Opa Rainer weiß nicht mehr

von Kirsten John und Katja Gehrmann
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Opa Rainer weiß nicht mehr
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danielamariaursulas avatar

Die Kinder (9,7,5,2) fanden es sehr witzig und die Bilder kamen super an. Ich hätte mir die Nennung von Demenz/Alzheimer gewünscht

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Ein einfühlsames und erklärendes Bilderbuch über Demenz

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Inhaltsangabe zu "Opa Rainer weiß nicht mehr"

Mia liebt ihren Opa über alles! Mit ihm kann man die schönsten Sachen unternehmen und auf dem Schulweg tolle Wettläufe machen. Aber in letzter Zeit ist Opa komisch und weiß die kinderleichtesten Sachen nicht mehr: Wo er seine Schuhe zuletzt gesehen hat, wofür der Wasserkocher einen Stecker hat, welcher Tag heute ist, wie man ein Unterhemd anzieht – und wer Mia überhaupt ist. Denn Opa ist dement.Mia lernt nach und nach, mit der Krankheit ihres Opas umzugehen und ihn zu unterstützen. Sie begreift, was es für ihren Opa bedeutet, „Honig im Kopf“ zu haben und so viele Dinge nicht mehr zu wissen und dass der Opa von früher nicht mehr zurückkommen wird. Sie hilft ihm auf ihre ganz spezielle Weise, indem sie ihm alles immer wieder neu erklärt und ihm so die Angst vor dem Alltag nimmt.Ein wunderbar illustriertes, einfühlsames Buch zum Thema Demenz und Alzheimer.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783957280640
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:32 Seiten
Verlag:Knesebeck
Erscheinungsdatum:16.08.2018

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor einem Monat
    Kurzmeinung: Die Kinder (9,7,5,2) fanden es sehr witzig und die Bilder kamen super an. Ich hätte mir die Nennung von Demenz/Alzheimer gewünscht
    Wenn Opa zum Kind wird

    Dieses Bilderbuch behandelt das Thema Demenz. Meine 9-jährige Tochter fragte mich letztens was denn Alzheimer sei und dann mußte ich erklären. Dieses Bilderbuch soll es für kleine Kinder verständlicher machen, was Demenz bedeutet, denn für Kleinkinder wissen Erwachsene alles und können alles... aber manchmal ist dies nicht so und die Fähigkeiten lassen immer weiter nach.

    Jeden Morgen bringt Opa Mia in die Schule. Dabei machen sie Wettläufe! Opa gibt Mia immer ordentlich Vorsprung und dennoch gewinnt immer er. Das wird auch in hundert Jahren noch so sein, behauptet er kühn! Doch leider hat er sich da geirrt! Auf einmal weiß Opa Rainer nicht mehr wo seine Schuhe sind und sucht nach ihnen an den merkwürdigsten Orten und erkennt sie auch nicht mehr unter all den anderen Schuhen wieder, dabei sehen Mias und Mamas doch ganz anders aus als seine! Das ist leider nur der Anfang, denn plötzlich hält er den Stecker für den Wasserkocher in der Hand und wundert sich, was das denn ist und was er damit anfangen soll. Auch das Essen wird schwierig und so kommt es, daß nun Mia ihrem Opa bei alltäglichen Dingen helfen muß und nicht mehr umgekehrt. Nach und nach lernt Mia zu begreifen, was die Krankheit für Opa bedeutet und daß er nun sie braucht.

    Die Illustrationen von Katja Gehrmann sind toll, unsere Nachbarskinder 7,5 und 2 fahren voll darauf ab. Ich habe Ihnen das Bilderbuch vorgelesen, um zu sehen, ob die Zielgruppe der 5 – 7 Jährigen das Thema damit begreift. Alle drei fanden die Geschichte lustig. Sie haben auch wirklich darüber nachgedacht, wie ich im anschließenden Gespräch gemerkt habe. Allerdings wird das Wort Demenz nicht einmal erwähnt und so blieb es im Endeffekt meine Aufgabe mit den Kindern über Alzheimer und Demenz zu reden. Ihnen war das bislang kein Begriff, weil ihre Großeltern nicht darunter leiden und sie bislang noch keine Berührungspunkt mit dem Thema haben. Anfangs ist Opa superfit und der total Held für Mia, und plötzlich kann er weniger als ihr kleiner Bruder. Dieser Teil, der die Auswirkungen der Demenz zeigt, daß er alle Lebensbereiche erfasst, ist sehr ausführlich dargestellt. Es fehlt mir aber irgendwie so der Schlusspunkt, an dem man merkt, daß nun die Kinder dem Opa bei dem Alltäglichen helfen müssen, jetzt da sie ja schon groß sind und bei den Alltagsaufgaben wissen wie sie gehen. Das Beispiel mit dem Essen eines Schokokekses finde ich relativ ungriffig, denn meines Erachtens gibt es keine richtige oder falsche Art einen Keks zu essen, man isst ihn mehr oder weniger krümelig, oder man lässt es bleiben...

    Das Coverbild auf welchem der Opa das schmutzige Geschirr in die Waschmaschine räumt fanden die Kinder superwitzig und es ist richtig gut geeignet, um die Neugierde zu wecken und in das Thema hinein zu finden. Alle drei Kinder mochten das Buch und haben es sich nach dem Vorlesen auch noch länger angeschaut und es sich gerne noch mal vorlesen lassen (aber ich bin ja eigentlich gerufen worden, um ein anderes Buch vorzulesen und habe dieses einfach nur dazwischengefuddelt).

    Kerstin Johns Sprache ist für die Kinder sehr ansprechend und sehr gut nachvollziehbar. Sprachlich kommen keine Fragen auf, alle Begriffe sind verständlich und gebräuchlich oder werden gleich von Mia ihrem kleinen Bruder erklärt. Die Kinder waren also wirklich hoch zufrieden mit dem Buch. Ich aber nicht. Meine Unzufriedenheit ließ sich nicht so richtig gut greifen, ich fragte mich nur, ob dieses Buch Kindern das Thema wirklich nahebringt. Nachdem ich es getestet habe (nein, meine Nachbarskinder sind überhaupt nicht schwer von Begriff) denke ich immer noch, daß am Ende so der richtige Schlußpunkt fehlt. Es ist eine tolle Möglichkeit den Dialog zum Thema Demenz zu eröffnen, aber leider nicht selbst erklärend. Dafür ist es aber nicht belehrend und sehr kurzweilig und spricht Kinder vor allem emotional an.

    Die Bewertung fällt mir nicht leicht und die Kinder und ich sind uns da wohl sehr uneinig. Die Jüngste (2) hätte das Buch am liebsten sofort mit in ihr Zelt geschleppt, um es in Ruhe länger zu betrachten.... Ich persönlich hätte mir einen „runderen“ Abschluß gewünscht.

    Kommentare: 2
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    Ramgardias avatar
    Ramgardiavor 2 Monaten
    Sehr einfühlsames Kinderbuch über Demenz

    Ein Buch mit Gänsehauteffekt für mich, als Erwachsene. Am Anfang läuft Opa Rainer noch mit Mia zur Schule, die beiden haben Spaß miteinander. Dann weiß Opa Rainer nicht mehr wo seine Schuhe sind, er fragt sich, wozu der Stecker da ist, er isst die Erbsen einzeln, weiß den Tag nicht, kennt die Putzfrau nicht mehr und weiß am Ende nicht mehr wer Mia ist.

    Zu Letzt hat Opa Rainer einen Schokokeks und bittet Mia ihn aufzumachen. Der letzte Satz lautet "Früher waren Schokoladenkekse noch Schokoladenkekse, einfach so, sie waren völlig unkompliziert. Ich nehme noch einen und mache ihn für Opa auf."

    Schöne realistische Bilder mit einem modernen, recht rüstig wirkenden Opa mit Dreitagebart und Mütze. Kurze Texte, die durch die Bilder gut erklärt werden.

    Ein Thema, was uns immer mehr beschäftigt und damit auch für die Enkel wichtig ist. Warum benimmt sich Opa plötzlich so eigenartig? Hier wird es sehr einfühlsam beschrieben

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein einfühlsames und erklärendes Bilderbuch über Demenz
    Wenn Opa nicht weiter weiß...

    Das Bilderbuch "Opa Rainer weiß nicht mehr" erscheint im Knesebeck Verlag. Es wurde illustriert von Katja Gehrmann und der Text stammt von Kirsten John.

    Mia hat mit ihrem Opa eine ganz enge Beziehung, sie verbringen viel Zeit miteinander, er holt sie vom Kindergarten ab oder sie machen Wettrennen. Es macht immer viel Spaß mit ihm. In letzter Zeit ist er sehr vergesslich, was ja nicht so schlimm ist, findet Mia. Doch Opa vergisst auf einmal die grundlegendsten Dinge, wie seine eigenen Schuhe aussehen oder er zieht ein Unterhemd über den Pullover. Sieht ja eigentlich lustig aus, denkt Mia und macht daraus mit ihrem kleinen Bruder Paul ein Verkleidungs-Spiel. Manchmal weiß Opa allerdings nicht mal wie Mia heisst, das ist ja doch merkwürdig. Egal, denn Mia liebt ihren Opa und ist immer für ihn da, wenn er sie braucht.

    Mit diesem Bilderbuch lernen und erkennen Kinder spielerisch und sehr eindrücklich was Demenz bedeutet.

    Das Thema wird mit farbenfrohen und detaillierten Illustrationen kindgerecht aufbereitet und die Geschichte ist gut zu verstehen und inhaltlich erklärend gemacht. Mias Opa kennt auf einmal ihren Namen nicht mehr, doch Mia ist geduldig und sagt ihm den Namen, wenn es sein muss, immer wieder.

    Wenn man mit Kindern dieses Buch liest, sollte man die Anregungen zum Gespräch nutzen und damit Kindern in dieser Thematik Rede und Antwort stehen. Außerdem können Erwachsene von Kindern noch einiges im Umgang mit Demenzkranken lernen, denn Kinder gehen offen und wie selbstverständlich mit dem Erkrankten und dem Vergessen um. 


    Ein empfehlenswertes Bilderbuch, um Kindern zu erklären, was Demenz bedeutet.

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