Kishwar Desai Das geliehene Kind

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Inhaltsangabe zu „Das geliehene Kind“ von Kishwar Desai

In Delhi kommt ein Mädchen zur Welt, ausgetragen von einer indischen Leihmutter und sehnsüchtig erwartet von den europäischen Eltern aus London. Doch das Wunschkind hat einen schrecklichen Makel: es ist mit HIV infiziert. Und die Eltern der Kleinen sterben kurz nach der Geburt unter mysteriösen Umständen bei einem Unfall. Die engagierte Sozialarbeiterin Simran Singh wird zuhilfe gerufen, um die Hintergründe zu klären. Und stößt auf eine Baby-Industrie, die aus dem Kinderwunsch verzweifelter Paare Profit macht und dafür, wenn es sein muss, auch über Leichen geht.

erschreckendes Thema -

— Just-Art

Wieder einmal fasst die Autorin ein heißes Thema an, denn es geht um Leihmutterschaft in Indien.

— Klusi

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  • Themen
  • Gesellschaftskritik schlecht verpackt

    Das geliehene Kind

    Just-Art

    13. August 2015 um 07:02

    Inhalt/ Klappentext: In Delhi kommt ein Mädchen zur Welt, ausgetragen von einer indischen Leihmutter und sehnsüchtig erwartet von den europäischen Eltern aus London. Doch das Wunschkind hat einen schrecklichen Makel: es ist mit HIV infiziert. Und die Eltern der Kleinen sterben kurz nach der Geburt unter mysteriösen Umständen bei einem Unfall. Die engagierte Sozialarbeiterin Simran Singh wird zuhilfe gerufen, um die Hintergründe zu klären. Und stößt auf eine Baby-Industrie, die aus dem Kinderwunsch verzweifelter Paare Profit macht und dafür, wenn es sein muss, auch über Leichen geht. Der Schreibstil viel mir wirklich schwer, viele Rückblenden machten mir das lesen schwer, sodass ich das Buch fast weggelegt hätte. Aber ich bin froh es nicht getan zu machen, die Thematik war trotz allem sehr interessant und aufregend.  Die Autorin macht in diesem Buch auf einen schweren Missstand aufmerksam, der hauptsächlich die Frauen betrifft, denn deren Lage wird in solchen Situationen oft ausgenutzt.Die Problematik dürfte normalen Europäern nicht bekannt sein. Man muss sich in diesem Buch durch viele Handlungsstränge und fremde Namen durchbeißen. Die Autorin versuchte, diese beiden Themen aus den Perspektiven unterschiedlicher Betroffener, z.B. hetero- oder homosexuelle Paare mit unerfülltem Kinderwunsch oder Menschen mit hohem gesundheitlichen Leidensdruck zu beleuchten Mich hat das Thema wirklich mitgerissen und für mich war es auch das Erste mit dieser Thematik. Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, ein sehr starker Charakter. Definitiv ein Buch zum weiterempfehlen, Kishwar Deai traut sich und setzt sich für Frauen Indiens ein.

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  • Das geliehene Kind - der zweite Fall für Simran Sing

    Das geliehene Kind

    Klusi

    28. October 2014 um 22:18

    In einer Klinik in Delhi bringt eine indische Leihmutter ein Kind zur Welt. Auftraggeber und künftige Eltern sind ein Paar aus London. Als bei dem Baby festgestellt wird, dass es HIV-Positiv ist und kurz darauf die Leihmutter spurlos verschwindet, ist die Bestürzung groß. Aber dies ist noch nicht das Ende der Tragödie, denn das englische Paar kommt durch einen Unfall ums Leben. Nun hat die kleine Amelia niemanden mehr; innerhalb kürzester Zeit ist sie vom Wunschkind zum Problemfall geworden. Simran Singh nimmt sich der Sache an und reist nach London, um eventuelle Angehörige des Elternpaars zu finden, für das Amelia bestimmt war. Bei ihren Recherchen und ihrem dringenden Versuch, dem kranken Baby zu helfen, ist es, als würde die Sozialarbeiterin in ein Wespennest stoßen, denn sie findet ein Gewirr aus Korruption, Täuschung und Verschleierung der Abläufe, und sie scheint schlafende Hunde geweckt zu haben. Als auf sie selbst ein Anschlag verübt wird, kommt ihr die Tragweite des Falls und die Gefährlichkeit dieses Netzwerks erst so richtig zum Bewusstsein. Wem kann sie noch vertrauen und wo sitzen die eigentlichen Drahtzieher? Bei Simran Singhs zweitem Fall habe ich mir mit dem Einstieg ziemlich schwer getan. Das lag ganz sicher nicht an der Schreibweise , denn auch dieser Roman ist wieder flüssig verfasst und sprachlich gut ausgearbeitet. Allerdings war es für mich sehr gewöhnungsbedürftig, dass die Autorin bei ihrer Erzählung sehr häufig zwischen Orten und Zeiten hin und her springt. Man bewegt sich jedoch nicht auf einigen wenigen, überschaubaren Zeitebenen, sondern die Handlung in der Gegenwart wird immer wieder von Rückblenden unterbrochen, die einmal 7 Monate, dann 8 Monate, beim nächsten Mal vielleicht 4 Monate etc. zurückführen und dabei die Ereignisse an verschiedenen Orten schildern. Ich hatte meine liebe Mühe, mit dem Tempo der Zeitsprünge mitzuhalten. Erschwerend kamen die Vielzahl an ungewohnten indischen Namen dazu. Ich muss gestehen, dass ich nach dem ersten Drittel schon fast aufgeben wollte, aber ich bin froh, es nicht getan zu haben. Ich habe mich intensiv auf die Handlung, mit all ihren Besonderheiten, konzentriert, mir die Zeiten der Kapitel notiert und so dann bis zuletzt durchgehalten. Was Simran Singh da aufdeckt, macht sprachlos, denn wie die Autorin im Nachwort versichert, sind zwar ihre Protagonisten fiktiv, die geschilderten Ereignisse jedoch leider nur allzu real. Für mich war das Thema absolutes Neuland, denn bisher habe ich mich noch nie mit dieser Art von Erfüllung eines Kinderwunsches befasst. Dass für Leihmutterschaft inzwischen anscheinend ein starker Markt besteht und auf diesem Sektor lange nicht alles mit rechten Dingen zugeht, sondern öfter ins Illegale ausufert, ist eine Folge von Habgier und Größenwahn der Verantwortlichen. Was in westlichen Ländern verboten ist, lässt sich in ärmeren Ländern, wie Indien, anscheinend leicht verwirklichen, denn hier bietet sich gerade für die armen Familien eine Chance, auf eine bessere finanzelle Situation. Wieder einmal macht die Autorin auf einen schweren Missstand aufmerksam, der hauptsächlich die Frauen betrifft, denn deren Lage wird leider oft ausgenutzt. Mit ihrer Protagonistin hat die Autorin zudem einen außergewöhnlichen starken Charakter geschaffen, denn Simran Singh ist ganz und gar nicht so, wie man sich eine indische Sozialarbeiterin vorstellt. Sie tritt meist burschikos auf, raucht und trinkt auch schon gerne mal einen über den Durst, und sie kann sehr hartnäckig sein, wenn sie ein Ziel verfolgt. Dabei scheut sie auch die Gefahr nicht, nur wenn sie eine Flugreise unternehmen muss, reagiert sie panisch. Ihre kleinen Schwächen machen sie sympathisch, und ich kann mir nur allzu gut vorstellen, wieso Simran Singh bei indischen Frauen mittlerweile Kult-Status erreicht hat. Für mich sind die Romane von Kishwar Desai etwas Besonderes, denn sie liefert nicht nur fesselnde Krimikost, sondern nimmt sich auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Gesellschaftskritik zu üben und sich mutig für die Frauen Indiens einzusetzen.

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