Klara Holm Möwenfraß

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Inhaltsangabe zu „Möwenfraß“ von Klara Holm

Vor dem Tod sind alle gleich.

So hat sich Luka Kroczek seinen ersten Arbeitstag als Leiter der Kripo Bergen nicht vorgestellt: Er kommt viel zu spät, seine kleine Tochter Tilda muss mangels Kindergartenplatz mit ins Büro, die neue Kollegin Conny Böhme empfängt ihn alles andere als herzlich. Und dann muss Luka, der sich nur seiner Lebensgefährtin zuliebe von Düsseldorf nach Rügen beworben hat, auch gleich zu seinem ersten Einsatz. In einem alten Fischerhaus wurde eine Leiche gefunden. Wer hat die Frau derart übel zugerichtet? Hat das Verbrechen mit ihrem Mann zu tun, einem allseits unbeliebten Immobilienspekulanten und Wendegewinner? Luka macht sich an die Ermittlungen. Und erkennt schnell: Auf Rügen wird nichts so schnell vergeben und vergessen.

Dieser Krimi hat mich sehr gut unterhalten!

— daneegold

Ein spannender kurzweiliger Krimi in dem man als Leser auch mal in die Irre geführt wird - in zwei Tagen verschlungen!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannender Regionalkrimi, den man einfach lesen muss.

— Jaq82

Super Rügenkrimi! Ich will mehr!

— sonjastevens

Die wunderschöne Ostsee von ihrer " kriminellen Seite " ;D Mord und Intrigen vor grandioser Kulisse , auf meiner Lieblingsinsel ♥ RÜGEN♥

— heidi_59

ein guter und spannender Krimi von Deutschlands größter und schönster Insel

— SteffiFeffi

Realitätsnaher Krimi mit Handlungsort Rügen sowie glaubwürdigen Charakteren. Sehr spannend.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1218
  • Krimi auf Rügen

    Möwenfraß

    SusanneSH68

    24. December 2016 um 16:28

    Luka Kroczek tritt seinen neuen Job als Leiter der Kripo in Bergen an und bekommt es gleich mit einem Mord zu tun. Die Frau eines Immobilienspekulanten wird tot aufgefunden. Für Luka werden die Ermittlungen dadurch erschwert, dass er sich erst mit seinen neuen Kollegen bekannt machen muss und auch seine kleine Tochter Tilda hat noch keinen Kindergartenplatz und muss betreut werden. Das Buch ist ein sehr gut gelungener Regionalkrimi mit einem interessanten Ermittlerteam um Kommissar Luka Kroczek. Das Team muss sich in diesem ersten Buch erst mal zusammenraufen, aber es besteht aus interessanten Menschen, ich freue mich schon darauf, mehr davon zu lesen. Das Buch fängt das Flair der Insel Rügen auch gut ein und ist insgesamt sehr gut zu lesen. Und natürlich auch spannend, also ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe.   

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  • Von Düsseldorf nach Bergen - eine Herausforderung für Luka Kroczek

    Möwenfraß

    Bellis-Perennis

    11. April 2016 um 07:41

    Inhalt: Großstadtkommissar Luka Kroczek zieht seiner Frau Teresa zuliebe von Düsseldorf auf die Insel Rügen. Schon der erste Arbeitstag als Leiter der Dienststelle in Bergen ist von Pleiten, Pech und Pannen gestaltet. Er kommt zu spät und muss zu allem Überfluss seine kleine Tochter Tilda mitnehmen, da es für sie noch (?) keinen Kindergartenplatz gibt. Doch noch nicht genug damit, trifft er auf ein eingespieltes Team, das wie die meisten Rüganer auf „Ausländer“ vom Festland wenig Wert legen. Hinzu kommt noch ein tief verwurzeltes Misstrauen der „Ossis“ den „Wessis“ gegenüber, obwohl der Mauerfall und der Zusammenschluss von BRD und DDR schon längst vollzogen sein müssten. In dieses Chaos platzt die Nachricht von einem Mord. Peggy wird erschlagen und mit einer Axt schlimm zugerichtet aufgefunden. Wer ist der Täter? Was ist das Motiv? Der Ehemann, die Zwillingsschwester, der Lover der Schwester? Oder gar „Winnie“, der seinem Stiefsohn droht, ihn den Möwen zum Fraß vorzuwerfen? Verdächtige sind im Übermaß vorhanden. Keine leichte Aufgabe für den Großstadt-Ermittler den Insulanern Informationen heraus zu locken. Erzählstil/Spannung: Klara Holm versteht es die Leser durch geschickte Schachzüge in die Irre zu führen. Gut eingebaut sind auch die Denkmuster der Ewiggestrigen, die dem Honeys alten Regime immer noch nachtrauern. Bei der Schilderung von Rosis Erziehungsmethoden hat es mich ziemlich eingekrampft. Ein kleines Kind in den Schrank sperren – geht’s noch?? Charaktere: Sympathisch der Saxophon spielende Kroczek, der anderes Arbeiten aus Düsseldorf gewohnt ist und mit der Mentalität der Inselbewohner so seine Problemchen hat. Gut gefällt mir die anfangs patzige Conny Böhme. Allein erziehend mit zwei Töchtern ist das Leben wahrlich kein Honigschlecken für sie. Doch sie krempelt die Ärmel auf und versucht das Beste daraus zu machen. Ein netter Zug von ihr, ihre Tochter als Babysitter für Tilda zur Verfügung zu stellen. Scheinbar nähern sich die Protagonisten an. Einige schräge Vögel birgt der Krimi auch. Fazit: Ein solider Krimi, der mit Sozialkritik nicht spart. Ein interessanter Beginn einer neuen Serie.

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  • Möwenfraß

    Möwenfraß

    RobinBook

    03. September 2015 um 14:11

    Es hat mir Spaß gemacht, diesen soliden Ostseekrimi, der die Atmosphäre auf der größten deutschen Insel, Rügen, gut einfängt und bis zur letzten Seite unterhält, zu lesen: Der frisch aus dem Ruhrpott importierte Luka Kroczek hat nämlich jede Menge Probleme am Hals, als er seinen  Job bei der Kripo Bergen antritt. Zu welchem er auch noch seine kleine Tochter Tilda mitnehmen muss, da für diese momentan kein Kindergartenplatz zur Verfügung steht. Dabei scheint ihn Kollegin Conny Böhme ohnehin schon nicht unbedingt freudig erwartet zu haben.  Und natürlich wird im unpassendsten Augenblick eine schreckliche zugerichtete Leiche entdeckt... 

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  • Netter Rügen-Krimi

    Möwenfraß

    jasbr

    05. August 2015 um 18:42

    Bei diesem Buch handelt es sich um einen netten deutschen Krimi, der auf Rügen spielt. Auf der sonst so beschaulichen Insel geschieht ein grässlicher Mord. Zum Glück hat sich kurz vorher der erfahrene Ermittler Luka Kroczek auf die Insel versetzen lassen, sodass er gleich mit der Aufklärung beginnen kann. Geschildert wird das Buch in erster Linie aus Sicht bzw. dem Stand der Ermittlungen der Polizei, die ziemlich lange im Dunkeln tappt. Ab und zu erfährt man aber auch die Sicht eines Kindes, dass den vermeintlichen Mörder beobachtet hat. Dieser Aspekt hat mir während des Lesens sehr gut gefallen, auch wenn es im Nachhinein betrachtet etwas überflüssig war. Der Schreibstil ist sehr angenehm, allerdings weißt das Buch einige Längen auf. Es geht dann kaum voran oder die Autorin verliert sich in meines Erachtens unbedeutenden Kleinigkeiten. Die Aufklärung an sich bleibt bis zum Schluss spannend, ist dann aber auch keine allzu große Überraschung. Insgesamt ist es ein nettes Buch und wer Rügen kennt, wird bestimmt noch etwas mehr Spaß daran haben. Für mich war es ganz okay, allerdings nicht mehr, deswegen 3 Sterne.

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  • Ein Düsseldorfer auf Rügen

    Möwenfraß

    Aglaya

    12. June 2015 um 20:07

    In einem leer stehenden Ferienhaus auf Rügen wird eine Frau ermordet. Der neu zugezogene Kripo-Leiter Luka Kroczek soll mit seinem Team dieses Verbrechen aufklären.   Die Geschichte wird in erster Linie aus der Sicht von Luka Kroczek erzählt, der sich nicht nur mit der Aufklärung des Mordes beschäftigen muss, sondern auch erst vor wenigen Tagen nach Rügen gezogen ist – nicht ganz freiwillig. Somit nimmt auch das Privatleben von Luka, sein Eingewöhnen auf der Insel, seinen Teil der Geschichte ein. Dieser spielt jedoch nur eine kleine Nebenrolle, der Schwerpunkt liegt auf dem Mordfall. Einige Kapitel des Buches werden aus der Sicht von Lukas Kollegin Conny oder des kleinen Jungen Maik geschildert, was etwas Abwechslung reinbringt. Der Schreibstil der Autorin Klara Holm liest sich im Grunde angenehm flüssig, die Geschichte selbst schreitet aber etwas zäh voran, mit vielen Ausschweifungen, die mit der Haupthandlung kaum etwas zu tun haben. Auch die Charaktere bleiben eher blass, ebenso wie die Insel Rügen, auf der die Geschichte spielt. Der Protagonist Luka war mir sympathisch, jedoch als einziger der Figuren, zu denen ich mir eine Meinung bilden konnte. Die anderen Ermittler gingen mir ziemlich gegen den Strich, wenn sich dies teilweise bis zum Ende des Buches etwas gebessert hat. Auch die Auflösung des Falles hat mich nicht begeistert. Ich konnte sie zwar schlussendlich nachvollziehen, aber weder der Täter noch das Motiv haben mich überzeugt. In meinen Augen versuchte die Autorin hier, zu viele Themen in ein Buch zu quetschen.   Wie meiner Rezension anzumerken ist, konnte mich „Möwenfraß“ nicht überzeugen. Meine Meinung ist aber natürlich absolut subjektiv und dieser Krimi hat auch viele positive Rezensionen erhalten. Interessierte Krimi-Leser sollten sich daher am besten mittels einer Leseprobe selbst überzeugen, ob sie das Buch anspricht.

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  • Nimm dich vor den Möwen in acht!

    Möwenfraß

    suse9

    11. June 2015 um 10:57

    Der Liebe wegen folgt Luka seiner Teresa auf die Insel Rügen, um dort die neue Stelle des Chefs der Kripo anzutreten. Dass er es als Düsseldorfer bei den Insulanern anfangs nicht leicht haben würde, war zu erwarten und so beginnt der erste Arbeitstag für ihn dann auch alles andere als vielversprechend. Ein Krippenplatz für seine Lütte steht noch nicht gleich zur Verfügung und so sieht er sich gezwungen, mit ihr im Schlepptau den Leichenfundort im idyllischen Dörfchen Vitt zu besichtigen. Conny, seine Mitarbeiterin, spricht ihre Gedanken immer freizügig aus und so weiß er auch sofort, was sie über diese Art von Kinderbetreuung denkt. Trotzdem stürzt er sich in die Arbeit, bringt seine Leute in die richtige Bahn, spart mit Lob und Kritik nicht, ärgert sich nebenher mit der Staatsanwaltschaft herum und beißt sich bis zum Schluss so manchen Zahn an seinem ersten Fall auf der Insel aus. Krimis gehören nicht zu meinem Lieblingsgenre und diesen hier habe ich nur zur Hand genommen, weil er auf der Insel Rügen spielt. Ich war erstaunt und erfreut, wie die Autorin die Örtlichkeiten und Landschaften in die Handlung mit einbaute, ohne dass sie sich wie ein Reisebericht las aber doch so, dass man jedes Detail wiederfinden kann, wenn man sich auf die Suche danach macht. (Schön beobachtet und mit kritischem Auge betrachtet.) Das Besondere an diesem Krimi war für mich, dass er sehr glaubwürdig ist. Keine wilden Verfolgungsjagden und Schießereien sondern das ganz normale Leben mit seinen Höhen, Tiefen, Abgründen, Lügen und Befindlichkeiten. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht verziehenen Kränkungen, Eitelkeiten wurden gut in Szene gesetzt. Bis zum Schluss konnte ich den Täter nicht ausmachen, auch wenn es an Motiven nur so wimmelte. Die Verdächtigen gaben sich gegenseitig die Klinke in die Hand und ließen mich lange Zeit im Dunkeln. Warum ich bei all diesen positiven Punkten nur 4 Sterne vergebe liegt daran, dass der Vorteil der Geschichte zeitweise auch ihr Nachteil ist. Zwar mag ich es, wenn sich die Handlung langsam aufbaut, ein bisschen mehr Pfeffer hier und da hätte ihr aber für meinen Geschmack gutgetan. Das Verhalten einiger Personen fand ich teilweise ein bisschen überzogen und nicht nachvollziehbar. Aber dies sind Kleinigkeiten, über die man gerne hinweglesen kann, wer mag. Alles in allem ist „Möwenfraß“ ein solider Krimi, der auch mit den Lebensgeschichten der Ermittler punkten kann. Sicher werden noch Folgefälle aufzuklären sein und gerne bin ich wieder mit dabei.

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  • eBook Kommentar zu Möwenfraß von Klara Holm

    Möwenfraß

    xxxx

    04. April 2015 um 11:29 via eBook 'Möwenfraß'

    xxx

  • Mord auf Rügen

    Möwenfraß

    Igelmanu66

    „Maik lag auf dem Bett im hinteren Raum des Caravans und hatte Angst. Seine Mutter, die er seit neuestem Mum nennen musste, weil ein Kind bei Frauentausch das immer sagte, stöhnte. Aber das war nicht der Grund für seine Angst. Mama stöhnte ja immer, wenn sie es mit Winni machte. Als er einmal nachgefragt hatte, ob Winni ihr weh tat, hatte sie gekichert. Also ging das wohl irgendwie in Ordnung. Nein, er hatte Angst, weil… «Verdammt, Winni, du bringst mich um», drang Mums Flüstern in seine Gedanken. Sie und Winni lagen auf dem Doppelbett, das abends immer über dem Esstisch im vorderen Teil des Wohnwagens ausgeklappt wurde. Maik musste nur den Kopf drehen, um sie zu sehen, denn es war noch ganz früh am Abend und hell draußen, aber er traute sich nicht. Winni hätte es ganz sicher bemerkt und ihn ausgeschimpft. Und das mit dem Umbringen meinte Mama ja auch gar nicht so. Obwohl Maik ihrem Freund so einiges zutraute. Winni hatte Mama zu dem Urlaub auf Rügen überredet, obwohl Maik deswegen die Schule verpasste. Außerdem hatte er ihren Caravan auf dem verwilderten Grundstück abgestellt, was erboten war. Darum mussten sie immer aufpassen, dass niemand sie erwischte, wenn sie durch das Tor in der Mauer fuhren. Und dann hatte er auch noch was anderes getan… In diesem Augenblick schrie Mama auf. Maik hielt vor Schreck den Atem an. Winni tut ihr nicht weh, ist gut, ist alles gut … Mama hatte das doch selbst gesagt. Aber der anderen Frau, die geschrien hatte, hatte Winni doch weh getan. Ganz doll sogar. Die hatte überall geblutet…“ Der kleine Maik hat etwas Furchtbares gesehen. Und der Leser ahnt auch gleich, was das gewesen sein muss… Rügen, im Mai 2013. In einem Haus in einer kleinen Ortschaft wird eine furchtbar zugerichtete Frauenleiche gefunden. Wie ein Wahnsinniger muss der Täter gewütet haben – Gesicht und Körper zeigen deutliche Spuren einer Axt. Luka Kroczek, gerade frisch von der Kripo Düsseldorf nach Rügen gewechselt, hat noch nicht einmal fertig ausgepackt, als er zum Tatort gerufen wird. Für den arroganten Staatsanwalt steht der Hauptverdächtige schnell fest: «Herrgott! Ich glaube, ich sollte erst mal kurz eine Einführung fürs Inselkommissariat geben. Mir war entfallen, dass Sie hier über keinerlei Erfahrung verfügen. … Wir haben also eine Frau, die in dem unbewohnten Haus ihrer verstorbenen Eltern auf gewaltsame Art ums Leben gebracht wurde. Das ist vielleicht nicht gerade Routine, aber auch nichts Außergewöhnliches. Es kommen zwei Täter in Frage: jemand, der unberechtigterweise ins Haus eingedrungen ist und die Frau zufällig angetroffen und dann erschlagen hat. Das müssen Sie ausschließen. Ansonsten war es der Ehemann.» Bei so viel Unterstützung von oben ist klar, dass es Luka bei seinen Ermittlungen nicht leicht haben wird ;-) Dieser Inselkrimi hat mir richtig Spaß gemacht. Der Schreibstil war angenehm und flott zu lesen. Der Fall gestaltete sich spannend und wartete mit einigen Überraschungen und falschen Fährten auf. Seinen besonderen Charme erhält das Buch durch seine diversen Randthemen. Da gibt es einen ständigen unterschwelligen Ost-West-Konflikt („Bei uns war nicht alles schlechter“), verschiedene familiäre Probleme der Hauptcharaktere und den kleinen Maik, den ich im Eingangszitat kurz vorstellte und der – unschwer zu erkennen – ziemliche Angst vor dem Freund seiner Mutter hat. Diese Themen ziehen sich durch den gesamten Text, sind aber so gestreut und gestaltet, dass sie an keiner Stelle die Spannung unterbrechen. Die Charaktere sind interessant und vielschichtig. (Wie häufig erlebt man schon einen saxophonspielenden Kommissar?) Speziell den Ermittlern konnte ich mich recht nah fühlen. Zwar sind unsere Berufe absolut nicht vergleichbar, aber das Gefühl, ständig und zusätzlich zur Arbeit mit allen möglichen Widrigkeiten kämpfen zu müssen, kenne ich nur zu gut. Da war mir beispielsweise ein Kommissar, der sein Kleinkind mit zum Dienst nehmen musste, weil er keine Betreuungsmöglichkeit finden konnte, sehr sympathisch. Umso mehr, als dieser dann auch Fehler machte, sowohl bei seiner Arbeit, als auch bei der Betreuung der Kleinen. Speziell dieser Aspekt erscheint mir sehr realistisch und bekommt ein dickes Plus von mir. Die Suche nach dem Täter führt Luka und sein Team bis zurück in die 80er Jahre. Auch hierbei ergeben sich sehr interessante Aspekte, die dafür sorgen, dass man an diesem laut Staatsanwalt „doch ganz simplen Fall“ lange zu rätseln hat. Einen Punkt ziehe ich aber ab, weil für mich persönlich die Auflösung nicht „rund“ war. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass andere Leser das anders beurteilen. Fazit: Ein spannender Krimi mit sympathischen und sehr menschlichen Charakteren. Sehr unterhaltsam.

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    • 11
  • Ein gelungenes Ostsee-Krimi-Debüt mit einem schicksalsträchtigen Mord

    Möwenfraß

    Krimine

    Berufliche Veränderungen haben es in sich, vor allem, wenn der dringend benötigte Krippenplatz für die Tochter fehlt, die Kollegen auf den neuen Chef nicht gut zu sprechen sind und ein brutal verübter Mord die Eingewöhnung stört. Da heißt es Arme hochkrempeln, Kompromisse schließen und zur Not auch einmal mit einem Kleinkind auf dem Arm im Dienst zu erscheinen. Eine schwierige Situation, die der jazzbegeisterte Kriminalkommissar Luka Kroczek mit der nötigen Ruhe und fremder Hilfe zu meistern weiß und dem es trotz widriger Umstände gelingt, mit seinem neuen Team einen Axt schwingenden Mörder zu jagen. Dabei lernt er nicht nur die beliebte Ferieninsel besser kennen, sondern taucht auch tief in die Vergangenheit ein, wo das begangene Unrecht seinen Ursprung hat. "Möwenfraß" ist ein kurzweiliger Ostseekrimi, der neben einem verworrenen Fall auch das turbulente Familienleben zweier ungleicher Ermittler in den Fokus der Handlung stellt und mit einem realistischen Geschehen punkten kann. Beginnend mit dem Umzug des jazzbegeisterten Kommissars Luka Kroczek nach Rügen, der seiner Frau einen beruflichen Einstieg ermöglichen will, über die eigensinnige Polizeioberkommissarin Conny Böhme, deren Tochter eine ganz besondere Überraschung für sie parat hat bis hin zu den Angehörigen des Opfers oder einem eigenbrötlerischen Tatverdächtigen sind alle agierenden Personen nachvollziehbar dargestellt und schaffen es, den Leser von sich und ihren Eigenheiten zu überzeugen. Erzählt wird der Fall einer späten Rache in zwei Handlungssträngen, wobei die Mordermittlungen den Hauptteil des Buches einnehmen, während die Probleme eines im Urlaub befindlichen Jungen nur am Rande geschildert werden. Doch auch sie sind wichtig für das spätere Geschehen, wo sie eine ganz besondere Bedeutung erlangen. Bis dahin aber müssen Luka Kroczek und sein Team eine Menge Personen befragen, die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen und neben wechselnden Verdächtigen auch mit einem Staatsanwalt vorlieb nehmen, nur scher zu ertragen ist. Fazit: "Möwenfraß" ist ein angenehm kurzweilig zu lesendes Buch, das neben spannenden Momenten vor allem auch menschliche Verhaltensweisen thematisiert und durch glaubwürdige Handlungsabfolgen sehr lebendig in Erscheinung tritt.

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    • 2
  • Ein toller Krimi auf der schönsten Insel Deutschlands – Rügen

    Möwenfraß

    SteffiFeffi

    Der neue Leiter der Kripo Bergen, Luka Kroczek aus Düsseldorf, ist gerade frisch auf der Insel Rügen angekommen. Seine Tochter Tilda hat noch keinen Kindergartenplatz und muss kurzerhand mit ins Kommissariat. Am ersten Arbeitstag ruft auch gleich ein neuer Mordfall. Im Fischerdorf Vitt (Nahe Kap Arkona) auf Rügen wurde eine Frau mit der Axt erschlagen und die Ermittlungen laufen zügig an. Ein erster Verdächtiger ist schnell gefunden – der Ehemann. Weitere Verdächtige kommen ins Spiel. In der Nähe des Tatorts ist zudem ein wilder Camper unterwegs. Mit dabei ist auch der kleine Maik und der bekommt auf einmal große Angst. Schon das Cover ist sehr ansprechend, hat jedoch meiner Meinung nach zu wenig mit dem Buch zu tun. Ich hätte da eher die Leuchttürme von Kap Arkona erwartet als die Seebrücke von Sellin (auch wenn dieser Ort mal kurz im Buch vorkommt). Direkt am Anfang des Buches ist eine Rügenkarte abgebildet, welche sehr hilfreich ist und die Orte des Geschehens zeigt. Die Karte ist als grobe Orientierung gut geeignet. Das Buch liest sich flüssig und ist mitreißend geschrieben. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und so kommt schnell Spannung auf. Weil die Perspektiven der Personen öfters wechseln wird das Buch nur noch interessanter. Gut gefallen hat mir vor allem wie realitätsnah Rügen im Krimi beschrieben wurde. Als Rügenkennerin habe ich viele Orte wiedererkannt und konnte mir die Beschreibungen gut bildlich vorstellen. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird und gebe eine Leseempfehlung für dieses Buch.

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    • 2
  • Inselidyll mit jazzbegeistertem Kommissar

    Möwenfraß

    Mausezahn

    26. June 2014 um 14:32

    Luka Kroczek, der sich der Liebe wegen von Düsseldorf nach Rügen versetzen ließ, hat alles andere als einen guten Start an seinem ersten Arbeitstag als Leiter der Kripo Bergen. Er kommt viel zu spät, mangels Kindergartenplatz muss Tochter Tilda mit ins Büro und seine neue Kollegin Conny Böhme empfängt ihn alles andere als herzlich. Kaum im Büro muss er auch gleich, mit Kind und Kollegin zum ersten Einsatz. In einem unbewohnten alten Fischerhaus wird eine übel zugerichtete Frauenleiche gefunden. War der Mörder ihr Ehemann, ein unbeliebter Immobilienspekulant und Wendegewinner? Oder ihre Schwester? Oder ein introvertierter und undurchschaubarer Musiker aus dem Ort. der ist alles doch ganz anders, als es auf den ersten Blick scheint. Der jäzzbegeisterte Kommissar Kroczek stöst bei seinen Ermittlungen auch mit der Ostalgie einiger Bewohner zusammen. Die Personen sind gut herausgearbeitet und der Klasse-Krimi ist flüssig und sehr fesselnd geschrieben. Der Kommissar wird sehr natürlich dargestellt und nicht wie so oft als kauziger Eigenbrödler. Es ist auch einiges an Lokalkolorit eingearbeitet, so das man sofort erkennt, wenn man schon mal auf Rügen war. Ich würde mich freuen von Luka und Conny noch mehr Fälle lesen zu dürfen. Mich hat der Krimi gepackt, er war von der ersten bis zur letzten Seite spannend und flüssig zu lesen.

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  • Leserunde zu "Möwenfraß" von Klara Holm

    Möwenfraß

    KlaraHolm

    Liebe Büchernarren, mit Luka Kroczek hat es einen Düsseldorfer Kommissar nach Rügen verschlagen. Er muss sich mit einer brutal ermordeten Frau beschäftigen, die so langweilig ist, dass niemand etwas gegen sie haben könnte. Außerdem trifft er auf ein mysteriöses Hundegrab, es gibt ein Kind, das zu viel weiß und ein verhängnisvolles Konzert. Dass seine kleine Tochter keinen Krippenplatz bekommt, macht ihm das Leben auch nicht leichter. Der Rowohlt-Verlag war so nett, für diesen Beginn einer Buchreihe 20 Buchexemplare zu spendieren, für die ihr euch bis zum 27. März bewerben könnt. Danach mache ich eine kleine Verlosung, lass mir von den Gewinnern die Adressen geben ... na, das Prozedere kennt ihr sicher schon. Die Leserunde, an der ich natürlich teilnehme, beginnt dann am 2. April. Ich freue mich auf euch. Klara

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    • 498

    KlaraHolm

    08. June 2014 um 06:46
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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  • Rezension zu "Möwenfraß" von Klara Holm

    Möwenfraß

    dorli

    Rügen. Luca Kroczek wechselt seiner Lebensgefährtin Teresa zuliebe von der Kripo Düsseldorf zur Kripo Bergen. Schon der erste Arbeitstag erfordert seine ganze Aufmerksamkeit: Peggy Lenz wurde in ihrem leerstehenden Elternhaus in Vitt brutal ermordet… „Möwenfraß“ liest sich flüssig und ist ein Krimi, wie ich ihn mag. Die Handlung hat mich von Anfang an gefesselt, Spannung wird rasch aufgebaut und bleibt durchgehend hoch. Ich konnte von Anfang an prima miträtseln und mitgrübeln. Die Suche nach dem Mörder erweist sich als knifflig, denn obwohl der Kreis der möglichen Täter überschaubar ist und Spuren und Hinweise eine deutliche Sprache sprechen, mangelt es an einem endgültigen Beweis. Die Akteure werden allesamt sehr gut charakterisiert, so dass ich durchweg das Gefühl hatte, jeden gut kennengelernt zu haben. Private Probleme einzelner Personen und auch die familiären Angelegenheiten der Ermittler fügen sich gut in die Krimihandlung ein. Luca macht einen sehr routinierten Eindruck auf mich. Obwohl er als neuer Leiter der Dienststelle von dem Mordfall „überrumpelt“ wird und keine Zeit bekommt, sich mit Land, Leuten und besonders den neuen Kollegen bekanntzumachen, hält er sich prima und macht aus der Situation das Beste, was möglich ist. Lucas Kollegin Conny Böhme ist für mich der eigentliche „Star“ in diesem Krimi. Ihre schroffe, bissige Art hat mir sehr gut gefallen. Trotz einiger Schwierigkeiten mit ihren fast erwachsenen Töchtern nimmt die alleinerziehende Mutter ihren Job als Ermittlerin sehr ernst – sie verlangt sich selbst sehr viel ab und geht mit Alleingängen manchmal ein hohes Risiko ein, aber gerade diese Vorgehensweise passt zu ihr. Und dann ist da noch der kleine Maik, der mit seiner Mutter Carmen und deren neuen Freund Winni einen Campingurlaub auf Rügen verbringt. Der Junge hat es nicht leicht, er wird von Winni mies behandelt und Carmen sieht nicht, wie sehr ihr Kind leidet. Maik ist davon überzeugt, dass er gesehen hat, wie Winni blutverschmiert aus dem Mordhaus gekommen ist – dieses Wissen steigert seine Angst vor dem Mann enorm. Es gelingt Klara Holm sehr gut, dem Leser Maiks Ängste zu vermitteln. Ich habe die ganze Zeit mit dem Jungen mitgelitten und konnte gut verstehen, dass er sich mit Superman einen imaginären Freund zugelegt hat. Am Ende steht eine Aufklärung, mit der ich so nicht gerechnet habe, sowohl der Täter wie auch das Motiv waren für mich eine Überraschung.

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    • 2

    Arun

    29. May 2014 um 14:12
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