Kirsten Reinhardt

 4,2 Sterne bei 86 Bewertungen
Autorenbild von Kirsten Reinhardt (©)

Lebenslauf

Kirsten Reinhardt wurde 1977 in einem ziemlich kleinen Ort in der Lüneburger Heide geboren. Inzwischen lebt und arbeitet sie als Schriftstellerin in Berlin. Ihr erstes Buch "Fennymores Reise oder Wie man Dackel in Salzmantel" macht wurde 2009 als noch unveröffentlichtes Manuskript mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Kirsten Reinhardt liest gern Comics und hat noch nie einen Hund gegessen.

Alle Bücher von Kirsten Reinhardt

Cover des Buches Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen (ISBN: 9783407756817)

Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen

 (30)
Erschienen am 16.08.2022
Cover des Buches Clara (ISBN: 9783957286222)

Clara

 (5)
Erschienen am 22.09.2022
Cover des Buches Der Kaugummigraf (ISBN: 9783551556547)

Der Kaugummigraf

 (5)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Karl und Knäcke lernen räubern (ISBN: 9783551553850)

Karl und Knäcke lernen räubern

 (4)
Erschienen am 31.08.2018
Cover des Buches Der Kaugummigraf (ISBN: 9783844916072)

Der Kaugummigraf

 (1)
Erschienen am 28.04.2017

Videos

Neue Rezensionen zu Kirsten Reinhardt

Cover des Buches Clara (ISBN: 9783957286222)
Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Clara" von Kirsten Reinhardt

Ein wundervoll kindgerechtes, leichtes Bilderbuch zum Thema Regenbogenfamilie, Vielfalt, Samenspende
Kinderbuchkistevor 5 Monaten

Eine zauberhafte , feinfühlige Bilderbuchgeschichte

 über eine Regenbogenfamilie

Kunterbuntes Familienleben

Vielfalt

und eine Samenspende

Erzählt von der kleinen Protagonistin Esme

für Kinder ab 4 JahrenFamilie und unsere Gesellschaft sind vielfältig. Leider ist längst nicht alles so akzeptiert, wie wir es uns wünschen würden. Umso wichtiger sind Bilderbücher, die Vielfalt vorleben und auch als ganz selbstverständlich betrachten.
Genauso ein Bilderbuch ist Clara - Meine kleine Schwester von nebenan, in der es um Regenbogenfamilienleben und den Weg der Samenspende geht.
Einfühlsam und mit einer fast kindlichen Leichtigkeit, der so viel Selbstverständlichkeit inne wohnt, erzählen Kirsten Reinhardt und Christiane Fürthges die Geschichte von Esme und ihrer kleinen Schwester Clara, die zwar irgendwie Esmes Schwester ist, aber dann doch nicht so ganz, wie man es erst einmal vermutet.
Klingt verwirrend? Ist es aber ganz und gar nicht und das macht Esme jedem Leser auf ganz einfache Weise klar.
Esme lebt mit ihrer Mama und ihrem Papa zusammen. Als Esme geboren wurde haben sich viele mit der kleinen Familie gefreut. So auch die beste Freundin ihrer Mutter, die nur zu gern selbst Mutter werden wollte. Doch diese Freundin lebte mit ihrer „Verliebten“ zusammen, und „zwei Frauen können kein Kind machen“ (Zitat).
Ganz simpel und klar erklärt Esme uns Lesern (den Kindern), was es braucht, damit ein Baby entstehen kann. Dabei fokussiert sich alles auf die einfache Gleichung Samen treffen auf Eizelle = so entstehen Babys. Christiane Fürthges fängt diesen Vorgang in einem ebenso einfachen klaren Bild ein. Clara hält ein und Esme ein Bild mit ein paar Samen. Und dann gibt es ein großes Bild, bei dem sich die Samen zur Eizelle bewegen. Sowohl Eizelle als auch Samen haben Gesichter, was alles noch schöner und kindgerechter macht. Die Mama gibt die Eizelle, der Papa den Samen.
So entstehen Babys. Esmes Mama fand es ungerecht und traurig, dass ihre Freundin kein Baby bekommen konnte, weil ihre Verliebte auch eine Frau ist und dann hatte sie eine Idee.
„Wer viel hat, kann doch teilen.“
Und Esmes Papa hatte ja Samen genug, also gab er der Freundin ein kleines Töpfchen mit Samen ab und so konnten die Freundin der Mutter und ihre Verliebte auch Mütter werden,
Clara wurde geboren.
Clara ist nun Esmes allerbeste Freundin. Sie spielen viel zusammen, wohnen dicht beieinander, manchmal streiten sie auch, aber vertragen sich auch schnell wieder. Oft spielen sie Schwestern und das sind sie ja auch irgendwie. Das Esme Claras Geschichte erzählt macht es für Kinder besonders nahbar und gleichzeitig wirkt es auch so selbstverständlich.
Wer weiß, wie Kinder Dinge erklären, mit welcher Klarheit und Selbstverständlichkeit und einer Abgeklärtheit, die uns Erwachsene einfach schmunzeln lässt, der ahnt vermutlich wie gut genau das dieser Geschichte tut.
Mit wenigen Worten und fokussierenden klaren Bildern erleben wir so eine Geschichte voller Vielfalt und Diversität. Wir erleben, dass Leben und Familie bunt sind. Wie schön, dass es heute so viel Möglichkeiten gibt so zu leben, wie man gerne möchte. Dass zwei Frauen, oder auch zwei Männer zusammenleben und Kinder haben ist leider immer noch in vielen Augen nicht o.k. Es braucht Bilderbücher wie dieses, damit Kinder schon so früh wie möglich erleben, dass das alles zum Leben einfach dazu gehört.
Ich kann es nur immer wieder hervorheben, Esmes selbstverständlich, abgeklärte Art über Clara und ihre Mütter zu erzählen vermittelt die Selbstverständlichkeit, die selbstverständlich sein sollte,
Christiane Fürthges Bilder unterstützen die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit ganz fantastisch, sehen wir dort doch, ganz normalen Kinder- und Familienalltag. Kinder, die miteinander spielen, Erwachsene, die glücklich mit ihren Kindern sind.
So einfach ist das! 

Auf euch wartet ein tolles und wichtiges Buch, zauberhaft erzählt von Esme und wundervoll illustriert von Christiane Fürthges. Ein Buch, dass in keiner Einrichtung mit Kinder und keiner Bibliothek fehlen sollte und hoffentlich in vielen Kinderzimmern ein Zuhause findet.

Wer ein Buch sucht in dem zwei Papas erzählen, wie sie Väter geworden sind, dann empfehle ich euch das wundervolle Bilderbuch von Marcel Kahl, in dem er seinen Kindern erklärt, wie sie entstanden sind.

Thema Eizellenspende und Leihmutterschaft.

Auch das gehört zum vielfältigen Familienleben.

Marcel Kahl erzählt mit der gleichen selbstverständlich Leichtigkeit wie Kirsten Reinhardt ihre Esme erzählen lässt. Hier hat die bekannte Illustratorin Lisa Rammensee zauberhafte und toll erklärende Bilder gezaubert.

Cover des Buches Clara (ISBN: 9783957286222)
papa.hirsch.liests avatar

Rezension zu "Clara" von Kirsten Reinhardt

zwiegespaltene Meinung
papa.hirsch.liestvor einem Jahr

🦊 ab 4

📖 Knesebeck Verlag @knesebeck_verlag #knesebeckverlag

🖊️ Kirsten Reinhardt @kaugummigraefin

🎨 Christiane Fürtges @fuertgesillustration

⁉️ Buch über Liebe und Freundschaft


🦌Worum geht es?🦌


Im Buch geht es um Esme und ihre kleine Schwester Clara, die beste Freundinnen sind. Aber sie sind nicht nur Freundinnen, sondern in Wirklichkeit auch verwandt, obwohl jeder unterschiedliche Eltern hat. Esme hat Mama und Papa und Clara hat zwei Mamas. Und wie Esme zu ihrer Schwester gekommen ist, lest ihr im Buch.



🦌Mein Eindruck:🦌


In diesem Bilderbuch gefallen mir am Besten die Illustrationen, die eine bedingungslose Liebe darstellen. Leider gefällt mir das Buch und der Umgang mit dem Thema überhaupt nicht. Zum einen weiß man lediglich vom Buchrücken wie die Freundin von Clara heißt. Im Buch wird Esme mit ihrem Namen nicht ein einziges Mal erwähnt. Dann ist das Buch ab 4 Jahren. Meine persönliche Meinung ist, dass ich Kindern mit 4 Jahren noch nicht erklären möchte was Samen sind und wo diese herkommen. Für mich ist das eindeutig ein Thema für spätere Lebensjahre. Aber vielleicht bin ich da auch nur selbst der Meinung. Natürlich musste man bei diesem Thema und der Umsetzung der Geschichte darauf eingehen, aber ich hätte dieses Buch lieber ab 6 oder 7 Jahren deklariert als bereits am 4. Es kommen beim Lesen einfach Fragen auf, auf die man bei einem Kind in diesem Alter noch absolut nicht eingestellt ist.



Bewertung: 🦊🦊🦊



Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊


Cover des Buches Clara (ISBN: 9783957286222)
Lia48s avatar

Rezension zu "Clara" von Kirsten Reinhardt

Die Vielfalt von Familie & Liebe - toll für Gesprächsanlässe!
Lia48vor einem Jahr

INHALT:
Esme und Clara verbringen viel Zeit miteinander und spielen jeden Tag zusammen. Sie bauen Höhlen, spielen Verstecken, verkleiden sich, oder fahren zusammen Roller.
Manchmal streiten sie sich und vertragen sich wieder.
Sie sind beste Freundinnen, aber auch Schwestern.
Ihre Mamas sind ebenfalls beste Freundinnen und wie es dazu kam, dass Esme und Clara den gleichen Papa haben, erzählt Esme in diesem Buch.


MEINUNG:
Familie kann so unterschiedlich aussehen, da Liebe so vielfältig und grenzenlos ist – schön, dass das Thema hier aufgegriffen wird und damit Kindern Diversität vermittelt.
So werden in diesem Bilderbuch unterschiedliche Familienmodelle aufgezeigt: Mama, Papa und Esme, die sich ganz doll lieb haben und Clara, die mit ihren beiden Mamas zusammenlebt und den gleichen (biologischen) Papa wie Esme hat. Und irgendwie sind sie damit auch alle miteinander verbunden, da Esme und Clara somit Halbschwestern sind.

(Achtung Spoiler!)
Dabei spielt das Thema „Samenspende“ eine große Rolle, welches Esme auch kurz und sachlich erklärt. Mamas beste Freundin und deren „Verliebte“ wollten auch ein Kind haben und daher hat Papa ihnen Samen gespendet, da man Ei und Samen benötigt, damit ein Kind entstehen kann.
Weiter geht das Buch hier nicht in die Tiefe, was aber auch gar nicht unbedingt notwendig ist für das Alter und diese Geschichte. Wenn Fragen bei den Kindern auftauchen, kann man immer noch weitere Erklärungen einschieben.
Die recht sachlichen Erklärungen über die Entstehung eines Kindes und die Samenspende fand ich an sich passend, nimmt dem Buch jedoch etwas an emotionalem Bezug.

Gewünscht hätte ich mir zudem, dass im Text nochmals verdeutlicht wird, dass Clara zwei Mamas hat. Auch wenn es natürlich Sinn ergibt, dass Esme sie aus ihrer Perspektive „nur“ als die „Verliebte“ bezeichnet. Für die jungen Zuhörer*innen würde ich das zum besseren Verständnis trotzdem hervorheben.

Die Texte sind kurz und überwiegend leicht verständlich, die liebevollen Illustrationen sind nicht zu detailreich, sodass der Fokus mehr auf den Inhalt gerichtet ist.
Vom Verlag wird das Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren empfohlen. Dieser Empfehlung schließe ich mich an.

FAZIT: Insgesamt eignet sich das Bilderbuch sehr gut dazu, um mit Kindern ab 4 Jahren über Themen wie vielfältige Familienmodelle, Samenspende & Entstehung von Kindern ins Gespräch zu kommen. Dafür würde ich es persönlich auch einsetzen. Von mir gibt es daher eine Empfehlung und 4/5 Sterne!

Gespräche aus der Community

KirstenReinhardts avatar
KirstenReinhardt
Der Kaugummigraf ist da! Am 1. Februar erscheint mein neues Buch im Carlsen verlag. Für Leser_innen ab 10 Jahren und alle Erwachsenen, die ihren Humor nicht suchen müssen. Viel Spaß mit dem Grafen, mit Schmitt und mit Eli... und hier ist der Klappentext:

EIN GRAF MIT GEHEIMNISSEN ... "Als eines Abends die zerstrubbelte Ausreißerin Eli vor einer Tür steht, ist der alte Graf nicht gerade begeistert. Sie hat keine Benimmse, weiß nicht mal ihren Nachnamen und will bei ihm in seinem alten Bahnhof wohnen? Das würde doch seine ganze Tee- und Nachdenk-Routine durcheinanderbringen! Aber dann werden die beiden doch Freunde. Der Graf beginnt, aus seinem Leben zu erzählen, und Eli darf sogar seine geheime Kaugummisammlung sehen. Gekaute Kaugummis, versteht sich! Und jedes Kaugummi hat eine eigene Geschichte. Jetzt fehlt nur noch ein Plan, um den Bahnhof vor dem Abriss zu retten ..."

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Hallo!
Auf ein neues Buch von mir müsst Ihr leider noch etwas warten.... aber für die Zwischenzeit gibt es mein SchreibtischBLOG – über  gute Fragen, Lieblingsbücher und das ganze Schreiben & Lesen...

Und bei Facebook bin ick jetzt ooch wieder.

Und und und: Für Vielsprachler gibt es "Fennymores Reise oder wie man Dackel im Salzmantel macht" jetzt auch auf Französisch: "La folle ballade de Fennymore Coupure" --->
Zum Thema
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JIPPEH! "Die haarige Geschichte von Olga, Henrike und dem Austauschfranzosen" steht auf der Auswahlliste des Rattenfänger Literaturpreises 2014! Der Gewinner steht zwar schon fest, daher bleibt es bei der Ehre der Auswahl - aber immerhin! Außerdem empfiehlt das Goethe-Institut das Buch und ins Türkische übersetzt wird es auch.
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