Magritte und sein Apfel

von Klaas Verplancke 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Magritte und sein Apfel
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Dieses Buch hat den Nerv meiner Kinder getroffen und das sollte ein Kinderbuch!

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Inhaltsangabe zu "Magritte und sein Apfel"

René Magritte begann bereits mit zwölf Jahren zu malen und zu zeichnen. Als Vertreter des Surrealismus wollte auch er herkömmliche Denk- und Sehgewohnheiten erschüttern; er wollte das Unmögliche malen, damit es möglich wurde. Immer wieder tauchen die gleichen Gegenstände auf: Hüte, Äpfel, Wolken, die durch ihre unerwartete Zusammenstellung fremd erscheinen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257021400
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:27.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat den Nerv meiner Kinder getroffen und das sollte ein Kinderbuch!
    Kunst für Kinder!

    Wer an Surrealismus denkt, dem mag vielleicht Magritte in den Sinn kommen, aber eher kein Kinderbuch. Dieses Buch aus dem Diogenes Verlag wird das sicherlich ändern. Denn dieses Kunst-Kinderbuch bringt den Kindern (aber auch Erwachsenen) den Surrealismus Magrittes näher.


    Metamorphosen

    Während bei Dali, einem weiteren großen Surrealisten, die Welt eher zerfließt (wie z.B. die berühmten Uhren), so verfremdet Magritte Alltägliches. Es handelt sich eher um eine Metamorphose der Standorte. Wer Probleme mit dieser Art Kunst hat, nehme sich z.B. das Bild eines realistisch gemalten Apfels mit dem Titel „Das ist kein Apfel“. Klar, es ist nur ein Abbild, das man nicht essen kann.

    Ähnliche Metamorphosen erleben die Kinder in diesem Buch, in dem z.B. eine Pfeife ein Hammer ist. Gerade mit solchen Darstellungen haben Kinder deutlich weniger Probleme als Erwachsene, zeigen viele Kinderbücher auch ohne Bezug zum Surrealismus oftmals abstrakte Darstellungen.

     

    Was das Buch nicht ist

    Die Bilder in diesem Buch sind in Anlehnung an die Werke von Magritte entstanden, zeigen sie aber nicht im Detail. Erst auf der letzten Seite werden einige Werke von ihm gezeigt, deren Elemente sich allerdings im Buch wiederfinden. Wer sich bei diesen Bildern fragt, was das außergewöhnliche ist, sollte genauer hinschauen und ggf. die französischen Titel übersetzen.

    Eines sollte klar sein. Dieses Buch ist weder ein kunsthistorisches Werk für Kinder, noch beschreibt oder interpretiert es Magrittes Werke kindgerecht. Selbst eine Erklärung, was Surrealismus ist und dass die Künstler die Bilder geprägt von den Eindrücken des ersten Weltkriegs gemalt haben, sucht der Leser vergeblich.

    Und so fehlen in diesem Buch auch viele wichtige Bilder des Malers, weil eher gezeigt werden soll, wie man selbst „um die Ecke“ denken kann. Und was aus einem vermeintlich einfachen Gedanken entstehen kann.

     

    Fazit

    Ich habe dieses Buch jeweils einzeln mit meinen Jungs im Alter von drei, sieben und neun gelesen und so richtig verstehen konnten nur die beiden Großen, was das Buch den Kindern sagen wollte. Somit trifft die Altersempfehlung des Verlags „ab sechs Jahren“ für uns zu.

    Ich gebe zu, dass ich ein bisschen mehr „Kunst“ in diesem Buch erwartet habe. Das ist allerdings meine Sicht als Erwachsener, der den Künstler und seine Werke kennt. Und so wurde ich von anderer Seite positiv überrascht. Nämlich von der Reaktion meiner Kinder, die jeweils über den Bildern gesessen haben und ihre grauen Zellen schon fast sichtbar gearbeitet hatten.

    Dieses Buch hat den Nerv meiner Kinder getroffen und das sollte ein Kinderbuch! Und somit gab es dann auch von den beiden jeweils ein positives Urteil zu diesem Buch, das natürlich vollständig hier in die Rezensionen eingeflossen ist.


    Diese Rezension wurde auch auf meinem Bücherblog veröffentlicht.

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