Klaas Huizing

 3.3 Sterne bei 33 Bewertungen
Autor von Der Buchtrinker, In Schrebers Garten und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Zu dritt. Karl Barth, Nelly, Barth, Charlotte von Kirschbaum

Neu erschienen am 29.08.2018 als Hardcover bei Klöpfer & Meyer.

Alle Bücher von Klaas Huizing

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Der Buchtrinker

Der Buchtrinker

 (10)
Erschienen am 01.03.2004
In Schrebers Garten

In Schrebers Garten

 (8)
Erschienen am 01.12.2009
Bruderland: Ein Familienroman

Bruderland: Ein Familienroman

 (2)
Erschienen am 27.10.2014
Frau Jette Herz

Frau Jette Herz

 (2)
Erschienen am 06.08.2007
Handfestes Christentum

Handfestes Christentum

 (2)
Erschienen am 16.04.2007
Eva, Noah und der David-Clan

Eva, Noah und der David-Clan

 (1)
Erschienen am 31.01.2012
Der letzte Dandy

Der letzte Dandy

 (1)
Erschienen am 25.07.2005

Neue Rezensionen zu Klaas Huizing

Neu
Christin87s avatar

Rezension zu "Bruderland: Ein Familienroman" von Klaas Huizing

Ein zerissener Mensch sucht seinen Weg
Christin87vor einem Monat

Henk Appeldorn ist erfolgreicher Neurochirurg . . . hier hört die Liste an Lebenserfolgen aber leider auch schon auf. Denn als Kind, von klein auf, durch seinen 4 Jahre älteren Bruder getriezt und schikaniert wo es nur ging, hat „Henky-Baby“ bis heute emotionale Defizite. Seine Gespielinnen tauscht er aus wie andere Unterhemden, seine Lehrer-Eltern sind nach dem Tod des Bruders getrennt und beiden versucht er es recht zu machen. Er vollbringt stets einen Spagat zwischen seinem Vater der sich mit seiner immens jüngeren, neuen Frau nochmal ins Leben stürzt und seiner an der Trennung schwer leidenden Mutter, die sich plötzlich zum Schönheitschirurg begibt und als Mann-Ersatz einen Hund kauft.

Ich gebe zu, ich hatte die Inhaltsangabe vor dem Download nicht gelesen, sondern bin nur nach dem Cover und dem Wort „Familienroman“ gegangen. Ich kann nicht sagen was ich erwartet habe, aber auf jeden Fall etwas ganz Anderes. Im Grunde ist es eine psychische Analyse eines emotional kaputt gespielten Mitdreißigers. Die einzelnen Kapitel, stets wahlweise überschrieben mit Mutter 12, Vater 7, Moritz 34 usw. (was die Zahlen bedeuten hat sich mir nicht erschlossen), werden immer im Wechsel aus der Gegenwart und, zur Erklärung der Vergangenheit, rückblickend aus seiner Kindheit erzählt. Es ist nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich mitreisend. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich überreden müssen weiter zu lesen. Und ich habe auch durchgehalten. Aber mehr wie drei Sterne kann ich dem Buch leider nicht geben.

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rumble-bees avatar

Rezension zu "Der Buchtrinker. Zwei Romane und neun Teppiche" von Klaas Huizing

Rezension zu "Der Buchtrinker. Zwei Romane und neun Teppiche" von Klaas Huizing
rumble-beevor 9 Jahren

Ich möchte vorerst festhalten, dass meine Sterne vorläufige Sterne sind. Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen, bin mir aber lange noch nicht sicher, ob ich es richtig verdaut und verstanden habe. Mit einer einfachen Lektüre, einfach im doppelten Sinn, ist es hier nämlich bei weitem nicht getan!

Ich war auf dieses Buch völlig unvorbereitet, kannte weder Rezensionen noch Inhaltsangaben, auch war kein Schutzumschlag und somit kein Klappentext mehr drum. Das hat den Einstieg doppelt erschwert, ich musste mir den Sinn des Ganzen wirklich Schritt für Schritt "erlesen", was eine ganz schöne Portion Arbeit bedeutet hat!

Ich wusste nur, es ging um einen Bibliomanen, was ich von ferne gehört und aus dem Titel erschlossen hatte.
Im Nachhinein muss ich sagen, Ja und Nein!
Einerseits geht es, sehr treffend portioniert und ausschnitthaft dargestellt, um die Lebensgeschichte des (historisch belegten) Johann Georg Tinius, der um der Bücher willen sogar gemordet hat. Doch das ist schon viel zu flach beschrieben! Denn der Autor präsentiert diese Geschichte nicht einfach, nein, durch bissige Kommentare und Bemerkungen in Klammern regt er den Leser permanent dazu an, sich selber Gedanken zu machen und zu reflektieren. Auch erst im Nachhinein wird mir klar, wie gekonnt und hintersinnig hier auf "Das Parfum" angespielt wurde!

Wie ein geflochtener Zopf wechselt sich diese Geschichte mit einer anderen ab, nämlich der des Lesers Falk Reinhold, welcher Tinius durch einen Zufallsfund in einem Antiquariat auf die Schliche kommt.. Schritt für Schritt rutscht dieser Falk Reinhold immer mehr in dieselbe Abhängigkeit wie Tinius - er wird buch- und schriftsüchtig, ja sogar willens, illegale Mittel dafür anzuwenden. Das Ende ist dann sehr surreal, und hat mich ein wenig an deutsche Märchen erinnert, wie den "Fliegenden Robert" aus dem "Struwwelpeter": Falk Reinhold entschwindet in seine Texte hinein, die er der Nachwelt als Testament hinterlassen hat...

Tja...
wie ich schon sagte, bin ich durch die ganze Arbeit, die mich das Entschlüsseln dieses Textes gekostet hat, noch ein wenig benommen. eigentlich müsste ich das Buch gleich noch einmal lesen, um es dann auch zu genießen.
Vielleicht war aber auch meine jungfräuliche Erwartungshaltung an dieses Buch genau richtig, um sich die Machart einmal neutral anzuschauen.

Alles überfällt den Leser sehr unvermittelt, nichts wird im Vorhinein erklärt, nichts behäbig serviert.
Man springt in beiden Erzählsträngen mitten in die Geschichte hinein. Bei Tinius beginnt es mit einer Schilderung eines antiken Porträts, bei Reinhold mit seiner Ankunft als Student in seiner Bude, und mit dem Auspacken seines Koffers.

Erst nach drei bis vier Verschränkungen dieser beiden "Erzählzöpfe" habe ich begriffen, worauf das Ganze hinauslaufen sollte: nämlich um eine immer obsessivere Annäherung von Reinhold an Tinius. Zusätzlich hat mich der Schreibstil fast ein wenig abgelenkt, denn wie gesagt machen die Nebenbemerkungen und satirischen Schilderungen fast ein Drittel des Textes aus. Keine eigentlich leichte Lektüre also!
Der hier durchexerzierte Humor ist auch recht speziell, ein wenig schwarz, bis skurril eben. Man muss sich schon daran gewöhnen.

Tja, alles in allem wirklich keine Unterhaltungskost, ein Buch, das sicher für Büchersüchtige etliche Ein- und Ausblicke bietet - man kann sich wunderbar in manchem wiederfinden.

Man muss allerdings nicht unbedingt mit der Logik des Ganzen einverstanden sein. Falk Reinhold scheint zu Beginn ein ganz normaler, wenngleich anspruchsvoller Bücherwurm zu sein. Warum es ihn ausgerechnet bei Tinius von den Socken haut, geht meiner Meinung nach aus dem Text nicht unbedingt hervor.

Was die "Teppiche" in dem Buch sollen, nun, auch das ist eine strittige Frage. Mein Vor-Rezensent hat treffend gesagt, dass man sie wohl auch überspringen könnte. Oder man könnte sie, im Anschluss an die restliche Lektüre, gesondert lesen.
***
Ich enthalte mich einer abschließenden, definitiven Bewertung - meine drei Sterne sind durchaus ein wenig ratlos gemeint, und vermutlich werde ich das im Laufe der Zeit auch wieder ändern.
dieses Buch muss ich erstmal ein wenig sacken lassen!

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fruchtsirup311s avatar

Rezension zu "In Schrebers Garten" von Klaas Huizing

Rezension zu "In Schrebers Garten" von Klaas Huizing
fruchtsirup311vor 9 Jahren

Wer sich ein bißchen mit Psychoanalyse beschäftigt hat, ist der Person "Schreber" vermutlich schon öfter begegnet.
Ein sensibler Einblick in die Welt des schizophrenen Mannes, traurig und aufwühlend.
So interessant ich diesen Einblick empfand, so froh war ich am Ende, das Buch beiseite legen zu können, da es doch sehr ermüdend war.

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