Kirsty Capes

 4,4 Sterne bei 49 Bewertungen

Lebenslauf

Kirsty Capes (geb. 1993) hat in London Literatur studiert und promovierte in kreativem Schreiben. Ihr vielfach ausgezeichnetes Debüt »Furchtlos« wurde für den Women's Prize for Fiction nominiert. Sie lebt mit ihrem Golden Retriever Doug in Slough, Südengland.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kirsty Capes

Neue Rezensionen zu Kirsty Capes

Cover des Buches Girls (ISBN: 9783442763054)
A

Rezension zu "Girls" von Kirsty Capes

Ancaxyz
Das schonungslose Porträt einer Familien-Beziehung

In ihrem neuen Roman legt die Autorin ein schonungsloses Porträt einer Mutter-Tochter-Beziehung vor, das weit mehr zeigt als bloß das schillernde Leben in der Kunstwelt.

Alles startet mit einer knisternden Ausgangslage: Eine geplante Retrospektive im MOMA reißt alte Türen auf und zwingt die beiden Schwestern, Matilda und Nora, sich endlich ihren eigenen Geschichten zu stellen. Für die Öffentlichkeit ist Ingrid Olssen eine Legende – das Buch aber zeigt sie vielschichtiger, als Mutter, deren exzessives Leben nicht nur Freiheit bedeutete, sondern auch Spuren hinterließ – bei den Kindern, die zwischen Bewunderung und Entfremdung schwanken.


Statt bloß eine Reise von A nach B zu erzählen, nutzt die Autorin den Roadtrip durch den amerikanischen Westen als Bühne für eine innere Bestandsaufnahme. Die karge Weite der Landschaft steht im krassen Gegensatz zu der Enge, die Matilda und Nora in sich tragen.


Die Schwestern wirken lebendig und nahbar. Ihre Gegensätze, ihre Art mit der Vergangenheit umzugehen – das fühlt sich echt an. Dass der Roman fragt, was wir unseren Eltern wirklich schulden und wie viel Platz wir für ihre Geschichten in unserem Leben machen sollten, geht unter die Haut. Ingrids Wunsch, ihre Kunstwerke dem Meer zu übergeben, steckt voller Symbolik und verweist darauf, wie sehr Menschen darum kämpfen, sich selbst zu bestimmen – sogar über den eigenen Tod hinaus. Der Wechsel zwischen dem Blick des Biografen und dem direkten Erleben der Schwestern wirkt angenehm abwechslungsreich und hält die Geschichte in Bewegung.


Hin und wieder sind die Rückblicke auf Ingrids Leben etwas sprunghaft – gerade, weil das Buch sich so stark auf die innere Heilung der Töchter konzentriert. Ein bisschen mehr Einblick in Ingrids künstlerischen Antrieb hätte an manchen Stellen nicht geschadet.


Am Ende bleibt ein dichter Roman über Vergebung, über das Loslassen all dessen, was man aus seiner Familie mitgeschleppt hat, und die Suche nach dem eigenen Platz – ohne permanent im Schatten der Eltern zu stehen. Die Geschichte bleibt hängen, weil sie ehrlich zeigt: Manchmal muss man alles loslassen oder sogar im Meer versenken, um bei sich selbst anzukommen.

Cover des Buches Girls (ISBN: 9783442763054)
S

Rezension zu "Girls" von Kirsty Capes

Simone_081
Unterhaltsame Lektüre, jedoch nicht originell

*3,5 Sterne

Für mich war das Buch okay bis gut. Für mich ist das größte Problem des Buches, dass die Story nicht besonders originell oder neu ist. Ich habe einiges davon (der Roadtrip mit den vielen skurrilen Begebenheiten, die instabile Künstlermutter, die ihre Kinder vernachlässigt, die wieder zu sehr sonderbaren und problembehafteten Menschen werden) schon in anderen Romanen gelesen. Vor allem der Roadtrip ist wirklich nicht neu.
Ich habe mich auch dabei ertappt, wie ich die ersten 150-200 Seiten immer wieder nach einer Handlung gesucht habe, weil es in diesem Teil eigentlich nur um die Charaktere und deren Probleme miteinander geht. Es ist ein Hin und Her, die sich größtenteils aus Rückblenden speist und leider ziemlich zäh ist. Der Roadtrip beginnt selbst erst ab der Hälfte.

Trotz allem ist das Buch unterhaltsam und bietet einen interessanten Einblick in eine dysfunktionale Familie, in der die Mutter ihre Töchter für ihre Kunst ausgenutzt hat. Die Kinder müssen die schwierige Beziehung zur Mutter jetzt aufarbeiten, was zu einigen neuen Problemen führt.

Das Buch ist für alle, die gerne Familiengeschichten und Roadtrips mögen. Man sollte sich jedoch auf einige Längen einstellen. Wer schon viele ähnliche Bücher des Genres gelesen hat, sollte sich auch im Klaren darüber sein, dass man hier nichts Neues dazu gewinnt.

Cover des Buches Girls (ISBN: 9783442763054)
brauneye29s avatar

Rezension zu "Girls" von Kirsty Capes

brauneye29
Hat mich nicht gepackt

Zum Inhalt:

Als die Künstlerin Ingrid Olssen starb, wurde viel über ihr Leben spekuliert, doch gerade was ihre beiden Kinder anging, wusste man nur wenig. Wie sehr sie zum Beispiel unter dem Lebensstil der Mutter litten. Das wohl bekanntes Bild ist das Selbstportrait Girls. Nach dem Tod von Ingrid nimmt eine Biograf Kontakt zu einer der Schwestern auf und es beginnt eine Reise in die Vergangenheit für die Schwestern.

Meine Meinung:

Das Cover und auch den Klappentext fand ich sehr interessant und war gespannt auf die Lektüre. Jetzt nach Abschluss des Buches bin ich nicht sicher, was ich von dem Buch halten soll. Ja, es ist die Geschichte der Schwestern und auch der Künstlerin, aber gefühlt an vielen Stellen zu knapp geschildert, an anderen extrem in die Länge gezogen. Mich hat das Buch nicht wirklich gepackt, wenngleich ich Mitgefühl mit den beiden Schwestern hatte, denn diese hatten es wahrlich nicht leicht. Den Schreibstil fand ich etwas anstrengend zu lesen.

Fazit:

Hat mich nicht gepackt

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