Kirsten Schützhofer Die Kapelle der Glasmaler

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 22 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 4 Rezensionen
(6)
(4)
(0)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Die Kapelle der Glasmaler“ von Kirsten Schützhofer

Hier werden Sie das Mittelalter sehen und fühlen Ein fesselnder historischer Roman über die Entstehung eines der berühmtesten Baudenkmäler der französischen Gotik. Frankreich um 1241: Einmal in seinem Leben will der Glasmaler Clément etwas schaffen, das der Schönheit Gottes angemessen ist. Und so zieht er mit seiner Familie nach Paris, um an der Erbauung der königlichen Sainte Chapelle mitzuwirken. Doch er wird diesen Traum teuer bezahlen – denn in der Kapelle der Glasmaler begegnet er Thomas, einem alten Widersacher um die Liebe von Cléments heutiger Frau Edwige. Dieser hat die damalige Zurücksetzung nie verwunden – und wittert die Gelegenheit zur Rache …

Stöbern in Historische Romane

Die Heilerin

Authentisch das harte Leben der ersten Siedler in Amerika. Der Preis für vermeintliche Religionsfreiheit und die Wirklichkeit in Amerika

eulenmama

Die schöne Insel

Schön erzählte exotische Geschichte.

Svensonsen

Marlenes Geheimnis

Ein bewegender Familienroman, der ein wichtiges Kapitel der deutsch-tschechischen Geschichte aufgreift.

ConnyKathsBooks

Möge die Stunde kommen

Neues von den Familien Clifton und Barrington

Langeweile

Das Erbe der Tuchvilla

Geniale Fortsetzung. Die Geschichte nimmt einem mit in eine vergangene Zeit. Hoffentlich erscheint auch ein Teil 4 der Geschichte.

Murmeli

Nachtblau

historisch angehauchter Roman um die Entstehungsgeschichte des bekannten Delfter Porzellans

TeleTabi1

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eindringlich

    Die Kapelle der Glasmaler
    Heimfinderin

    Heimfinderin

    31. August 2013 um 20:21

    In dem Roman "Die Kapelle der Glasmaler" lernen wir auf der einen Seite einen Glasmaler mit Familie kennen auf dem Weg zu einer neuen Baustelle in Paris, der Kapelle Sainte-Chapelle, und auf der anderen Seite einen kleinen Jungen, der auf fürchterliche Weise seine Heimat verliert und jahrelang schon auf der Suche nach seiner Identität ist. Die Wege der beiden kreuzen sich auf schicksalhafte Weise, verlieren sich aber auch wieder. So wie man sich bei mancher Begegnung, die man selber hat, immer mal wieder fragt, was der andere wohl tut, ohne jemals wieder von ihm zu hören, so bleibt auch hier eine gedankliche Verbindung und auch wenn sie immer geringer wird, so schließt sich doch für mich am Ende der Kreis. Dazwischen nehmen wir Leser aber am teilweise schweren Schicksal von beiden Parteien teil und ich empfand dabei beide Erzählstränge gleichwertig, hätte mich manchmal am liebsten zerrissen, um beide Schicksale gleichzeitig weiter zu verfolgen. Doch es geht nicht nur um diese beiden Personen und ihre Familien, denn einige andere sind jeweils mit betroffen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass es keine wirkliche Hauptperson gab, sondern alle eine besondere Bedeutung und Wertigkeit hatten, alle waren mir wichtig. Auch die Nebenfiguren waren so intensiv und detailliert beschrieben, dass ich sie direkt vor mir sah und ich mich für sie und ihr Schicksal genauso interessierte. Überhaupt ist es eine große Stärke von Kirsten Schützhofer, Figuren und Schauplätze zum Leben zu erwecken. Im ihrem ersten Buch 'Die Tochter des Advokaten' bzw. 'Die Farbe der Revolution' war mir schon auf den ersten Seiten aufgefallen, wie durch ihre Beschreibungen der Umgebung und des 'Drumherums' ein Film im Kopf ablief. Und so war es auch hier im Buch wieder (und ich meine sogar verstärkt) dass durch kleine, wie nebenbei erwähnte Details, wie z. B. wild klappernde Schilder, ein Lehrjunge, der einen Ellbogen ins Gesicht bekommt, Holzeimer, die einfach stehengelassen wurden, etc. das Gefühl entsteht, mitten in der Geschichte zu sein. Sogar den Geruch der Stadt oder der Kräuter im Kloster (und leider auch der Fäulnis und der Krankheit) konnte man riechen. Genauso erging es mir mit den Personen selbst und ihren Gedanken und Handlungen. Ihre Emotionen waren so gut zu spüren, dass mir das ein oder andere Mal vor Traurigkeit ein Kloß im Hals saß oder ich selbst zusammen mit den Protagonisten tief getroffen war von den Geschehnissen Die Personen selbst waren sehr vielschichtig, liebevoll erarbeitet und wirkten sehr realistisch. Es fiel sehr leicht, sie liebzugewinnen, sie zu bedauern oder auch sie nicht zu mögen, wobei auch die böseren Charaktere nicht einfach nur böse waren, sondern auch teilweise einen emotionalen Hintergrund hatten, mit dem man sich auseinandersetzen konnte. Und auch die 'Guten' hatten ihre Schwächen und Fehler. So waren ihre Handlungen nicht immer vorhersehbar, aber egal was sie taten, man konnte es oft nachvollziehen. Manchmal stand man aber auch einfach nur fassungslos vor dem was da passierte. Manche Entwicklung war am Ende nicht nach dem typischen Happy-End-Schema, aber gerade das hat mir sehr gut gefallen, denn ein bisschen Traurigkeit, ein bisschen Unwissenheit, ganz viel Hoffnung, Raum für eigene weiterführende Gedanken fand ich hier sehr gut. Zwischen den Handlungen zogen sich kleine Kapitel durch die Geschichte, deren Bedeutung sich im Laufe des Romans erschloss, aber besonders durch die detaillierten Beschreibungen über die Glasmalerei für mich eine besondere Ruhe ausstrahlten, es mir ermöglichten, kurz Atem zu schöpfen. Mir wurde immer ganz warm, wenn ich der jungen Frau bei ihrer ruhigen Arbeit mit den Farben über die Schulter schauen konnte. Vervollständigt wird der Roman durch ein sehr interessantes Glossar, das noch mehr Einblick in die Arbeit an den gigantischen Fenstern gibt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Kapelle der Glasmaler" von Kirsten Schützhofer

    Die Kapelle der Glasmaler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. December 2011 um 15:38

    Inhalt: Ghislain und Raymond sind auf der Flucht vor dem Halbbruder Donatien. Warum, wurde mir bis zum Schluss nicht ganz deutlich. Ghislain ist noch ein kleines Kind, Raymond erst jugendlich und Donatien gerade erwachsen geworden. Ghislain denkt, dass es ein Versteckspiel ist, doch als Donatien Raymond findet und der nicht preis geben will, wo sich Ghislain versteckt hält, tötet er seinen jüngeren Halbbruder, ohne mit der Wimper zu zucken... Dies ist der eine Erzähl-Hauptstrang des Buches. Der andere: Der Glasmaler Clément und seine Familie sind endlich auf dem Weg nach Paris und Clément erhofft sich dort auf der Baustelle der entstehenden Kapelle "Saint Chapelle" Arbeit als Glasmaler zu finden. Er wird als Hilfsarbeiter angestellt, da es keinen Bedarf für Glasmaler gibt. Doch mit der Zeit... Doch die Zeit, bis Clément als Glasmaler arbeiten darf, rafft seine halbe Familie zu Tode. Armut ist der Alltag vieler Pariser. ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Keine Besonderheiten. ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Leider verbinden sich die beiden Haupt-Geschichts-Erzählungen nicht wirklich und mir wurde bis zum Schluss nicht deutlich, warum die Autorin im Grunde so zwei Geschichten in einem Buch präsentieren wollte. Es lässt sich leicht durch lesen ist aber leider nicht besonders spannen. Außerdem kam es mir wie eine billige Kopie des Buches: "Die Tore der Welt" von Follett vor... ** ** ** ** ** ** ***

    Mehr
  • Rezension zu "Die Kapelle der Glasmaler" von Kirsten Schützhofer

    Die Kapelle der Glasmaler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2008 um 18:00

    Kirsten Schützhofers zweiter Roman nimmt uns mit nach Frankreich im 13. Jahrhundert. Entgegen des Klappentextes lernen wir in dieser Geschichte nicht nur den Glasmaler Clement und seine Familie sondern auch noch eine Reihe anderer Personen kennen, deren Lebenswege sich kreuzen, sich verweben und zusammenfügen wie die Teile eines Glasfensters der Saint Chapelle im Paris, deren Entstehen das Herz dieser Geschichte ist. Eine dieser anderen Personen ist Ghislain, dessen Lebenseg den zweiten starken Handlungsstrang bildet und neben aber auch mit der Geschichte von Clement und seiner Familie erzählt wird, denn die Wege kreuzen sich immer wieder. Die unterschiedlichen Perspektiven, dazu viele Nebenfiguren, die wir beim Lesen manchmal nur kurz begleiten, die wunderbare Sprache und einfühlsame Erzählweise machen dieses Buch zu einem Genuss, lassen die Seiten nur so dahin fliegen und die Zeit um einen herum vergessen. Oft sind es Schilderungen von Kleinigkeiten, die das Leseempfinden so intensiv werden lassen, wie z. B. die Schilderung eines Waldes im Regen mit seinen Gerüchen und Geräuschen, sodass man das satte Grün, die Feuchtigkeit, den Dunst und den erdigen Geruch fast am eigenen Leibe spüren und riechen kann. Kirsten Schützhofer zeichnet ihre Protagonisten sehr detailliert und lebensecht, keiner ist ohne Ecken und Kanten, keiner bleibt blass und sei seine Rolle noch so klein in dieser Geschichte.Jeder der Protagonisten hat sein Päckchen zu tragen und das manchmal mit so viel Gewalt, dass man sich als Leser dreht und windet und hofft, dass er von der Qual, die man förmlich mitfühlen kann, endlich erlöst wird. Man lebt mit den Protagonisten mit, sieht sich selber nie als bloßen Zuschauer, sondern ist Teil der Geschichte. Und genau das ist es, was für mich wirklich große Erzählkunst ausmacht. Mein erstes Buch von Kirsten Schützhofer aber mit Sicherheit nicht mein letztes. Für mich eine echte Entdeckung unter den d

    Mehr
  • Rezension zu "Die Kapelle der Glasmaler" von Kirsten Schützhofer

    Die Kapelle der Glasmaler
    beowulf

    beowulf

    20. June 2008 um 18:44

    Ein wunderschöner Roman um die Entstehung der Sainte Chapelle, dieses Wunderwerk der Gotik in Paris. Erzählt werden zwei Erzählstränge über Figuren, die sich begegnen und verlieren- ein Kind von Adel, betroffen und verfolgt wegen Erbstreitigkeiten und die Familie eines Glasmachermeisters, der nach Aufträgen suchend durch die Lande zieht und den Ehrgeiz hat Teil zu haben am größten Kunstwerk seiner Zeit,der Kapelle aus Glas und Licht im Schloß des französichen Königs. Leider war vor ihm schon sein größter Rivale vor Ort, ein Kollege aus Lehrlingszeiten und Mitbewerber um die Hand der Tochter des Meisters, so dass die Familie einiges ertragen muß, was dem Leser dann die Zeit um so deutlicher näher bringt. Unbedingt empfehlenswert.

    Mehr