Der Duft der Seerosen

von Kirsten John 
4,4 Sterne bei7 Bewertungen
Der Duft der Seerosen
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pixi17s avatar

Hatte mir von dem Buch etwas mehr erwartet. Schwankte beim Lesen immer wieder zwischen "Gefällt mir gut" und "Wann tut sich endlich mehr".

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Inhaltsangabe zu "Der Duft der Seerosen"

„Endlich erscheint ein anderer Mann, der sie erneut nach dem Codewort fragt.
Waterlily. Hanna wiederholt es auf Deutsch, mehr für sich: Seerose.“

Berlin in den 30er Jahren. Hanna wünscht sich nichts anderes, als ein normales Leben zu führen: mit den Freundinnen ins Café gehen, ihren Freund Moritz ins Museum begleiten, von einer glücklichen Zukunft träumen. Doch dann tauchen sie überall in den Schaufenstern auf – die Schilder, auf denen „Juden unerwünscht“ steht. Bald gibt es keine Freundinnen an Hannas Seite mehr, und ihre unschuldigen Gefühle für Moritz können ihn in große Gefahr bringen. Doch was kann man tun, wenn das Unfassbare Tag für Tag näher rückt? Hanna fasst einen mutigen Entschluss …

Ein Roman über das Grauen, das sich in unser Leben schleichen kann, und die Hoffnung, die stärker ist als alles andere.

Jetzt als eBook: „Der Duft der Seerosen“ von Kirsten John. dotbooks – der eBook-Verlag.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783955204228
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:294 Seiten
Verlag:dotbooks
Erscheinungsdatum:29.11.2013

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    uli123s avatar
    uli123vor 5 Jahren
    Waterlilies

    Berlin in den 30er Jahren. Die 17jährige Hanna wächst bei ihrer Großmutter Usch und der Haushälterin Herta auf. Der jüdische Glauben spielt für sie keine Rolle. Das ändert sich erst spürbar, als Hannas beste Freundinnen sie bei einem verabredeten Café-Besuch ignorieren. Einzig gemeinsame Museumsbesuche mit ihrem nichtjüdischen Freund Moritz bedeuten für Hanna eine Zuflucht in einer Welt, in der überall in den Schaufenstern Schilder mit der Aufschrift „Juden unerwünscht“ auftauchen, ihre jüdischen Mitschülerinnen sang- und klanglos das Mädchenlyzeum verlassen und Hanna von den Feierlichkeiten zum Muttertag ausgeschlossen wird. Die Gefährlichkeit der Lage erkennend, schickt Usch ihre Enkelin rechtzeitig außer Landes. Erste Station für Hanna ist Amsterdam. Von da aus will sie in ein anderes Land reisen. Das hierfür notwendige Addavit hat Hanna nicht. So geht sie schließlich auf das Angebot des holländischen Schiffsoffiziers Hans ein, ihn auf dem Schiff nach Amerika zu „begleiten“. Auf dem Schiff ist sie eine von neun „Waterlilies“, die beständig auf dem Schiff hin- und herpendeln und die jeweils wechselnden Offizieren zu sexuellen Diensten zugeordnet sind. Hanna verzweifelt an ihrer Lage und sieht für sich drei Möglichkeiten: Suizid durch einen Sprung ins Meer, Rückkehr nach Deutschland oder … ja, ein selbst entwickelter Plan, der für sie die Rettung bedeutet. Wie wird er aussehen?

     

    Kirsten John greift sich das Einzelschicksal der jungen Jüdin Hanna, um an ihr beispielhaft in sehr berührender und zum Nachdenken anregender Weise darzustellen, wozu der Überlebenswille der Juden sie während des Nationalsozialismus getrieben hat. Hanna wird zu einer sog. Waterlily, einem leichten Mädchen. Für sie ist das eine große psychische Belastung. Ihre Liebe zu Kunst und Literatur lenken sie ab, rufen aber auch Alpträume in ihr hervor.

     

    Formal ist die Geschichte derart gestaltet, dass sich Abschnitte vom Leben Hannas auf dem Schiff mit solchen aus ihrem Leben erst in Berlin, dann in Amsterdam abwechseln. Auf diese Weise wird erst nach und nach deutlich, in welcher Lage sich Hanna befindet und wie prekär die Situation ist.

     

    Dieses Buch hält die Erinnerung an jüdische Einzelschicksale im Nationalsozialismus wach und erhält von mir eine unbedingte Leseempfehlung.

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    IraWiravor 5 Jahren
    Waterlily - Lily, so heißt für einen Seemann jede zweite Hure....

    "Der Duft der Seerosen" ist ein sehr intensives Buch, das mich sehr beeindruckt hat.

    Der Leser begegnet Hanna, der Protagonistin, als sie gerade dabei ist, einen Dampfer nach Amerika zu betreten, ihr Losungswort: Waterlily.

    Auf diesem Schiff fährt sie als Begleitung von Hans, einem Schifsoffizier, der ihr diese Fluchtmöglichkeit angeboten hat, als es auf Grund der immer größeren Präsenz der Nazis in Amsterdam für sie, eine deutsche Jüdin, zu gefährlich wird. Dieses Schiff scheint trotz des fehlenden Affidavits, das sie allen Bemühungen zum Trotz nicht bekommen konnte, ein Weg in die Sicherheit zu sein.

    In Rückblicken erlebt man als Leser mit, wie Hannas Leben in Berlin durch die Nazis und ihr Gedankengut immer schwerer und gefährlicher wird. Schließlich kann sie ihre Augen nicht mehr davor verschließen und flieht nach Amsterdam. Alle Menschen, die ihr etwas bedeutet haben, muss sie zurücklassen, ohne zu wissen, ob sie sie jemals wiedersehen wird.

    Als die Situation in Amsterdam sich immer weiter verschärft, bleibt ihr keine Wahl mehr und sie nimmt das Angebot von Hans an, ohne genau zu wissen, worauf sie sich eigentlich einlässt. Erst an Bord wird ihr langsam klar, auf was sie sich genau eingelassen hat, auch hier, parallel zu den Geschehnissen in ihren Rückblicken, keimt langsam die Erkenntnis auf, wie zerbrechlich die Sicherheit ist und wie wenig man seinem Schicksal entrinnen kann. Manchmal sind es Ruhe und die Gewissheit, welcher Schrecken einen erwartet, die das Gefühl von Sicherheit ausmachen.

    Hanna ist mir in diesem Buch sehr nahe gekommen, die Ausweglosigkeit ihrer Situation und das langsame Erkennen dessen, was passieren wird und wie sie trotz Allem versucht, einen Weg für sich zu finden, den sie gehen und mti dem sie leben kann, haben mich sehr beeindruckt.

    Keine leichte Kost, aber ein intensives und gut geschriebenes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

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    pixi17s avatar
    pixi17vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Hatte mir von dem Buch etwas mehr erwartet. Schwankte beim Lesen immer wieder zwischen "Gefällt mir gut" und "Wann tut sich endlich mehr".
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    lovlyLoraine_hearts avatar
    lovlyLoraine_heartvor 2 Jahren
    Tanja81s avatar
    Tanja81vor 2 Jahren
    monikaburmeisters avatar
    monikaburmeistervor 3 Jahren
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    MareikeHerzpotenzialvor 4 Jahren

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