Kirsty Logan The Gracekeepers

(36)

Lovelybooks Bewertung

  • 36 Bibliotheken
  • 4 Follower
  • 4 Leser
  • 30 Rezensionen
(2)
(11)
(12)
(10)
(1)

Inhaltsangabe zu „The Gracekeepers“ von Kirsty Logan

A flooded world. A floating circus.
Two women in search of a home.

North lives on a circus boat with her beloved bear, keeping a secret that could capsize her life.

Callanish lives alone in her house in the middle of the ocean, tending the graves of those who die at sea. As penance for a terrible mistake, she has become a gracekeeper.

A chance meeting between the two draws them magnetically drawn to one another - and to the promise of a new life.

But the waters are treacherous, and the tide is against them.

Ein bisschen zu schwierig

— Mareia

Wunderschöner Schreibstil. Irgendwie magisch - passt zur Geschichte.

— chulabohne

Es ist einfach nicht mein Genre...

— LillianMcCarthy

Eine düster poetisch dramatische Geschichte, langsam erzählt , sehr stimmungsvoll.

— GetReady

Trotz kleiner Schwächen ein magisches Buch

— BlackTeaBooks

Düster und Fantasievoll

— sweetpiglet

Mich hat die magische Atmosphäre in den Bann gezogen.

— LimitLess

Märchenhaftes Setting, aber kaum Handlung

— Aglaya

Atmosphätische Traumwelt

— LovelyLydi

Leider extrem langatmig und irgendwie weder Fisch noch Fleisch...

— Lilith79

Stöbern in Romane

Leere Herzen

Juli Zeh hat mich enttäuscht. Furchtbarer Schreibstil, obwohl ich das bei Frau Zeh sonst immer genossen habe.

Golondrina

Die Tiefe

Einige Perlen von Geschichten <3

ClaraOswald

All die Jahre

All die Jahre - irisch-amerikanische Familiengeschichte

sternenstaubhh

Lied der Weite

Das ruhige Lied der amerikanischen Weite

sternenstaubhh

Olga

Großartige, berührende, überraschende und stilistisch ausgereifte Lebensgeschichte einer emanzipierten Frau.

krimielse

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ein Buch voller Liebe!!! Liebe zur Musik, Liebe zu einer Frau, Liebe zu einer Gemeinschaft!!!

Jeco01

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ich weiß nicht

    The Gracekeepers

    Mareia

    19. December 2016 um 23:48

    Der SchreibstilIhr wisst, dass ich gerne englische Bücher lese. Aber dieses hier war ein echt zäher Brocken, denn der Schreibstil von Kirsty ist einfach sehr poetisch und deswegen nicht gerade einfach... Ich muss sagen, teilweise habe ich Shakespeare (zumindest mit Übersetzungshilfe ;D) besser verstanden... Man kann auf jeden Fall sagen, dass der Schreibstil der Autorin unverwechselbar ist. Aber leider macht es das Verständnis eben teilweise sehr schwer... Vor allem in einer anderen Sprache. Ich denke, sollte es noch übersetzt werden, lese ich es noch einmal auf Deutsch.Die HandlungThe Gracekeepers ist eine ziemlich ruhige Geschichte. Die magische Welt, die die Autorin konstruiert, ist wirklich beeindruckend und zeigt seine ganz eigene Atmosphäre. Dabei wird die Geschichte abwechselnd von North und Callanish erzählt. Das machte es mir aber auch wieder schwerer, bestimmte Aspekte zu verstehen. Außerdem finde ich, dass die Geschichte teilweise ein wenig vor sich hinplätschert, ohne dass groß was passiert...Die CharaktereDie beiden Protagonisten sind sympathisch, denke ich. Doch gerade zu Beginn empfand ich sie als relativ undurchschaubar und flach. Erst später konnte ich zu den beiden durchdringen...FazitDie Welt und die Idee gefall mir ziemlich gut. Aber zum Einen ist es für mich auf Englisch einfach vieles nicht verständlich genug gewesen und auch die Charaktere waren teilweise schwer nachzuvollziehen.

    Mehr
  • Dir Grabwächter

    The Gracekeepers

    LillianMcCarthy

    07. August 2016 um 12:11

    Inhalt: A flooded world. A floating circus. Two women in search of a home. North lives on a circus boat with her beloved bear, keeping a secret that could capsize her life. Callanish lives alone in her house in the middle of the ocean, tending the graves of those who die at sea. As penance for a terrible mistake, she has become a gracekeeper. A chance meeting between the two draws them magnetically drawn to one another - and to the promise of a new life. But the waters are treacherous, and the tide is against them. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Ich möchte diese Rezension hier eigentlich gar nicht schreiben. Denn um es vorweg zu nehmen, hat mit The Gracekeepers so gar nicht gefallen und das, obwohl ich Kirsty Logan auf einem Bloggertreffen auf der LBM kennenlernen durfte und sie eine so tolle Person ist. Ich glaube der Hauptgrund, weshalb ich dieses Buch nicht gemocht habe ist, dass ich einfach mit dem Magischer Realismus-Genre nicht klarzukommen scheine. Schon Der Nachtzirkus habe ich damals abgebrochen und allerdings gehofft, dass es an der Geschichte lag und nicht am Genre. The Gracekeepers hat mich hier jedoch eines besseren belehrt. Ich mag sie einfach nicht, diese Geschichten in denen so gar nichts passiert und die Handlung langsam vor sich hin verläuft. Beim magischen Realismus kommen dann noch diese ganzen phantastischen Kleinigkeiten hinzu, die einfach nicht geklärt werden und dicke Fragezeichen beim Lesen hinterlassen. Das ist einfach nicht mein Ding, musste ich bei der Lektüre von The Gracekeepers feststellen und so habe ich die meiste Zeit tapfer damit verbracht, das Buch zu lesen, während ich nebenbei versucht habe es zu mögen, es spannend zu finden und an beidem leider kläglich gescheitert bin. Auch wenn meine Bewertung eher schlecht ausfällt, möchte ich nicht jedem von euch abraten, das Buch zu kaufen. Für alle Fans des magischen Realismus, die kein Problem mit wenig Spannung und Handlung haben und diesen träumerischen Aspekt  mögen, ist Kristy Logans Roman wahrscheinlich genau das richtige, denn sie entführt den Leser in eine unentdeckte Welt die durch viel Offenheit aber auch durch viele Vorurteile gekennzeichnet ist. North und Callanish sind die beiden Protagonistinnen, die meist auch selbst zu Wort kommen, aber neben ihnen gibt es auch unzählige weitere Nebencharaktere, denen einzelne Kapitel gewidmet sind und die uns einen anderen Blick auf die Story geben. Fazit: Somit schließe ich mit The Gracekeepers mit dem Magischen Realismus ab. Das Genre kann mich einfach nicht begeistern und so war es letztendlich auch bei Kristy Logans Roman nicht. Für alle Fans davon könnte The Gracekeepers aber genau das richtige sein, denn es fällt durch seine wundervoll konstruierte Welt und die beiden zauberhaften Protagonistinnen positiv auf. Vielen Dank an Randomhouse UK für das zauberhafte *Rezensionsexemplar.

    Mehr
  • Atmosphärische Beschreibungen, zu wenig Handlung

    The Gracekeepers

    Letizia

    18. June 2016 um 15:35

    Die Welt ist überflutet. Zwei Frauen, die auf der Suche nach einer Heimat. North lebt und arbeitet auf einem schwimmenden Zirkus. Ihr bester Freund ist ihr geliebter Bär, mit dem sie auftritt. Callanish lebt allein und verbannt in einem kleinen Haus mitten im Ozean. Sie kümmert sich um die Menschen, die auf See verstorben sind. Das Schicksal bringt diese beiden unterschiedlichen Frauen zusammen. Etwas verbindet sie. Eine Welt, die fast komplett vom Wasser bedeckt ist, ist zwar nicht unbedingt etwas Neues, aber interessant und bietet viele Möglichkeiten eine spannende Geschichte zu gestalten. Leider wurden diese Möglichkeiten in diesem Buch kaum ausgeschöpft. Die Geschichte wird sehr atmosphärisch und stimmungsvoll erzählt. Die Autorin achtet auf viele kleine Details und geht auf die verschiedenen Beziehungen der Charaktere untereinander ein. Dabei bleibt die Handlung an sich fast vollkommen auf der Strecke. Mir ist es so vorgekommen, als würde die Autorin gerne etwas schreiben wollen, ohne einen Plan zu haben, wohin ihre Geschichte führen soll. Schon am Anfang weist das Buch langatmige Stellen auf, sodass man kaum voran kommt und bald die Lust daran verliert. Der melancholische Schreibstil ist zwar passend für diese Art der düsteren Erzählung, aber hier hat es eher schleppend gewirkt und das Lesen zäh erscheinen lassen. Ich daher sehr lange für dieses Buch gebraucht. Auch die Charaktere blieben für mich immer distanziert und nicht greifbar. Die verschiedenen Erzählperspektiven sind für mich irgendwann ineinander verschwommen und es hat kaum noch einen Unterschied gemacht, aus welcher Sicht erzählt wurde. Diese Idee hätte so viel Potenzial gehabt und ich hätte es mir sehr gewünscht, wenn daraus ein Märchen geworden wäre, das mich begeistert.  

    Mehr
  • 'What are those circus folk hiding in the dark, hmm?'

    The Gracekeepers

    MikkaG

    30. May 2016 um 21:57

    "The Gracekeepers" ist ein Buch, das die verschiedensten Reaktionen hervorruft: Leser auf der ganzen Welt sind bezaubert, begeistert, ergriffen, verwirrt, enttäuscht, sogar wütend... Manchmal mehreres davon auf einmal.Sowohl positive als auch negative Stimmen sprechen von der traumgleichen Absonderlichkeit der Geschichte, und ich denke, vor allem daran scheiden sich die Geister. Es ist kein handlungsgetriebenes Buch mit einem zentralen Konflikt, einem linearen Handlungsbogen und einer sauberen, klaren Auflösung am Schluss. Die Geschichte lebt von ihren ungewöhnlichen Charakteren und ihrer dichten Atmosphäre, und diese hat tatsächlich etwas von einem Traum, der sich oft an der Grenze zum Albtraum bewegt. Wie in einem Traum springt die Handlung hin und her zwischen den Charakteren, manchmal auch zwischen den Zeiten. Vieles wird angesprochen, nicht alles wird aufgeklärt, das meiste muss man zwischen den Zeilen lesen oder sich selber weiterspinnen. Dadurch war es für mich vielleicht kein spannendes Buch, aber ein seltsam hypnotisches, das mich nicht mehr losgelassen hat. Meiner Meinung nach kann dieses unstete Hin und Her in einem Buch mächtig schief gehen, aber in diesem passt es perfekt. Denn eines der wiederkehrenden Themen ist Schein und Sein: der ewige Konflikt zwischen Wahrnehmung und Wahrheit.  Keiner der Charaktere präsentiert der Welt sein wahres Gesicht, und so ergeben erst die kleinen Einblicke aus verschiedenen Blickwinkeln ein Bild, das der Wahrheit nahe kommt. So erschien mir der Zirkusbesitzer, eine grauenerregende Gestalt mit blutigem Gesicht, erst wie ein richtiger Tyrann - aber in Kapiteln, die aus seiner Sicht erzählt werden, erfährt man, dass er nachts selber furchtbare Albträume hat, in denen seine Crew in Gefahr ist und er sie nicht retten kann... Außerdem scheint er tatsächlich eine Art väterliche Liebe für die Menschen in seinem Zirkus zu empfinden, wobei er vollkommen blind ist gegenüber Falschheit oder gar Bösartigkeit. Und er ist nicht der einzige Charakter, bei dem man immer wieder umdenken muss! Mich hat das sehr angesprochen, und ich war beeindruckt davon, wie die Autorin mit den Erwartungen der Leser spielt. Das Buch ist in einer unbestimmten Zukunft angesiedelt, in der die Polkappen geschmolzen sind und die Landmasse der Erde daher bis auf wenige Inseln überflutet wurde. Die wenigen Landbewohner, die "Landlockers", leben in relativem Wohlstand, während die große Mehrheit der Menschen, die sogenannten "Damplings", ein hartes Leben in Booten auf See lebt. Daraus ergeben sich zwei weitere wichtige Themen des Buches: 1) Tod und Vergänglichkeit, denn die Lebenserwartung ist so gering, dass es fast schon als Wunder angesehen wird, wenn man als erwachsener Mensch noch beide Eltern hat, und 2) die Ausgrenzung des "Anderen", denn die Landlockers und Damplings betrachten sich gegenseitig mit fast abergläubischem Misstrauen, manchmal sogar Hass. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei junge Frauen, die alle diese Themen (Schein und Sein, Vergänglichkeit, Ausgrenzung) perfekt verkörpern: Callanish lebt als "Gracekeeper" ganz alleine auf einer kleinen Insel. Ihre Aufgabe ist es, die Leichen auf See verstorbener Menschen nach einem festgelegten Ritus dem Meer zu übergeben. Von Geburt her ist sie eine Landbewohnerin, aber sie verbirgt ein Geheimnis, das sie gleichermaßen vor den Landbewohnern und den Seefahrern verstecken muss - außerdem hat sie durch einen fatalen Fehler (vermeintlich) Schuld auf sich geladen. Sie ist unendlich einsam, fühlt sich aber direkt unerklärlicherweise von North angezogen.North ist das "Bärenmädchen" des Zirkus Excalibur. Schon als kleines Kind hat sie ihre Eltern verloren (mehr möchte ich darüber noch nicht verraten), und danach wurde ihr trotz ihres jungen Alters die Aufgabe übertragen, sich um ein Bärenjunges zu kümmern und mit ihm aufzutreten. Sie teilt sich mit ihrem Bären ein Boot, und obwohl das ein ständiges Spiel mit ihrem Leben ist (immerhin ist ein Bär trotz allem ein Wildtier), ist der Bär alles für sie: Familie und Heimat.  Aber auch sie verbirgt etwas, das ihre Existenz, wie sie sie bisher kannte, gefährdet. Beide suchen im Grunde nach einer Heimat, wissen aber selber nicht, was (oder wer) diese Heimat tatsächlich sein könnte. Diese Suche war für mich das Herz der Geschichte, auch wenn sie nicht so verlief, wie ich das erwartet hatte...Das Buch lässt sich nur schwer einem Genre zuordnen. Postapokalyptischer magischer Realismus mit Märchenelementen? Ich fand es unglaublich originell, wie die Autorin Elemente verschiedener Genres verbindet!Man muss sich auf jeden Fall darauf einlassen und es auf sich einwirken lassen, aber ich würde sagen: es lohnt sich. Am besten wirft man erstmal alle Erwartungen über Bord!Der Schreibstil hat eine ganz besondere, fließende "Stimme",  mit wunderbaren Bildern. Ich fand ihn unwiderstehlich und konnte mich der Atmosphäre einfach nicht entziehen - und die ist es auch, die in meinen Augen das ganze Buch zusammenhält. Fazit:Hinweis: Noch gibt es dieses Buch nicht auf deutsch, aber das kann ja noch werden."The Gracekeepers" spielt in einer Zukunft, in der die Polkappen schon lange geschmolzen sind und nur noch wenige Inseln aus dem Wasser ragen. Kirsty Logan erzählt die Geschichte zweier ganz unterschiedlicher Frauen: Callanish, die auf einer einsamen Insel über die Toten wacht, und North, die als Teil eines schwimmenden Zirkus' Nacht für Nacht einen gefährlichen Tanz mit ihrem Bären vorführt. Beide hüten ein Geheimnis, dass sie zu Ausgestoßenen machen könnte und sie auf merkwürdige Art miteinander verbindet.Das Buch spaltet die Gemüter, was ich sogar nachvollziehen konnte: die Handlung dümpelt meist behäbig vor sich hin und ist in meinen Augen auch eher zweitrangig - die Geschichte lebt von einer traumgleichen Atmosphäre, ungewöhnlichen, kraftvollen Bildern und einem Schreibstil voll zarter Poesie. Man kann sich nie darauf verlassen, dass ein Charakter der ist, der er zu sein vorgibt, und auch sonst lässt das Buch Vieles unausgesprochen. Mir hat es sehr gut gefallen, mich für ein paar Stunden davon einlullen zu lassen und danach über die vielen angesprochenen Themen nachzudenken...Ich rate jedem interessierten Leser, einfach eine Leseprobe herunterladen, denn man merkt sicher sehr schnell, ob das Buch einem liegt oder nicht.

    Mehr
    • 2
  • Originell, einzigartig, wunderschön geschrieben

    The Gracekeepers

    BlackTeaBooks

    13. May 2016 um 17:28

    Das Buch und ich:Auf dem Lovelybooks Lesertreffen der Buchmesse war unter anderem auch die Autorin der Gracekeepers dabei. Kirsty Logan hat das erste Kapitel gelesen und mit ihren einzigartigen Worten den gesamten Saal verzaubert - es war, als hätte sie uns in diese überflutete Welt transportiert und für mich stand fest: das Buch muss zu mir. Nach einem Wirbelwind der Ereignisse durfte ich auch tatsächlich ein Exemplar mitnehmen - ein riesiges Dankeschön an Kirsty für ihren Einsatz und an Penguin UK für die aufgeschlossene Spontanität!Meine Meinung:Das Buch beginnt mit der Szene, die Kirsty so magisch zum Leben erweckt hat. Callanish besucht als kleines Mädchen mit ihrer Mutter einen schwimmenden Zirkus und wird Zeugin von mehr als nur einer unterhaltsamen Show. Ihre Welt, die unsere in der Zukunft zu sein scheint, ist überflutet und bietet nur wenig Festland zum Leben. Man unterscheidet zwischen den 'Landlockers', die auf den Inseln wohnen, und den 'Damplings', die auf Schiffen zu Hause sind. Beide Gruppen haben weder viel füreinander übrig, noch genug zu Essen, denn die Ressourcen sind knapp und wertvoll. Sie alle führen ein hartes Leben, so viel steht fest.Die erste Begegnung zwischen Callanish und dem Zirkus hat meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung geschoben, als es dann wirklich ging. Vielleicht habe ich den Kontext einfach nicht richtig verstanden, aber es dauerte ein wenig bis mir klar wurde, dass Callanish im Rest des Buches nicht mehr im Kindes- oder Teenageralter ist. Vielmehr erleben wir sie als mittlerweile junge Frau, die ihre eigenen Probleme, Geheimnisse, Sorgen und Wünsche hat. Hatte ich anfangs eine eher typische Abenteuer-Geschichte erwartet, wurde mir schnell klar dass ich auch damit falsch lag.Hier geht es weniger um große Action oder Schlag auf Schlag-Handlungen, denn The Gracekeepers ist vorrangig ein Coming-of-Age-Roman. Sobald man sich dessen bewusst ist, kann man es mehr genießen; es stehen einfach nur andere als die gewohnten Aspekte im Vordergrund, was dem Buch eine einzigartige Note gibt. Es ist vielleicht nicht durchgängig spannend oder nervenaufreibend sondern eher ruhig, manchmal nachdenklich, tiefgründig, aber trotzdem stark. Für mich war es eine angenehme Abwechslung, wieder mehr in die Tiefe einer Welt einzutauchen statt eine weit ausgebreitete Handlung zu verfolgen. Das wird dadurch erreicht, dass die Geschichte aus den unterschiedlichsten Winkeln beleuchtet wird.Neben Callanish und North, der zweiten Protagonistin, lernen wir die Perspektiven vieler anderer Charaktere kennen. Es wird immer in der dritten Person erzählt, durch die trotzdem die verschiedenen Persönlichkeiten, Gedanken und Gefühle genau und individuell lebendig werden. Man hat das Gefühl die Geschichte von allen möglichen Sichtweisen zu betrachten, selbst wenn einer Figur nur ein Kapitel gewidmet ist. Das macht es schwer sie zu verurteilen, zu bewerten oder eindeutige Seiten zu wählen. Man erfährt verschiedenste Beweggründe und versteht auf einzigartige Weise, wie diese Welt zusammenhängt, dass die selbe Situation grundverschieden erlebt werden kann und dass es eben nicht immer nur schwarz und weiß gibt.Dieses komplexe Denken war sehr beeindruckend und gemeinsam mit dem zauberhaften Schreibstil mein Lieblings-Aspekt des Buches. Außerdem war das Thema Diversity so eingearbeitet, wie es sein sollte: vorhanden und eine völlig normale Sache. Nur das Ende hat mich, wie so viele andere auch, mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen. Es fühlte sich abrupt an, denn obwohl es gerade zum Schluss hin wirklich spannend ist, wurde etwas weggelassen was der wichtigste Teil hätte werden können. Im Gegensatz zum Rest des Buches fehlte hier die emotionale Tiefe und ich habe es ein wenig verwundert geschlossen.Fazit:The Gracekeepers ist wunderschön geschrieben und allein deshalb für jeden kleinen Fan der englischen Sprache ein Muss. Man merkt, dass die Autorin ein komplexes Verständnis ihrer Welt hat und dem Leser verschiedene Perspektiven intelligent nahe bringen kann. Das Ende war zwar ein wenig enttäuschend, aber es lohnt sich trotzdem dieses originelle und einzigartige Buch zu lesen.4/5 Black Tea Cups 

    Mehr
  • The Gracekeeper

    The Gracekeepers

    sweetpiglet

    07. May 2016 um 13:14

    Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass ich zunächst nur sehr schwer in die Geschichte gekommen bin, was aber glaube ich eher an meinem etwas eingerostet Englisch lag, als an dem Buch. Hat man aber einmal den Faden gefunden, dann liest sich das Buch wirklich gut. Nach der traurigen Einleitung lernen wir zunächst North kennen. Sie lebt in einer Welt, die sich aufteilt in die Land- und Wasserbewohner ("Landlockers" und "Damplings"), wobei beide Vorurteile gegeneinander hegen. North lebt auf dem Wasser in einem Boot zusammen mit ihrem Bär. Beide "arbeiten" für einen Zirkus, aber eigentlich ist die gesamte Zirkusgemeinschaft eher wie eine Familie, mit all ihren Streitigkeiten, Liebe und Intrigen. Mit dieser großen Gemeinschaft aus Booten und Schiffen ziehen sie von Festland zu Festland und unterhalten dort die Menschen und erleben so manche interessante Show. Neben North ist Callanish unsere zweite Hauptprotagonistin. Sie ist eine Ausgestoßene und lebt zurück gezogen als "Gracekeeper" und hat eine ganz eigene Art an sich. Sie hat ein Geheimnise welches sie unter allen Umständen probiert vor allen zu verstecken. Etwas was sie mit North gemeinsam hat, scheinen die beiden Mädchen doch sonst so unterschiedlich. Ich bin recht lange mit Callanish nicht warm geworden, irgendwie konnte ich mich nicht so gut in sie hinein versetzen, obwohl ich ihren Lebensstil interessant fand. Interessant fand ich, dass es auch immer wieder Kapitel gab, die auch die Sicht der Nebenprotagonisten zeigte. Dadurch erhielt man Einsichten in das Leben und das Denken der Anderen, was die Geschichte vielschichtiger und interessanter gemacht hat. Schade fand ich, dass die gemachten Ausführungen teilweise nicht weiter geführt wurden, am Ende blieben noch einige Fragen offen, die diese wunderschöne fantastische Welt bei mir hervorgerufen hat. Das Ende selbst fand ich gut gemacht und stimmig. Fazit: Nach langer Zeit habe ich wieder zu einem englischem Buch gegriffen und wurde nicht enttäuscht. Eine fantasievolle Geschichte über einen Zirkus, ein Mädchen mit einem Bären und Geheimnissen. Der Schreibstil und die Story überzeugen mich von Anfang bis Ende.

    Mehr
  • Leserunde zu "The Gracekeepers" von Kirsty Logan

    The Gracekeepers

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser,Im März haben wir etwas ganz besonderes vor.Wie ihr alle (natürlich!) wisst findet die Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März statt. Wir werden auch da sein – nicht mit Stand aber mit Autorin.Die Autorin, die wir mitnehmen ist zufälligerweise (oder auch nicht) unser Buch im März:The Gracekeepers von Kirsty LoganIch persönlich bin ein absoluter Fan von diesem Buch und freue mich umso mehr mit Kirsty zur Buchmesse zu kommen. Natürlich werden wir auch bei dem LovelyBooks Blogger-Treffen anwesend sein.Wahrscheinlich haben noch nicht viele von euch von Kirsty Logan gehört. The Gracekeepers ist ihr Debutroman und sie wurde auch noch nicht in andere Sprachen übersetzt.Bei dem Titel handelt es sich um einen Fantasyroman, den man gut mit Nachtzirkus von Erin Morgenstern vergleichen kann. Passenderweise gibt es in diesem Buch auch einen Zirkus (jedoch befindet sich dieser auf dem Wasser, aber unten mehr dazu).Um euch die Möglichkeit zu geben Kirsty vor der Messe schon kennenzulernen, fangen wir dieses Mal recht früh mit unserer Leserunde an. Auf der Messe bleibt dann genug Zeit um ihr Fragen zu stellen oder eure Ausgabe signieren zu lassen.Für diejeningen, die es dieses Jahr nicht nach Leipzig schaffen, werde ich hier auch wieder eine Rubrik eröffnen in der ihr Fragen sammeln könnt. Ich werde sie dann an Kirsty weitergeben. Oder wer weiß, vielleicht gibt es auch ein Q&A?Wir verlosen dieses Mal 35 Bücher im Englischen Original!DAS BUCHThe magical story of a floating circus and two young women in search of a home.The sea has flooded the earth. North lives on a circus boat, floating between the scattered islands that remain. She dances with her beloved bear, while the rest of the crew trade dazzling and death-defying feats for food from the islanders. However, North has a secret that could capsize her life with the circus.Callanish lives alone in her house in the middle of the ocean, with only the birds and the fish for company. As penance for a terrible mistake, she works as a gracekeeper, tending the graves of those who die at sea. What drove her from home is also what pulls her towards North.When a storm creates a chance meeting between the two girls, their worlds change. They are magnetically drawn to one another, and the promise of a new life. But the waters are treacherous, and the tide is against them.DIE AUTORINKirsty Logan is a writer, performer, literary editor, writing mentor and book reviewer. Her first book, The Rental Heart & Other Fairytales, won the Scott Prize and was longlisted for the Frank O’Connor International Short Story Award. She regularly performs her stories at events and festivals throughout the world. She lives in Glasgow with her fiancée and their rescue puppy.HIER GEHT ES ZUR LESEPROBEIch bin echt gespannt was ihr von dem Buch haltet und freue mich auf zahlreiche Bewerbungen! Der Lostopf wird wieder entscheiden.Viele Grüße aus dem schönen London,Svenja

    Mehr
    • 412
  • The Gracekeepers

    The Gracekeepers

    ChrischiD

    28. April 2016 um 21:48

    Es ist eine Welt, in der das Wasser sich wieder Platz verschafft hat, Landstriche gibt es nur noch vereinzelt. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, als kämen sie aus zwei Welten, und sich doch irgendwie verbunden fühlen als sie aufeinander treffen. North lebt mit ihrem Bären bei einem Zirkus und verdingt sich dort als Attraktion. Callanish fristet ein sehr einsames Dasein, denn sie übergibt die Toten dem Meer. Was mag es mit der Verbindung dieser beiden wohl auf sich haben? Liest man das Buch im englischen Original (bisher ist es noch nicht übersetzt), so braucht es eine gewisse Zeit, bis man sich zurechtgefunden hat, vor allem, da mitunter Worte genutzt werden, die es im Grunde gar nicht gibt, eine Übersetzung daher schwierig bis unmöglich ist. Hilfreich ist der Wechsel zwischen diversen Perspektiven, denn über jedem Kapitel steht um wen es sich auf den Folgeseiten handeln wird. So erhält man immer weitere Einblicke in die Lebensweisen der verschiedenen Protagonisten und kann sich ein immer besserer Bild von ihnen machen. Doch so geordnet wie diese Beschreibungen ablaufen, um so kurioser verhält es sich mit der Handlung als solcher. Hier hat man häufig das Gefühl, der rote Faden fehle. Die Autorin verliert sich gerne in detaillierten Darstellungen, die, so schön sie sprachlich auch sein mögen, den Lesefluss ins Stocken geraten lassen. Generell liegt zwar überhaupt eine recht ruhige Atmosphäre zugrunde, es scheint aber fast als würde das Tempo zeitweise nicht nur gedrosselt, sondern komplett eingestellt. Nicht selten fragt man sich wo die Reise hingehen soll, was die Autorin nun tatsächlich ausdrücken möchte und ob das Geschehen am Schluss tatsächliche Antworten und Erklärungen geben wird. An sich birgt die Idee einiges an Potential, wackelt allerdings in der Umsetzung. „The Gracekeepers“ schafft es leider nicht über die gesamte Länge ungeteilte Aufmerksamkeit zu erlangen, da es in einigen Bereichen zu Schwankungen kommt.

    Mehr
  • Not so graceful

    The Gracekeepers

    kalanthia

    PLOTNorth is the bear girl in a circus - a circus that consists of tiny boats travelling from one island to the next in the hope of earning their income. Callanish lives on a tiny island and looks after 'graces', birds that are given to the dead that their families bring to her underwater burial site that surrounds her island. North wants to get out of marrying the circus owner's son; Callanish longs to see her mother again. After a tumultuous storm, their paths cross. COMMENT As magical and fascinating as North and Callanish's world of endless water and tiny islands was in the beginning, as common it became the further the book progressed. Names like "Excalibur" and "Avalon" and technologies like gramophones quickly broke the spell. I don't mind the latter if I get a proper steampunk impression from a fictional place - sadly not the case - and I don't mind the first if the author gives at least a tiny hint when and where a novel is set. Referencing a medieval saga and then not commenting on it is just a bad writing decision that ruins a book for me. The action started off quite nicely, and the two main protagonists, North and Callanish, made an intriguing first impression with their respective ways of life, one in a circus in a boat, the other on an island in the middle of an underwater graveyard. Altogether, the first half of the book was interesting as new points of view via other characters were added and things were set in motion. Sadly, the second half of the book was considerably less exciting, even boring at times because practically nothing happened and the little things that happened were so common and irrelevant to the plot that I was wondering why they were even mentioned. The additional points of view no longer gave new information or thoughts but seemed a mere way to get a higher page count by repeating what the reader already has guessed. The final bang of the book? Wasn't there for me. I had hoped for a grand and exciting finale considering the setting - water, fire, people trying to escape both - but all the end had to offer was a meek happy ever after. Concerning the title, I'm questioning why it was chosen. One Gracekeeper is among the protagonists, another one makes a very short appearance. Their work as MCs of burials only matters at one point of the entire plot, and otherwise only provides a backdrop that could have been anything else. Is the title supposed to indicate that all characters keep their grace no matter what happens? For me that would imply that they had previously walked through life gracefully - but their backstories certainly don't give that impression.

    Mehr
    • 2

    danielamariaursula

    27. April 2016 um 10:52
  • Vielversprechende Inhaltsangabe

    The Gracekeepers

    susiuni

    27. April 2016 um 10:27

    Inhalt Das Buch handelt von zwei Frauen, deren Schicksale auf unerwartete Weise miteinander verknüpft sind. Eine von ihnen ist Callanish, welche als "Gracekeeper" Bestattungen durchführt und die Toten dem Ozean übergibt. Ihr Leben verläuft ziemlich isoliert und einsam. Die zweite ist Nord, eine Zirkuskünstlerin, die einen Bären gezähmt hält und auf der Excalibur mit Akrobaten, Clowns und Tänzern auf dem Wasser umherfährt, an verschiedenen Stationen halt macht um mit einer Aufführung Geld und vor allem Nahrung zu erspielen. Die Nebenhandlung beschriebt die Spaltung der Erde in zwei Gruppen: die Festlandbewohner "Landlockers" und diejenigen, die auf dem Wasser unterwegs sind "Damplings". Leseeindruck Der Schreibstil ist teils sehr bildlich und sprachlich sehr anspruchsvoll. Schottische Mythen und Märchen wurden eingebunden, um die neuzeitliche Geschichte in einer etwas anderen Zukunft,  nicht allzu fremd wirken zu lassen.  Das Buch durchzieht durchweg ein recht trauriger und düsterer Ton. Leider verspricht die Inhaltsangabe vielmehr, als das Buch am Ende halten kann. Die Story scheint wirr und weit über 2/3 des Buches ist diese noch nicht einmal wirklich greifbar. Leider habe ich mich beim Lesen meist etwas verloren gefühlt.

    Mehr
  • Eine dystopische Fantasywasserwelt

    The Gracekeepers

    LimitLess

    19. April 2016 um 21:20

    Ich lese gerne englische Bücher, wenn auch selten und ich habe bei diesem gemerkt, dass das letzte schon eine Weile her ist. Es hat ein paar Seiten gebraucht, bis ich wieder das Englische flüssig lesen konnte. Zum einen verwendet Logan für ihre Fantasywelt erfundene Wörter, deren Sinn sich mir erst nach einer Weile erschlossen hat. Nichtsdestotrotz verwendet sie eine sehr poetische Sprache, die mich bald in ihren Bann gezogen hat. The Gracekeepers ist eine sehr ruhige Geschichte mit einer sehr magischen Atmosphäre. Auf der einen Seite ist da North, die mit ihrem Bär auf einem Zirkusboot lebt und sich mit diesem jeden Abend ihre Nahrungsration mit einer Vorstellung verdient. North trägt ein großes Geheimnis mit sich herum, welches das geborgene Heim auf ihrem Boot gefährden könnte. Auf der anderen Seite lebt Callanish auf einer einsamen Insel, wo sie dazu beauftragt ist, sich als eine Art Bestatterin um die auf See gestorbenen Menschen zu kümmern. Die zwei treffen aufeinander und es entsteht eine starke Bindung zwischen ihnen. Die Geschichte wird abwechselnd zwischen North und Callanish sowie vereinzelt auch von anderen Personen, vor allem von weiteren Zirkusleuten, erzählt. Diese Abwechslung hat dem Ganzen Dynamik gebracht und Einblicke in Gefühle, Gedanken und Antriebe für bestimmte Gegebenheiten. Es fehlt der Geschichte etwas an Handlung und zeitweise plätschert sie mehr so dahin, als dass wirklich etwas weitergehen würde. Für meinen Geschmack hätte die Autorin ruhig auch mehr fantastische Elemente hinzufügen können. Wir befinden uns zwar in einer Zukunft, in der das Meer die Erde erobert hat und es nur wenige Landstriche gibt, jedoch kommt irgendwie nur vereinzelt Übernatürliches vor, auch wenn alles miteinander sehr magisch wirkt. Der Zirkus und das Meer spielen eine sehr zentrale Rolle und beides lädt zum Träumen ein. Der Zirkus kommt leider für mich ein bisschen zu kurz. Zu ein paar Erklärungen mehr zur Welt allgemein (Entstehung, etc.), hätte ich auch nicht nein gesagt. Fazit The Gracekeepers vereint eine ruhige, magische Geschichte mit zwei liebenswerten Hauptcharakteren und einem tollen Schreibstil, an den man sich anfangs jedoch gewöhnen muss. Ein paar kleinere Schwächen konnten mein Lesevergnügen nicht mindern. Die magische Atmosphäre hat mich in den Bann gezogen!

    Mehr
  • Märchenhaftes Setting, aber kaum Handlung

    The Gracekeepers

    Aglaya

    04. April 2016 um 19:30

    „The Gracekeepers“ erzählt die Geschichte zweier junger Frauen, einerseits North, die als „Bärenfrau“ mit einem Wanderzirkus unterwegs ist, andererseits Callanish, die als Gracekeeper eine Art Bestattungsunternehmen führt. Die Geschichte spielt dabei in einer Welt, die fast vollständig von Wasser bedeckt ist (das Setting hat mich stark an den Kevin Costner Film „Waterworld“ aus den `90ern erinnert). Diese Welt wird von zwei Gruppierungen bewohnt, den Wassermenschen wie North, Damplings genannt, die auf Schiffen leben und kaum je das Festland betreten, und den Landmenschen wie Callanish, die sich Landlockers nennen und umgekehrt nichts mit der Schifffahrt anfangen können.   Die Erzählperspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel, nicht nur North und Callanish, sondern auch fast jeder Artist des Zirkus‘ kommt zur Sprache. Für den Leser machen jedoch die unterschiedlichen Perspektiven kaum einen Unterschied, die Autorin Kirsty Logan verwendet immer denselben, märchenhaften und poetischen Schreibstil, sodass sich jedes Kapitel ungefähr gleich liest, egal wer gerade der Protagonist ist. Da die Autorin in „The Gracekeepers“ viele „Kunstwörter“ die eigens für das Buch erfunden wurden, verwendet, empfiehlt sich die Lektüre nur für Leser, die sich englischsprachige Texte gewohnt sind, da ansonsten zu grosse Verwirrung droht.   Während mir der Schreibstil durchaus gefallen hat, konnte mich die Handlung nicht überzeugen. Das lag vor allem daran, dass kaum eine nennenswerte Handlung vorhanden war. Die Autorin verbrachte den grössten Teil der Seiten damit, ihre Charaktere, deren Alltagsleben und die Welt, in der sie leben, zu beschreiben, so dass kaum mehr Platz für irgendwelche Geschehnisse mehr blieben. Insgesamt hat mich das Buch eher an ein statisches Gemälde als an eine lebendige Geschichte erinnert. So hat mich „The Gracekeepers“, so vielversprechend mir das Buch zunächst erschien, schlussendlich nur gelangweilt. Ob diese Wasserwelt die unsere in einer (nahen oder fernen) Zukunft darstellen soll, auf einem anderen Planeten liegt oder komplett der Fantasie entsprungen ist, konnte ich im Übrigen nicht herausfinden.   Mein Fazit Schönes, märchenhaftes Setting, aber die kaum vorhandene Handlung lässt nur Langeweile zurück.

    Mehr
  • Über Trauer und Hoffnung

    The Gracekeepers

    tootsy3000

    01. April 2016 um 15:50

    The Gracekeepers ist eine ganz besondere Geschichte. Anspruchsvoll im Englischen Original, durch viele mir unbekannte Wörter, magisch in der Erzählung. North ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrem Zirkusbär, auf der Excalibur lebt und arbeitet. Der Wasserzirkus zieht über die Meere und macht Halt in vielen Häfen um dort die Landbewohner mit Vorführungen zu beeindrucken. Nach einem schweren Sturm, bei dem ein Crewmitglied ums Leben kam, begegnen sich Callanish und North. Callanish zu Hause ist auf dem Meer. Dort ist sie als Gracekeeperin für die Beerdigung des Wasservolks zuständig. North ist schwanger und Callanish fühl zu dem Mädchen eine einzigartige Bindung. Erst als der Wasserzirkus wieder abgereist ist, wird Callanish klar, dass sie sich nicht nur auf die Such nach North, sondern auch nach Hause zu ihrer Mutter machen muss. Denn vor vielen Jahren ist sie einfach gegangen, denn Callanish hat eine große Schuld auf sich gelastet … Die Geschichte spielt auf einer Erde, auf der nichts mehr so ist, wie wir es jetzt noch kennen. Die Welt ist überflutet. Städte und Land unter Wasser verborgen. Nur wenige Inseln und Archipele sind noch vorhanden. Die Menschen sind in zweierlei Gruppen bzw. Völker aufgeteilt: Die Landmenschen, Landlockers genannt; und die Wassermenschen, die man abfällig als Dumplings bezeichnet. Kontrolliert wird diese Welt vom Militär. Dieses hat es vor allem auf die niedrigere Schicht der Dumplings abgesehen, dazu zählt auch das Zirkusvolk. Sie werden immer wieder überprüft, schikaniert und zeitweilig auch in Gewahrsam genommen. Auch die Landbewohner möchten die Dumplings nicht unter sich haben. Eine Vermischung der Rassen ist nicht erwünscht. Riesige Schiffe - Kreuzfahrtriesen, kreuzen auch noch auf den Meeren. Dort befinden sich die “Geretteten”. Diese schwimmenden Heimaten sind eine Art Sekte. Callanisch gehört keiner der Menschenrassen an. Ihre Makel muss sie vor jedem verstecken. North und Callanish sind die Hauptprotagonisten dieser magisch-futuristischen Welt. Zusammen mit anderen Nebendarstellern, wird die Geschichte in sich abwechselnden Kapiteln erzählt. Man reist mit dem Wasserzirkus durch die Meere. Erlebt das harte Dasein der Damplings, deren Hierarchie und deren Ängste. Man erfährt die Lebensgeschichte von Callanish. Trauert mit ihr und hoftt mit ihr auf ein besseres Leben. North und Callansh nahm ich als Leser sehr deutlich war. Ihr Wesen und Charakter ist führsorglich und überlebenswichtig in dieser Welt, auf der jeder auf sich selber der nächst ist. Die anderen Darsteller sorgen für Abwechslung in dieser doch mitunter einseitig anmutenden Erzählung. Jeder Charakter auf seine Art speziell und der Geschichte angemessen. Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt die einsame Frau auf dem Boot, umgeben von Wasser. Die schwimmenden Käfige markieren die Gräber der Wassermenschen und der Mond schimmert in den leichten Wellenbewegungen des Meers. Mein Fazit: Eine wundersame Geschichte, deren Bedeutung mir zu Beginn nicht klar war. Erst allmählich begriff ich den Sinn der Geschichte. Es geht um den Menschen, seine Fehler, seine Ängste, seine Trauer, seine Hoffnung. In manchen Situationen ist man gefangen in sich selbst, sieht keinen Ausweg und kein Ende. Doch dann nimmt man sein Leben wieder selber in die Hand, man findet einen Weg hinaus, ist bereit für Neues und weiß doch, dass es da immer einen Platz für Erinnerungen gibt. Auf die Geschichte muss man sich auf jeden Fall einlassen. Wer eine spannende Handlung erhofft, wird endtäuscht sein. Wer eine Geschichte möchte, in der man Trauer und Hoffnung in einer wunderschönen Sprache verarbeitet hat, den lässt dies Erzählung so schnell nicht mehr los!

    Mehr
  • Atmosphärische Traumwelt

    The Gracekeepers

    LovelyLydi

    30. March 2016 um 22:55

    Ich habe bevor ich "The Gracekeepers" selbst im Zuge der Leserunde hier auf lovelybooks lesen durfte, schon sehr viel über das Buch gehört und war froh es endlich selbst lesen zu können. In "The Grecekeepers" wird der Leser mit einer gänzlich neuen Welt konfrontiert, einer Welt, die so in ähnlicher Form vielleicht in ferner Zukunft hätte existieren können. Ein steigender Meeresspiegel hat dazu geführt, dass die Welt in zwei Gruppen von Menschen geteilt wurde: so gibt es die landlockers, die wie er Name schon sagt an Land leben und die damplings, die das Wasser bewohnen und so auf Booten über dieses reisen. Innerhalb der Geschichte haben wir es mit zwei Protagonistinnen zu tun, die gleichzeitig die beiden Haupterzählperspektiven darstellen. Callanish ist zwar ein landlocker, aber nicht gänzlich, da wir später erfahren, dass sie auch ein Meerwesen ist. Ihr wurde eine sehr einsame Aufgabe zu Teil, da sie eine Gracekeeperin ist und so auf einer einsamen Insel damplings bestattet. North ist ein damling und zieht mit dem schwimmenden Zirkusschiff Excalibur durch die Meere. An ihrer Seite gibt es noch den Bär. Durch unwahrscheinlich erscheinende Zufälle werden North und Callanish zusammengerüht und die Geschichte der beiden nimmt einen ganz anderen Verlauf als erwartet. Außerdem gibt es noch weitere Erzählperspektiven, die die Sichtweisen anderer Charaktere darstellen. HIerbei füllen diese mögliche Lücken, allerdings sind nicht alle dieser Sichtweisen sympathisch. Innerhalb des Buches gibt es ein sehr wichtiges Zitat "land decides water", was auf der einen Seite die Situation widerspiegelt, die dem Leser verrät, dass die landlockers die Priviligierten sind, obwohl diese eine Minderheit ausmachen. The Gracekeepers ist wunderschön geschrieben und schafft eine unglaubliche traumartige Atmosphäre, in der ich mich sofort wiedergefunden habe. Das trauamrtige Erlebnis scheint fast wie ein Ausdruck von Trauer, da das Buch, trotz dessen, dass es mir sehr gut gefallen hat, nicht unbedingt ein glückliches Buch ist, aber das muss es auch gar nicht sein. Der Leser erhält ein glückliches Ende. onwohl vieles auch offen bleibt.Mir hat das Buch gut gefallen und ich möchte es gerne jedem, der traumartige Atmosphären und eine Mischung aus Fantasie und Folklore mag, ans Herzen legen

    Mehr
  • Dümpelt so vor sich hin wie ein Ruderboot auf nem trüben Tümpel...

    The Gracekeepers

    Lilith79

    "The Gracekeepers" hat mein Interesse geweckt, weil ich erstens gerne mal wieder ein englischsprachiges Buch lesen wollte und weil das Setting der Story sehr faszinierend klang. Leider stellte sich heraus, dass die Story nicht wirklich das hält was der Klappentext versprach. Ich hatte eigentlich nicht unbedingt irgendwas Bestimmtes von dem Buch erwartet und normalerweise kann ich auch sehr gut damit umgehen, wenn man bei einem Buch etwas ganz anderes bekommt als erwartet, aber das Problem bei diesem Buch war für mich, dass man nicht etwas "Anderes" bekommen hat als der Klappentext implizierte, sondern eher einfach gar nichts. Denn die Handlung des Buches ist einfach extrem dünn, zumindest gefühlt passiert ständig gar nichts und die beiden Hauptcharaktere North und Callanish sind teilweise dermaßen passiv, dass es fast schon absurd wirkt. Das bisschen Handlung das da ist, wirkt oft auch noch sehr klischeehaft und auch das magische Zirkussetting langweilt eher als dass es faszinieren kann. Mir ist es nicht gelungen zu irgendeiner Person in der Geschichte eine Bindung aufzubauen, im Endeffekt war ich von fast jedem genervt. Am Ehesten wirkte noch die Person interessant, die als größter Bösewicht dargestellt wurde, weil die zumindest irgendetwas aktives tat, dass die magere Handlung vorantrieb. Insgesamt zog sich das Buch deswegen bei mir wie Kaugummi, weswegen ich auch ca. 3 Wochen gebraucht habe, um mich durchzukämpfen.Dass es doch noch für 2 Sterne gereicht hat, liegt daran, dass die Autorin sprachlich gesehen auf jeden Fall schreiben kann und dass mir die Welt in der die Geschichte spielt gefallen hat. Eine Welt, in der fast alles Land verschwunden ist und die Bewohner sich in Landbewohner und Meeresbewohner aufteilen und die Konflikte, die daraus entstehen, fand ich persönlich sehr interessant und auch kreativ und grade im ersten Viertel macht die Autorin einen guten Job darin, die Konflikte und Vorurteile zu beschreiben, die in der Gesellschaft daraus entstanden sind. Gerade das erste Viertel des Romans hab ich wegen der darin verpackten Gesellschaftskritik deswegen auch noch gerne gelesen. Ab da ging es dann aber irgendwie nur noch bergab und insgesamt muss ich sagen, dass das schon einer der schlechtesten Romane war, die ich seit langem gelesen habe. Wenn ich ihn nicht als Teil einer Leserunde gelesen hätte, hätte ich ihn vermutlich irgendwo nach der Mitte abgebrochen und das passiert mir nur sehr selten.Mir fällt auch schwer einzuschätzen, was die Autorin mit dem Roman aussagen wollte. Wenn es ein reiner Unterhaltungsroman sein sollte, dann fehlt der wichtigste Bestandteil, Unterhaltung ;-) Ich vermute aber fast, dass der Roman voller tiefgründiger Symbolik sein sollte, bloß war das Ganze dann so schlecht umgesetzt, dass es mich ehrlichgesagt nicht mal interessiert hat, was diese aussagen sollte. Das Einzige was ich sagen kann, ist dass sowohl Männer als auch Frauen in diesem Buch auf unterschiedliche Art und Weise sehr unsympathisch und verkorkst dargestellt wurden, was mich irgendwie auch sehr irritiert hat.

    Mehr
    • 2
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks