Klaus-Jürgen Bremm

 4,2 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von 70/71, 1866 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Klaus-Jürgen Bremm

Das Spezialgebiet des Historikers und Publizisten Klaus-Jürgen Bremm ist die Technik- und Militärgeschichte. Von ihm stammt die erste Darstellung zum Deutsch-Österreichischen Krieg „1866. Bismarcks Krieg gegen Habsburg“ (2016). Daneben veröffentlichte Bremm zahlreiche sehr erfolgreiche Sachbücher wie „Die Schlacht. Waterloo 1815“ (2015) und zuletzt „70/71. Preußens Triumph über Frankreich und die Folgen“ (2019).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Die Türken vor Wien (ISBN: 9783806241327)

Die Türken vor Wien

Neu erschienen am 01.10.2021 als Hardcover bei wbg Theiss in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG).
Cover des Buches 1866 (ISBN: 9783534273508)

1866

 (2)
Neu erschienen am 01.08.2021 als Taschenbuch bei wbg Paperback.

Alle Bücher von Klaus-Jürgen Bremm

Cover des Buches 70/71 (ISBN: 9783806240191)

70/71

 (6)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Die Waffen-SS (ISBN: 9783806237931)

Die Waffen-SS

 (2)
Erschienen am 01.09.2018
Cover des Buches 1866 (ISBN: 9783534273508)

1866

 (2)
Erschienen am 01.08.2021
Cover des Buches Die Schlacht (ISBN: 9783534272303)

Die Schlacht

 (1)
Erschienen am 01.12.2019
Cover des Buches Propaganda im Ersten Weltkrieg (ISBN: 9783806227543)

Propaganda im Ersten Weltkrieg

 (1)
Erschienen am 18.09.2013
Cover des Buches Karl Schmidt-Rottluff: Junge Kunst 21 (ISBN: 9783943616330)

Karl Schmidt-Rottluff: Junge Kunst 21

 (1)
Erschienen am 29.09.2016
Cover des Buches Das Zeitalter der Industrialisierung (ISBN: 9783806227154)

Das Zeitalter der Industrialisierung

 (0)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Preußen bewegt die Welt (ISBN: 9783534273331)

Preußen bewegt die Welt

 (0)
Erschienen am 01.02.2021

Neue Rezensionen zu Klaus-Jürgen Bremm

Cover des Buches 1866 (ISBN: 9783534273508)W

Rezension zu "1866" von Klaus-Jürgen Bremm

Sehr interessant, aber...
wschvor 5 Monaten

Klaus-Jürgen Bremm 'erschlägt' den Leser nahezu mit derart vielen Details auch über die an diesem Krieg beteiligten Personen auf den oberen und obersten Stufen der Militärhierarchie, dass es oft recht mühevoll ist, sich durch das eine oder andere Kapitel zu lesen.

Auch wäre die eine oder andere kurze Erklärung, welche Region von dieser oder jener Schlacht unter dem heute gebräuchlichen Namen zu finden ist, sehr hilfreich. Andererseits lässt sich das Alles ja im Internet nachlesen. Dort findet sich dann auch die Information, dass sich hinter der Bezeichnung 'Lissa' eine kroatische Adria-Insel verbirgt, die heutzutage 'Vis' genannt wird.

Die Stadt, in deren Nähe die preußische Armee die der Habsburger vernichtend geschlagen hat, ist bekanntermaßen Königgrätz. Heute wird diese tschechische Stadt am Oberlauf der Elbe im Vorland des Riesengebirges in Nordostböhmen Hradec Králové genannt.

Um den Inhalt dieses Buches, Bismarcks Denken, seine Entscheidungen, die bis heute wirksamen Folgen seines Krieges gegen die Habsburger verstehen, nachvollziehen zu können, ist an viel Stellen doch eine Recherche im Internet mehr als sinnvoll. Zumindest was die nicht historisch-wissenschaftlichen Leser anbelangt.


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Cover des Buches 70/71 (ISBN: 9783806240191)MatthiasBreimanns avatar

Rezension zu "70/71" von Klaus-Jürgen Bremm

Manchmal doch etwas trocken, dennoch empfehlenswert
MatthiasBreimannvor 9 Monaten

Kaiser Wilhelm I. gegen Napoleon III., so lautete die Ausgangssituation in einem der wahrscheinlich bedeutendsten Kriege für Deutschland und ganz Europa. Denn nach jenem Krieg nahm vieles in Europa einen anderen Lauf.

Denn nachdem die Preußische Armee bei Königgrätz die Österreichische Armee und ihre Verbündeten des Deutschen Bundes im Deutsch-österreichischen Krieg 1966 besiegt hatte, stieg in ganz Preußen unter Otto von Bismarck das Gefühl der Stolzes.

So sah sich Frankreich gegenüber Preußen in Gefahr. Denn Frankreich war zu jener Zeit noch immer die herrschende Macht auf dem Kontinent. Otto von Bismarck war in Preußen die treibende Kraft um Frankreich in den Krieg zu zwingen und so die Vormachtstellung Preußens in Europa zu sichern.

Doch hier war nun der Wendepunkt beider Nationen. Während Frankreich, Österreich um Unterstützung bat, schaffte es Otto von Bismarck das bis dahin geteilte und gespaltene Deutschland zu einer Nation zu vereinen und gemeinsam in den Krieg gegen Frankreich zu ziehen………

Die Auswirkungen dieses Krieges und den Sieg über Frankreich, veränderte Europa und Deutschland geopolitisch wie wirtschaftlich nachhaltig. Denn der Sieg über Frankreich, ließ die bis dato größte Macht in sich zusammenbrechen. So kam es zum Zerfall der 2. Republik und zur Gründung der 3. Republik, während in Deutschland der Norddeutsche Bund, Preußen und vier weitere Südstaaten sich zusammenschlossen und unter Wilhelm I. zum Deutschen Reich wurden.

So wurde das Deutsche Reich einer der führenden Mächte der Welt, während Frankreich seine Macht verlor und bis heute nicht wiedererlangt hat. Auch gab es durch die Gründung des Deutschen Reiches bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges, keinerlei größere Konflikte bzw. Kriege mehr in Europa…….

Ein wirklich sehr interessantes Werk des Autors über die Deutsche/Französische und Europäische Geschichte, wo man einzelne Auswirkungen eben bis in unsere Zeit noch sieht. So stammt zum Beispiel das Schulsystem wie es noch einigermaßen heute ist, aus Preußen. Auch die gegenwärtige, noch in einzelnen Nationen ausgeübte Wehrpflicht stammt aus jener Zeit, uvm.

Auch zeigt der Autor im Grunde das der Preußisch-österreichische und eben der Preußisch-Französche Krieg richtungsgebend waren für das so lang Jahrhunderte fehlende Einheitsgefühl Deutschlands und Otto von Bismarck etwas schaffte, was eben zuvor niemand schaffte, Deutschland zu vereinen. Obwohl er auch intern im Streit mit Wilhelm I. lag der eigentlich mehr wollte. Denn Wilhelm I. wollte vor der Krönung in Versaille eigentlich auch den friedlichen Anschluss des Deutsch-Österreichischen Gebietes und sich als Kaiser des Deutschen Reiches nennen, anstatt “nur“ Deutscher Kaiser, doch Bismarck war dagegen und weigerte sich gegen jene Pläne.

Auch verfasste das der Autor das Werk sehr detailreich. Sei es die Kriegsführung beider Länder, die Waffentechnik, die Strategien des Krieges uvm. Was dem intressierten Leser sehr viel Fakten und Details aufzeigt. Dazu viele Schwarz-Weiß Abbildungen/Fotos von den Schlachtfeldern und Persönlichkeiten wie Bismarck usw., aber auch Landkarten mit detailiert eingezeichneten Schlachtzügen und Frontverläufen. Auch befinden sich zwei Karten Europas vor und nach dem Krieg, am Anfange bzw. am Ende des Werkes.

Dies ist allerdings anzumerken, dass es eben so Detailreich geschildert ist, dass es an einigen Stellen ein wenig trocken ist, da sich dann doch Fakten an Fakten anreihen, was vielleicht für den ein oder anderen Leser zuviel sein kann.

Aber alles in allem ein sehr empfehlenswertes Werk für Zeit- und Militärgeschichtsinteressierte Menschen, vor allem für die Deutschen Geschichte, sehr zu empfehlen.

Auch wenn es etwas schwer fällt, aber aufgrund der selten aber doch trockenen Teile, die einzelne Leser abschrecken könnte…….

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Cover des Buches 70/71 (ISBN: 9783806240191)Motzbecks avatar

Rezension zu "70/71" von Klaus-Jürgen Bremm

Informative Übersicht
Motzbeckvor einem Jahr


In seiner im Theiss-Verlag erschienenen Studie "70/71 Preußens Triumpf über frankreich und die Folgen" stellt Klaus-Jürgen Bremm die Vorgeschichte, den Verlauf und die Folgen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 dar, dem letzten der drei sogenannten Einigungskriege, die zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs führten, das bekanntermaßen im Spiegelsaal von Versailles ausgerufen wurde. Diese Tatsache war jedoch keineswegs als Demütigung der Franzosen gedacht, sondern einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass dieser Raum genügend Platz bot, alle Anwesenden aufzunehmen. Doch das ist nur ein Bonmot am Rande. Erstaunlich ist vielmehr die Tatsache, dass es den Preußen und ihren Verbündeten innerhalb relativ kurzer Zeit gelang, eine Armee zu schlagen, die als eine der besten der Welt galt und zumindest, was die Ausstattung mit modernen Gewehren betraf, den deutschen Truppen überlegen waren. Doch dieser Nachteil wurde zum Teil durch die eindeutig überlegene Artillerie der Preußen wettgemacht, die schlicht und einfach eine größer Reichweite hatte, so dass der o.g. Vorteil der Franzosen nur selten ausgepielt werden konnte. Ein übriges taten mangelnde Koordination der franzöischen Generale, die oft notwendige Unterstüutzung benachbarter Verbände verweigerten und ein logistischesChaos, wohingegen die Preußen hervorragend verstanden, das damals moderne Transportmittel Eisenbahn für ihren Aufmarsch einzusetzen. So konnten rasch entscheidende Schlachten u.a. die bei Sedan, die zur Gefangennahme Kaiser Napoleons III und dem Sturz des Kaiserreiches führte, gewonnen werden und die mehrmonatige Belagerung von Paris aufgenommen werden. Die aus den Trümmern des Kaiserreichs entstanden 3. Republik konnte sich von diesen Schlägen nicht mehr erholen und musste letztendlich einem Friedensvertrag zustimmen, der unter anderem den Verlust Elsass-Lothringens mit sich brachte. All diese Entwicklungen schildert Bremm minutiös und für den Leser gut nachvollziehbar, darin liegt dann auch die Stärke des Buches. In einigen Urteilen muss man dem Verfasser allerdings widersprechen. Warum beschreibt er in seinem Vorwort die Einführung des Euro (tatsächlich ein Zugeständnis Kohls an die Europäer, um Widerstände gegen die deutsche Wiedervereinigung zu entkräften) als "fatale Initiative zur Abschaffung der Deutschen Mark"? Ist das ein Zugeständnis an eurokritische DM-Nostalgiker? Und sein letztes Kapitel trägt den Titel "Bismarcks Reichsgründung - Ein europäischer Glücksfall". Das ist für meine Geschmack dann doch etwas zu nationalbewusst. Angesichts der Tatsache, dass die Reichsgründug (zwar nicht notwendigerweise, aber faktisch) zu zwei Weltkriegen maßgeblich beitrug, erscheint mir das Wort Glücksfall doch ein wenig arg euphemistisch. Überhaut der Nationalismus: Es ist schon erstaunlich, dass sich in Frankreich ausgerchnet die Kreise, die kein Problem damit hatten, in ihren Plänen die französiche Ostgrenze bis an den Rhein zu verlegen, am meisten über den Verlust Elsass-Lothringen echauffierten (im Krieg hatten später für die französiche Innenpolitik wichtige Figuren wie Boulanger und Deroulede ihre ersten Auftritte). Im Grunde wiederholte sich das nach dem Versailler Vertrag spiegelbildlich. Die Allteutschen Kreise, denen die Expansionsforderungen im Krieg gar nicht weit genug gehen konnten, bekämpften am lautstärksten das Vertragswerk. Daran sieht man letztendlich, wie gefährlich das Gift eines übersteigerten Nationalismus ist. 

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