Kirsten Klein Teufelsbrut

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Inhaltsangabe zu „Teufelsbrut“ von Kirsten Klein

Bärenbrück, eine mittelgroße deutsche Stadt, im Frühjahr 1669: Die fünfjährige Marie Schaffner erzählt, sie fahre nachts mit ihrer Großmutter auf Besen oder Böcken zum Hexentanz hinaus und entfacht damit ein Lauffeuer, das bis zu Pfarrer Gottlob Lammer dringt. Der befragt das Kind und zeigt die Großmutter wegen des Verdachts auf Hexerei an. Ermutigt durch Marie, behauptet die zehnjährige Anna Wagner, der Teufel komme nachts zu ihr und beschlafe sie. Vergeblich hat sie sich bisher von ihrer Mutter Unterstützung erhofft. Dann springt auch noch ein Funke des von Marie entfachten Lauffeuers auf den zwölfjährigen Martin Heiliger über, ein vernachlässigtes Tagelöhnerkind, das heimlich die Barbara Bickler aus der Nachbarschaft verehrt. Als Barbara schwanger wird und sich vermählt, fühlt Martin sich von ihr verraten und bezichtigt sie sowie sich selbst während der Hochzeitsfeier der Teufelsbuhlerei. Spitalpfarrer Gernot Weiß will ihn vor der Inhaftierung im Verlies des Hexenturms bewahren. Doch nicht nur Martin ist bedroht. Während Barbara sich künftig umgeben sieht von insgeheimen Anschuldigungen und schwelendem Misstrauen, kommt der „Teufel“ nachts weiterhin zu Anna.

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  • Teufelsbrut

    Teufelsbrut

    jackdeck

    Wir schreiben das Jahr 1669 in der fiktiven Kleinstadt Bärenbrück in der Nähe der württembergischen Universitätsstadt Tübingen gelegen. Es herrscht Frieden in der Stadt am Rand eines gefahrenreichen Waldgebietes. Die Einwohner von Bärenbrück sind Handwerker und Landwirte. Es ist keine wohlhabende Gegend, in der das kleine Städtchen gelegen ist. Der Vertreter Gottes auf Erden – Pfarrer Lammer – der Vogt, der Apotheker und der Bürgermeister stellen das wohlhabende und einflussreiche Bürgertum der Stadt. Der Autorin gelingt es, die düstere Stimmung rund um Angst und Vorurteile in ihrem historischen Roman einzufangen und den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen, die aber durchaus aktuelle Bezüge aufweist. Tief bewegt hat mich die Geschichte um die Kinderhexen, sodass ich immer wieder Lesepausen einlegen musste, um wieder zu Atem zu kommen. Auch wenn es eine sich um eine fiktive Geschichte handelt, ist es durchaus vorstellbar, dass solche Geschehnisse passierten. Ich bin schon nach wenigen Seiten mittendrin im Geschehen in Bärenbrück gewesen. Der Historische Roman lässt sich gut und flüssig lesen. Ich konnte der Geschichte gut folgen und war von den intensiven Geschehnissen gebannt. Das Buch hat mir gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, ein konkretes historisches Ereignis in einer spannenden Geschichte zu erzählen.

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    • 2

    Cridilla

    25. August 2015 um 04:15
  • Teufelsbrut

    Teufelsbrut

    AngiF

    Im Jahre 1669 tritt die fünfjährige Marie eine regelrechte Lawine los, es ist ein äußerst phantasievolles Kind, das angeregt durch Erzählungen seiner Großmutter, Geschichten darüber erzählt, wie es des nachts auf Besen herumfliegt. Es entfacht damit eine Hexenjagd, der Teufel soll aus dem kleinen fiktiven Städtchen Bärenbrück vertrieben werden. Denn auch andere Kinder greifen diese Erzählungen auf und berichten ähnliche Dinge. Die eher menschlichen Hintergründe dieser Berichte sind den einfachen und schlichten Menschen zunächst nicht ersichtlich. Zu sehr sind sie mit den eigenen Kämpfen ums tägliche Überleben und das korrekte Ausleben ihrer Religion beschäftigt. Die Autorin Kirsten Klein katapultiert uns Leser direkt ins Geschehen, lässt uns regelrecht erschauern. So sehr schafft sie es, dass wir die Geschichte vor unserem inneren Auge ablaufen sehen. Ich persönlich bin begeistert von ihrem Schreibstil und ihrem hervorragenden Sprachgefühl. Deshalb vergebe ich dem Buch die volle Punktezahl und empfehle es von Herzen gerne weiter.

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    • 6
  • Harte Zeiten!

    Teufelsbrut

    Arun

    Teufelsbrut:  Die Kinderhexen von Bärenbrück  von Kirsten Klein Inhalt: Die Geschichte einer kleinen Stadt und seiner Bewohner in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in der Nähe von Tübingen. Durch die rege Fantasie von Marie eines 5 jährigen Mädchens wird die unterschwellige Angst und Furcht vor dem Teufel und seinen Helfern den Hexen neu entfacht. Nach und nach geraten immer mehr Frauen und Kinder in den Verdacht von dem Bösen beeinflusst zu werden und mit ihm im Bunde zu stehen. Meine Meinung: Die Story wirkt auf mich eher wie das Psychogramm einer Dorfgemeinschaft.. Wir erhalten einen Einblick in die Lebens- und Verhaltensweise der verschiedenen Gruppierungen.Die Geistlichkeit repräsentiert von dem Pfarrer Gottlob Lammer (schöner Vorname) und dem Spitalpfarrer Gernot Weiß mit ihren unterschiedlichen Auffassungen.Das arbeitsame und kärgliche Leben der Bauern und Handwerker wird beleuchtet. Die bessergestellten Honoratioren Vogt, Schultheiß und Apotheker werden bei Rechtsfragen zurate gezogen. Schullehrer, Spitalmitarbeiter und Helfer der Ordnungsmacht mit ihren Rollen werden vorgestellt. Einen großen Anteil haben vor allem die Kinder und Jugendlichen welche von allen Seiten eher Schlechtes als Gutes erfahren. Züchtigungen, harte Arbeit, Armut und Hunger gehören zum Alltag. Manche von ihnen haben sogar unter sexuellem Missbrauch zu leiden.Fast allen Menschen in der Gemeinschaft ist der Weg durch die Religion und den Aberglauben vorgezeichnet. Fazit:Die Geschichte an sich hat mich weniger mitgenommen, dafür fand ich die Einblicke in das Sozialverhalten gut dargestellt!

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    • 13
  • Leserunde zu "Teufelsbrut: Die Kinderhexen von Bärenbrück" von Kirsten Klein

    Teufelsbrut

    KirstenKlein

    Liebe Leserinnen und Leser, mit meinem neuen historischen Roman "Teufelsbrut: Die Kinderhexen von Bärenbrück" lade ich Sie/Euch herzlich zu einer Zeitreise ins 17. Jahrhundert ein und verlose am Samstag, den 3. Januar, bis zu zwanzig Rezensionsexemplare, wahlweise im PDF- oder EPUB-Format. Wie tatsächlich vielerorts zu jener Zeit geschehen, bezichtigen sich in Bärenbrück Kinder der Hexerei. Die fünfjährige Marie, Tochter des Totengräbers Schaffner, erzählt, sie fahre nachts mit ihrer Großmutter auf Böcken oder Besen zum Hexentanz hinaus. Anna, zehn, behauptet, der Teufel beschlafe sie nachts und mache sie zu seiner Buhlin. Die Mutter kann ihr offensichtlich nicht helfen. Nichtsahnend entfachen die Kinder ein Lauffeuer, das sich zu einem Flächenbrand auszubreiten droht. Der junge Pfarrer Gernot Weiß versucht es zu stoppen, ist aber unsicher und genießt weit weniger Ansehen als sein übereifriger Amtsbruder Gottlob Lammer. Der glaubt, hinter jeder Ecke lauere das Böse auf menschliche Seelen. Als jedoch Maries Großmutter, Annas Mutter und sogar dem zwölfjährigen Martin der Scheiterhaufen droht, wächst Weiß über sich selbst hinaus. Unterdessen kommt der Teufel nachts weiterhin zu Anna: Die nächste Nacht, die sie den ganzen Tag über gefürchtet hatte, war hereingebrochen. Anna lag, umgeben vom Dunkel, in ihrer eng vom Mauerwerk begrenzten Schlafkammer - die Decke bis ans Kinn gezogen, gekratzt vom groben Wollstoff. Beide Hände hatte sie ineinander verkeilt, als drohte sie jemand voneinander zu lösen. Seitlich gekrümmt, die nackten Beine aneinandergepresst, so dass die Haut sich zusammenschweißen möge, zitterten ihre Lippen ein Gebet und flehten Gott an, seine Allmacht walten zu lassen. War sie dessen unwürdig, zu gering vielleicht? Dann möge er sie doch unsichtbar werden lassen, verbergen im Nichts - unauffindbar, unspürbar für sich selbst. Schlimmstenfalls möge sich sogar ihr Leib auflösen, nicht mehr der Sünde verfügbar sein. Weil sie zu Hause offenbar nicht zu schützen ist, nimmt Lammer Anna bei sich auf, fürchtet aber bald ihren vermeintlich verderblichen Einfluss auf seinen Sohn und fordert ihre "Erlösung" durch den Tod. Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zeit!

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    • 416
  • Eine dunkle Geschichte über Kinderhexen im 17. Jahrhundert

    Teufelsbrut

    schafswolke

    19. February 2015 um 22:30

    1669 in Bärenbrück: Im Dorf gehen die Hexenkinder um! Das sorgt für Unruhe unter den Bewohnern. Wie kann es sein, dass auf einmal mehrere Kinder von sich selbst behaupten Hexen zu sein oder gar mit dem Teufel zu schlafen? Sind die Kinder Opfer oder Täter? Oder sind das alles nur Hirngespinste? Ein Prozess soll Licht in die dunklen Abgründe bringen. Das Buch behandelt eine Zeit in Deutschland in der die Angst vor Hexen und dem Teufel noch sehr stark vertreten ist. Ein, wie ich finde, spannendes und interessantes Thema, an solchen Büchern kann ich nur schwer vorbei gehen. Dieses Buch allerdings hat es mir doch etwas schwer gemacht. Der Schreibstil ist nicht so leicht gängig zu lesen, hat aber doch irgendwas an sich. Auf der einen Seite hat er mir gefallen, gerade zum Anfang, aber auf der anderen Seite brauchte ich immer mal wieder Lesepausen, um mit dem Ganzen arbeiten zu können. "Teufelsbrut - Die Kinderhexen von Bärenbrück" ist ein Buch das bestimmt nicht jedem gefällt. Aber das Buch will auch nicht um jeden Preis gefallen, denn das könnte es bestimmt, alleine durch einen gefälligeren Schreibstil. Dieser ist aber bewusst gewählt worden, um auch die damalige Sprache recht getreu wiederzugeben. Die Geschichte ist umfangreich und behandelt verschiedene Themen, auch wenn sich manche erst Stück für Stück offenbaren. Ich vergebe 3,5 Sterne, für 4 reicht es nicht ganz, da war es mir dann an einigen Stellen zu schwerfällig. Gefallen hat es mir aber trotzdem! Auf jedenfall ist das Buch einen Blick wert und wer nicht davor zurückschreckt, dass es kein Buch "zum-mal-eben-weglesen" ist, der findet eine interessante Geschichte, die immer wieder zum Nachdenken anregt.

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  • Der Teufel geht um, macht euch bereit für den Kampf

    Teufelsbrut

    Leschen

    Der Teufel geht um, macht euch bereit für den Kampf Wir schreiben das Jahr 1669 in der fiktiven Kleinstadt Bärenbrück in der Nähe der württembergischen Universitätsstadt Tübingen gelegen. Es herrscht Frieden in der Stadt am Rand eines gefahrenreichen Waldgebietes. Die Einwohner von Bärenbrück sind Handwerker und Landwirte. Es ist keine wohlhabende Gegend, in der das kleine Städtchen gelegen ist. Der Vertreter Gottes auf Erden – Pfarrer Lammer – der Vogt, der Apotheker und der Bürgermeister stellen das wohlhabende und einflussreiche Bürgertum der Stadt. Seit einiger Zeit gibt es eine Aufforderung der evangelischen Kirche. Die Eltern von Bärenbrück sollen ihre Kinder in die Schule schicken, damit sie zu gläubigen, moralisch guten und wohlerzogenen Christen werden, die den Katechismus des evangelischen Christentums auswendig vortragen können. Denn wie schon Jahrzehnte gar Jahrhunderte zuvor, geht die Angst um, der Teufel könnte der unmündigen, unwissenden und manipulierbaren Kinder habhaft werden. Im Frühjahr des Jahres 1669 nimmt ein unglaublicher „Kampf“ in einem jahrhundertelangen Krieg seinen Anfang, und macht Bärenbrück zu einem Schauplatz besonderer Art. Der Teufel beginnt in den Augen der Stadtoberen die Kinder in den Höllenschlund zu ziehen. Die „Angst“ und „Furcht“ der Bewohner des Städtchens vor dem Teufel – von den Kirchen seit dem Mittelalter verbreitet - greift nach und nach um sich. Der „Krieg“ gegen den teuflischen Gegner beginnt einen neuen Feldzug, und macht Bärenbrück zu seinem Schauplatz. Ein kleines Mädchen – Marie, fünf Jahre – ist der Auslöser. Marie ist ein aufgewecktes, an ihrer Umwelt interessiertes, selbstbewusstes Mädchen, das sich nach Aufmerksamkeit sehnt, mutig sein möchte. Stolz erzählt die Halbwaise von ihren Erlebnissen mit dem Teufel. Sie berichtet von unzüchtigen, unmoralischen Feiern mit dem Teufel. Das Kind, dass sich keiner Schuld bewusst ist, verbreitet diese Geschichten ihrer nächtlichen Zusammenkünfte mit dem Teufel. Bis es an die Ohren des Pfarrers herangetragen wird. Pfarrer, Bürgermeister, Vogt und Apotheker nehmen den Kampf gegen den Teufel umgehend auf. Was dann passiert mit diesem Ort zeigt der Historische Roman „Teufelsbrut“ auf eine erschreckende Art und Weise, die dem Leser ein Stück Zeitgeschichte der Neuzeit eindrücklich und nachhaltig nahebringt. Meinung ... Schnell war ich als Leser mittendrin in Bärenbrück Was danach, passiert mit dem Ort: Die Ängste vor dem schrecklichen, nicht greifbaren Unbekannten verwandeln Bärenbrück in eine Überwachungsgesellschaft, der Kampf gegen den Teufel verändert die Menschen. Von nun an beobachtet jeder seinen Nachbarn sehr genau. Sogar innerhalb von Familien treibt Angst und Furcht ein Familienmitglied könnte mit dem Teufel im Bunde stehen, die Menschen zu unbegründeten Schuldzuweisungen der eigenen Familienmitglieder. Die Menschen handeln aus kirchlich verbreiteter Unsicherheit und Unwissenheit, aus der Ur-menschlichen Angst gegenüber dem Unbekannten, dem Unerklärlichen: Bevor mich ein anderer anschwärzt, mache ich das lieber schnell selbst, und beschuldige mein Gegenüber der Buhlschaft mit dem Teufel. Ein geschichtliches Phänomen, welches den meisten Lesern zumindest durch den Geschichtsunterricht bekannt ist. Durch die Autorin Silke Klein bekommt der Leser exemplarisch am Beispiel dieses Ortes einen vorstellbaren gar einen eindringlichen Einblick in deutsche Geschichte zu Beginn der Aufklärung. Die beschriebene Geschichte ist für mich so bedrückend, dass ich vieles als eine realistische Fiktion aufgrund geschichtlicher verbriefter Tatsachen erkenne. Dies ist auch so. Die Autorin hat den geschichtlichen Zusammenhang mit Dokumenten dieser Zeit auf Nachfrage bestätigt. Die Macht der Aufklärung hat in diesem Teil des Landes noch keinen Einfluss. Immer noch glauben die Menschen das Aussehen (Buckel auf dem Rücken), Schreie und wirres Gerede während einer alptraumhaften Nacht oder im Fieber sind Zeichen für den teuflischen Einfluss auf einen Menschen. Und wenn ein Kind wie Marie von ihrem nächtlichen Tanz berichtet, dann muss gehandelt werden... Herauszufinden, warum sich dieses kleine Mädchen so hervortut, Aufmerksamkeit sucht, dafür sind die wenigsten einflussreichen Persönlichkeiten im Stande. Bärenbrück ist ein Sinnbild für viele hunderte andere bäuerlich- arme Gegenden im ausgehenden 17. Jahrhundert, in denen die kirchliche Vorherrschaft jedem Menschen die eigene Unzulänglichkeit dem Teufel zu widerstehen vor Augen führt. Der Teufel hat viele Gesichter, der Pfarrer kennt sie alle, er verbreitet sie, deutet sie im Verhalten seiner schwarzen Schafe. Pfarrer Lammer ist in dieser bäuerlich-armen Gesellschaft der Arm Gottes auf Erden. Alleine der Kirchenvertreter entscheidet über Gut und Böse, denn er ist allmächtig und allwissend, und war noch nie sündhaft. Ich kann mir gut vorstellen und nachvollziehen, warum die Menschen unter diesen Lebensumständen sowie den Furcht und Angst verbreitenden Glaubensregeln auf ein Anderssein oder ein augenscheinlich unmoralisches, verwerfliches Verhalten mit dieser Macht reagieren. Denn gezeigte Freude ist hier auch meist unangemessen. Sprache und Aufbau des Buches: Ich bin schon nach wenigen Seiten mittendrin im Geschehen in Bärenbrück gewesen. Der Historische Roman lässt sich gut und flüssig lesen. Ich konnte der Geschichte gut folgen und war von den intensiven Geschehnissen gebannt. Das Verfassen des Romans in für mich als sprachwissenschaftlichen Laien „altdeutscher Sprache“ gefällt mir sehr gut, und macht die beschrieben Handlung und die Protagonisten auch authentischer. Die (zeitgemäße) Sprache hat mir die Möglichkeit gegeben durch die Zeit zu reisen. Einigen Lesern wird dies erst einmal den Einstieg in die Geschichte erschweren. Nichts desto trotz, die Sprache von Kirsten Klein lässt dem Leser das Beschriebene bildhaft vorstellen. Ich muss sagen, oft sind die Worte Kirsten Kleins, betrachtet man sie eingebettet in die Umstände des Lebens in Bärenbrück, von einer traurigen Poesie. Die Worte, die Klein ihren Protagonisten in den Mund legt oder die sich in die Gedanken der Protagonisten „einschleichen“, sind auch emotional, auf eine mitfühlende, empathische, beschreibende Art und Weise. Alleine Mimik- und Gestik- Beschreibungen transportieren sehr viele Zwischentöne, die den Leser nicht unbeteiligt in seinem Fühlen und Denken lassen. Ich finde man kann durch die Beschreibungen/Erzählungen der Autorin sehr viel über die häuslichen, beruflichen und schulischen Umstände erfahren. Auch das Stadtbild erhebt sich – (kennt man bereits andere mittelalterliche Städte) – vor dem inneren Auge des Lesers. Verbesserungsvorschläge: Am Ende des ebooks befindet sich ein Personenregister. Die Autorin überlegt schon dieses zu Beginn der Geschichte in das digitale Buch einzufügen. Eine (fiktive) Straßenkarte der Stadt und der Umgebung von Bärenbrück hätte die spannende Geschichte dem Leser noch besser nahebringen können. Eine bessere Kennzeichnung des Wechsels der Handlungsorte und/oder der handelnden Protagonisten z. B. mit *** (gekennzeichnet), könnte das intensive Leseerlebnis noch verstärken. Fazit: Ich habe spannende, erschreckende, fassungslose, interessante und informative Lesestunden verbracht. Ich bin mir sicher, dass diese Geschichte in ihren Grundzügen und im Handeln und Denken der Protagonisten sehr viel historische Realität wiederspiegelt. Ich werde die Geschichte nicht so schnell vergessen. Ich kann „Teufelsbrut“ für „Liebhaber“ Historischer Romane sehr empfehlen.

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    • 3

    Igelmanu66

    31. January 2015 um 10:40
  • düsteres Zeitzeugnis

    Teufelsbrut

    minori

    31. January 2015 um 09:01

    1669, Bärenbrück nahe Tübingen: Es herrscht Frieden und die Einwohner des fiktiven Städtchens überwiegend Handwerker und Bauern, könnten in Ruhe leben. Wäre da nicht die Angst und der Aberglaube vor dem Teufel. Die Kirche heizt das aufgebrachte Klima mit ihren Forderungen nach gläubigen und moralisch aufrichtigen Menschen an. Besonders akut erscheint die Gefahr, dass der Teufel von unmündigen kleinen Kindern Besitz ergreift. Marie scheint besonders gefährdet: Die fünfjährige berichtet von Erlebnissen mit dem Teufel, die gerne nachts stattfinden und teilweise sehr abstrus wirken. Woher soll dieses kleine Halbwaisenkind diese Geschichten kennen, wenn sie sie nicht erlebt hat? Der Pfarrer unterstützt von anderen rechtschaffenden Bürgern nimmt sich der Sache an. Der Autorin Kirsten Klein hat mit der Geschichte eine Art Psychogramm der Gesellschaft geschaffen. Bärenbrück mausert sich zu einem Ort, in dem Beschuldigungen und Verleumdungen eine Heimat finden. Jeder beobachtet seinen Nachbarn, ja sogar die Freunde und die Familie wird argwöhnisch beäugt, der Teufel treibt sein Unwesen. Der Autorin gelingt es, die düstere Stimmung rund um Angst und Vorurteile in ihrem historischen Roman einzufangen und den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen, die aber durchaus aktuelle Bezüge aufweist. Tief bewegt hat mich die Geschichte um die Kinderhexen, sodass ich immer wieder Lesepausen einlegen musste, um wieder zu Atem zu kommen. Auch wenn es eine sich um eine fiktive Geschichte handelt, ist es durchaus vorstellbar, dass solche Geschehnisse passierten. Sprachlich weist das Buch leider einige Schwächen auf, moderne Begriffe holten mich öfter aus meiner Zeitreise zurück. Aber trotzdem gelingt es der Autorin den Leser zu fesseln und bei der Stange zu halten. Trotz des schwierigen Themas, das mir immer wieder sehr nahe gegangen ist. Detailliert werden nicht nur die Protagonisten beschrieben, sondern auch das Umfeld und die Umwelt. Emotional aufwühlend gelang es der Autorin ein klasse Werk abzuliefern, das zwar keine leichte Kost darstellt, dafür aber zum Nachdenken anregt und Liebhaber historischer Romane bestimmt gut unterhält.

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  • Eine Reise in eine dunkle Zeit

    Teufelsbrut

    thora01

    29. January 2015 um 20:55

    Duch die Erzählungen ihrer Großmutter, die in ihrer Kindheit Hexenverbrennungen erleben musste, wird die kleine Marie geprägt. Sie erzählt während sie mit den anderen Kindern das Vieh hütet von Hexen. Dadurch flammt die Hexenjagd in diesem kleinen Ort wieder auf. Dieses Buch berührt eine dunkle Seite unsere Geschichte. Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Ganz besonders die althergebrachten Wörter. Das gib dem Buch seinen Flair. Die Akteure sind sehr gut beschrieben. Ich konnte mich sofort in die Zeit und in die jeweilige Person hineinversetzten. Ich hätte mir bei dieser Fülle an Personen ein kurzes Verzeichnis zu Beginn gewünscht. Es sind sehr viele Personen und Perspektivenwechsel eingebaut. Aus diesem Grund lässt sich dieses Buch nicht so einfach lesen. Es hat mich sehr verwundert wie eine Geschichte eines kleinen Mädchens so weite Kreise ziehen kann. Auch gefällt es mir sehr gut wie vieles durch die Blume gesagt wurde. Ich kann dieses Buch sicher weiterempfehlen.

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  • Teufelsbrut

    Teufelsbrut

    connychaos

    Maries Großmutter sah als Kind bei einer Hexenverbrennung zu. Sie erzählt ihrer kleinen Enkelin davon, diese Geschichten faszinieren das Mädchen. Marie spinnt diese Geschichten weiter und erzählt ihren Freunden davon, wie sie mit der Großmutter auf dem Hexenbesen reitet. Auch andere Kinder sprechen nun davon, dass sie eine Hexe sind, Hexen können oder vom Teufel besucht werden. Sogar die Erwachsenen bezichtigen sich selbst der Hexerei. Ich bin leider gar nicht mit dieser Geschichte und dem Schreibstil warm geworden. Vieles beschreibt die Autorin sehr detailliert, mir war das schon fast zu viel, mich lenkte das zu sehr von der eigentlichen Story ab, andere Szenen wurden dagegen so kurz und knapp abgehandelt. Mir war der Schreibstil dadurch zu unruhig, nicht stimmig. Ich konnte mich auch nicht in die Figuren hineinversetzen, mitfühlen oder wenigstens nachvollziehen, weshalb Marie, Anna oder die anderen Kinder so gehandelt haben. Ich konnte leider auch für keine der Personen Sympathie empfinden.

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    • 2
  • Erschütternde Geschichte

    Teufelsbrut

    Keltica

    25. January 2015 um 15:55

    Wir schreiben das Jahr 1669 in Bärenbrück, Züchtigungen, harte Arbeit, Armut und Hunger gehören zum Alltag der Kinder. Manche von ihnen haben sogar unter sexuellem Missbrauch zu leiden. Die Großmutter hat als Kind die Verbrennung ihrer Tante als Hexe erlebt. Dieser Vorgang hat sie so geprägt, dass sie ihrer Enkelin Marie immer wieder davon erzählt. Als diese zum Vieh hüten geschickt wird, prahlt sie vor den anderen Kindern, dass ihre Großmutter eine Zaubersalbe habe und mit dem Besen fliegen könne. Barbara, die Älteste der Kinder, warnt sie vor ihren Phantasien. Doch der Schaden ist schon angerichtet. Auch Anna berichtet, dass sie nachts der Teufel besuche, obwohl sie das nicht möchte. Dann springt auch noch ein Funke des von Marie entfachten Lauffeuers auf den zwölfjährigen Martin Heiliger über, ein vernachlässigtes Tagelöhnerkind, das heimlich die Barbara Bickler aus der Nachbarschaft verehrt. Als Barbara schwanger wird und sich vermählt, fühlt Martin sich von ihr verraten und bezichtigt sie sowie sich selbst während der Hochzeitsfeier der Teufelsbuhlerei. Spitalpfarrer Gernot Weiß will ihn vor der Inhaftierung im Verlies des Hexenturms bewahren. Doch nicht nur Martin ist bedroht. Während Barbara sich künftig umgeben sieht von insgeheimen Anschuldigungen und schwelendem Misstrauen, kommt der „Teufel“ nachts weiterhin zu Anna. Hier wird ein wirklich dunkles Kapitel der Geschichte aufgearbeitet. Aberglaube und Angst lassen die Situationen schnell eskalieren. Hexen werden für das Unglück anderer Leute vor Gericht gebracht und im Namen Gottes verbrannt. Selbständiges Denken ist nicht erwünscht. Das Buch hat mich direkt in seinen Bann gezogen, auch wenn ich mich öfters gruselte, wie mit Schuldgefühlen gearbeitet wurde, und welche Macht der Herr Pfarrer über seine Schäfchen hatte. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach gut gewählt, passt gut zum Thema. Nimmt uns direkt mit in diese düstere Zeit, und lässt Bärenbrück  mit all seinen Bewohnern vor unserem inneren Auge entstehen.   Das Cover in den Farben rot und schwarz ist gut gewählt. Ein gut aufgearbeiteter historischer Roman zu einem schrecklichen Thema. Danke dass ich mitlesen durfte!  

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  • Erschreckende Geschichte

    Teufelsbrut

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. January 2015 um 09:30

    Die 5jährige Marie lebt mit ihren Eltern und ihrer Großmutter unter einem Dach. Die Großmutter erzählt ihr regelmäßig Geschichten aus der Vergangenheit, wobei sehr oft die Rede von Hexen und Teufel  ist. Das Spiel zwischen Gut und Böse nimmt Marie gefangen und wie kleine Mädchen so sind, beschäftigt sich ihre Phantasie stark damit. Wenn sie mit den anderen Kindern des Dorfes unterwegs ist, gibt sie dieses Geschichten völlig unbedarft und ausgeschmückt weiter. Obwohl ihrer eigenen Phantasie entsprungen, treiben die Geschichten ein ganzes Dorf an den Rand der Hysterie und eine Hexenverfolgung ohne Ende beginnt. Als Folge aus den Geschichten eines kleinen Mädchens werden 2 Frauen und 1 Kind als Hexen beschuldigt und die beiden Frauen müssen brennen. Dieses Buch von Kirsten Klein ist fiktiv genauso wie der Ort, in welchem die Geschichte spielt. Die beschriebenen Geschehnisse hätten in damaliger Zeit aber durchaus genau so passieren können. Es war ja so, dass die Menschen sehr empfänglich für puren Aberglauben waren und so Hexen und Teufel durchaus im Rahmen der Möglichkeiten lagen.   Die Autorin erzählt sehr direkt die Geschichte des Ortes und vor allem der Kinder. Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt und ihre Gefühle werden dem Leser rüber gebracht. Was mich so ein wenig gestört hat, es wurde zu viel zwischen den Zeilen gelassen. Nur angedeutet aber nicht ausgesprochen. In diesem Buch geht es um Kindesmissbrauch, Neid und sich in den Vordergrund stellen. Es ist eine erschreckende Geschichte, da kaum einer sich wirklich traut, die Dinge anzusprechen und zu ändern. Nur durch den mutigen Einsatz einiger weniger konnte die Hysterie in den Griff bekommen werden. Für dieses Buch gibt es von mir gut gemeinte  4 Sterne, da mir eindeutig zu viel zwischen den Zeilen stand und nicht eindeutig angesprochen wurde.

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  • Teufelsbrut: Die Kinderhexen von Bärenbrück

    Teufelsbrut

    zyrima

    22. January 2015 um 16:54

     Marie ist fünf Jahre alt und nachdem ihre Mutter bei ihrer Geburt verstarb wächst sie bei ihrem wortkargen Vater und ihrer Grossmutter auf. Maries Oma erzählt ihr oft aus ihrer Kindheit. In der, als sie kaum älter war als Marie jetzt ist , ihre Tante als Hexe verbrannt wurde.Als Marie dann mit den anderen Kindern des Dorfes zum Ziegenhüten geschickt wird erzählt sie von wilden Ritten auf dem Hexenbesen mit ihrer Oma, von Zaubersalben die die Ziegen folgsam machen und vieles mehr. Noch ahnt das KInd nicht welche Lawine es mit seiner Phantasie ins Rollen bringt. An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst gewöhnen,keine Frage, er passt zu der Geschichte, die ja eher düster ist. Teilweise fand ich es erschreckend aber auch fazinierend wie sich die Erwachsenen das Gerede der Kinder zurechtgebogen haben um einen Hexenprozess ins Rollen zu bringen und welch eine grosse Rolle die Kirche dabei spielte. Teufelsbrut erzählt eine sehr spannende Geschichte die sich so,irgendwo in Deutschland, vor ein paar hundert Jahren durchaus so abgespielt haben kann . Fazit: Der Schreibstil ist nicht ganz einfach aber die spannende Geschichte gleicht das durchaus aus.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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    • 8480
  • Kinderwort wird zur Gefahr

    Teufelsbrut

    mabuerele

    19. January 2015 um 20:14

    Die Großmutter hat als Kind die Verbrennung ihrer Tante als Hexe erlebt. Dieser Vorgang hat sie so geprägt, dass sie ihrer Enkelin Marie immer wieder davon erzählt. Es ist das Jahr 1669. Marie muss mit auf die Weide, um das Vieh zu hüten. Dort berichtet sie den anderen Kindern, dass ihre Großmutter eine Zaubersalbe habe und mit dem Besen fliegen könne. Barbara, die Älteste der Kinder, warnt sie vor ihren Phantasien. Doch der Schaden ist schon angerichtet. Auch Anna berichtet, dass sie nachts der Teufel besuche, obwohl sie das nicht möchte. Die Autorin hat ein dunkles Kapitel der Geschichte aufgearbeitet. Aberglaube und Angst lassen die Situation schnell eskalieren. Das Buch ist nicht einfach zu lesen. Der Sprachstil gibt die düstere Geschichte auf beeindruckende Weise wieder. Die Autorin lotet die psychischen Tiefen ihrer Protagonisten aus. Allerdings wäre bei den Phantasien etwas weniger mehr gewesen. Hier konnte ich als Leser nicht jedem Gedankengang logisch folgen. Hinzu kommt, dass vieles nur angedeutet wird. Es fehlt das Vordringen zu den Ursachen. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen zu diesem Thema spielt die Handlung in einem evangelischen Ort. Es gibt keine objektiven Gründe für das plötzliche massive Auftreten des Hexenglaubens im Ort. Das ändert aber nichts am sprachlichen Können der Autorin. Gekonnte Sprachbilder wechseln mit sachlichen Beschreibungen. Die Personen werden gut charakterisiert. Marie ist ein lebhaftes fünfjähriges Kind, dass bei den Älteren um Aufmerksamkeit ringt. Annas Phantasien haben ganz konkrete Ursachen. Das Schweigen und Wegsehen der Mutter rächt sich bitter. Pfarrer Lammer hat zwar dafür gesorgt, dass es im Ort eine Elementarschule gibt, steht aber dem Geschehen hilflos gegenüber. Seine Entwicklung ist eine der interessantesten im Buch. Hospitalpfarrer Weiß stellt sich als einziger gegen die öffentliche Meinung. Sehr genau werden die historischen Verhältnisse beschrieben. Das betrifft unter anderem den Schulunterricht und das Leben im Hospital. Das Buch hat mir gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen, ein konkretes historisches Ereignis in einer größtenteils spannenden Geschichte zu erzählen.

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  • Hat meinen Geschmack nicht getroffen

    Teufelsbrut

    Sporttante

    15. January 2015 um 12:29

    Die Großmutter von Marie hat als Kind eine Hexenverbrennung miterlebt. Im Alter erzählt sie ihrer 5 jährigen Enkeltochter davon. Diese wird in den Bann von Geschichten rund um das Böse und das Schlechte im Menschen gezogen, findet es spannend und beginnt anderen Kindern gegenüber ähnliche Geschichten zu erfinden. Schnell macht das Gerücht von der Existenz von Hexen im Ort die Runde, bei dem nicht nur Kinder verrückte Geschichten verbreiten. Die Autorin Kirsten Klein hat ein sprachlich anspruchsvolles Werk verfasst, in das man sich aber gut hineinlesen kann. Mich hat die Geschichte leider nicht begeistern können. Die Thematik an sich wurde gut getroffen, dennoch hatte ich das Gefühl nur an der Oberfläche der Geschichte zu bleiben. Das Verhalten der Kinder, die Versuche der Kirche und des Staates einzugreifen und das Verhalten der Dorfbevölkerung wird zwar sehr ausführlich beschrieben, dennoch bleibt alles sehr einseitig.

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