Klara Nordin Septemberschuld

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Inhaltsangabe zu „Septemberschuld“ von Klara Nordin

Lappland im Herbst: ein neuer hochspannender Fall für Kommissarin Lundin Der Blick schweift über die sanft ansteigenden Berge des Sarek Nationalparks, über das strahlende Rot der Beerensträucher und das satte Gelb der Birken: Es ist Mitte September, Lappland leuchtet in den kräftigen Farben des Herbstes, und in den Bergen fallen die ersten Schneeflocken. Es ist die Zeit, in der die Einheimischen ihre Rentiere zusammentreiben, um das samische Rentierschlachtfest zu begehen, als plötzlich die Leiche einer Frau gefunden wird: mitten unter den nach traditionellen Riten geschlachteten Tieren, erschossen mit einer Bolzenschusspistole. Hauptkommissarin Linda Lundin und ihre Kollegen müssen auf der Suche nach dem Mörder von Ella Vikström tief in die Vergangenheit eines zerrissenen Dorfes eintauchen, das ein brisantes Geheimnis verbirgt. Vor den faszinierenden Weiten des Polarkreises offenbart sich Kommissarin Lundin ein Netz aus Schuld und Verrat, das bis in die unmittelbare Gegenwart reicht.

Die herbstliche Stimmung in Lappland wird toll beschrieben, die Handlung hat mich nicht so überzeugt.

— DanielaN
DanielaN

Spannender Krimi vor der tollen Kulisse Lapplands. Ich konnte es kaum weglegen.

— Cathy28
Cathy28

Ruhiger Lapplandkrimi mit viel sämischen Lokalkolorit - ich bleibe der Reihe treu

— EmilyE
EmilyE

Der 1. Band hat mir besser gefallen.

— Buecherwurm1973
Buecherwurm1973

Toller Krimi mit einem interessanten Thema im Hintergrund und einem tolles Ende.

— juli.buecher
juli.buecher

Gut konstruierter Lappland-Krimi mit tiefgründigen Charakteren

— KathoRatho
KathoRatho

Leider, leider, sind die Ermittlungen schwach umgesetzt. Sie lähmen die Handlung etwas, zumal der Fall eine spannende Ausgangslage hat.

— marcelloD
marcelloD

Ein spannender Krimi, der ohne grausame Mordbeschreibungen auskommt und trotzdem den Leser gut unterhält.

— wadelix
wadelix

Krimi mit wenig Spannung

— MissNorge
MissNorge

Stimmungsvoller Lapplandkrimi

— Rees
Rees

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  • Themen
  • Rentiere, Birken, schweigsame Menschen - stimmige Atmosphäre, aber kein Gefühl zu den Figuren

    Septemberschuld
    DanielaN

    DanielaN

    24. February 2017 um 09:17

    Es ist September. Die Rentierzüchter treiben ihre Tiere zusammen, um die Schlachttiere auszusortieren. Der Rentierbesitzer Jon meldet seine Frau als vermisst. Wenig später wird ihre Leiche in einem Container voller Schlachtabfälle gefunden. Ella Vikström wurde mit einem Bolzenschuss getötet. Von nun an versucht die Polizei, den Täter zu finden. Neben persönlichen Motiven, wie sie überall auf der Welt menschlich sind (Enttäuschung, Eifersucht …), tritt dabei auch ein eher unrühmliches Thema aus der schwedischen Vergangenheit zutage – das ich hier nicht nennen will, um nichts vorwegzunehmen. Toll an diesem Buch ist die Beschreibung der Landschaft, der Menschen und der Atmosphäre von Schwedischlappland. Ich kann mir vorstellen, dass es für Leute, die noch nie dort oben waren, ein sehr interessanter Einblick in die Natur und die Kultur der Samen ist. Und wer schon mal dort war (ich J), erkennt vieles wieder. Leider fand ich die Krimi-Geschichte selbst an vielen Stellen arg konstruiert. Ich hatte stellenweise den Eindruck, dass hier nur eine Krimi-Geschichte in ein Lapplandbuch hineinkonstruiert wurde, um das Buch besser vermarkten zu können. Über weite Strecken plätschert die Geschichte vor sich hin, erst im letzten Viertel nimmt die Handlung Fahrt auf und es wird richtig interessant. Gestört hat mich auch, dass ich so gar keinen Bezug zu den Figuren entwickeln konnte. Sie blieben mir alle seltsam fremd. Ich habe für mich identifiziert, dass es vor allem am Sprachstil lag, der mich genervt hat: Da wird von Ella Vikström meistens als „die Tote“ oder „die Leiche“ gesprochen, so als lese man einen Polizeibericht. Auch andere Personen werden einem eher in ihrer Funktion denn als Persönlichkeiten nahegebracht: „die Samin“, „die Polizistin“, „der Mann der Toten“, „die Tochter der Toten“ – schrecklich, besonders wenn einem „Stella, die Tochter der Toten“ noch weit über Seite 200 hinaus immer wieder als Tochter der Toten vorgestellt wird (einmal sogar zweimal auf einer Seite). Nicht nur dass der Leser ihre Rolle bis dahin kapiert haben dürfte, ich kann so keine Beziehung zu den Personen aufbauen. Deshalb von mir nur drei Punkte. Wer weniger kritisch auf Sprachstil reagiert als ich und nicht so viel Wert auf stark entwickelte Figuren legt, dem möchte ich es wegen der guten Atmosphäre von Lappland trotzdem empfehlen.

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  • Leserunde zu "Septemberschuld" von Klara Nordin

    Septemberschuld
    Tas

    Tas

    Hallo, kennt ihr Lappland im Herbst, wenn die Birken in den schönsten Farben leuchten? In meinem zweiten Lappland-Krimi "Septemberschuld" wird, während der Rentierschlachtung in den Bergen, die Leiche einer Frau gefunden. Es geht um Samen, um Dinge, die  in der Vergangenheit passiert sind, um Schuld ... Ich möchte gerne eine Leserunde dazu begleiten und eure Fragen beantworten und vor allem möchte ich gerne erfahren, wo ihr meine Geschichte nicht so toll findet und was ihr besonders mögt. Zu mir: Ich bin 1960 geboren, bin Buchhändlerin, habe studiert und viele Jahre in Deutschland in Verlagen gearbeitet. 2001 bin ich nach Schweden ausgewandert und lebe seit 2008 in Lappland. Von dort aus arbeite ich für die "Schule des Schreibens" in Hamburg und komme regelmäßig nach Deutschland, um Schreibkurse zu leiten und Lesungen zu machen. Mein erster Krimi "Totenleuchten" kam 2014 bei Kiepenheuer & Witsch heraus, "Septemberschuld" ist, wie der Name schon sagt, im September erschienen, 2015. Hier gibt es eine Leseprobe: Ich freue mich auf viele Diskussionen und Anregungen von euch, scheut euch nicht, zu kritisieren - dann werden meine  nächsten Bücher noch besser :) Herzliche Grüße aus dem Tiefschnee in Lappland Klara Nordin (mein Pseudonym)

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  • Super Lappland-Krimi

    Septemberschuld
    juli.buecher

    juli.buecher

    25. December 2015 um 18:04

    Bei der alljährlichen Rentierschlachtung in Lappland wird eine Leiche zwischen den Abfällen gefunden.  Das Thema Lappland und besonders alle die Beschreibung der Landschaft und der Kultur der Samen fand ich super. Man erfährt viele Hintergrundinformationen über den Ort und die Traditionen in denen der Krimi spielt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Leiche Ella Vikström hatte viele Geheimnisse, kannte viele Leute und vielen kannten sie. Im Krimi wird in den kurzen Artikeln immer aus einer anderen Sichtweise erzählt. Man lernt immer wieder neue Charakter kennen.  Ich habe immer überlegt wer der Mörder ist, mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet. Wow.  Das Buch erzählt teils sehr tiefgründig über die verschiedenen Charaktere und ihr Leben.  Ich fand es toll und würde mich auch über eine Fortsetzung freuen :)

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  • Zwei starke Frauen ermitteln in Lappland!

    Septemberschuld
    KathoRatho

    KathoRatho

    25. December 2015 um 16:54

    Lappland im September: Während der alljärlichen Rentierschlachtung wird Ella Vikström von ihrem Mann als vermisst gemeldet. Kurz darauf findet das Kriminalteam ihre Leiche in einem Container zwischen Schlachtabfällen.  Die Kommissarinnen Margareta und Linda stoßen bei ihren Ermittlungen auf viel Widerstand, bis sie schließlich einem dunklen Geheimnis auf die Spur kommen. Im zweiten Fall der beiden Kommissarinnen gelingt es der Autorin Klara Nordin, interessante Charaktere zu schaffen, beziehungsweise weiter zu entwickeln. Durchweg alle sind tief und glaubhaft gestaltet, haben ihre individuellen Eigenarten, Probleme und Geheimnisse, an denen man als Leser gerne teilhat.  Der Roman ist gut konstruiert, glaubwürdig und bis ins Letzte durchdacht. Obwohl eine unerwartete Wendung für Überraschung sorgt, ist sie absolut nachvollziehbar.  Die geschichtlichen Hintergründe werden angerissen, aber nicht vertieft.  Anfangs unfokussierte Ermittlungen bremsen das Mitfiebern etwas aus. Der Spannungsaufbau geht eher langsam vonstatten. Über die zwischenmenschlichen Beziehungen gerät der eigentliche Kriminalfall, der sich, anders als in der typisch skandinavischen Kriminalliteratur, nur gemächlich entwickelt, mitunter in den Hintergrund. Auf Action liegt definitiv nicht das Hauptaugenmerk.  Ausdruck und Schreibstil sind leider noch nicht ganz ausgereift. Wortwiederholungen fallen auf. Mitunter wirkt die Schreibweise etwas naiv.   Generell würde ich das Buch weiterempfehlen, allerdings mit kleinen Einschränkungen. Die Erwartung, die sich durch Umschlaggestaltung und Klappentext einstellt, wird nicht hundertprozentig erfüllt. Lesevergnügen und Spannung treten weniger auf Grund des Kriminalfalls auf, als vielmehr durch die Teilhabe an dem Leben der Personen.

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  • Septemberschuld - Mördersuche in Lappland

    Septemberschuld
    wadelix

    wadelix

    Septemberschuld ist Klara Nordins zweiter Krimi und wieder spielt er in der Gegend um Jokkmokk, einer kleinen Stadt in Lappland. Das Team um Kommissarin Linda Lundin, hat schon in Klara Nordins erstem Krimi "Totenleuchten" ermittelt und auch in diesem Fall bemühen sich Linda Lundin, Margareta Mattson und Bengt Karlsson um eine zügige Aufklärung des Mordes an Ella Vikström, einer jungen Ärztin, die gerade geheiratet hatte. Sie wurde mit einem Bolzenschußgerät getötet, geradeso wie beim Schlachtfest Rentiere getötet werden. Das Buch ist in einer klaren, gut lesbaren Sprache geschrieben und entführt den Leser in die bergige Gegend rund um das herbstliche Jokkmokk. Bräuche der Samen, einem sehr alten Nomadenvolk, das in Nordschweden, Norwegen, Finnland und Russland zu Hause ist und überall gegen Unterdrückung und Ausgrenzung zu kämpfen hat, werden gut in die Handlung eingebunden, erklärt. Auch die privaten Freuden und Leiden der Ermittler kommen nicht zu kurz. Drei alte Saminen (heißt das so?) aus Jokkmokk, sorgen für ein Schmunzeln und man schließt sie gleich ins Herz. Das Ende hat mich überrascht, denn so hatte ich es nicht vorausgesehen. Ein guter Schluß! Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen und ich werde ihn zum Weihnachtsfest auch verschenken. Ich vergebe fünf Sterne, weil er, wie schon gesagt, nicht so brutal daherkommt und das für mich stimmig ist.

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    • 3
  • Gut gelungen :)

    Septemberschuld
    franziii0201

    franziii0201

    12. December 2015 um 23:49

    Septemberschuld hat mir allgemein gut gefallen :) Am Anfang war es ziemlich spannend, allerdings legt sich die Spannung gegen Mitte des Buches wieder. Im letzten Drittel wird's wieder richtig gut, das Ende ist superspannend! Der Schreibstil hat mir gefallen, er war flüssig und gut verständlich. Die Geschichte fand ich auch nett, vor allem weil der Fall erst ganz am Ende aufgeklärt wird :D Lasst euch überraschen, in dem Buch ist irgendwie nichts so wirklich, wie es scheint ;) Was mir auch noch gut gefallen hat, war, dass gewissen Probleme angesprochen wurden, unter die die Gesellschaft heute auch noch z.T. leidet. Wenn ihr das Buch lest, wisst ihr was ich meine, aber ich will nicht spoilern ;) Es wurden zudem immer wieder ein paar lustige Bemerkungen oder Taten eingeschoben, dadurch war das Buch nie richtig langweilig, auch wenn die Spannung etwas nachgelassen hat. Alles in einem kann ich Septemberschuld auf jeden Fall empfehlen-übrigens ohne seinem Vorgänger gelesen zu haben!

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  • Mehr Schwächen gegenüber dem Vorgänger

    Septemberschuld
    marcelloD

    marcelloD

    12. December 2015 um 19:28

    "Septemberschuld" handelt von dem zweiten Mordfall, dem sich Bengt und Margareta mit Hilfe der erfahreneren Linda Lundin widmen. Mitten in der Zeit, in der die Samen die Rentiere zusammentreiben und schlachten, verschwindet die frisch angetraute Frau eines Samens. Eine angeordnete Fahndung bringt erschütterndes zum Vorschein: die Leiche von Ella Vikström wird in einem Behälter mit Rentierinnerein gefunden. Die Suche nach dem Mörder gestaltet sich schwierig, denn die Samen geben sich noch wortkarger und vor allem unkooperativ. Keiner der drei Ermittler ahnt, dass die Ursache in der Vergangenheit liegt und dort vor allem begraben bleiben sollte... "Totenleuchten" haben ich als einen angenehmen und durchaus potenzialbehafteten Auftakt empfunden. "Septemberschuld" greift die ganze Grundstimmung des Vorgängers auf, bietet erneut die sehr sympathischen Ermittler und lehrt dem Leser wiederum einiges Neues über die Samen und deren Kultur. Dennoch hatte ich während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass hier noch nicht alles so zusammenpasst, wie es das in "Totenleuchten" getan hat. Hier sind nun meine Gründe: Der Fall rund um Ella Vikström war definitiv nicht das Problem. Die ganze Idee, die dahinter steckte war absolut nicht offensichtlich. Das Motiv und die Hintergrundgeschichte waren letztlich überraschend, so dass der in einem Krimi für mich wesentliche Aspekt des überzeugenden Falles gegeben war. Weniger gut und unterhaltsam fand ich dagegen, wie Bengt, Margareta und Linda sich die Lösung erarbeitet haben. Natürlich sind die Ermittlungen auf Grund der Personalengpässe und auch den ländlichen Weiten nicht mit Großstädten zu vergleichen, aber um den Leser bei der Stange zu halten, muss das ganze spannender gestaltet werden. Mit Spannung meine ich hier, dass die falschen Fährten, die gelegt wurden, zu schnell zu offensichtlich waren. Dann die Zeugenbefragungen: wenn ich einen Fall lösen will, hilft es mir ja nicht, wenn ich zwei Fragen stelle, der Zeuge macht dicht und ich gehe einfach wieder. Gerade Zeugenbefragungen bieten so viel Potenzial und das sah ich hier als gescheitert an. Dennoch glaube ich, dass das Dreiergespann mit seinen unterschiedlichen Persönlichkeiten und Herkunftsgeschichten durchaus Potenzial hat. Wie im ersten Teil leisten alle drei viel und die Hierarchien lösen sich praktisch auf. Aber ich finde die Stärken der einzelnen könnte noch mehr offengelegt werden, um dadurch die Geschichte nochmal voran zu bringen. En letzter Punkt, den ich noch erwähnen muss: es war sicherlich sehr erfreulich einige Figuren aus dem ersten Band wiederzusehen, aber es hätte auch hier der Geschichte besser getan, wenn sie glaubhaft in die Geschichte eingebunden worden wäre. Sonst hat man das Gefühl mehrere Geschichten in einem zu haben, die irgendwie nebeneinander herlaufen. Fazit: Vielleicht haben erste Bände einer Reihe auch immer die Faszination des Neuen dabei, aber "Septemberschuld" ist für mich definitiv schwächer. Der Fall ist gut gemacht, hat eine vor allem eine Hintergrundgeschichte, aus der man viel lernen kann. Aber wie der Fall gelöst wird, wirkt träge und manches Mal schon fast stümperhaft. Schade, denn das Ermittlertrio und auch deren privaten Geschichten haben Potenzial, das nur ausgeschöpft werden muss. Im Nachhinein hätte ich "Totenleuchten" schon gerne die fünf Sterne gegeben, aber getan ist getan und so bekommt "Septemberschuld" von mir drei Sterne!

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  • Lappland-Krimi

    Septemberschuld
    MissNorge

    MissNorge

    11. December 2015 um 17:18

    Während im Herbst bei den Samen die Rentiereschlachtung vonstatten geht wird die vermisste Ella Vikström in den Schlachtabfälle gefunden. Getötet mit einem Bolzenschuß wie auch die Rentiere getötet werden. Linda Lundin und ihr Team ermitteln im herbstlichen Lappland. Für einen Krimi, kam für mich nur etwas Spannung am Anfang auf, als Ella noch vermisst wird, die Suche beginnt und alle sich auf Niila als den Täter eingeschossen haben, weil dieser ihr nachstellte. Das war es auch schon. Danach zogen sich die doch recht kurzen Kapitel mit dem fast immer gleichen Schema durch das Buch. Besprechung des Teams, wer wen verhört, eine lange Hinfahrt zu den Personen, die Vernehmung die meist nicht von Erfolg gekrönt ist, die lange Rückfahrt zum Revier und dann wieder Besprechung. Zudem ist in jedem Kapitel eine andere Person der Akteur und kaum habe ich mich in die momentane Situation eingelesen, endet diese schon wieder nach 1,5-2 Seiten und ein neues Kapitel mit einer anderen Person und Situation beginnt. Das hat meinen Lesefluss schon sehr gestört. Man konnte in keinem Moment verweilen, sondern sprang von hier nach dort und wieder zurück. Und der interessanteste Charakter, Niila, kam mir leider viel zu kurz vor. Dagegen ist das Leben der Samen und ihre Rituale sehr gut beschrieben und auch die eingedruckte Landkarte ist zur Orientierung sehr gelungen. Cover und Titel passen gut zusammen und auch der Schreibstil lässt sich flüssig lesen.  Ein Krimi, der mich nicht überzeugen konnte auch die vielleicht folgenden Bände noch lesen zu müssen. 

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  • Rätselhafter Mord unter Rentieren

    Septemberschuld
    TochterAlice

    TochterAlice

    09. December 2015 um 21:39

    Ein ungewöhnliches Setting ist es, in dem die Ärztin Ella Vikström ermordet aufgefunden wird - und ein unwürdiges obendrein - sie liegt mittendrin in den Eingeweiden der Rentiere, zu deren traditioneller Herbstschlachtung sich die Samen zusammengefunden haben. Ella ist keine von ihnen, doch war sie - was niemand wußte - seit Kurzem mit einem von ihnen verheiratet. Eine allseits beliebte, heitere und kluge, von allen geschätzte Person - doch dann tauchen ihre Kinder auf, mit denen sie über zehn Jahre keinen Kontakt hatte. Und das ist erst der Beginn der Abgründe, die sich in diesem Mordfall auftun - und das hängt beileibe nicht nur mit der Person Ella zusammen. Nein, es sind vielschichtige und überraschende Zusammenhänge, die sich dem Leser erst nach und nach auftun. Die deutsche Autorin Klara Nordin hat ein spannendes Thema gewählt, das sie ingesamt auch stimmig präsentiert, von ein paar überflüssigen, die Handlung verzögernden Ausschweifungen in den Nebensträngen mal abgesehen. Klara Nordin lebt selbst seit längerem in Lappland und das spürt man - Region, Landschaft und vor allem Menschen und ihre Sitten liegen ihr sehr am Herzen und sie versteht es dies dem Leser schmackhaft zu machen. Ich zumindest würde ohne zu zögern meine Sachen packen und ihr und ihren Themen dorthin folgen (wenn auch nicht für immer): zu neugierig haben mich die Eindrücke werden lassen! Abgesehen von den erwähnten Verwickungen und dem zwar überraschenden, aber aus meiner Sicht nicht unbedingt runden Schluss ist dies ein Krimi ganz nach meinem Geschmack. Wer gern in andere Welten eintaucht und bpsw. gern Linda Castillos Amish-Serie mit Protagonistin Kate Burkholder mag, der wird sich auch in Lappland bei Klara Nordin und ihren Kriminalgeschichten überaus wohl fühlen!

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  • Stimmungsvoller Lapplandkrimi

    Septemberschuld
    Rees

    Rees

    08. December 2015 um 09:50

    Septemberschuld, ein Lapplandkrimi,...schon das hat mich neugierig gemacht und das Cover fand ich auch sehr stimmungsvoll. Auch die Karte von Lappland auf der Innenseite des Buches fand ich gut und hab sie rege benutzt. Für mich war das sehr hilfreich, weil ich mich gerne orientiere beim Lesen . Gleich zu Begin wird man auf eine Fährte gesetzt doch bleibt offen, ob es auch die Richtige ist. Eine Frau wird ermordet, während der Rentierschlachtungen im September mit einem Bolzenschussgewehr. Sehr ungewöhnlich und die Ermittlungen ergeben lange gar nichts. Das Volk im Norden ist eigen und nicht immer sehr gesprächig. Lange tappen die Ermittler im Dunkeln und gehen unermüdlich ihren spärlichen Hinweisen nach. Und genau das gefiel mir an diesem Krimi,...diese Hartnäckigkeit, dieses Zähe, das Leise und Stille.... Dieses Buch vermag es, mich als Leser in die Welt Lapplands mitzunehmen. Während ich lese spüre ich diese Stille, die Dunkelheit und Trägheit, das Raue und Bedächtige, die ganze Stimmung dieses Landstreifens mit all seinen  Facetten. Es kam mir oft so vor, als würde ich neben dem Fahrer im Auto sitzen und durch die Landschaft fahren , als wäre ich beteiligt an den Gesprächen , am Schicksal aller die hier eine Rolle spielen. Ein fabelhaftes Buch, das es wirklich schafft mich in eine andere Welt zu befördern ohne das ich jemals dort war. Und als ich schon glaubte, den Überblick zu verlieren kam plötzlich unerwartet Licht ins Dunkel und alles war ganz anders als erwartet. Der Schluss hat mich überzeugt!

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  • Tot unter Rentieren

    Septemberschuld
    Joachim_Tiele

    Joachim_Tiele

    Der Plot ist schnell beschrieben: Die Leiche einer Ärztin im nordschwedischen Jokkmokk wird unter den Kadavern frisch geschlachteter Rentiere gefunden, wie diese mit einem Bolzenschussgerät zu Tode gebracht. Nordschweden ist Lappland, und dort leben noch in größerer Zahl Samen, ein indigenes ehemals nomadisches Volk, das sich über die Staatsgebiete von Schweden, Norwegen, Finnland und Russland erstreckt. In all diesen Ländern sind sie eine Minderheit und in ihren Berufen ganz überwiegend auf Rentierzucht, Forstwirtschaft und Kunsthandwerk beschränkt. In allen genannten Ländern werden die Samen bis heute abschätzig bis abwertend behandelt und auch der Vorwurf des Rassismus ist historisch nicht von der Hand zu weisen. Die Landschaft ist dünn besiedelt und gilt als im Vergleich zu den schwedischen Großstädten als eher unhektisch. Unhektisch ist auch das Vorgehen der Jokkmokker Polizei, bis aus einer Nachbargemeinde die Kriminalkommissarin Linda Lundin hinzugezogen wird, die ihrerseits einen Staatsanwalt Dahlberg zum Chef hat, der es gleichzeitig schafft, sich auf Grund eines privaten Jagdvergnügens dünn und seiner Untergebenen Stress zu machen. Was folgt, ist eine klassische "Behördenermittlung" ohne eine besondere kriminalistische "Spürnase", und so wird schnell der halbe Landkreis zu Verdächtigen, die immer wieder von teils denselben, teils anderen Polizisten aufgesucht und befragt werden, und dies ohne echten Ermittlungserfolg. Allein Staatsanwalt Dahlberg glaubt bald, den Täter zu kennen und lässt diesen mittels eines Hubschraubers aus der Luft verfolgen. Dies endet tragisch, und führt ermittlungstechnisch nicht zum Ziel. So ist es "Kommissar Zufall" zu verdanken, dass einem der Jokkmokker Polizisten nach einer Vernehmungsrunde eine Gemeinsamkeit auffällt, die ihn weiter recherchieren lässt. Der Grund für die Ermordung der Ärztin liegt weit in der Vergangenheit, in der persönlichen Vergangenheit der Beteiligten ebenso wie in einem lange zurückliegenden und in der Öffentlichkeit nahezu totgeschwiegenen Umweltverbrechen. Diese Zusammenhänge ins Auge gefasst, gelingt die Auflösung des Mordes. Der Leser wird dabei nicht sehr stark in die Irre geführt (außer bei einer kurzen Szene ganz zu Anfang des Romans, die aber zu "offensichtlich" ist, als dass der Betreffende tatsächlich als Täter in Frage kommt). Die Aufklärung ist eher ein geduldiges Zwei-und-zwei-Zusammenzählen, dem man als Leser gut folgen kann. Mancher mag dies als "unspannend" empfinden, aber dieser Rezensent fand es interessant, hier eher bodenständigem kriminalistischem "Behördenhandeln" zu folgen als einem in aktuellen Krimis immer häufiger anzutreffenden "genialen Ermittler mit Persönlichkeitsstörung". Gesamturteil: Ein gemütlicher Krimi für zwischendurch. Joachim Tiele

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    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    kubine

    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Ratzfatz ausgelesen!

    Septemberschuld
    Murmeltier

    Murmeltier

    13. November 2015 um 14:32

    Hauptkommissarin Linda Lundin ermittelt erneut nördlich des Polarkreises. Im herbstlich bunten Sarek-Nationalpark in Kourpak beim samischen Rentierschlachtfest, liegt Ella Vikström zwischen den Eingeweiden der traditionell geschlachteten Rentiere. Erschossen mit einer Bolzenschusspistole. Warum nur musste die sympathische Ärztin sterben? Und warum sind ihre nächsten Angehörigen so gar nicht an der Aufklärung ihres Todes interessiert? Ein Krimi, der tief in der Vergangenheit der Samen nach Schuld und Verrat wurzelt. Die Leser erfahren nebenbei viel Wissenswertes über die schwedische Urbevölkerung, gespickt mit einer Portion Humor und Witz. Eine spannende Lektüre.

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  • Toller 2. Band

    Septemberschuld
    danzlmoidl

    danzlmoidl

    26. October 2015 um 09:10

    Inhalt: Lappland im Herbst: ein neuer hochspannender Fall für Kommissarin Lundin Der Blick schweift über die sanft ansteigenden Berge des Sarek Nationalparks, über das strahlende Rot der Beerensträucher und das satte Gelb der Birken: Es ist Mitte September, Lappland leuchtet in den kräftigen Farben des Herbstes, und in den Bergen fallen die ersten Schneeflocken. Es ist die Zeit, in der die Einheimischen ihre Rentiere zusammentreiben, um das samische Rentierschlachtfest zu begehen, als plötzlich die Leiche einer Frau gefunden wird: mitten unter den nach traditionellen Riten geschlachteten Tieren, erschossen mit einer Bolzenschusspistole. Hauptkommissarin Linda Lundin und ihre Kollegen müssen auf der Suche nach dem Mörder von Ella Vikström tief in die Vergangenheit eines zerrissenen Dorfes eintauchen, das ein brisantes Geheimnis verbirgt. Vor den faszinierenden Weiten des Polarkreises offenbart sich Kommissarin Lundin ein Netz aus Schuld und Verrat, das bis in die unmittelbare Gegenwart reicht. Meine Meinung: Nachdem ich schon Totenleuchten von Klara Nordin lesen durfte, wusste ich, was mich erwartet. Ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Auch, wenn ich hier nicht so ganz in die Landschaft Lapplands abtauchen konnte, da die bildliche Darstellung nicht ganz so intensiv war, habe ich mich trotzdem wohlgefühlt. Der Schreibstil ist auch dieses Mal sehr angenehm für mich. Manchmal läuft man Gefahr, dass zu viele unbekannte Begriffe auftreten, wenn man ein Buch über eine andere Region liest. Doch hier ist das überhaupt nicht der Fall. Zum Glück, denn das finde ich immer sehr, sehr schwierig. Auch die Ermittler sind mir wieder mehr als sympathisch. So kann ich gut mit ihnen mitfiebern und hoffe von Seite zu Seite, dass sie keinen Fehler machen, der sie vielleicht auch noch in Gefahr bringt. Die Art des Mordes fand ich schon teilweise ein bisschen derb. Aber auch das habe ich nicht anders erwartet um ehrlich zu sein. Gut... Man konnte es durch den Klappentext ja auch schon erahnen. Hier sollte auch gesagt werden, dass mir dieser fast schon ein bisschen zu viel verrädt. Die Todesursache hätte ich noch nicht preisgegeben, so wäre der "Überraschungseffekt" während dem Lesen vielleicht noch ein bisschen größer geworden. Alles in allem haben wir es hier aber mit einem tollen Krimi zu tun, der seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Man kann ihn auch gut lesen, ohne Totenleuchten zu kennen, da dürfte es keine Probleme geben. Fazit: Sehr zu empfehlen, vor allem wenn man Lappland-Krimis mag.

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  • Rätselhafter Mord in Nordschweden

    Septemberschuld
    Matzbach

    Matzbach

    01. October 2015 um 19:46

    Linda Lundin arbeitet zum zweiten Mal mit dem aus dem Vorgänger bekannten Jokkmokker Team zusammen. Diesmal geht es um eine Ärztin, die anlässlich des jährlichen Rentierabtriebs ermordet aufgefunden wird, genau wie die Tiere mit einem Bolzenschuss in die Stirn erledigt. Die bisher unauffällige Frau bietet eigentlich keinen Anlass für diese Tat, doch je tiefer die Polizei gräbt, um so mehr Motive und Tatverdächtige kommen auf. Ein Stalker, ihre zwei vernachlässigten Kinder, ihr frisch angetrauter Ehemann und noch andere, doch die Lösung liegt letztendlich in der Vergangenheit, mit der sich die Ermordete auch intensiv beschäftigt hat. Erneut gelingt es Klara Nordin, nebenbei die faszinierende Welt der Samen und die, leider gefährdete, beeindruckende Natur Nordschwedens darzustellen, wer weiß schon hierzulande, dass die nördlichste Stadt des Landes, Kirkuna, zu versinken droht, weil der Bergbau dort alles unterhöhlt hat. Insgesamt ist der Roman vielleicht weniger als Krimi lesenswert als aus diesen Gründen.

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