Kirsten Reinhardt , Marie Geißler Der Kaugummigraf

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Inhaltsangabe zu „Der Kaugummigraf“ von Kirsten Reinhardt

Zuerst weiß der alte Graf ganz und gar nicht, was er von der Ausreißerin Eli halten soll. Ein zerstrubbeltes Mädchen will bei ihm in seinem alten Bahnhof wohnen? Das würde doch seine ganze Tee- und Nachdenk-Routine durcheinanderbringen! Aber dann werden die beiden doch Freunde. Der Graf beginnt, aus seinem Leben zu erzählen, und Eli darf sogar seine geheime Kaugummisammlung sehen. Gekaute Kaugummis, versteht sich! Und jedes Kaugummi hat eine eigene Geschichte. Jetzt fehlt nur noch ein Plan, um den Bahnhof vor dem Abriss zu retten …

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  • Kaugummi überall!

    Der Kaugummigraf

    liberiarium

    05. May 2017 um 10:51

    PLOTDer Graf führt ein recht stringentes Leben: er steht jeden Morgen um die gleiche Uhrzeit auf, macht ein paar Streckübungen, nimmt stets die gleichen Mahlzeiten ein und tut jeden Tag absolut das Gleiche. Plötzlich steht jedoch das junge Mädchen Eli vor seiner Türe und will am liebsten gar nicht mehr gehen – dabei hat sie ganz furchtbar schlechte Manieren, die dem Graf bitter aufstoßen. Aber irgendwie schließt er sie doch ins Herz und zeigt ihr sogar seine Kaugummi-Sammlung. Jeder einzelne Kaugummi hat nämlich eine besondere Geschichte, die aus dem Leben des Grafen erzählt. Eli findet das ganz besonders spannend, bis klar wird, dass sie nicht länger nur den Geschichten lauschen kann. Der Bahnhof, in dem der Graf lebt, ist nämlich in Gefahr und sie müssen zusammenhalten, wenn sie das Gelände retten wollen!MEINUNGIch habe von dem Titel das erste Mal während der Verlagsvorschau des Carlsen Verlags auf der Buchmesse gehört. Das Kinderbuch klang so niedlich und süß, dass ich mich schon sehr darauf freute, den Roman zu lesen!Der Kaugummigraf wird aus einer recht ungewöhnlichen Perspektive erzählt, nämlich der des kauzigen Grafen. Er ist sehr alt, deshalb auch manchmal ein wenig vergesslich und mittlerweile auch nicht mehr so sensationell in Form, doch man schließt ihn sofort ins Herz! Interessant ist, dass es sich hierbei um einen unzuverlässigen Erzähler handelt. Der Ton der Geschichte ist sehr gut getroffen, denn man kauft ihr direkt ab, dass sie von einem alten Mann erzählt wird. Ich konnte mir gleich vorstellen, wie der Graf durch seinen Bahnhof marschiert!Dadurch, dass der Graf allerdings auch recht einsam lebt, hatte ich oft ein wenig Mitleid mit ihm. Er ist nun einmal nicht mehr der fitteste und leistet sich nicht gerade Wohlstand. Dafür wirkt alles um ihn herum umso lebendiger, vor allem der Bahnhof, in dem er lebt. Das stillgelegte Gelände kam mir richtig lebhaft vor und ich sah vor Augen, wie dort früher die Züge gefahren sind.Eli steht in einem starken Kontrast zum alten Grafen. Sie ist sehr temperamentvoll und dynamisch, hat dafür allerdings keine Manieren, was den Grafen anfänglich sehr ärgert. Wenn sich die beiden das erste Mal begegnen, prallen Welten aufeinander. Es ist herrlich skurril und wunderbar schräg anzusehen, wie Eli und der Graf miteinander umgehen und reden. Mein persönlicher Favorit in der Figurenwelt von Kirsten Reinhardt war der Hund Schmitt. Das liegt nicht nur daran, dass es sich dabei um ein ganz besonderes Exemplar handelt, sondern auch um die kuriose Herkunftsgeschichte von Schmitt. Er bringt nicht nur viele lustige Szenen mit in den Roman, sondern auch einige Geheimnisse. Und genau die machen das Kinderbuch auch zu einer eher komplexeren Erzählung. Nach und nach werden Dinge aufgedeckt, die man gar nicht in Betracht gezogen hat. Der Kaugummigraf überrascht mit Wendungen, die ich mir nicht hatte vorstellen können. Dadurch wird der Titel auch für ein älteres Publikum nicht langweilig! Mich interessierten insbesondere die Rückblicke des Grafen, in denen er aus seiner Kindheit oder Jugend erzählt. Allerdings fand ich, dass sich der Titel durchaus in die Länge zieht. Einige Passagen hätten meiner Meinung nach ruhig kürzer ausfallen können, gerade für ein Kinderbuch. Manche Szenen verloren dadurch beim Lesen für mich an Dynamik und so dauerte es doch recht lange, bis ich den Titel ausgelesen hatte – was ich ebenfalls nicht kommen sah. Fragwürdig war für meinen Geschmack der Umgang mit Betrug und Moral. Es gibt ein paar Szenen, in denen Betrug nicht – für mich persönlich – ausreichend infrage gestellt wird und ich hatte den Eindruck, es könnte dadurch ein falsches Bild vermittelt werden. Erst im Laufe der Geschichte wurde an Moral und Gerechtigkeit ein wenig mehr appelliert – aber manchmal eben auch einfach nicht und ich bin mir nicht sicher, ob das für ein Kinderbuch so gut passt. Gelobt werden sollten auf jeden Fall auch die Vignetten von Marie Geißler. Jedes Kapitel beginnt mit einer schönen Illustration, die das zeigt, was im Folgekapitel thematisiert wird. Mal sind die Portraits der Ahnen des Grafen zu sehen, mal der Hund Schmitt, mal der Graf selbst – die Vielfältigkeit und Kreativität der Vignetten hat mich sehr überrascht und trägt dazu bei, dass der Titel lebendig wirkt. FAZITSchlussendlich gefiel mir der Titel, ich war aber nicht ganz vom Fortlauf der Geschichte überzeugt. Vielleicht bin ich beim Lesen zu oft einfach abgedriftet, möglicherweise wollte sich die Story aber auch einfach nicht in meinem Kopf festsetzen. Das sorgte dafür, dass mir manche Passagen als sehr langatmig vorkamen und ich nicht so richtig einen Zugang fand. Dennoch haben mich die kleinen Erzählungen des Grafen immer sehr berührt. Im Endeffekt geht es aber dann doch eher um die Rettung des Bahnhofs, als um die Geschichten des Kaugummigrafen – sie waren für mich persönlich leider etwas zu beiläufig für die Gesamtsituation. Die Figuren sind herrlich schräg und sehr lebendig, die Vignetten haben mir imponiert und die zahlreichen Wendungen machen das Kinderbuch zu einem komplexeren Roman. Ich vergebe daher drei von fünf Sterne für Der Kaugummigraf von Kirsten Reinhardt.

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  • anders als gedacht, aber gut

    Der Kaugummigraf

    Normal-ist-langweilig

    08. March 2017 um 17:19

    Unsere Meinung: Das Buch hat mir schon bei der Vorstellung auf der Frankfurter Buchmesse gefallen und meine Tochter war auch gleich Feuer und Flamme. Denn Bücher über gekaute Kaugummis gibt es doch eher selten, wenn überhaupt. Und dass gleich jemand eine ganze Sammlung hat, ist doch sehr außergewöhnlich. Das Cover fanden wir einerseits sehr ansprechend von den Farben her, fanden aber, dass Eli sehr böse bis durchtrieben guckt. Sehr sympathisch war sie meiner Tochter vom Bild her nicht! Das Buch selbst hat uns mit seiner Geschichte anfangs kalt erwischt, da meine Tochter und ich uns getrennt voneinander etwas ganz anderes unter der Geschichte mit dem Titel „Kaugummigraf“ vorgestellt haben. Wir haben eine total witzige und auch actionreiche Geschichte vermutet. Bekommen haben wir eine eher leise Geschichte, die trotz des witzigen Titels nur an wenigen Stellen lustig ist. Sie punktet eher durch die Behandlung wichtiger Themen, wie Freundschaft, Familie, Mobbing, Behinderungen, skurrile Verhaltensweisen, Umgang mit dem Tod. Die Kaugummis spielen immer wieder zwischendrin eine Rolle, wenn der Graf „wieder mal“ aus seinem Leben erzählt und darüber berichtet, woher die gekauten Kaugummis stammen. Die Geschichten selbst waren interessant, aber manchmal auch schon ganz schön lang. Das Buch hat uns gut gefallen, auch wenn meine Tochter zwischendrin schon mal gefragt hat, was der Sinn dahinter ist. Soll man aus diesem Buch etwas lernen? Es kommt nämlich hier auch ein Junge vor, der unserer Meinung nach beeinträchtigt ist/war. Das Umgehen mit diesem Jungen wird mehrere Male angesprochen und thematisiert. Auch das Ende war für ein Kinderbuch unserer Meinung nach eher offen und diskussionswürdig. Insgesamt passte das Ende aber gut zur eigentlichen Geschichte. Während des Lesens hat meine Tochter an manchen Stellen nachfragen müssen, wie etwas gemeint ist bzw. was das jetzt bedeuten soll. Nicht alles war ihr sofort klar. An mehreren Stellen werden die Dinge nicht benannt, sondern umschrieben und dies auch eher „schwammig“, sodass man als Leser gezwungen ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Das fiel meiner Tochter doch teilweise schwer und wird vielleicht auch anderen Kindern so gehen! ********************** Fazit: „Der Kaugummigraf“ ist eine Geschichte, die uns nicht sofort mitreißen konnte und unter der wir uns etwas ganz anderes vorgestellt haben! Nichtsdestotrotz haben wir die Geschichte gerne gelesen, da sie auf jeden Fall etwas Neues und irgendwie auch etwas Besonderes ist – nur nicht ganz einfach!

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  • Der Kaugummigraf kommt!

    Der Kaugummigraf

    KirstenReinhardt

    26. January 2017 um 11:26

    Der Kaugummigraf ist da! Am 1. Februar erscheint mein neues Buch im Carlsen verlag. Für Leser_innen ab 10 Jahren und alle Erwachsenen, die ihren Humor nicht suchen müssen. Viel Spaß mit dem Grafen, mit Schmitt und mit Eli... und hier ist der Klappentext:EIN GRAF MIT GEHEIMNISSEN ... "Als eines Abends die zerstrubbelte Ausreißerin Eli vor einer Tür steht, ist der alte Graf nicht gerade begeistert. Sie hat keine Benimmse, weiß nicht mal ihren Nachnamen und will bei ihm in seinem alten Bahnhof wohnen? Das würde doch seine ganze Tee- und Nachdenk-Routine durcheinanderbringen! Aber dann werden die beiden doch Freunde. Der Graf beginnt, aus seinem Leben zu erzählen, und Eli darf sogar seine geheime Kaugummisammlung sehen. Gekaute Kaugummis, versteht sich! Und jedes Kaugummi hat eine eigene Geschichte. Jetzt fehlt nur noch ein Plan, um den Bahnhof vor dem Abriss zu retten ..."

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