Kishwar Desai Die Überlebende

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Inhaltsangabe zu „Die Überlebende“ von Kishwar Desai

Ein Mädchen ohne Zukunft, eine unerschrockene Ermittlerin. Eine kleine Stadt im indischen Punjab. Inmitten eines furchtbaren Blutbads wird als einzige Überlebende der niedergemetzelten Familie die 14-jährige Durga gefunden – mehr tot als lebendig. Das traumatisierte Mädchen wird von der örtlichen Polizei für das schreckliche Unglück verantwortlich gemacht. Doch die Sozialarbeiterin Simran Singh, aus Delhi zur Hilfe gerufen, um etwas aus dem verstörten Mädchen herauszubekommen, glaubt nicht an die Schuld des Mädchens. Simran, die in Delhi ein unabhängiges und unkonventionelles Leben führt, stößt auf ein düsteres Netz aus Korruption und Lügen – in einer Welt, der sie längst entronnen zu sein glaubte und in der das Leben eines Mädchens nichts zählt.

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  • Die Stellung der Frau in Indien

    Die Überlebende
    Federfee

    Federfee

    31. August 2016 um 12:37

    Das Buch firmiert unter ‚Krimi‘, aber in meinen Augen ist es eher ein gesellschaftskritischer Roman über die miserable Stellung der Frau in Indien.Simran Singh, eine nicht mehr ganz junge, aber unverheiratete Frau aus einer höheren Kaste, ist Sozialarbeiterin in Neu Delhi, kritisch, unkonventionell, rebellisch. Sie wird in eine Kleinstadt im Punjab gerufen, um aus der vierzehnjährigen inhaftierten Durga etwas herauszubekommen. Diese ist die einzige Überlebende eines Blutbades, bei dem ihre gesamte Familie umkam. Die Polizei gibt ihr die Schuld, aber Simran Singh glaubt nicht daran und stellt eigenen Nachforschungen an, mit erschütternden Ergebnissen.Der Leser erfährt dabei eine Menge grausamer Einzelheiten über das Leben indischer Frauen, die in der männerdominierten indischen Gesellschaft anscheinend nichts wert sind. Das macht auch vor Wohlhabenden und höheren Kasten nicht halt. Nach und nach kommt die furchtbare Wahrheit ans Licht …

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  • Die Überlebende - Ein Fall für Simran Singh

    Die Überlebende
    dasannalein

    dasannalein

    12. July 2015 um 13:10

    "Ich bin wie Löschpapier. Ich sauge alles in mich auf, aber es dringt nichts aus mir heraus" sagt die indische Sozialarbeiterin Simran Singh zu der 14-jährigen Durga, die sich in Untersuchungshaft befindet. Sie wird beschuldigt ihre 13-köpfige Familie bestialisch ermordet zu haben. Simran soll das Mädchen zum Sprechen bringen, doch Durga ist in sich gekehrt und steht unter Schock.  Simran glaubt nicht an die Schuld von Durga und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei gibt sich Simran selbstständig und unabhängig, was so gar nicht zu der Vorstellung der typischen indischen Frau passt. Sie gerät bei ihren Ermittlungen immer wieder in Konflikt mit Polizei und Justiz und weiß oft nicht wem sie noch trauen kann.... Der Krimi befasst sich mit der aktuellen Situation von Frauen und Mädchen in Indien, die einen sprachlos und schockiert zurücklässt. Viele von ihnen sind unerwünscht und werden, wenn überhaupt geboren, bereits nach der Geburt bei lebendigem Leibe vergraben oder man lässt sie verhungern. In dieser männerdominierten Gesellschaft wächst Durga auf, die aus Sicht ihrer Eltern leider kein Junge ist. Sie bekommt weder Liebe noch Förderung von seitens der Eltern und als ihre geliebte ältere Schwester von heute auf morgen verschwindet, ist sie völlig auf sich alleine gestellt. Mich hat der Krimi von Kishwar Desai sehr berührt und auch betroffen gemacht. Dadurch dass in letzter Zeit in den Medien immer wieder über Vergewaltigungen von Frauen in Indien berichtet wird, war ich für dieses Thema sensibilisiert. Aber mit diesem Ausmass an Frauenverachtung habe ich nicht gerechnet! Die Autorin hat es geschafft, trotz des erdrückenden schweren Themas, einen spannenden Krimi zu schreiben. Dabei wechseln sich die Sichtweise und Ermittlung von Simran mit den Tagebucheinträgen von Durga und Mails von Durgas Schwägerin ab. Der Krimi hat mich absolut fasziniert und ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen. Sprachlich ist er absolut ausgefeilt und manche Textstellen schwirren jetzt noch in meinem Kopf umher. Absolute Leseempfehlung!

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Widerspiegelung einer beängstigenden Realität

    Die Überlebende
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    18. February 2014 um 09:10

    Durga, ein 14-jähriges Mädchen, ist die Einzige, die das Massaker an ihrer Familie überlebt. Sie ist auch diejenige, die man beschuldigt, die Morde an ihren Eltern und Brüdern begangen zu haben. Simran Singh wird als Sozialarbeiterin an den Fall angesetzt, sie soll Durga zum Sprechen, denn diese hüllt sich nach den Morden in Schweigen. Lange erhält sie keinen Zugang zu Durga, die sich mit Äußerungen sehr bedeckt hält, aber sie gibt nicht auf und beginnt selbst zu ermitteln. Der Schlüssel zu allem scheint das Verschwinden von Durgas Schwester zu sein... Es ist der erste Fall der Sozialarbeiterin Simran Singh. Sie fällt mit ihrer Lebenseinstellung aus dem Rahmen der typischen indischen Frau. Simran bestimmt selbst über ihr Leben, sehr zum Leidwesen ihrer Mutter, die diese gern verheiratet sehen würde. Aber Simran geht ihren Weg. Sie hat die Aufgabe übernommen, von Durga, einer Beschuldigten, die scheinbar ihre ganze Familie ermordet hat, Informationen zu erhalten, die helfen, den Tathergang zu verstehen. Es ist nicht leicht, an Durga heranzukommen, da diese dicht gemacht hat. Sie bekommt von ihr nur sporadisch Informationen, die nicht immer eindeutig zu verstehen sind. Klarheit bekommt sie so nach und nach, nachdem sie mit Durgas Schwägerin, die in England wohnt, in Kontakt steht. So stößt sie auch auf den Hinweis der vor Jahren verschwundenen Schwester und erfährt ungeheuerliches, was sich im Hause von Durgas Familie abspielte. Dieser Krimi der Autorin Kishwar Desai hat mich nach der Lektüre betroffen zurückgelassen.  Dabei empfand ich die Ermittlungen zum Mordfall als nebensächlich. Gezeichnet wird ein Bild der Frauen in Indien in der heutigen Zeit. Ein Bild, dass einen ungläubig aufschauen lässt. Viel konnte man in der letzten Zeit über Indien und seine Frauen in der Presse erfahren. Frauen sind nichts wert, so der Konsens. Obwohl Untersuchungen mit Ultraschall während der Schwangerschaften verboten sind, werden diese vorgenommen und nach Erkennung eines Mädchens werden nicht selten die Schwangerschaften unterbrochen. Mädchen, die doch geboren werden, lässt man einfach verhungern, gräbt sie ein, lässt sie ersticken ... Ungeheuerlichkeiten, die man sich nicht einmal ansatzweise vorstellen möchte. Jungen werden gefordert, Mädchen zwangsweise geduldet.  In genau so einem Haushalt leben Durga und ihre Schwester, nachdem es den Eltern nicht gelungen war, sie als Babys zu "entsorgen". Da gibt es keine Momente der Elternliebe oder ein in den Arm nehmen. Mädchen, die so ein liebloses Zuhause überstehen, sind stark, aber starke Mädchen oder Frauen sind nicht gefragt. Sie ecken überall an und werden nicht für voll genommen. Simran Singh wird von ihren Kollegen ebenfalls belächelt, aber damit nicht genug, es werden ihr bei ihren Ermittlungen auch Steine in den Weg gelegt. Aber sie verstand es schon immer, sich durchzusetzen und schafft es auch in diesem Fall. In diesem Krimi wird nicht nur für einen Mordfall ermittelt, es wird ebenfalls versucht, Spuren zu verwischen. Aber ganz massiv wird hier dem Leser ein Blick auf eine frauenverachtende Welt gezeigt, die betroffen macht und aufrütteln soll. Ein Land, das so vehement die Rechte Einzelner verletzt, kann man nicht fortschrittlich nennen. Ein Roman, der auf die sozialen Missstände Indiens aufmerksam macht. Hervorragend recherchiert und beängstigend detailgenau zu Papier gebracht. 

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  • Die Überlebende

    Die Überlebende
    Klusi

    Klusi

    02. September 2013 um 23:21

    Mit der Sozialarbeiterin Simran Singh hat dieser Krimi eine starke, unkonventionelle Protagonistin, die ihr Leben nach eigenem Gutdünken gestaltet und dabei sehr vom allgemeinen indischen Frauenbild abweicht. Simran möchte der angeklagten Durga helfen, denn sie glaubt nicht an deren Schuld. Das Mädchen ist in sich gekehrt, spricht kaum und steht anscheinend noch unter dem Schock des Erlebten. Simrans Nachforschungen bringen verstörende Dinge ans Licht, denn es gab da noch eine Schwester, Sharda, die einige Jahre vorher spurlos verschwand. Simran vermutet einen Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen und stößt bei ihren Recherchen in ein dichtes Gefüge aus Lügen, Intrigen, Korruption und Schweigen. Sie weiß nicht, wem sie trauen kann, und ihre Ermittlungen sind anscheinend einigen Personen zu gründlich, so dass sie mit unvorhergesehenen Hindernissen konfrontiert wird. Man merkt beim Lesen sehr schnell, dass das Hauptanliegen der Autorin viel tiefer geht als nur um die Lösung eines Kriminalfalls. Mit ihrem Debütroman macht sie sich stark für die Frauen Indiens, deren Stand im eigenen Land sehr schwach ist, denn ein großer Teil von ihnen ist unerwünscht. Kishwar Desai prangert die sozialen Missstände im Punjab an und macht auf die Hoffnungslosigkeit aufmerksam, die das Leben und Schicksal vieler Frauen dort überschattet. An Durgas Fall macht sie die Ohnmacht eines jungen Mädchens deutlich, das in dem Bewusstsein aufgewachsen ist, der eigenen Familie lästig und überflüssig zu sein. Es ist ein unbequemer Roman, bestürzend, dabei sprachlich ausgefeilt und immer bis zur Schmerzgrenze ins Detail gehend. Das Gelesene bleibt lange im Gedächtnis haften, und auch Tage später muss ich immer noch über den Ausgang der Geschichte nachdenken. Das Ende war für mich unbefriedigend, was die Rechtsprechung angeht, aber nach allem, was ich nun über die Gesellschaft im Punjab und den dortigen Stellenwert der Frauen erfahren habe, ist es durchaus so denkbar und glaubwürdig, wie es die Autorin darstellt.

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