilen über die Autorin zu Beginn gelesen habe. Auffällig ist hierbei weiterhin, dass sich Ich-Perspektive bei der Beschreibung der Gegenwart und auktorialer Erzähler, zuständig bei Rückblicken in Noras Vergangenheit, abwechseln. Das war in meinen Augen ebenso gewöhnungsbedürftig wie die Angewohnheit der Autorin, oft nicht Noras Äußerungen aufzuschreiben bzw. diese als ihre Gedanken zu notieren. So antworten gelegentlich andere Charaktere auf das, was man lediglich für unausgesprochene Gedanken Noras hält. Davon mal abgesehen wirken manche Stellen zwanghaft lustig und/oder stimmen einfach nicht mit meinem Humor überein, weswegen es das Buch leider nur vereinzelt geschafft hat, mich zum Schmunzeln zu bringen. Als schwerwiegender empfinde ich persönlich, dass ich weder zu Nora noch zu Charlie (geschweige denn zu einem anderen Charakter) eine Verbindung aufbauen konnte. Soll heißen: Ich war nicht fähig, mich mit ihnen zu identifizieren oder sie sympathisch zu finden. Mag sein, dass mir die ein oder andere Reaktion einer Figur gefallen hat, aber das war es dann auch schon. Insbesondere Nora hat mich dann zunehmend durch ihr paranoides, teilweise spießiges und unentschlossenes Verhalten genervt, weswegen ich mich zum Lesen regelrecht zwingen musste, da zudem die Handlung sehr langatmig war. Umso erleichterter war ich daher, als das Ende nahte, welches ich immerhin guten Gewissens als gelungen bezeichnen kann, wenn man darüber hinwegsieht, dass es ein klein wenig unrealistisch war. Damit ist es zwar eine kleine Entschädigung, macht aber nicht die zahlreichen vorangegangenen Seiten wett. Für mich persönlich stellt das Buch aus den genannten Gründen leider eine Enttäuschung dar. Mein Fall war das Buch nicht, aber wer eine ähnliche Geschichte wie Nora hat und Gefallen an der Leseprobe findet, könnte von "Guten Morgen Revolution, du bist zu früh!" gut unterhalten werden.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Sehr unterhaltsame Lektüre ....

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    engineerwife

    engineerwife

    09. September 2014 um 16:52

    Auf den ersten Seiten konnte ich gar nicht glauben, wie wahnsinnig spießig Nora ihrer Tochter gegenüber auftrat. Dass es keine Freude ist, sein eigenes Kind aus dem Polizeigewahrsam zu „befreien“ versteht man schon, aber für mich ist es ein Unterschied, ob man eine Bank ausraubt oder sich für eine Sache einsetzt, an die man glaubt. Ich wollte erst aufgeben. Wie gut, dass ich dann doch weiter gelesen habe, denn die Geschichte entwickelte sich immer mehr zum Positiven. Sie wechselt teilweise zwischen Jugend der Mutter und dem Jetzt und bringt nicht nur Mutter und Tochter wieder näher zusammen. Die alte Freundesclique findet sich wieder zusammen und ein Lächeln auf dem Gesicht bei manchen Passagen ist unabdingbar. Auch ich hatte in der Jugend meine „grüne Phase“  - wie mein Vater sie zu nennen pflegte - und kann deshalb ein bisschen mitempfinden. Was auf den ersten Eindruck ein Abbruch war, entpuppte sich schließlich zu einer unterhaltenden Wochenendlektüre.

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  • Unterhaltsamer Frauenroman für Zwischendurch

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    tigger

    tigger

    08. December 2013 um 21:34

    Inhalt: Wenn um 2 Uhr morgens das Telefon klingelt, bedeutet das nichts Gutes. Wenn um 2 Uhr morgens das Telefon klingelt und sich die Polizei meldet, schrillen bei allen Müttern die Alarmglocken. Da ist Nora doch fast schon erleichtert, dass es „nur“ darum geht, dass sie ihre Tochter Charlie aus dem Polizeigewahrsam abholen soll, nachdem Charlie bei der Blockade eines Castortransports verhaftet worden ist. Zu Beginn der Erzählung noch völlig überbesorgte Mutter holt Nora schon bald die eigene Vergangenheit ein: Denn eigentlich hat sie selber in den 80er Jahren doch auch gegen Atomkraft und für alle möglichen Ideale demonstriert und Flugblätter verteilt und wollte die Welt verändern. Doch was ist inzwischen aus ihren alten Idealen geworden? Und was machen eigentlich die alten Freunde, WG-Mitbewohner und Mitstreiter von damals? Forciert von ihrer Tochter begegnet sie ihrer alten Anti-AKW-Clique schneller wieder, als ihr lieb ist, und erlebt dabei so manche Überraschung. Mein Leseeindruck: Ein unterhaltsamer Frauenroman, der sich mit der Frage beschäftigt: Was ist aus unseren Zielen und Idealen geworden? Und wie sind wir nur so geworden, wie wir jetzt sind?, verpackt in eine Mutter-Tochter-Geschichte mit heiterer Zeitreise durch die 80er Jahre und die alternative Szene. Der ganze Roman ist flüssig geschrieben, lässt sich locker weg lesen und hat mir einige unterhaltsame Stunden beschert. Die paar kleineren Schwächen fielen für mich nicht sonderlich ins Gewicht. Dazu gehörten der mir doch zu extreme und deshalb nicht ganz glaubwürdige Wechsel zwischen der überbesorgten Mutter der Gegenwart und der politischen Aktivistin in jungen Jahren, die die Protagonistin Nora beide verkörpert. Auch hat der Roman stellenweise ein paar der häufigen und leider üblichen Frauenromanschwächen: Neben der Haupthandlung hat Nora noch ein kompliziert-chaotisches Liebes- und Arbeitsleben – und das in erster Linie deshalb, weil sie Aussprachen aus dem Weg geht und stattdessen lieber „rumzickt“. Trotzdem war mir die Protagonistin sehr sympathisch und hat mir der Roman genau das geliefert, das ich von ihm erwartet habe: nette Unterhaltung für Zwischendurch. Meine Leseempfehlung: Für Frauen, die das erste Klassentreffen hinter sich haben ;-)

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  • Guten Morgen Revolution, du bist zu früh

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    esposa1969

    esposa1969

    25. November 2013 um 01:07

    Als Nora mitten in der Nacht einen Anruf von der Polizei erhält, da man ihre Tochter Charlie festgenommen hat: Weil sie bei Castorreaktor-Demonstrationen von Gorleben teilgenommen hat. Nora wird völlig hysterisch, dass ihr Kind in Polizeigewahrsam genommen wurde und telefoniert nachts noch mit ihrem Mann und einem befreundeten Rechtsanwalt. Ich musste schmunzeln: Wie oft wurde ich des Nachts rausgeklingelt von der Polizei, weil mein 22-jähriger Sohn, mal wieder in einem Autounfall verwickelt war, ohne Papiere gefahren war oder sich die Hand zertrümmert hatte. Allerdings bin ich ähnlich gelassen, wie Charlies Vater und denke mir: selbst schuld. Was mich anfänglich irritierte war, dass die Autorin - schreibt sie in der aktuellen Zeit der Geschehnisse - ich der 1.Person, also aus der Ich-Perspektive schreibt. Dann kommen zwischendrin immer Rückblenden über ihre eigene Person, wie sie damals so war, nämlich ähnlich reaktionär wie Charlie, und dann schreibt sie in der 3. Person, nämlich aus der Nora-Perspektive. Nora hat dies, Nora hat das, statt ich habe dies und ich habe das. Ich musste erst einmal umdenken und rückblättern: Ach ja ... Nora, das ist sie ja selbst. Bis jetzt gefällt mir das Buch insgesamt sehr gut, da ich mich 1.) in Elternprobleme gut reinversezen kann und auch mit dem Ex-Mann meines Sohnes ein ähnlich gutes Verhältnis habe und 2.) neben Charlies Problemchen auch etwas Liebe mit ins Rollen kommt...

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  • Leserunde zu "Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!" von Kirsten Ellerbrake

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    KirstenEllerbrake

    KirstenEllerbrake

    Noras Tochter Charly ist bei der Castor-Blockade in Gorleben verhaftet worden und obwohl Nora in jungen Jahren politisch selber aktiv war, macht sie sich vor lauter Sorgen um ihre Tochter verrückt. Es entspinnt sich eine lustige Auseinandersetzung zwischen Mutter und Tochter, die Nora gedanklich in ihre "wilde Zeit" in den 80ern katapultiert. --> Leseprobe Die ErzählerInnen der 10 lustigsten Erlebnisse im "Generationenkonflikt" bekommen ein Exemplar von "Guten Morgen Revolution - Du bist zu früh" geschenkt. Berlin, 9.08.13, Kirsten Ellerbrake

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    • 245
  • Herrlich!

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    Steffi_Peepunkt

    Steffi_Peepunkt

    17. November 2013 um 21:20

    Eine wirklich tolle Idee, die die Autorin absolut gelungen umgesetzt hat! Nora bekommt in der Nacht einen Anruf, ihre Tochter ist verhaftet worden! Ab da beginnt für Nora eine spannende Zeitreise in ihre eigene Strum- und Drangzeit. Sie fängt an sich selbst zu reflektieren und kann aber dennoch oft nicht aus ihrer Haut. Sie weiß, dass sie eine tolle Tochter hat, aber sie kann es einfach nicht lassen. Sie macht sich halt Sorgen ;-) Sie geniesst ihre Reise in die Vergangenheit mal mehr, mal weniger. Und dann auch noch das Dilemma mit Christian. Ihre beste Freundin finde ich übrigens wirklich toll! Die Autorin hat da ganz tolle Charaktäre geschaffen, wenn sie denn alle wirklich erfunden sind.... ;-) Die Personen sind wirklich sehr gut durchdacht, logisch und sehr sympathisch! Und vor allem so realistisch, so wie sie einem jeden Tag begegnen könnten, wenn man sie nicht sogar schon kennt. Zurück zur Handlung, denn es gibt einen ganz winzig kleinen Punkt, den ich gern anmerken möchte. Ab und an war es mir ein wenig zu überzogen. Es ist ein sehr witziges Buch, das steht ausser Frage, die Frau wollte uns zum lachen bringen. Das ist ihr auch defintiv gelungen. Aber manchmal war es mir eine Spur zuviel. Das wars aber auch schon mit negativem! Die Gerichtsverhandlung ist natürlich völlig unrealistisch, aber ich hab so lachen müssen! Wenn ich mir die guten Damen und Herren in ihren Verkleidungen vorstellen, wie da nur Augen und Nasen zu sehen sind und es hinter den Fässern giggelt..... SUPER!!!! Dass am Ende offen geblieben ist, ob Nora nun mit Christian oder ihrem Ex wieder zusammenkommt, stört mich gar nicht! Ich hab da eh eine Wunschvorstellung, die is jetzt einfach mein ganz persönliches Ende einer ganz tollen Geschichte. Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung für jeden, der gerne lacht!!

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  • Wie die Mutter, so die Tochter

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    skyline2

    skyline2

    25. October 2013 um 21:23

    Nora, in den achtziger Jahren leidenschaftliche Atomkraftgegnerin, hat eine Tochter namens Charlie.  Charlie tritt in die Fußspuren ihrer Mutter und wird auf der Demo gegen einen Castor-Transport von der Polizei verhaftet. Doch statt der Mutter dankbar zu sein, ist Charlie enttäuscht...  Die Mutter überlegt nun, wie sie ihrer Tochter beweisen kann, dass sie ihre Ideale nicht verraten hat und aktiviert ihre alten Kontakte in die Szene der Anti-Atomkraft-Aktivisten. Diese Buch ist sicher für das Zielpublikum der Anti-Atomkraft-Bewegung lesenswert.  Für alle anderen jedoch, die dieses Buch der zwischenmenschlichen Aspekte wegen oder gar auf der Suche nach Spannung lesen, kann ich an dieser Steller leider nur abraten.  Die Geschichte vermag keine Spannung aufzubauen, ein Großteil der Handlung füllt nur Seiten bis zum eigentlichen Kern der Geschichte.

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  • Mutter-Tochter-Konflikt unter Grünen

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    elisabethjulianefriederica

    elisabethjulianefriederica

    „ „Haben Sie mal daran gedacht, in einem Chor zu singen ? „ Warum will der Beamte denn das wissen ? „Na ja, meine Kollegen und mich hat das ganz gut unterhalten, wie Sie und Ihr Begleiter die alten Kampflieder aus den Siebzigern und Achtzigern dargeboten haben.Bei „Keine Macht für Niemand“ konnten die meisten von uns mitsingen. War lustig.“ Die Polizisten von heute sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, denke ich kleinlaut und beschließe, dass ich hier ganz schnell weg muss. “ (S.239) Das ist O-Ton Nora Bergenhaus, Mutter einer 20jährigen Tochter namens Charlie, die sie eines Nachts von der Polizeiwache abholen muss, weil diese wegen der Blockade des Castortransports verhaftet wurde. Nora war früher selbst aktiv dabei gegen Atomkraft, Atomraketen, jede Form von Ungerechtigkeit und begibt sich nun in die Auseinandersetzung mit den Ansichten der Tochter. Ein toller Mutter-Tochter-Konflikt und eine Zeitreise in ihre Vergangenheit in den Achtzigern im WG-Milieu mit ihren alten und neuen Liebesgeschichten nimmt ihren Lauf .... Mir hat dieser Roman gut gefallen, streckenweise war er äusserst lustig , dazwischen hatte er allerdings auch seine Längen, die in der Vergangenheit Noras mit ihren zahlreichen Bekanntschaften zustande kamen, da wurde die Handlung schnell ein wenig unübersichtlich. Die Geschichte wird ernster und nachdenklicher , als der Reaktorunfall von Fukushima mit hereinspielt, endet dann aber mit einem denkwürdigen Prozess, der voller Situationskomik steckt. Eine vergnügliche, aber auch nachdenklich stimmende Mutter-Tochter -Auseinandersetzung, unterhaltsam mit kleinen Längen, aber dennoch lesenswert für Mütter , Siebziger/Achtziger-Nostalgiker und an Zeitgeschichte interessierte Leser.

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    • 2
  • Sex, Drugs and Reggae

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    Cappuccino-Mama

    Cappuccino-Mama

    17. October 2013 um 01:05

    Nein, der Buchtitel war es nicht, der mich vom Hocker gerissen hat, dafür aber die Aussicht auf eine „Zeitreise“ in meine Jugendzeit in den 80er-Jahren. Und so hatte ich mich sehr auf das Lesen dieses Buches gefreut. Das Cover: Ein sehr gut ausgewähltes Cover, vereint es doch einiges, was man mit den Atomkraftgegnern (und Besuchern von Friedensdemos) der 80er des letzten Jahrtausends in Verbindung bringt. Ein roter Kleinbus ist auf dem Buchcover zu sehen - mit einem weißen Dach und von innen zugehängten Fenstern, selbst ein Aufbau auf dem Dach ist vorhanden. Natürlich wird die Lebenseinstellung anhand der Aufkleber auf dem Bus sichtbar – sei es das Friedenssymbol oder der obligatorische Atomkraft–Nein Danke-Aufkleber mit der roten Sonne – damals ein Aufkleber, der zahlreich auf Autos klebte. Die Handlung: Schock für Nora – Tochter Charlie ist zwanzig Jahre alt und sitzt auf einer Polizeiwache. Sie war an einer Demo gegen einen Castortransport beteiligt und ihr droht nun eine Verhandlung wegen Landfriedensbruch. Nora holt ihre Tochter von der Polizeistation ab. Doch statt ihrer Mutter dankbar zu sein, sie aus der misslichen Lage befreit zu haben, macht diese ihr den Vorwurf, ihre einstigen Ideale verraten zu haben, denn Nora war früher selbst ebenfalls eine engagierte Kämpferin gegen die Atomkraftindustrie und sogar im „Aktionsbündnis Münsterland“ aktiv. Und so beteiligte sich Nora damals ebenfalls bei der Blockade von Castortransporten. Doch nun, da Nora in der Fernsehbranche erfolgreich ist, überlässt sie das Demonstrieren und die Blockaden den anderen. Durch ihre Tochter derart moralisch unter Druck gesetzt, nimmt Nora schließlich Kontakt zu den einstigen Weggefährten auf, zu denen der Kontakt größtenteils komplett abgebrochen war. Gemeinsam wollen sie Charlie unterstützen. Meine Meinung: Als „Kind der 80er“ hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut – eine Zeitreise zurück in das Jahrzehnt, das wohl eines der ereignisreichsten meines Lebens war. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Demos damals – sei es in Gorleben und Mutlangen, an die Sitzblockaden, daran, wie die Demonstranten weggetragen wurden, an die Friedensbewegung, die „Kriegsdienst“verweigerer, die Lichterketten, die gelb-roten Atomkraft-Nein-Danke-Aufkleber mit der Sonne, an latzhosentragende Menschen und natürlich auch an Tschernobyl und seine Folgen. Erwartet hatte ich, dass das Buch diese Stimmung vermitteln würde. Schade, dass meine Erwartungen leider nicht so richtig erfüllt wurden. Die Handlung zog sich hin – statt richtigem 80er-Feeling viel Zwischenmenschliches. Mitunter fand ich die Handlung sehr langatmig, viel Vorgeschichte und der eigentliche Einstieg ins Geschehen erfolgte erst relativ spät im Buch, so dass ich mich fragte, wann denn nun endlich die alte Clique aufeinandertreffen würde. Nora, war mir nicht so richtig sympathisch – ich wurde nicht so recht warm mit ihr, was vielleicht auch an ihrem Lebenswandel lag. Man verliebte sich schnell, betrog sich gegenseitig – ohne Wissen des andern. Selbst vor dem besten Freund des Partners machte man da nicht Halt. Und auch in der Gegenwart ist keine Besserung in Sicht: Man verliebt sich und „entliebt“ sich bei Bedarf einfach wieder – statt miteinander zu reden (und Dinge zu klären), herrscht eisernes Schweigen – nicht gerade sehr erwachsen, wie Nora sich in manchen Situationen verhält. Und nicht „verzeihen“ konnte ich Nora und ihrem Weggefährten Alex, dass beim Wiedersehen zu späterer Stunde auch noch gekifft wurde und man mit Farbeiern warf – mit Folgen. Da wollte Nora wohl an alte Zeiten anknüpfen... (wobei ich zugeben muss, dass die Folgen des Handelns dann doch recht amüsant waren). Aber zum Glück hat Nora auch ihre guten Seiten: Sie ist eine gute Mutter, die hinter ihrer Tochter steht, auch wenn diese in Schwierigkeiten steckt. Aber dies sollte ja eigentlich selbstverständlich sein. Gut finde ich auch, dass sich Nora trotz Trennung von ihrem einstigen Lebensgefährten Robert noch ein gutes Verhältnis zu ihm hat, schließlich haben sie eine gemeinsame Tochter, auch wenn diese bereits erwachsen ist. Charlie ist wohl eine junge Frau, der wenig Grenzen gesetzt wurden. Vielleicht wurde sie auch etwas zu sehr verwöhnt, weil die Eltern, die nie verheiratet waren, sich trennten. Und Charlie, ganz Papas Liebling, bekommt von Robert sicherlich so manchen Wunsch erfüllt. Und so versucht Robert seiner Tochter auch aus der misslichen Lage zu befreien, in die sich Charlie selbst gebracht hat. Mutter Nora jedoch sieht durch Charlies Engagement vor allem die berufliche Zukunft der Tochter gefährdet, sollte sie wegen Landfriedensbruch verurteilt werden. So manches Mal wirkt es auf mich, als würde Charlie ihr Engagement gegen die Atomkraft doch nicht so ernst nehmen – besonders verstärkte sich der Eindruck bei mir, als sich die Weggefährten schließlich trafen – auch mich wirkte sie da regelrecht desinteressiert. Malou ist die resolute beste Freundin von Nora, die schon seit Urzeiten an Noras Seite ist und die wichtigen Ereignisse im Leben der Freundin miterleben durfte, so wie die Geburt von Charlie – schön fand ich Malous (heimliche) Zwiesprache mit dem Baby. Sie ist sehr selbstbewusst und stachelt Nora mit ihrer bestimmenden Art immer wieder an, wenn diese sich zurücknimmt. Am Auffälligsten war wohl der Wechsel der Erzählperspektive. Während in der Gegenwart aus der Sicht von Nora erzählt wird, also aus der Ich-Perspektive, berichtet über die Ereignisse in der Vergangenheit sozusagen ein Beobachter. Erst einmal ist man hier als Leser etwas verwirrt, gewöhnt sich aber rasch an diesen ungewöhnlichen Stil. Die Handlungen der Vergangenheit und der Gegenwart sind zwar optisch voneinander getrennt, indem eine Art Zacke zwischen diesen beiden Zeiten eingefügt wurde, doch man hätte die Ereignisse der Vergangenheit auch in einer kursiven Schrift hätte schreiben können, um den Zeitunterschied optisch noch deutlicher hervorzuheben. Was ich mich frage – weshalb wurde nicht einfach ein Datum über die Ereignisse geschrieben? Mir hätte dies gut gefallen, denn die Begebenheiten erstrecken sich über einen längeren Zeitraum – insofern wäre dies durchaus angebracht gewesen und hätte auch etwas authentischer gewirkt. Schade fand ich, dass die Gegenwart im Buch so viel präsenter ist, als die Vergangenheit (zumindest kam mir dies so vor) – ich hatte in dieser Hinsicht anderes erwartet, nämlich dass die Vergangenheit präsenter als die Gegenwart wäre. Dafür wurden auch relativ aktuelle Ereignisse wie die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke oder das Reaktorunglück von Fukushima thematisiert. Die Autorin Kirsten Ellerbrake (Jahrgang 1959) war nach ihrem Studium als Sprecherin der damals noch jungen Partei der GRÜNEN / GAL. Diese Partei war damals so ganz anders als alles bisher dagewesene. Darüber hätte ich in diesem Buch gerne etwas mehr gelesen. Schade, denn ansonsten wirkt das Buch auf mich so, als hätte die Autorin in diesem Buch einige eigene Erlebnisse eingebracht, was die Aktionen anbelangt und auch Parallelen bei den Berufen von Frau Ellerbrake und Protagonistin Nora sind erkennbar, da beide in der Fernsehbranche tätig sind. Fazit: Eine Reise in die 80er Jahre, leider jedoch nur relativ sparsam eingesetzt. Zwei Generationen im Kampf gegen Castortransporte, Atomkraftwerke und gesellschaftliche Zwänge. Eine tolle Buchidee mit viel Potential, doch leider wurde die Idee für meinen Geschmack nur mangelhaft umgesetzt. Leider konnte das Buch mich nicht wirklich fesseln, auch wenn es zwischenzeitlich dank des Schreibstils unterhaltsam war. Dennoch findet das Buch seine Liebhaber, den Geschmäcker sind ja glücklicherweise verschieden. Von mir erhält das Buch mit der Mutter-Tochter-Geschichte daher leider nur 3 Sterne.

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  • Ausschlafen, Lesen, demonstrieren gehen!

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    ioreth

    ioreth

    16. October 2013 um 20:38

    Nachts um zwei kommt ein Anruf von der Polizei, die nach der Tochter fragt. Das bedeutet nie etwas Gutes, auch hier nicht. Aber immerhin ist nicht, wie sofort befürchtet ein schlimmer Unfall geschehen sondern Tochter Charlotte wurde auf einer Castor Demo in Gewahrsam genommen. Natürlich macht sich die Mutter, Nora, sofort auf dem Weg um ihrer Tochter zur Hilfe zu kommen. Nora sieht das Leben ihrer Tochter nach der Verhaftung in Scherben liegen und befürchtet den kompletten Ruin als es tatsächlich zur Verhandlung kommen soll. Charlotte dagegen sieht in dem Prozess eine Gelegenheit für mehr Öffentlichkeit. Nebenbei erfährt der Leser auch Noras Lebensgeschichte, die zu ihrer Zeit ebenfalls gegen Atomkraft und vieles mehr protestiert hat. Sie ist allerdings „vernünftig“ geworden und will von illegalen Aktionen nichts mehr wissen. Sie lässt sich trotzdem breitschlagen alle Freunde aus ihrer aktiveren Vergangenheit zu Charlottes Unterstützung zusammen zu rufen. Die Stimmung wird aufgeregter je näher der Prozess als Höhepunkt des Ganzen rückt. Und dabei wird auch Nora immer klarer wie ähnlich sie und Charlotte sich sind und wie stolz sie auf ihre Tochter seien kann und auch ist. Es gelingt Kirsten Ellerbrake hier außerordentlich gut den Konflikt zwischen Mutter und Tochter darzustellen. Beide sind inhaltlich einig, es geht um die Frage der Mittel, des persönlichen Einsatzes und der damit einhergehenden Risiken. Und natürlich kann man beide Seiten verstehen, denn es ist ebenso klar dass Charlotte für ihre Ideale einstehen will, wie dass ihre Mutter sie beschützen will. Ein Wechsel der Erdzählperspektive macht dem Leser klar ob es Noras Vergangenheit ist die gerade berichtet wird oder die Gegenwart mit Charlottes Prozess. Ob diese Perspektivwechsel dem Verständnis dienlich sind, oder stören muss dabei jeder Leser selbst entscheiden, ich persönlich habe eine Eingewöhnungszeit von etwa 30 Seiten gebraucht, dann aber ein nahezu uneingeschränktes Lesevergnügen gehabt. Die Autorin spart nicht an Witz, schafft es aber nicht in die Albernheit abzurutschen. Von mir also Leseempfehlung!

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  • Aktuell

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    dieFlo

    dieFlo

    Umweltschutz geht alle etwas an und so entführt uns Kirsten in eine Mutter-Tochter Beziehung in deren Verlauf sich die Tochter aktiv gegen Gorleben einsetzt und mit der Polizei zu tun bekommt. Während die Mutter am Anfang noch Panik schiebt und ihre Tochter belehren will, kommen mit der Zeit ihre Erinnerungen. Erinnerungen an ihre Jugend und die Erkenntnis: ich habe selbst mal etwas unternommen, ich habe gekämpft - aber wo bitte sind die Ideen von damals und die beste Frage, was ist eigentlich aus meinen Mitstreitern geworden. Als alle zusammengetrommelt werden, kommen Erinnerungen an alte Geschichten, Erlebnisse, WG Begebenheiten. Der Leser ist auf einer Reise im Jetzt und in der Vergangenheit, kann Vergleiche anstellen und erlebt, dass am Ende auch die Mutter vor Gericht steht. Mit diesem witzigen Gerichtsprozess endet das Buch. Es war flüssig geschrieben und lies sich leicht lesen. Auch die Zeitsprünge fand ich als gut rübergebracht und auf keinen Fall anstrengend. ich muss aber zugeben, dass es in der Mitte ein wenig langlebig war und nur weil es dann wieder richtig gut wurde, bekommt es 4 Sterne, den 3,5 gibt es nicht!

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    • 2
  • Kurzweilig und interessant

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    hibiscusbloom

    hibiscusbloom

    14. October 2013 um 14:44

    "Guten Morgen Revolution, du bist zu früh" ist das erste Buch, das ich von Kirsten Ellerbrake gelesen habe. Es ist von der ersten Minute spannend. Nicht, wie man es in einem Krimi oder Thriller erwartet, sondern einfach sehr interessant und kurzweilig. Die Sprache reißt mit und es ist sehr flüssig geschrieben. Aus der Sicht einer ehemals politisch sehr engagierten Mutter wird beschrieben, wie sie sich fühlt, als ihre Tochter wegen des gleichen Engagements mit den Unbilden der Justiz zu kämpfen bekommt. Für Leser, die in etwa dem Alter der Tochter entsprechen, die gerade erwachsen geworden ist, ist es fast wie ein Tagebuch der Mutter zu lesen. Habt ihr euch schon gefragt, warum eure Eltern so konservativ und verknöchert, streng und ungerecht wirken, obwohl sie doch früher sicherlich genauso waren wie ihr? Mit diesem Buch wird man in die Situation einer Mutter versetzt, mit ihren Gedanken und Erfahrungen. Die Erinnerungen führen zu den schrecklich drögen Ermahnungen, die man oft genug zu hören bekommt und die man lieber gar nicht hören will. Bei der Lektüre dieses Buches gab es oft einen "aha"- und einen "ach so"-Effekt. Auf amüsante Weise wird sichtbar, wie Mütter aktivistischer Töchter ticken können und dass ihr Leben nicht nur daraus besteht, der Tochter das Leben schwer zu machen. Im Verlauf der Geschichte erlebt man das wechselhafte Verhältnis von Mutter und Tochter aber auch von Vater und Mutter kennen. Man durchlebt mit Hauptakteurin Nora den Alltag einer freien Mitarbeiterin auf dem Arbeitsmarkt und versucht mit ihr die Balance zwischen Arbeit, eigenem Privatleben und dem Leben der allgegenwärtigen Tochter zu finden.  Das konfuse Liebesleben einer selbstständigen Singlefrau ist turbulent und die Beste Frundin hat nicht immer nur gern gehörte Ratschläge parat, während sie sich auch selbst in eine neue Liebschaft manövriert.  "Guten Morgen Revolution, du bist zu früh" ist eine schöne Lektüre für zwischendurch, die vermuten lässt, dass die Geschichte für Nora und ihre Tochter im Happy End endet ohne konkret zu viel zu verraten. 

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  • Ein unterhaltsamer Roman über Mutter-Tochter-Probleme

    Guten Morgen, Revolution - du bist zu früh!
    schafswolke

    schafswolke

    13. October 2013 um 15:35

    Nora hat es mit ihrer Tochter Charlie nicht immer leicht und dann kommt noch mitten in der Nacht ein Anruf von der Polizei, dass Charlie bei einer Demonstration festgenommen wurde. Und plötzlich wird Nora von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Sie muss sich fragen, ob sie wirklich so anders war als ihre Tochter? Dazu tauchen dann auch noch alte und neue Freunde und Lieben auf. Und bei allem spielt auch die Umweltpolitik eine Rolle. Das Buch spielt in der Gegenwart, springt dann aber immer mal wieder in Noras Jugend bzw. in die Zeit als junge Frau zurück. Zuerst fand ich es etwas verwirrend das von der Ich-Form (Gegenwart) in die Nora-Form (Vergangeheit) gesprungen wurde. Schön hätte ich gefunden, wenn man in der Vergangenheit so eine Art Datumsanzeige gehabt hätte, dann müsste man nicht immer so schätzen, wo man sich gerade befindet. Genauso bin ich manchmal mit den vielen Freunden in der Vergangenheit durcheinander gekommen. Gefallen hat mir das Buch gut, man konnte es flott weglesen, nur in der Mitte hatte ich mal das Gefühl, dass nicht so wirklich viel passiert.

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