Kit de Waal Mein Name ist Leon

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Inhaltsangabe zu „Mein Name ist Leon“ von Kit de Waal

Leon ist neun und dunkelhäutig, sein Halbbruder Jake dagegen ganz blond und noch ein Baby. Als ihre Mutter Carol mal wieder richtig Pech mit einem Kerl hat, bleibt sie einfach im Bett liegen. Und Leon muss sich um Jake kümmern, ihn wickeln, Essen besorgen. Das fliegt natürlich irgendwann auf. Das Sozialamt bringt die beiden Jungs bei Pflegemutter Maureen unter: übergewichtig, rothaarig, verrückt und mit einem riesengroßen Herzen. Bald findet sich auch eine richtige Adoptivfamilie. Aber nur für den kleinen Jake. Leon weiß nicht mehr ein und aus vor Schmerz. Und er fasst einen sehr gefährlichen Plan …

Leon nimmt dich an die Hand und zeigt dir seine Kindheit... Packend, aber einfach geschrieben.

— sh1991

Potential nicht ausgeschöpft

— charlottesbuecherwelt

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  • Mein Name ist Leon

    Mein Name ist Leon

    charlottesbuecherwelt

    18. July 2017 um 12:42

    Originaltitel: My Name is Leon (UK)Autorin: Kit De WaalGenre: BelletristikSeiten: 320 SeitenVerlag: Rowohlt VerlagKaufen? Paperback: 14,99€ / Taschenbuch: 9,99€ / Ebook: 9,99€Klappentext:Leon ist neun und ziemlich dunkelhäutig, sein Halbbruder Jake dagegen ganz blond und erst sechs Monate alt. Als ihre Mutter Sandra mal wieder richtig Pech mit einem Kerl hat, bleibt sie einfach im Bett liegen. Und Leon muss sich um Jake kümmern, ihn wickeln, etwas zu Essen besorgen.Das fliegt natürlich irgendwann auf, das Sozialamt schaltet sich ein. Es bringt die beiden Jungs erst einmal bei Pflegemutter Maureen unter: übergewichtig, rothaarig, etwas nah am Wasser gebaut - man muss sie schon ein bisschen kennenlernen, um zu merken, was für ein riesengroßes Herz Maureen hat. Bald findet sich auch eine richtige Adoptivfamilie. Allerdings nur für Jake, denn der ist ja klein und blond. Leon weiß nicht mehr ein und aus vor Schmerz. Und er fasst einen Plan. Einen gefährlichen Plan, in diesem heißen Londoner Sommer 1981 … (Quelle: Rowohlt Verlag)Meine Meinung:Nach "Niagara Motel" habe ich nun einen ganz ähnlichen Vertreter vom Rowohlt Verlag bekommen und war nun sehr gespannt!Das Cover war für mich ein bisschen verwirrend und man versteht erst ab dem letzten Drittel des Buches die besondere Bedeutung dahinter. Nämlich, das sich nie ganz zu Hause fühlen von Leon in dem Buch und die ständige (auch unfreiwillige) Suche, nach einem neuen Zuhause. Leon ist 9, als sein kleiner Bruder Jake geboren wird und seine Mutter in eine tiefe Depression fällt. Daraufhin kommen die Geschwister in eine Pflegefamilie. Aber Leon vermisst seine Mutter. Kurz daraufhin wird Jake auch noch adoptiert. Keiner scheint Leon zuhören zu wollen oder sich für ihn einzusetzen. Daraufhin sucht seinen eigenen Weg...Das Buch folgt Leon mit der Perspektive und bleibt dabei sehr dem kindlichen Trotz verbunden. Ich konnte so Leon wirklich in seinen Gedanken verfolgen, auch wenn es nicht aus seiner direkten Sicht erzählt wurde, hat das ziemlich gut funktioniert.Die Geschichte fängt vielversprechend an und entwickelt sich auch in einem angenehmen Tempo, sodass ich nach und nach in Leons Leben reingerutscht bin. Er ist schon sehr selbstständig, hilft im Haushalt und kümmert sich Tag und Nacht um seinen Bruder. Mir gefallen Bücher dieses Genres sehr und auch mit einem jungen Protagonisten.Leons Verlassen seines bekannten Terrains und die Übersiedlung zu Maureen ist sehr gelungen! Die Gefühle waren sehr eindrücklich, haben die Situation gut erfasst, weshalb sich der Rest der Geschichte eher langatmig gestaltet hat. Denn danach passiert nicht mehr wirklich viel. Die Kapitel haben sich in einem gleichbleibenden Einklang fortgesetzt und erst die letzten 20 Seiten haben nochmal ein wenig Spannung aufgebracht. Ich hatte nichts Actiongeladenes erwartet, doch leider war das ganze Buch eher langweilig gestaltet und ohne ein erkennbares Ziel geschrieben, weshalb es auch leider keinem bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat.Leon ist selbstlos. Das beweist er vor allem am Anfang, wenn es um die Fürsorge seines kleinen Bruder geht. Aber er hats ich auch das Kindliche behalten. Spielt mit Action-Figuren und sieht die Welt durch Kinderaugen, so wie es auch sein sollte. Sein Gedanken werden im Buchverlauf immer undurchdringlicher und einsichtiger, auch bedingt durch sein Umfeld, das sich so oft wechselt, hat stark dazu beigetragen. So konnte ich viele seiner Entscheidungen nur noch schwer nachvollziehen.Kit De Waal hat mit ihrem kindbetonten Schreibstil versucht viel Gefühl rüberzubringen, was sie zeitweise schafft, aber am Ende ist leider zu viel gewollt und zu wenig geschafft, was mich sehr enttäuscht hat.Fazit:Mit gutem Start, zieht sich "Mein Name ist Leon" gegen Ende zu viel in die Länge und hat sein Potential nicht komplett ausschöpfen können.Note: 3-

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  • Berührend, realistisch, einzigartig - absolut empfehlenswert!!!!!

    Mein Name ist Leon

    CanisLibrum

    13. July 2016 um 17:24

    Leon ist neun Jahre alt, als sein bisher schon holpriges Leben eine dramatische Wendung nimmt. Leons Vater sitzt im Gefängnis und seine Mutter Carol ist depressiv. Kurz nach der Geburt seines Bruders Jake muss Leon sich schon um ihn kümmern. Als sich die Situation zuspitzt und die Kinder nichts mehr zu essen haben und Carol komplett zusammenbricht, kommen Leon und Jake zu einer Pflegemutter. Maureen kümmert sich aufopferungsvoll um die beiden Jungs und Leon hat das erste Mal so etwas wie ein Zuhause. Und dann will es das Schicksal genau wissen und trennt Leon und Jake. Der kleine Jake wird adoptiert, weil er ein Baby ist – und weiß. Und Leon ist das alles nicht, denn Leon ist schon groß und nicht weiß. Er kann nicht verstehen, warum ihm alles genommen wird: sein Vater, seine Mutter, sein Zuhause, seine Spielsachen aber vor allem sein über alles geliebter Bruder. Er fühlt sich alleine und ungeliebt und fasst einen Plan………. Die Geschichte von Leon ist eine Geschichte, die jeden einfach berühren muss. Noch nicht einmal ein Jahrzehnt alt, muss Leon lernen mit so manchem Schicksalsschlag, Ängsten und Schmerz umzugehen. Die Autorin hat es geschafft, durch ihre Erfahrung mit Adoptivkindern und dem Adoptionsvorgang in Großbritannien, ein sehr realistisches Bild auf zu zeigen. Leon liebt seine Mutter und seinen Bruder über alles, sie sind das einzige, was er hat. Als er nach Carols Zusammenbruch mit Jake zu seiner Pflegemutter muss, stellt sich für ihn so langsam ein „normales“ Leben ein, er muss sich nicht mehr alleine um Jake kümmern, dafür ist jetzt Maureen zuständig. Er geht auch wieder regelmäßig zur Schule, was er vorher oft nicht gemacht hat, weil sich sonst niemand um Jake gekümmert hat. Er könnte eigentlich wieder Kind sein, doch dann nimmt man ihm auch noch seinen kleinen Bruder weg. Für Jake Adoptiveltern zu finden war relativ einfach, Babies mit blonden Haaren und blauen Augen finden relativ schnell einen Platz. Farbige, größere Kinder haben es da schwieriger und so muss Leon alleine bei Maureen bleiben. Man verspricht ihm Briefe von Jake und dass er seine Mutter besuchen darf, aber keiner hält sich daran und Leon vertraut niemandem mehr. Er beginnt zu klauen, immer wenn er wütend ist, dann stiehlt er aus „Protest“ Geld aus Maureens Geldbörse, aber er gibt das Geld nicht für irgendwelchen Unsinn aus. Er spart es, für den Zeitpunkt, wenn er seinen Bruder zurückholen und sich um ihn kümmern kann und für ihn sorgen muss. Im Laufe der Geschichte lernt Leon zwei Männer kennen, die beide für ihn Vaterersatz sind. Die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, beide bringen Leon aber auf ihre Art Dinge und Weisheiten bei, die er für sein späteres Leben vielleicht einmal brauchen kann. Vor allem aber sind sie ihm Freunde und die kann dieser bemerkenswerte Junge auf jeden Fall brauchen. Die Geschichte findet in den 80er Jahren statt, kurz vor der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Di und den Brixton Riots (Unruhen entstanden dadurch, dass die Polizei in Brixton und Tottenham monatelang auf offener Straße Jugendliche gefilzt und auch angegriffen hatten, die Drogendealer treffen sollten, von Schwarzen aber wurde diese Aktion als purer Rassismus empfunden und es entstanden Krawalle. Es gab unzählige Verletzte und sogar Tote.). Als Leon endlich alles beisammen hat und seinen Bruder Jake holen will, gerät er in diese Krawalle und wird von seinen beiden neuen Freunden gerettet. Maureen hat sich fürchterliche Sorgen gemacht und ist im ersten Moment sehr böse auf Leon, doch das erste Mal in seinem Leben fühlt sich Leon zugehörig und geliebt. Und am Ende bekommt er dann einen Ratschlag von Maureen, der mir wirklich sehr ans Herz gegangen ist. „Was ich mit diesem lausigen Beispiel zu sagen versuche, ist Folgendes Leon: Das hier ist nicht dein ganzes Leben, Herzchen. Es ist nur ein Teil deines Lebens.“ (Seite 310). Und man kann nur hoffen, dass Leons Weg ab diesem Zeitpunkt eine positive Richtung nimmt. Die Geschichte wird zur Gänze aus der Sicht des neun- bzw. später zehnjährigen Jungen erzählt. Ein riesengroßes Kompliment an die Autorin, das hat sie meiner Meinung nach extrem gut umgesetzt, die Erzählung wechselt von lustig zu kindlich naiv, ist aber zu jedem Zeitpunkt absolut authentisch. Wie Leon zum Beispiel den Abschied von seinem Bruder Jake empfindet, wird – trotz aus Sicht eines Neunjährigen – sehr emotional und berührend dargestellt. Auch andere Teile dieser Geschichte haben mich immer wieder zu Krokodilstränen gerührt. Dies ist ein Roman, der zum Denken anregt, der aufzeigt, dass jeder sein Päkchen zu tragen hat. Leon ist für mich ein liebenswerter und mutiger Junge, der, mit der Hilfe von Maureen und seinen Freunden mit Sicherheit zu einem stolzen Mann heranwächst. FazitEin Roman, der dazu auffordert nicht weg zu sehen, der zum Nachdenken anregt, der den Leser mit Leon mitleiden lässt, der berührt und dessen Hauptfigur verzaubert.  Lieben Gruß, Canis Librum

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  • Rezension zu "Mein Name ist Leon"

    Mein Name ist Leon

    MrsAmy

    06. June 2016 um 05:43

    Leons Mutter Carol ist bildschön, genauso wie sein kleiner Bruder Jake, der gerade zur Welt gekommen ist. Blonde Haare, blaue Augen und seine zarte weiße Haut machen Jake zum perfekten Baby. Leon dagegen hat die Farbe von hellem Kakao. Sie sind eine kleine Familie, in der nicht alles perfekt ist. Das Geld ist immer knapp und Carol ist vor allem damit beschäftigt, den Kindsvater aufzuspüren. Dabei rutscht sie immer weiter in eine Depression, verlässt bald nicht einmal mehr das Bett. Die Kinder sind auf sich allein gestellt und Leon tut sein bestes, ein guter großer Bruder zu sein. Er wickelt Jack, füttert ihn und beruhigt ihn, wenn er schreit. Doch er ist erst neun, und als er eine Nachbarin um Geld bittet und die gesamte Situation auffliegt, kommen Jack und Leon zu Maureen. So viele Pfunde, wie die Pflegemutter auf die Waage bringt, so groß ist auch ihr Herz. Den beiden geht es gut bei ihr, doch bald schon findet sich eine richtige, neue Familie für Jack – er wird adoptiert. Leon bleibt zurück, schmerzlich vermisst er seine Mutter und seinen kleinen Bruder und kann nicht verstehen, warum sein Leben derart aus den Fugen geraten ist – 1981. „Mein Name ist Leon“ ist das Romandebüt von Kit de Waal. Die Geschichte ist konsequent aus Sicht und in der Sprache des neunjährigen Leons erzählt. So wirkt das Geschehen nicht aufgesetzt, Leons Motivationen und vor allem seine Gefühle bleiben zu jeder Zeit nachvollziehbar. Als Leser leidet man schnell mit ihm, schüttelt den Kopf über Carol, die es einfach nicht schafft ihr Leben in den Griff zu bekommen und wundert sich mitunter auch über Leon, der sein neues Zuhause bei Maureen manchmal wenig zu schätzen weiß. Die Handlung spielt sich überwiegend im Privaten ab, Leon geht zwar auch zur Schule, doch wird dies nur ab und an thematisiert. Im Mittelpunkt steht Leons Alltag, die nervenden Besuche der Sozialarbeiter und schließlich Leons Entdeckung einer Gartensparte. Dort findet er zum ersten Mal in seinem Leben wirklich einen Freund: Tuffty, ein Schwarzer, der einfach nur seine Ruhe haben möchte. Doch England wird in den Tagen von 1981 erschüttert von schweren Unruhen. Die Farbigen kämpfen für ihre Rechte, Straßenschlachten und Gewalt beherrschen mitunter den Alltag. Leon bekommt davon nur wenig mit. Er will allein wieder zu seinem Bruder und seiner Mutter. Und trotzdem spielen die gesellschaftlichen Probleme stets eine Rolle in diesem Roman, den man nur noch schwer aus der Hand legen kann. Die handelnden Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet, durch Leons Augen gesehen, werden sie schnell plastisch, haben ihre Eigenarten und ihre ganz eigene Strategie, mit dem Leben zurechtzukommen. „Mein Name ist Leon“ erzählt die Geschichte eines jungen unglücklichen Helden, es erzählt aber auch von Freundschaften und der Gewissheit, dass es immer Menschen gibt, denen wir am Herzen liegen.

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  • Kleiner Leon ganz groß oder was müssen Kinder manchmal aushalten

    Mein Name ist Leon

    IrisBuecher

    07. February 2016 um 18:18

    Leon wächst im London zu Beginn der 1980er auf. Ein Jahr vor der Hochzeit von Charles und Diana kommt er mit seinem kleinen Bruder zu einer Pflegemutter, weil seine depressive Mutter nicht mehr in der Lage ist, sich um ihre beiden Söhne zu kümmern. Leon hat sich immer für seine Mutter und seinen Bruder verantwortlich gefühlt. Die neue - bessere - Situation ist für ihn schwer zu ertragen, denn als sein nur Monate alter Bruder adoptiert wird, wird auch die Sehnsucht zu seiner Mutter und seinem Bruder immer stärker. Toll erzählt aus der Sicht Leons. Absolut nachvollziehbar für den Leser wie Leon sich entwickelt und handelt. Sehr schöne Geschichte über ein Pflegekind vor dem Hintergrund der Rassenunruhen und der königlichen Hochzeit im London zu Beginn der 1980er.

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