Klaus-M. von Keussler Fluchthelfer

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Inhaltsangabe zu „Fluchthelfer“ von Klaus-M. von Keussler

57 Menschen flüchteten im Jahr 1964 durch einen Tunnel in der Bernauer Straße in den Westen. »Tokio!« – das war die Parole für die Freiheit. Unter dem Namen »Tunnel 57« ist das spektakulärste Vorhaben der Fluchthelfergruppe um den Jenenser Wolfgang Fuchs in die Geschichte eingegangen. Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg sind damals 23 Jahre alt und beide Mitglieder der Gruppe. Nach der Vorlesung an der Freien Universität fahren sie zum Tunnelgraben. Woher das Geld nehmen für Werkzeug, Schippen, Kabel, Birnen, Essen? Wie gelangen die Abstützbalken in den Keller? Schießen die Grenzposten, wenn etwas schief geht? Brauchen wir Waffen? Wie erkennt man Spitzel? Klaus und Peter sind keine Profis. Sie wollen Menschen helfen, die von Deutschland nach Deutschland wollten. Ein Buch, dass die leidenschaftlichen Empfindungen junger Männer nach dem Bau der Mauer eindrucksvoll skizziert, die dramatischen Tunnel-Fluchtaktionen und die Stimmung auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.

Ergreifender Bericht über heldenhafte Fluchthilfe. Absolut empfehlenswert!

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  • Leserunde zu "we love fashion - Röhrenjeans und Schulterpolster" von Maya Seidensticker

    Röhrenjeans und Schulterpolster
    HeikeAbidi

    HeikeAbidi

    Lucys Traum wird endlich wahr: Sie darf die angesagte Fashion School Bernstein besuchen! Egal, dass das Internat mitten im Brandenburger Nirgendwo liegt – hier kann sie sich rund um die Uhr mit Mode beschäftigen. Und außerdem ist ihre Schwester Hanna dort auch Schülerin. Alles ist perfekt, wäre da nicht die schwierige Aufnahmeprüfung über die Mode der 80er Jahre … Als Hanna und Lucy über das Jahrzehnt recherchieren, passiert das Unglaubliche: Statt auf einer 80er-Jahre-Party landen die beiden in einer Disko im Jahr 1985! „Röhrenjeans und Schulterpolster“ ist der erste Band der Reihe „we love fashion“, die einen coolen Mix aus Zeitreise und Modebegeisterung bietet. Gemeinsam mit Lovelybooks laden wir euch ganz herzlich zu einer Leserunde ein. Wir, das sind Heike Abidi und Tanja Janz, die dieses Buch zusammen geschrieben haben. Maya Seidensticker ist unser gemeinsames Pseudonym. Die Leserunde wird begleitet von Heike Abidi. Hast du Lust auf eine modische Zeitreise in die Achtzigerjahre? Dann spring jetzt in den Lostopf, um eines von 20 Gratisexemplaren des Jugendromans „We love Fashion – Röhrenjeans und Schulterpolster“ zu gewinnen, die der Loewe Verlag spendiert hat! Und so bewirbst du dich: Erzähle einfach bis zum 22. Juni, woran du beim Stichwort „Achtziger“ denkst. Modern Talking, Mauerfall, Vokuhila, Neon-Lidschatten? Ich bin gespannt auf deine Erinnerungen oder Assoziationen zu diesem schrillen Jahrzehnt! Am 22. Juni um 12 Uhr mittags endet die Bewerbungsphase, dann wird ausgelost. Und wenn du nicht zu den Gewinnern gehörst? Würde ich mich freuen, wenn du trotzdem dabei wärst in der Leserunde … Zur Autorinnenseite

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    aba

    aba

    02. July 2014 um 09:27
    HeikeAbidi schreibt Berlin habe ich erst kennengelernt, als die Mauer längst weg war. Aber ich habe dort letzten Sommer eine "unterirdisch"-Führung mitgemacht, da ging es um die Fluchthelfer, die Tunnel gegraben ...

    Oh Mann... diese Führung würde ich auch so gerne machen. Dazu hätte ich, wenn ich darf, noch eine Buchempfehlung: "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenburg.

  • Leserunde zu "Fluchthelfer: Die Gruppe um Wolfgang Fuchs" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    BerlinStoryVerlag

    BerlinStoryVerlag

    10 Testleser gesucht! Bitte bis zum 28. Juni einen kurzen Kommentar im Unterthema "Bewerbung Fluchthelfer" posten. Findet ihr das Thema auch 50 Jahre nach dem Mauerbau noch aktuell? Die Gewinner werden hier bekannt gegeben. Die Leserunde startet sobald alle ihre Bücher haben. Mitdiskutieren kann jeder. Zum Buch: Klaus von Keussler und Peter Schulenburg sind erst 23 Jahre alt, als sie ihren ersten Tunnel graben. Sie wollen ihren Kommilitonen zur Flucht in den Westen verhelfen. Später folgen auch deren Freunde und Familienangehörige. Als Mitglieder der Fluchthelfergruppe um Wolfgang Fuchs gelingt ihnen ihr spektakulärstes Vorhaben 1964. Unter den Schüssen der DDR-Grenzer ermöglichen sie 57 Menschen die Flucht von Deutschland nach Deutschland. Klaus und Peter sind keine Profis. Sie wollen Menschen helfen. Dafür setzen sie ihr Leben und ihre Freiheit aufs Spiel. Mittels Tagebüchern und Zeitzeugengesprächen zeichnen die Autoren ein authentisches Bild der Zeit nach dem Mauerbau, ergänzt durch zahlreiche Fotos der dramatischen Fluchtaktionen.

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    aba

    aba

    10. August 2011 um 09:28
    BerlinStoryVerlag schreibt Bei ZeitOnline wird lebhaft über Fluchthilfe diskutiert. http://www.zeit.de/politik/2011-06/fluchthelfer-tunnel-ddr?commentstart=1#comments

    Vielen Dank für den Tipp! Wir sind dank Eurer Unterstützung quasi zu "Mauer-Experten" geworden! Und im Moment ist dieses Thema so aktuell. Im Fernsehen gibt es auch sehr oft Berichte und ...

  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    Arwen10

    Arwen10

    03. August 2011 um 14:30

    57 Menschen flüchteten im Jahr 1964 durch einen Tunnel in der Bernauer Straße in den Westen. Daneben gibt es ganz viele Schicksale rund um die Berliner Mauer. In der Zeit wo sie errichtet wurde, während sie stand und auch danach, als sie schon nicht mehr steht. Ja, sie gerät nicht in Vergessenheit und das ist auch gut so. In diesem Buch lernen wir die Gruppe um Wolfgang Fuchs kennen. Hautnah erleben wir die Planung einer Flucht, die Vorbereitung und als Krönung die erfolgreiche Durchführung einer Tunnelflucht. Ganz viele Stunden Arbeit sind damit verbunden, viele Unannehmlichkeiten (kein Klo, Feuchtigkeit), Opfer, Große Sorgen und Angst. Und immer wieder gibt es Rückfälle. Sei es, dass ein Tunnel an einer Stelle einstürzt oder dass der Tunnel verraten wird. Umso schöner, wenn die Flucht klappt. Das Buch behandelt ein wichtiges Thema der deutschen Geschichte. Viele von uns haben die Mauer noch erlebt. Aber hier im Westen hat man sich doch oft wenig Gedanken darum gemacht, was es wirklich bedeutet. "Fluchthelfer" bringt uns der Thematik näher, dazu gibt es viele Fotos und Skizzen, die das Gelesene noch vertiefen. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch innerhalb einer Leserunde lesen durfte. Schwierigkeiten hatte ich etwas damit mir alle Namen zu merken. Gewünscht hätte ich mir noch mehr Erlebnisse/Berichte der Menschen auf beiden Seiten der Mauer und vielleicht ein Kapitel , wie es heute den Menschen dort geht und denen, die geflüchtet sind. Aber das sind nur Kleinigkeiten und so ist es ein sehr gutes Buch für alle, die sich für die deutsche Geschichte und die Berliner Mauer interessieren.

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  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    sabatayn76

    sabatayn76

    27. July 2011 um 22:34

    'Wir lebten in Freiheit und wussten das sehr zu schätzen. (...) Wir hätten diese Freiheit auch gern Anderen ermöglicht.' Inhalt: Die beiden Autoren agierten als Fluchthelfer in der Gruppe um Wolfgang Fuchs und erzählen in ihrem Buch von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen bei Fluchthilfeaktionen, von Erfolgen und Misserfolgen, von Hoffnungen und Enttäuschungen, von unterschiedlichen Fluchtmöglichkeiten, die sie ausreisewilligen DDR-Bürgern geboten haben. Dabei wurden auch andere Fluchthelfer, Flüchtlinge, Politiker, Wissenschaftler und Journalisten befragt, Akten wurden eingesehen und persönliche Aufzeichnungen wurden zusammengetragen. Das Buch behandelt die Jahre 1961 bis 1965, in denen die beiden Autoren selbst in der Fluchthilfe aktiv waren. Mein Eindruck: Von Keussler und Schulenburg ist ein interessantes und lehrreiches Buch gelungen, das sehr detaillierte Einblicke in Aktionen, Pläne, Überzeugungen, Ideen und Gedanken der Fluchthelfer bietet. Manche Abschnitte lesen sich dabei fast wie ein Thriller und weniger wie ein Sachbuch, sind spannend und fesselnd. Andere Kapitel empfand ich jedoch als zu ausufernd, zu detailliert und abschweifend, so dass mir die Lektüre dann weniger Spaß gemacht hat und etwas zäher war. Sehr schön ist die reiche Bebilderung, die es ermöglicht, dass man sich die Aktionen sehr gut vorstellen kann. Kritisieren muss ich jedoch die sehr knappen Bildlegenden, die oft wenig Information zur Abbildung bieten. Mein Resümee: Die einzelnen Kapitel sind meiner Meinung nach qualitativ sehr unterschiedlich, so dass ich einige als sehr gut, andere als weniger gut gelungen empfand. Insgesamt handelt es sich um ein sehr informatives Buch, das tiefe Einblicke in die Tätigkeit von deutsch-deutschen Fluchthelfern bietet.

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  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    21. July 2011 um 09:55

    also mich hat das buch definitiv beeindruckt! ich bin eigentlich nicht der grosse sachbuchleser, aber dieses buch war sehr gut geschrieben. durch die thematik hat natürlich auch die spannung nicht fehlen können. man weiss einfach immer noch viel zuwenig, was damals tatsächlich so abgegangen ist, vor allem im verborgenen. wie viel die leute doch füreinander getan haben, welche strapazen sie auf sich genommen haben dafür. wirklich ein grossartiges werk! kann ich auf jeden fall weiterempfehlen, auch an leute, die wie ich eigentlich nicht so die fach- und sachbücher lesen, aber an dem thema ein wenig interesse haben!

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  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    rumble-bee

    rumble-bee

    18. July 2011 um 18:16

    Ich finde eine Einteilung dieses Buches in die Rubrik "reine Sachbücher" schwierig. Sicher handelt es von Dingen, die - leider - auch so geschehen sind. Und sicher ist die Erzählweise der beiden Autoren, beide damals selber beteiligt, berichtend und faktenreich. Beeindruckend auch der große Anteil an "Sachmaterial", wie Fotos und Augenzeugenberichten. Dennoch ist die Absicht, die hinter diesem Buch steckt, für mich spürbar eine andere gewesen als bloße Information. Dieses Buch ist Chronik, Tagebuch und Denkmal zugleich. Ein Stück deutscher Geschichte, das aber vor allem eine Person in den Mittelpunkt stellt: den Mann, der damals die Fäden in der Hand hielt, der organisierte und Helfer um sich sammelte: Wolfgang Fuchs. Beide Autoren, sowohl Herr von Keussler als auch Herr Schulenburg, waren damals, Anfang der 60er jahre, Studenten in Berlin. Ihre Welt wird vom plötzlichen Mauerbau erschüttert und entzwei gerissen. Das Buch berichtet sehr lebendig von der damaligen Stimmung unter den Studenten, von Aufruhr und Widerstand. Und es berichtet davon, wie gewisse Verbindungen zustande kamen. Immer um zahlreiche Ecken herum entstehen Kontakte. Durch einen gemeinsamen Bekannten im Wohnheim kommt zuerst Herr von Keussler in Kontakt mit Wolfgang Fuchs aus Jena, der mittlerweile in den Westen geflüchtet ist und nun Helfer sucht, um seine Verlobte und ihre zwei gemeinsamen Kinder nachzuholen. Was als punktuelle und rein private Aktion begann, entwickelt sich ziemlich rasch zu einer umfassenden und politisch motivierten Tätigkeit. Der findige Wolfgang Fuchs, der ein ziemlicher Draufgänger gewesen zu sein scheint, erkennt bald, dass noch viel mehr Menschen in der DDR Hilfe benötigen und verdienen, um den dortigen Umständen zu entfliehen. Es beginnt mit Leitern an der Mauer, und endet schließlich mit aufwändig geplanten und in monatelanger, strapaziöser Arbeit gegrabenen Tunneln. Der Leser begleitet diesen stetig wachsenden, idealistischen Trupp junger Männer durch alle Phasen der Planung, der Durchführung und der schließlich stattfindenden Flucht. Trotz des berichtenden Stils steigert sich die Spannung im Buch immer mehr, bis hin zum tragischen Ende der Aktion um den "Tunnel 57". Mit dem ersten Todesopfer, einem DDR-Soldaten, scheint die Truppe ihre Aktivitäten eingestellt zu haben. Doch damit endet das Buch nicht. In zwei abschließenden Kapiteln werden noch die Verschleierungs- und Vertuschungstaktiken der Stasi, sowie eine Inhaftierung (Schulenburg) geschildert. Man erhält als Leser so ein abgerundetes Bild, das auch die "real existierenden" Risiken für die Fluchthelfer nicht unterschlägt. Und vor allem lernt man, wie viel der Idealismus einer einzelnen Person, in diesem Falle Wolfgang Fuchs, bewirken kann! Sicher war er keine reine Lichtgestalt - dafür ist z.B. die Finanzlage der Gruppe immer viel zu undurchsichtig geblieben. Aber er war ein tatkräftiger Mensch, und vor allem ein lebenslanger Freund. Vermutlich erst nach seinem Tod im Jahre 2001 beginnen seine Freunde von Keussler und Schulenburg damit, ihm dieses literarische Denkmal zu errichten. Obwohl diese Rezension, wie mir durchaus bewusst ist, inhaltlich recht ausführlich ist, möchte ich dennoch jedem eindringlich die Lektüre ans Herz legen. Denn es gibt Dinge, die kann man als Unbeteiligter gar nicht wiedergeben, weil man kein Recht dazu hat. Vor allem ist es mir unmöglich, auch nur annähernd die Gefahren und die Dramatik zu schildern, die damals hinter jeder Ecke lauerten! Wie kann ich mir auch nur anmaßen, "zu verstehen" - ich, die ich noch niemals in einer wirklich existenziell bedrohlichen Lage steckte, die noch nie für ihre Grundrechte kämpfen musste! Dieses Buch hat mir eindrücklich vor Augen geführt, dass diese periode der deutschen Geschichte niemals "vorbei sein" darf.

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  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    aba

    aba

    12. July 2011 um 21:52

    Fluchthilfe unter der Erde So lange es die Berliner Mauer gegeben hat, gab es Menschen, die versucht haben, die DDR zu verlassen. In den 60er Jahren, unmittelbar nach dem Bau der Mauer bildeten sich Fluchthilfegruppen, überwiegend Studenten, die ursprünglich Verwandten und Kommilitonen in den Westen holen wollten. Viele "Fluchthelfer" haben ihre Tätigkeit aus kommerziellen Gründen ausgeübt. Echte Helfer aus Überzeugung. So bezeichnen sich Klaus-M. v. Keussler und Peter Schulenburg. Sie waren Mitglieder der Gruppe von Fluchthelfern um Wolfgang Fuchs. Sie haben uneigennützig und aus Idealismus gehandelt. Nur wenn man das weiß, kann man ihre große Leistung würdigen. Der berühmte „Tunnel 57“, durch den 57 DDR-Bürger in die Freiheit gelangt sind, war der Kulminationspunkt der Tätigkeiten der Fluchthelfergruppe um Wolfgang Fuchs. Mit ihrem Buch "Fluchthelfer: Die Gruppe um Wolfgang Fuchs" setzen Klaus-M. v. Keussler und Peter Schulenburg den Fluchthelfern um Wolfgang Fuchs ein Denkmal. Das Buch ist ein ergreifender Bericht, ein Blick von innen, denn die Autoren waren selber Fluchthelfer und mit Fuchs eng befreundet. Situationen, Gefühle und Emotionen, die während der Fluchtversuche eine Rolle gespielt haben, werden beschrieben, aber natürlich auch die angewandte Technik und die Fluchtwege. Ganz wichtig sind die zahlreichen Fotos, Zeichnungen und Skizzen, die wesentlich zur Visualisierung der Szenarien beitragen. Die Feinde waren leider nicht nur im Osten. Oft mussten die Fluchthelfer gegen Bürokratie im Westen kämpfen. Nicht selten haben sie wertvolle Unterstützung durch örtliche Polizei, Hauseigentümer, die ihre Keller für einen Tunnelbau zur Verfügung gestellt haben, oder durch einen Freund mit wertvollen Verbindungen. Die Fluchthelfer bleiben ihren Prinzipien hartnäckig treu. Trotz mangelnden hygienischen Bedingungen, schlechtem eintönigem Essen, unzureichendem Schlaf, Niederlagen und Verrat. Die Arbeit erforderte Kraft und volle Hingabe. Diejenigen, die dran blieben, opferten Beziehungen zu Freundinnen und Familienangehörigen, lebten ein gefährliches Doppelleben. Auch die latente Angst, entdeckt zu werden, oder in einem Gefängnis der DDR zu landen, oder getötet zu werden, war eine ständige Begleiterin. Das Buch "Fluchthelfer: Die Gruppe um Wolfgang Fuchs" ist ein wichtiges bewegendes Zeugnis von einer Zeit, in der Leute für die Freiheit gekämpft haben. Es ist ein öffentlicher Ehrenerweis auf Wolfgang Fuchs und seine Gruppe von Fluchthelfern. Leider ist Wolfgang Fuchs tot…. Hoffentlich lesen viele Menschen dieses Buch, denn es lohnt sich!

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  • Rezension zu "Fluchthelfer" von Klaus-M. von Keussler

    Fluchthelfer
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    12. July 2011 um 10:06

    Das offiziell vertretene Gebot der Menschlichkeit ist unglaubhaft, wenn zu demselben Zeitpunkt, an dem über 100000 Westberliner ihre Verwandten in Ostberlin besuchen können, ein junger Mensch erschossen wird, nur weil er versuchte, von Deutschland nach Deutschland zu gelangen. ______________________________ In den frühen sechziger Jahren ist es für viele Menschen, die unter dem DDR Regime leben mussten, unerträglich geworden eingesperrt und überwacht zu werden. 1964 flüchteten 57 Menschen durch einen Tunnel in den Westen. Dieser Tunnel wurde von einer Fluchthilfegruppe, unter den schlimmsten Bedingungen und immer mit der Gefahr entdeckt zu werden, gegraben um vielen ostdeutschen Menschen die Freiheit zu schenken. Klaus-M. von Keussler und Peter Schulenberg, beide Mitglieder dieser Fluchthilfegruppe, schenken uns mit diesem Buch einen Teil ihrer emotionalen und dramatischen Geschichte. _____________________________ Mich hat dieses Buch schwer beeindruckt und nachdenklich gemacht. Ich kann den Fluchthelfern nur bewundernde Worte entgegen bringen. Sie haben ohne Rücksicht auf das eigene Leben unter den unwürdigsten Bedingungen diese Tunnel gegraben und die Flucht ermöglicht. Aber auch viele Einzelschicksale haben mich betroffen gemacht. Die Ermordungen an der Mauer waren einfach nur schrecklich und ich kann es nicht verstehen wie man mit so einer Tat weiterleben und eine Belobigung entgegen nehmen kann. Auch die Flüchtenden wollten lieber sterben, als in einem Gefängnis in der DDR zu enden. ______________________________ Obwohl ich Sachbücher nicht so gerne lese, hat mich dieses Buch tief beeindrucken können. Ich kann es wirklich jedem empfehlen. Obwohl Deutschland wiedervereint ist, darf dieser Teil der Geschichte nicht aus den Köpfen der Menschen verschwinden.

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  • Leserunde zu "Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961" von Jens Schöne

    Ende einer Utopie
    BerlinStoryVerlag

    BerlinStoryVerlag

    Hallo an alle Sachbuch-Leser, diese Woche erscheint "Ende einer Utopie - Der Mauerbau in Berlin 1961" von Jens Schöne in unserem Verlag und wir suchen zehn geschichtsinteressierte Testleser. Einfach im Unterthema unter "Bewerbung Utopie" posten, warum ihr Testleser werden wollt und was ihr mit dem Thema Mauer verbindet. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 31. Mai. Anfang nächster Woche senden wir euch die Bücher dann zu und starten mit der Leserunde am 6. Juni. Wir wünschen euch viel Erfolg und freuen uns über Feedback :)

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