Klaus-Peter Walter Sherlock Holmes und Old Shatterhand

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Inhaltsangabe zu „Sherlock Holmes und Old Shatterhand“ von Klaus-Peter Walter

Sir Arthur Conan Doyle war ein Ausbund an Diskretion. Über prominente Zeitgenossen, die die Wege von Sherlock Holmes kreuzten, verlor er nie ein Wort. Nun endlich konnte wieder eine Handvoll lost cases aufgefunden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Sie geben Gewissheit, wo bislang lediglich vage Vermutung war: Sherlock Holmes begegnete in seiner langen Laufbahn nicht nur dem sarkastischen Dramatiker George Bernard Shaw, William Frederic Cody alias Buffalo Bill oder einem gewissen Dr. Karl May aus Dresden in Deutschland, sondern auch Menschen, die wir eigentlich nur dem Bereich literarischer Phantasien zugeordnet hätten, wie etwa dem berühmten Sprachforscher Professor Henry Higgins und seiner Herzensdame Eliza Doolittle, die das Musical My Fair Lady hat unsterblich werden lassen.§In diesem Band findet der Leser erstmals Sherlock Holmes Begegnungen der etwas anderen Art.

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  • Rezension zu "Sherlock Holmes und Old Shatterhand" von Klaus-Peter Walter

    Sherlock Holmes und Old Shatterhand
    Elmar Huber

    Elmar Huber

    05. June 2012 um 13:48

    _“Ich muss es leider zugeben: Manchmal brachten gerade unglaubliche Zufälle meinen Freund Sherlock Holmes auf die Lösung eines Falles, nicht nur seine stupenden Kenntnisse. Letztere bezog er aus seiner exzessiven Lektüre. Erlas schlichtweg alles, was ihm in die Finger kam. Egal, ob es von Ornithologie, Orchideenzucht oder der Musik der Bantu-Neger handelte. Ich glaube, er hatte eine sechsten Sinn f ür die Notwendigkeit einer bestimmten Lektüre.“ (SHERLOCK HOLMES UND DER STUMME KLAVIERSPIELER)_ SHERLOCK HOLMES UND DER STUMME KLAVIERSPIELER Ein ehemaliger Studienkollege von Watson bittet Sherlock Holmes um seine Hilfe um die Identität eines Unbekannten herauszufinden. Der Unbekannte spricht nicht und lässt sich lediglich durch Musik aus seiner Lethargie befreien. SHERLOCK HOLMES UND OLD SHATTERHAND Auf einer Zugreise durch Deutschland treffen Sherlock Holmes und Dr. Watson auf dem Schriftsteller Karl May, den die Indianer auch „Old Shatterhand“ nennen. Das Missvergnügen der Bekanntschaft ist nicht von langer Dauer, denn schon wird ein Toter im Zug aufgefunden, dem ein Messer in der Brust steckt. SHERLOCK HOLMES UND DIE WEISSE FRAU Nachdem die verwitwete Mrs. Ebenezer Thorndyke, die mit ihrem Mann lange in China gelebt hat, wieder in England weilt, hat sie das Gefühl, von einem Gespenst verfolgt zu werden. Die „Weiße Frau von Henstiffle Bow Hall“ geht angeblich in ihrem heimatlichen Anwesen um und trachtet nach ihrem Leben. Der Detektiv zögert nicht, vor Ort zu ermitteln. SHERLOCK HOLMES UND DIE VERSCHWUNDENE WITWE Während eines Parisaufenthalts tritt a junges Mädchen an Sherlock Holmes und Dr. Watson heran, deren kranke Mutter angeblich spurlos aus ihrem Hotelzimmer verschwunden ist. SHERLOCK HOLMES UND BUFFALO BILL Buffalo Bills grandiose Wildwestshow gastiert in London. Während der Vorbereitungen wird ein mitreisender Pinkerton Detektiv von einem an sich friedlichen Büffelbullen zu Tode getrampelt. Da Mycroft Holmes die Aufführung aus Angst um Leib und Leben der Queen verbieten lassen will, ruft man Sherlock Holmes zu Hilfe, der sich ein Bild von den Vorgängen in dem Wildwestzirkus machen soll. SHERLOCK HOLMES UND DAS INDISCHE KRAUT Frustriert von Sherlock Holmes Geheimniskrämerei um seine Person, fasst Watson den Entschluss, seinem Freund mit Hilfe des indischen Krauts – einer Wahrheitsdroge - seine Geheimnisse zu entlocken. Einige Blätter davon im Kaminfeuer sollten dem Detektiv seine Geheimnisse entlocken. SHERLOCK HOLMES UND DER FALL DER FAIR LADY Zufällig machen Holmes und Watson nach einem Konzertbesuch die Bekanntschaft von Professor Henry Higgins, der offensichtlich auf der verzweifelten Suche nach einer bestimmten Dame ist. Er erklärt, dass seine Schülerin Eliza Doolittle – ein Blumenmädchen, dem er mit Hilfe seiner Spracherziehung den Weg in die gehobenen Kreise ebnen wollte (und nebenbei so eine Wette gewinnen) – aus mangelnder Anerkennung vor ihm geflüchtet ist. Kurz darauf trifft jedoch eine ungewöhnlich geringe Lösegeldforderung für Eliza Doolittle ein. SHERLOCK HOLMES UND DER DIEBISCHE WEIHNACHTSMANN Inspektor Lestrade bittet um Sherlock Holmes Mithilfe im Fall eines bestohlenen Edelsteinhändlers. Der Täter, der mit einem Automobil geflohen ist, war als Weihnachtsmann verkleidet. _„In einem fort erzählte er [Karl May] von angeblichen Abenteuern mit einem edlen Wilden namens Winnitou oder so ähnlich und fragte, ob wir mit einem Lord David Lindsay oder einem Lord Castlepool bekannt seien, was wir beide verneinen mussten.“ - (SHERLOCK HOLMES UND OLD SHATTERHAND)_ Dass K.-P. Walter ein Sherlock Holmes-Kenner und –Fachmann ist, steht längst außer Frage. Seine phantastisch-skurrilen Kurzgeschichten sind u.a. enthalten in Alisha Biondas Sherlock Holmes-Anthologien DER VERWUNSCHENE SCHÄDEL, DAS UNGELÖSTE RÄTSEL und DAS DRUIDENGRAB. Weiterhin erschien bereits der Roman SHERLOCK HOLMES IM REICH DES CTHULHU beim BLITZ-Verlag. Und obschon einige seiner phantastischen Holmes-Geschichten recht respektlos anmuten, ist zwischen den Zeilen doch stets die Achtung spürbar, die er Arthur Conan Doyles Schöpfung entgegenbringt. Wo seine phantastischen Geschichten allerdings oft Gefahr laufen, dass die Fülle bizarrer Elemente die Handlung erschlägt, steht bei SHERLOCK HOLMES UND OLD SHATTERHAND das eher rationale Verbrechen Doylescher Tradition im Vordergrund. Nicht jedoch, ohne einige bemerkenswerte Begegnungen des Meisterdetektivs mit prominenten Zeitgenossen wiederzugeben. Obwohl sich die meisten Pastiche-Autoren scheinbar gegenseitig überbieten wollen, den Detektiv möglichst skurrilen Paarungen mit historischen oder fiktiven Charakteren zu unterziehen (die Begegnungen mit Jack the Ripper sind dabei noch einige der „normaleren“), schafft es Klaus-Peter Walter meistens, diese noch zu toppen. Das Highlight diesbezüglich ist hier die Begegnung von Holmes und Watson mit den Charakteren aus Alan Jay Lerners und Frederick Loewes Musical MY FAIR LADY. So ganz nebenbei trifft Holmes in dieser Geschichte auch auf den jungen Charles Chaplin, der hier den „Baker Street Irregulars“ angehört. Deutliche gemäßigter als K.-P. Walters überbordenden phantastischen Holmes-Geschichten und gerade deswegen so gut. Elegantes Understatement. Übrigens spielt auch der spätere TV-Sherlock Holmes Jeremy Brett in der Filmversion von MY FAIR LADY mit. Wohl mit ein Grund, warum K.-P- Walter den FALL DER FAIR LADY ersonnen hat. Die titelgebende Begegnung mit Karl „Old Shatterhand“ May erweist sich dagegen leider als kurzes und recht überraschungsarmes Vergnügen auf Kosten des deutschen Abenteuerschriftstellers. Allgemein ist K.-P. Walter bekannt für die Verwendung verschiedenster, vorwiegend unpassend erscheinender Elemente, die er in seine Holmes-Geschichten einbringt. Wie also Carl Barks „Donald Duck“, Sacha Baron Cohens „Borat“, Roger Moores „James Bond“ und noch viele Überraschungen mehr in diese Sammlung hineinpassen, erschließt sich am besten beim selbst lesen. Für alle, denen Christian Endres SHERLOCK HOLMES UND DAS UHRWERK DES TODES (Atlantis-Verlag) gefallen hat, ist OLD SHATTERHAND eine willkommene Ergänzung, wenn auch nicht phantastisch. Es war längst überfällig, dass Klaus-Peter Walters verstreuten Geschichten einmal in gesammelter Form erscheinen. Vier der hier enthaltenen kürzeren Beiträge sind zuvor in dem Sherlock Holmes-Fanclubmagazin SNOB (Das Journal der Sherlock-Holmes-Gesellschaft „Von Herder Airguns Ltd.“) erschienen, eine online auf dem Literaturportal www.LITERRA.info. Die drei längeren Texte, die die Highlights des Bandes darstellen, sind Erstveröffentlichungen. Für das Covermotiv, das diesmal „nur“ die bekannte Silhouette des Detektivs vor dem zu erahnenden Uhrenturm von Big Ben zeigt, und den sauberen Schriftsatz zeichnet wieder BLITZ-Hausgrafiker Mark Freier verantwortlich. Leider ist dies der letzte Band der Sherlock Holmes-Hardcoverreihe aus dem BLITZ-Verlag. Laut Verlagsangaben ist es durch den Wegfall der Druckerei nicht länger möglich, diese liebgewonnenen Hardcover (mit Schutzumschlag) zu einem solch günstigen Preis zu produzieren. Die Folgebände werden als Taschenbücher mit geändertem Logo unter der Reihenbezeichnung „Die neuen Fälle des Meisterdetektivs Sherlock Holmes“ erscheinen. Schön gestaltete Sammlung bemerkenswerter Begegnungen des Meisterdetektivs. Klassisch anmutende Detektivgeschichten mit augenzwinkerndem Humor.

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