Kjell Westö Wo wir einst gingen

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Inhaltsangabe zu „Wo wir einst gingen“ von Kjell Westö

Ein lebenspraller Roman aus dem Helsinki des beginnenden 20. JahrhundertsEine Stadt, in der es gärt, ist dieses Helsinki in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Auf das Trauma des finnischen Bürgerkriegs 1918, der einen Riss durch die Gesellschaft zieht, folgen die enthemmten zwanziger Jahre wie ein einziger langer Rausch. Nach den Kriegsgräueln prägen nun Jazz, Fußball, Schwindsucht, Hunger, Fotografie, Champagnerorgien, Prohibition, Tennis, Bubiköpfe und schimmelige Armeekasernen das Bild. Die unterschiedlichsten Menschen treffen sich in dieser Stadt, vereint in ihrer Sehnsucht nach Glück und Bedeutung in ihrem Leben.Ausgezeichnet mit dem Finnischen Literaturpreis.

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  • Rezension zu "Wo wir einst gingen" von Kjell Westö

    Wo wir einst gingen
    Bibliophil

    Bibliophil

    09. January 2011 um 12:37

    Das Werk „Wo wir einst gingen“ von Kjell Westö wurde mit dem Finnischen Literaturpreis ausgezeichnet. Meiner Meinung nach völlig zu recht, denn der Roman, der die Geschichte Helsinkis von 1905 bis 1938 erzählt, hat mich richtig gepackt und ich konnte mich gut in die alten Zeiten Helsinkis versetzen. Wir erleben die Geschichte von Finnlands Hauptstadt von Anfang des Ersten Weltkriegs bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs zusammen mit verschieden Einwohnern Helsinkis, die aus unterschiedlichen sozialen Gesellschaftschichten stammen. Am meisten gefiel mir die rebellische Lucie Lilliehjelm, die aus einer reichen und gut situierten Familie stammt. Sie lebt ihr Leben nach ihren eigenen Vorstellungen, kümmert sich nicht um Konventionen und eckt so in der Gesellschaft oft an, wird aber auch heimlich bewundert. Für ihre Freundinnen ist sie in Sachen Mode eine Vorreiterin und Vorbild, denn stets ist sie nach der neuesten Mode gekleidet und hat auch den Mut gewagte Kreationen und Frisuren zu tragen. Wir begleiten unter anderem auch Eccu Widing, ein begabter Fotograf, der in jungen Jahren ein Fotostudio betreibt und sich auf Porträtfotos spezialisiert. Doch die schrecklichen Erlebnisse, die er im Freiheitskrieg, der Finnische Bürgerkrieg, durchgemacht hat, lassen ihm keine Ruhe. Er versucht die Alpträume mit Alkohol zum Verschwinden zu bringen, aber er rutscht immer mehr in Sucht und Depression. Auch Cedi, Lucies Bruder, leidet an den erlebten Gräuel des Krieges, weigert sich über diese Erlebnisse zu sprechen und rutscht immer mehr in rechtsextreme Kreise. Zu Beginn des Romans hatte brauchte ich eine Weile bis ich in die Geschichte hineinfand, denn die vielen schwedischen Orts- und Familiennamen erschwerten das Lesen. Doch unversehens hatte ich bald einmal keine Mühe mehr mit diesen so fremd klingenden Namen und war mittendrin in dieser Geschichte Helsinkis, in der sich Westö immer wieder auch die Zeit nimmt, den Alltag der Finnen zu beschreiben, wie zum Beispiel die aktuelle Mode oder die Musik, den Jazz, der zu dieser Zeit auch Helsinki eroberte. Für Leser, die sich für Finnland interessieren und begeistern, ist dieses Buch ein Muss.

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