Kirsten Jüngling Elizabeth von Arnim

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Inhaltsangabe zu „Elizabeth von Arnim“ von Kirsten Jüngling

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  • Rezension zu "Elizabeth von Arnim" von Kirsten Jüngling

    Elizabeth von Arnim
    R-E-R

    R-E-R

    07. November 2012 um 22:22

    Elizabeth von Arnim war eine bekannte Schriftstellerin des vergangenen Jahrhunderts. Bis zu ihrem Tod 1941 veröffentlichte Sie mehr als zwanzig Romane, die zu ihrer Zeit sowohl in Europa als auch in Amerika großen Anklang fanden. Viele ihrer Werke sind auch heute noch Bestseller. Allen voran ihr wohl bekanntestes Werk “Verzauberter April”. Aber auch Romane wie ihr erstes Buch “Elizabeth und ihr Garten” oder “Elizabeth auf Rügen” werden regelmäßig neu aufgelegt und begeistern noch heute, die wohl meist weibliche, Leserschaft. Dennoch gibt zu dieser interessanten Frau bislang leider nur wenig biographisches Material. Mary Annette Beauchamp wurde 1866 in Neuseeland geboren. Durch ihre Heirat mit dem deutschen Henning von Arnim 1891 wurde sie zur Baronin. Sie lebte mit Mann und fünf Kindern auf dessen Gut Nassenheide in Pommern. Größte Freude der jungen Ehefrau waren Gärtnern und Schreiben. Um ihre Anonymität zu wahren, änderte sie ihren Vornamen für die Veröffentlichung ihres ersten Romanes (1898) “Elizabeth und ihr Garten”. Fortan wurde das gewählte Pseudonym auch privat anstelle des bisherigen Rufnamens May genutzt. Elizabeth von Arnim war eine faszinierende, wenn auch sehr eigene, Persönlichkeit. Die Autorinnen bringen dies in romantischer Prosa zum Ausdruck. Ihre Biographie birgt eine Fülle von interessanten Fakten, die man sich aber leider mühsam zusammen klauben muss. So fehlt beispielsweise eine übersichtliche Zeittafel mit den wichtigsten Daten zum Leben der Autorin. Jedes Datum ist im Fließtext verborgen und muss, in beinahe kriminalistisch anmutender Feinarbeit, herausgelesen werden. Das gilt für das Geburtsdatum der Autorin und ihrer fünf Geschwister ebenso wie für die Geburtsdaten ihrer eigenen fünf Kinder, sowie Hochzeits- und Sterbedaten. Das ist mühsam und zeitraubend. Das Leben der Schriftstellerin wurde von den Biographinnen nach Jahren eingeteilt, die für bestimmte einschneidende Abschnitte stehen. 1866 - 1889 Kindheit und Jugend. 1889 - 1896 Verlobungszeit und erste Ehejahre und so weiter. Leider wurde auch hier den Kapiteln keine Überschrift zugeordnet, sondern lediglich die Jahreszahlen und ein einleitendes Zitat, das entweder aus den Tagebuchaufzeichnungen der Autorin oder aus ihren Werken stammt. So ist es unmöglich, gezielt nach bestimmten Stichpunkten zu suchen. Es bleibt einem nichts weiter übrig, als die Biographie chronologisch und sehr akribisch zu lesen und dabei mit gelbem Textmarker, die wichtigsten Eckpunkte herauszustellen um sie für eine zweite gezielte Lektüre kenntlich zu machen. Ein Beispiel: Ich las den Roman “Liebe” der Autorin und suchte zeitgleich in der Biographie nach Hinweisen zu diesem Werk. “Liebe” ist 1925 erstmalig erschienen. Also suchte ich zunächst in dem Kapitel, dass die Lebensjahre 1923 - 1930 umfasst. Wurde dort aber nicht fündig. Was daran lag, dass der Roman schon um 1920 begonnen wurde, was aus dem Kapitel der Jahre 1920 - 1923 hervorgeht. Den Hintergrund des Romanes (fast alle Werke der Autorin haben einen starken autobiographischen Bezug), die unglückliche Liebe der Autorin im wahren Leben zu einem erheblich jüngeren Mann findet sich dann aber erst in dem Kapitel 1930 bis 1939, als von Arnim für ihre Autobiographie “Alle meine Hunde” Resümee zieht. Ein Kuddelmuddel, wahrhaftig. Wer wirklich am Leben und Lieben der Autorin interessiert ist, wird in der Biographie viel interessantes finden. Durchhaltevermögen vorausgesetzt. Man kann die Biographie auch als Dokument einer Zeit lesen, in der umwälzende Änderungen das Gesicht Europas und der Welt veränderten. Die Autorin, die noch in der viktorianischen Ära geboren wurde, durch die wilden zwanziger Jahre trieb und am Ende vor den Nazis nach Amerika floh. Europäische Lebensart einer gehobenen Schicht intellektueller Kunst und Kultur vor, zwischen und nach den Weltkriegen. Kleine Mängel einmal außer acht lassend (fehlende Struktur und Übersicht) finde ich es gut, dass überhaupt jemand sich die Zeit und die Mühe gemacht hat, dieser wunderbaren Autorin ein Denkmal zu setzen. Sie wird nicht umsonst die “Jane Austen des zwanzigsten Jahrhunderts” genannt.

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